Lissabon und Porto

Es geht wieder in den Urlaub! Diesmal nicht mit Marcus, sondern erstmal mit der lieben Corinna 🙂

Um 20 nach 7 treffen wir uns am Flughafen, geben Corinnas Koffer ab und warten entspannt bei einem Kaffee, bis es losgeht. Der Flug hat ein paar Minuten Verspätung, vergeht dann aber wie im Flug (haha, wer hätte das gedacht!) und gefühlt ein paar Momente später steigen wir in Lissabon aus dem Flugzeug.

Mit der Metro geht es ein paar Stationen in die Innenstadt, wo unser Hostel liegt. Im Living Lounge Hostel verbringen wir die nächsten drei Nächte und haben Glück, unser Zimmer ist sogar schon fertig! Wir richten uns kurz ein, schmieren Sonnencreme ins Gesicht und dann geht es los in die Stadt. Bei Sonne und angenehmen 16° ein Träumchen! Wir laufen zuerst in Richtung Meer und dann weiter nach Alfama, wo sich die Altstadt befindet.

Dort ist es wahnsinnig schön, lauter bunte, alte Häuser in engen Gässchen mit kleinen Cafés und Restaurants an allen Ecken. So schlendern wir eine ganze Weile umher bevor es dann in einem süßen Hof zur Stärkung Gnocchi für mich und eine Bowl für Corinna gibt. Nach ein paar weiteren Gassen gibt es dann noch einen Kaffee in der Sonne, wir sind im Urlaub angekommen 😎.

Auf dem Weg zurück ins Hostel besorgen wir noch Pastel de Nata und ein paar Kleinigkeiten zum Abendessen im Supermarkt. Da unser Rhythmus durch die kurze Nacht sowieso etwas durcheinander ist, wird der Abend sehr entspannt. Nachdem wir im Hostel unser Abendessen verputzt haben geht es auch schon ins Bett, zum Kraft tanken für den morgigen Tag!

Am nächsten Morgen wachen wir sehr erholt auf und sind bereit für den nächsten Tag. Das Frühstück ist im Preis mit drin und so gibt es Brot mit Käse und Marmelade, Crêpes und Kaffee zum Start in den Tag. Danach geht es auch quasi direkt los, wir haben uns nämlich für eine Free Walking Tour angemeldet. Da wir gestern so viel in Alfama waren, gibt es heute das eigentliche Stadtzentrum, wo auch unser Hostel liegt. Unser Guide João erklärt uns allerhand über die Geschichte Portugals und das aktuelle Leben in Lissabon. Dazu sehen wir natürlich auch sehr viele Plätze, Straßen und knipsen Fotos, leider heute mit weniger Sonne als gestern. Nach der Tour gehen wir schnell im Hostel vorbei, vorher stoppen wir aber nochmal in der süßen Bäckerei und holen uns einen Snack, den wir dann mit einem Kaffee auch direkt im Hostel verputzen.

Danach schlendern wir weiter durch die hübschen Straßen, essen noch einen Avocadotoast und laufen dann in Richtung Belem. Auf der Hälfte der Strecke machen wir eine kurze Pause in einer Rooftopbar und trinken einen Tee in der Sonne (die hat netterweise doch nochmal kurz vorbeigeschaut). Dann schauen wir uns kurz in dem süßen Areal um, wo es lauter kleine Läden in alten Industriehallen gibt.

Dann laufen wir am Fluss Tejo zum Torre de Belém, einem mittelalterlichen Turm im Fluss. Als wir dort sind, können wir sogar ein bisschen Sonnenuntergang sehen, richtig schön! Dann geht es mit dem Bus zurück nach Lissabon. Weil wir Hunger haben, geht es direkt zum Time Out Market, wo es ganz viele kleine Streetfood-Stände gibt. Wir entscheiden uns für italienisch und essen beide Gnocchi mit Tomatensoße und Burrata und zum Nachtisch gibt es Tiramisu für Corinna und ein sizilianisches Cannoli für mich. Nach dem langen Tag sind wir dann wirklich platt und laufen danach wieder zurück zum Hostel, wo wir nur noch ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich ein bisschen shoppen, da die Sonne sich erst am Nachmittag zeigen sollte. Als wir aus dem Fenster schauen, sehen wir aber direkt strahlend blauen Himmel, da ist das shoppen natürlich direkt wieder gestrichen, viel besser 😍. Nach dem leckeren Frühstück laufen wir zum Miradouro da Senhora do Monte, von wo man den besten Ausblick auf die Stadt haben soll. Nachdem wir knapp 200 Höhenmeter erklommen haben (Sport ist hier inklusive), werden wir mit dem traumhaften Ausblick belohnt. Und es ist soo schön warm in der Sonne, herrlich!

Von dort geht es weiter in das schöne Viertel Graça, was auch wieder super süß ist. Am Ende landen wir wieder in Alfama, wo es eine kleine Kaffeepause mit Blick auf den Tejo gibt. Anschließend geht es zu einem Kloster und wieder nach Graça, wo wir noch eine kurze Pause machen, diesmal mit einem frisch gepressten O-Saft für mich und Tee und Schokocroissant für Corinna. Dann geht es in eine andere Richtung weiter und wir laufen durch viele Straßen, die gar nicht so touristisch sind. Mal eine andere Seite von Lissabon kennenlernen :). Irgendwann haben wir wieder Hunger und werden im Street Chow, einem asiatischen Bistro, fündig. Wieder sehr lecker!

Gestärkt geht es weiter in den Parque Eduardo VII. Dort hat man auch wieder einen tollen Blick auf die Stadt. Dort fängt es auch leicht an zu regnen, zum Glück aber nur ein paar Tropfen ☺️. Die breite Freiheitsallee entlang geht es dann zurück in Richtung Zentrum, mit einem kleinen  Schlenker zum Miradouro de São Pedro de Alcântara, zum Supermarkt und zu unserem Hausbäcker. Zurück im Hostel gibt es dann erstmal einen Tee, Mandarinen (ein paar Vitamine müssen ja auch mal sein) und was Süses vom Bäcker. Nach der ganzen Lauferei, vor allem den ganzen Höhenmetern, gibt es erstmal ein kleines Päuschen im Zimmer. Dann geht es nochmal kurz raus, ein bisschen bummeln, bevor wir uns platt ins Bett legen.

Am Dienstagmorgen gibt es noch ein letztes leckeres Hostelfrühstück, dann wird gepackt, ausgecheckt und wir stellen unsere Koffer im Hostel ab. Dann laufen wir zur Metro und fahren auf die andere Seite des Tejo zum Cristo Rei. Das hatten wir uns extra für heute vorgenommen, weil für heute der schönste Tag vorhergesagt war. Leider ist das wieder nicht ganz passend und die Sonne hat sich nach dem Frühstück schnell verzogen. Wir bleiben trotzdem bei unserem Plan und kommen um halb 11 oben an. Trotz der Wolken ist es cool und der Blick auf die Stadt ist richtig schön.

In der kleinen Cafeteria gibt es noch ein Heißgetränk, bevor es zurück in die Stadt geht. Wir nehmen uns noch etwas beim Bäcker mit, holen unser Gepäck im Hostel ab und fahren mit der Metro wieder zum Flughafen. Zum Glück geht es noch nicht nach Hause, sondern nur zum Abholen unseres Mietwagens ☺️. Gegen halb 3 sitzen wir im Auto und düsen in Richtung Norden (und in Richtung Sonne, wer hat denn da wieder seinen Teller nicht leer gegessen?!). Nach knapp 2 Stunden kommen wir in der ehemaligen Hauptstadt Coimbra an. Wir finden sogar ein kostenloses Parkhaus und die Sonne scheint, toop! Dann erkunden wir auf dem Weg zu der ältesten Universitäten Europas die süßen kleinen Gässchen. Auch auf dem Rückweg gibt es wieder allerhand tolle Gebäude zu bestaunen, mit der Sonne ein einziger Traum!

Dann lassen wir im Coisas da Lena den Abend ausklingen. Ein richtig süßes kleines Restaurant und es schmeckt sooo gut! Hier essen wir auch endlich mal klassische portugiesische Küche (das war bisher leider unmöglich mit vegetarischen Alternativen). Wir teilen uns Bruschetta, danach isst Corinna DAS portugiesische Gericht, Bacalhau à Brás, für mich gibt es vegetarisches Brás. Und zum Nachtisch gibt es noch ein leckeres Stück Apfelkuchen, himmlisch! Satt und glücklich laufen wir dann wieder zum Auto, schauen noch kurz bei Aldi vorbei und düsen das letzte Stück nach Porto.

Dort laden wir erstmal unser Gepäck an der Unterkunft ab und bringen dann das Auto zum vorab gebuchten Parkplatz, nur ein paar Minuten von unserer Unterkunft entfernt. Sieht bei Nacht schon schön aus, wir sind sehr gespannt auf den Anblick morgen. Wir richten uns noch ein, bevor es dann auch schon wieder ins Bett geht.

Am nächsten Morgen gibt es ein sehr leckeres und üppiges Frühstück, bevor wir wieder zu einer Free Walking Tour aufbrechen. Als wir am Treffpunkt ankommen, ist uns wieder super warm, Porto ist auch nicht weniger hügelig als Lissabon, wir werden also wieder ordentlich Höhenmeter sammeln. Wir sind pünktlich um 11 Uhr am Treffpunkt vor dem Rathaus, lernen unseren super sympathischen Guide Diogo kennen und bekommen einen Überblick über die portugiesische Geschichte. Anschließend geht es auch hier durch die süßen Gassen, am berühmten Lello Bookstore vorbei zum höchsten Turm der Stadt, dem Torre dos Clérigos. Dann gibt es noch einen tollen Aussichtspunkt, bevor es in den für seine blauen Kacheln bekannten Bahnhof San Bento geht. Den Tourabschluss gibt es dann an der Kathedrale, wo wir noch jede Menge Tipps bekommen.

Von dort ist die Ponte Dom Luís I nicht weit. Wir laufen einmal oben hin und unten zurück und genießen den Ausblick auf die Stadt. Leider fängt es ziemlich zu regnen an,wir nutzen das für einen kleinen Pitstop im „Bite“ zur Stärkung. Danach geht Corinna eine Weile in die Unterkunft um sich auszuruhen, da die Erkältung leider schlimmer geworden ist. Für mich geht es weiter in die Stadt, ein paar Seconhandläden anschauen. Dort finde ich nichts, dafür aber in einem anderen Laden 😃. Dann laufe ich auch zur Unterkunft und genieße währenddessen die paar blauen Flecken am Himmel, die sich doch noch zeigen heute.

Nach einer kurzen Pause geht es dann zu zweit noch einmal zurück in die Stadt. Wir wollen Framcesinhas probieren, noch ein portugiesisches Nationalgericht. Gesund ist das nicht wirklich, eigentlich ist es einfach nur Fleisch und Wurst zwischen zwei Toastscheiben, mit Käse überbacken und einem Spiegelei obendrauf. Zum Glück gibt es das Ganze auch vegetarisch, aber pervers ist es trotzdem. Auf dem Rückweg gibt es dann noch ein Eis für mich und eine Waffel für Corinn, dann geht es auch schon ab ins Bett, genug geschlemmt für heute!

Nach dem üppigen Frühstück am nächsten Morgen, machen wir uns auf dem Weg zur Livraria Lelko, dem berühmtesten Buchladen des Landes. Hier hat J.K. Rowling die ersten Seiten von Harry Potter geschrieben und sich durch die spezielle Treppe auch für die Romane inspirieren lassen. Sehr voll und touristisch, aber schon auch ziemlich cool! Danach bummeln wir ein bisschen  durch die Stadt, entdecken ein Kleid für Corinna und schauen uns dann die Kathedrale an. Die ist natürlich auch voll von den blauen Kacheln, den Azulejos. Außerdem gibt es auch einen Turm, von dem aus man wieder einen tollen Blick über die Stadt hat. Anschließend steht unsere Mittagspause an, die wir in einer süßen Bäckerei verbringen, wo es für mich einen Salat und eine Gemüsesuppe und einen Salat und für Corinna Reis mit Ente gibt.

Danach entscheiden wir spontan, mit dem Auto ins Dourotal zu fahren. Dass ist flussaufwärts von Porto und die Region, wo der Portwein angebaut wird. Außerdem soll das Wetter jetzt auch etwas besser werden, da lohnt sich das doch gleich doppelt. Wir laufen also direkt zum Auto und düsen los. Wir fahren zwei Aussichtspunkte an, an denen wir die Aussicht genießen. Das mit der Sonne hat leider nicht so ganz geklappt, ist aber trotzdem schöne und immerhin trocken.

Auf dem Rückweg halten wir nochmal an einem Supermarkt und versorgen uns noch mit ein paar Kleinigkeiten zum Abendessen, Bier und Portwein. Zurück im Porto gehen wir direkt ins Miragaia House, wo wir noch zwei Filme und die zweite Halbzeit der Eintracht schauen 🦅.

Nachdem wir unser letztes Frühstück in Porto genossen haben, wird auch schon wieder gepackt, wir holen unser Auto und düsen wieder in Richtung Süden. Heute kommt auch tatsächlich die Sonne mal raus, sieht gleich ganz anders aus!

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