Abschluss in Cienfuegos und Havanna

Mit dem Taxi geht es von Trinidad aus in die nächste Stadt Cienfuegos. Nach dem Tourischuppen freuen wir uns wahnsinnig, einfach mal wieder etwas anderes zu sehen 😀. Nach einer guten Stunde sind wir auch schon da und checken in unserer süßen Casa ein. Es gibt sogar eine kleine Dachterrasse, ein Traum! Dann gehts erstmal zur Stadterkundung. Wir sehen keine Touris außer uns, voll verrückt und auch sehr angenehm. Am großen Platz kann man sich ein Museum mit Turm anschauen, das machen wir natürlich. Der Blick von oben ist natürlich hervorragend aber das Gebäude ist auch sonst richtig schön und wahnsinnig gut erhalten.

Dann schlendern wir noch weiter durch die Straßen der Stadt und erstehen noch ein tolles Gemälde für unser heimisches Wohnzimmer (wir mussten sowieso noch einige Pesos loswerden)☺️. Der nächste Halt ist bei einem Eiscafé, wo wir für 80 Cent 5 Kugeln Schokoeis verputzen 😀. Auf dem Rückweg zur Casa kommen wir zufällig durch eine Straße, wo ganz viele Häuser toll bemalt sind, richtig schön!

Dann gibt’s eine kurze Verschnaufpause auf der Dachterrasse der Casa, bevor es zum Abendessen zum Paladar Aché geht. Dort gibt es Kichererbsen auf der Karte 🤩! Die nehmen wir natürlich beide und werden nicht enttäuscht, eine riesen Portion und wahnsinnig lecker! Wir bleiben noch eine Weile in dem süßen Garten sitzen, bevor es zurück zur Casa geht. Platt fallen wir direkt ins Bett, das war ein langer, aber richtig schöner Tag in Cienfuegos. Da wir morgen früh raus müssen, passt auch, dass es eigentlich noch recht früh ist.

Am nächsten Morgen gibt es schon um halb 7 Frühstück (uff!). Dafür ist das aber wahnsinnig lecker, Yari aus der Unterkunft ist sowieso total nett und bemüht. Dann laufen wir zu Viazul, was zum Glück direkt um die Ecke ist. Dort klappt auch diesmal alles nach Plan und wir sitzen pünktlich um viertel vor 8 im Bus nach Havanna. Dort steigen wir 6 Stunden später aus und fahren mit dem Taxi zu unserer letzten Casa. Teresa empfängt uns super nett und redet wie ein Wasserfall 😀. Wir stürzen uns dann auch direkt wieder ins Getümmel, kehren aber erstmal im El Café ein und verputzen Toast mit Hummus und Avocado, ein Gedicht! Dann schlendern wir zum Wasser, wo wir uns ein Taxi schnappen und für einen horrenden Preis zur Festung auf der anderen Seite der Bucht fahren (da gibts einen Tunnel, durch den man aber nicht laufen kann). Das Licht ist auch nicht wirklich gut, aber der Blick auf die Stadt ist trotzdem nett. Dann gehts wieder zurück auf die andere Seite und wir laufen erstmal wieder zur Casa, da wir keine Lust haben uns ständig anquatschen zu lassen. Etwas später geht es dann nochmal los zum Abendessen ins „El Dandy“, wo wir genau dasselbe essen wie beim letzten Mal, das war aber auch einfach zu gut. Dann gehts wieder zurück in die Casa und nach einer schnellen Dusche direkt ins Bett. Das war wieder ein langer Tag.

Knapp 12 Stunden später wachen wir zum Frühstück wieder auf, das war ganz schön erholsam! Heute gibt es sogar ein Käsesandwich (zum Glück kein Ei), dazu natürlich trotzdem Obst, Kaffee und Saft.

Heute wollen wir mit dem HopOn-HopOff Bus fahren. Der fährt direkt um die Ecke ab, und als wir vorlaufen kommt auch direkt der nächste, das passt ja. Mit dem geht es erstmal durch die Stadt und dann Richtung Osten. An der Plaza de la Revolución steigen wir aus und schauen uns ein wenig um. Mit dem nächsten Bus geht es dann wieder weiter und wir sehen nochmal einige Ecken der Stadt, die wir noch nicht kannten.

Das nächste Mal steigen wir an der Uni aus. Dort kommt man scheinbar als Tourist überhaupt nicht rein, schade. Wir probieren es dann an einem anderen Eingang und da klappt es 😀. Wir fühlen uns ein bisschen rebellisch und schauen uns etwas um, total cool. Anschließend laufen wir zurück zur Unterkunft, wo wir uns kurz ausruhen. Um 16 Uhr geben wir dann noch ein paar Dinge den Jungs und Mädels von Free Tour Havana, die das an Bedürftige weitergeben. Weils gestern so gut war, geht es für uns dann nochmal ins el café für eine letzte leckere Stärkung vor dem Flug.

Da Teresa heute keine Buchung hat, können wir den ganzen Tag noch unser Zimmer nutzen und sogar nochmal duschen. Das nehmen wir dankbar an und sitzen um 20 vor 6 frisch geduscht mit gepackten Rucksäcken im Zimmer. Unser Taxi ist überpünktlich da und um kurz vor 6 fahren wir zurück zum Flughafen. Leider zum falschen Terminal wie sich herausstellt, also nochmal ein Taxi suchen und zu Terminal 2 fahren 😀. Dort können wir immerhin unsere letzten Peso als Steuer für das Gemälde loswerden, ein Traum 😃. Immerhin wartet das Flugzeug schon draußen am Gate auf uns!

Kuba – unser Fazit

Da wissen wir gar nicht so recht wo wir anfangen sollen 😀. Auch abgesehen von der Grippe, die wir uns eingefangen haben ist es schwer, Kuba in Worte zu fassen. Dass es nicht ganz so einfach zu bereisen wird und Kuba einfach „anders“ ist, wussten wir ja. Aber irgendwie hat es uns dann trotzdem etwas kalt erwischt. Die ersten Tage in Havanna waren – vor allem für mich – erstmal eine Herausforderung, aber man hat sich recht schnell eingewöhnt. Gerade in Havanna war es schon nervig, wie oft man angequatscht wird, aber die Leute müssen ja auch von etwas leben. Vegetarisches Essen war am Anfang noch recht entspannt, wurde aber dann doch auch recht schnell eintönig. Vor allem im Melia war das anstrengend und danach war uns etwas die Lust vergangen. Auch das Frühstück kommt uns langsam zu den Ohren raus, wir freuen uns sehr auf unser Müsli Zuhause und ein ordentliches Brot mit Käse.

Am Ende sind wir trotzdem unfassbar dankbar, dass wir das Kuba, wie es jetzt noch ist, kennenlernen durften. Man muss als Reisende(r) auf jeden Fall mal raus aus der eigenen Comfortzone. Das ist zwar auch irgendwie anstrengend, aber noch viel mehr bereichernd. So, wie es jetzt ist, wird Kuba wohl nicht mehr allzu lang bleiben und es bleibt zu hoffen, dass es am Ende vor allem für die Bevölkerung gut wird. Wir haben so viele herzensgute und wahnsinnig gastfreundliche Menschen kennengelernt, jede/r einzelne hätte es mehr als verdient.

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