Mit dem Collectivo geht es mit lauter Musik und sehr guter Laune auf dem Fahrersitz von Viñales aus erst einmal zu einem Parkplatz bei Havanna. Unser Fahrer hat ordentlich Gas gegeben, so sind wir schon nach gut 2 Stunden da. Dann werden alle auf unterschiedliche Taxen verteilt. Wir haben leider Pech und müssen warten, bis unser Taxi nach Trinidad voll ist. Das dauert auch eine knappe Stunde, aber dann geht es endlich los auf die letzte Etappe. Die Fahrt läuft dafür super entspannt, einmal wird abenteuerlich unterwegs getankt und nach gut 4 Stunden Fahrt kommen wir an unserer nächsten Casa Particular an.

Dort werden wir sehr nett von José Antonio und seiner Familie begrüßt, bekommen unser Zimmer und das Haus gezeigt und laufen direkt los in die Stadt. Wir bekommen sogar noch ein bisschen vom Sonnenuntergang mit, dann ist aber mal wieder Stromausfall und wir sehen nicht soo viel von der kleinen Stadt. Zum Glück gibt es einige Restaurants mit Generator und dann können wir direkt der Empfehlung von Sophie und Lisa nachkommen und Gemüserisotto im Rintintin essen. Das ist auch super lecker und es gibt sogar noch Livemusik dazu ☺️. Danach geht es dann auch schon zurück in unsere Casa, wir sind schon wieder ganz schön platt vom Tag.





Am nächsten Morgen werden wir vom Wecker geweckt, obwohl wir über 10 Stunden geschlafen haben. Wir sind hier jeden Tag so müde, ich weiß nicht was da los ist 😃. Dann gibt es ein sehr leckeres Frühstück mit Omelette in unserer Casa und wir unterhalten uns mit José Antonio, der sehr gut Englisch spricht. Da Marcus ein bisschen erkältet ist wollen wir heute nur etwas entspanntes machen, leider passt nur das Wetter nicht so ganz dazu, der Himmel ist komplett grau. Ist uns aber egal, wir fahren trotzdem zum Strand 😀. Den Bus dorthin können wir sogar mit Karte zahlen (und damit unseren Bargeldbestand etwas schonen).
Der Strand ist wirklich schön, mit Sonne wahrscheinlich noch besser, dafür ist aber nichts los. Wir laufen eine ganze Weile am Strand entlang, drehen um und gönnen uns eine Kleinigkeit zum Mittagessen direkt am Strand. Dann fängt es tatsächlich auch an, etwas zu regnen und wir setzen uns unter einen Schirm. Da es nicht mehr aufhört zu regnen, warten wir einfach dort auf den Bus zurück um halb 4. Trotzdem super entspannt und wir wussten, dass es heute wahrscheinlich regnet, wir sind also mental darauf vorbereitet gewesen😀. Auf dem Rückweg essen wir noch einen Brownie und einen Schokoball bei einer Bäckerei, was wahnsinnig lecker ist. Und viel weniger süß als wir befürchtet haben (mit dem Zucker übertreiben sie es hier meist völlig, pro Person gibt es 3,5 Pfund Zucker im Monat, das muss wohl dann weg). Dann gibt es eine schnelle Dusche und wir planen die nächsten Tage, bevor wir uns wieder auf den Weg in die Stadt machen.









Wir wollen eigentlich noch wegen einer Tour schauen, aber das Büro von Cubatur hat schon geschlossen (wahrscheinlich, weil mal wieder Stromausfall ist). Wir gehen dann direkt ins Diverso Trinitario, wo es super viele vegetarische Optionen gibt 😍. Wir entscheiden uns für die Empfehlung des Hausherrn, eine Gemüsepfanne mit gebratenen Kichererbsen. Dazu gibt es mehr Gemüse und Reis und es ist wahnsinnig lecker! Hier müssen wir wohl noch einmal herkommen, der Preis ist auch super. Auf dem Rückweg zur Casa laufen wir wieder an der Bäckerei vorbei und probieren zwei andere Leckereien, die auch wahnsinnig lecker sind. Hier werden wir wohl auch noch des öfteren vorbeischauen 😀. Dann geht es nur noch ins Bett.

Am nächsten Morgen haben wir wieder eine Reittour geplant. Es geht in den Nationalpark El Cubano und eine Tour mit dem Pferd ist günstiger als ein Taxi zu nehmen 😃. Erstmal gibt es aber wieder ein leckeres Frühstück und eine gute Unterhaltung mit José. Um kurz nach 9 ist unser Guide Juan Carlos dann auch schon da, heute reiten wir auf Mora und Shakira, diesmal zwei Mädels. Es geht erstmal ein ganzes Stück durch die Stadt, als wir die dann verlassen, wird es sofort traumhaft schön. Mit den Pferden geht es durch zwei Bäche, über breite und schmale Wege, an vielen kleinen Häusern und ganz viel Natur entlang. An einer Farm gibt es eine kurze Pause und wir trinken einen frischen Zuckerrohrsaft mit Limette. Super lecker! Dort bestellen wir auch schonmal unser Mittagessen für den Rückweg. Dann geht es noch ein ganzes Stück weiter, bis wir schließlich am Nationalpark ankommen und unsere Pferde abstellen. Dann geht es zu Fuß noch etwas weiter, bis wir am Oyo del Pilón ankommen, einem Wasserfall und dem Ziel für heute. Mittlerweile sind wir auch schon gute zweieinhalb Stunden unterwegs, wir haben uns also die Pause redlich verdient. Wir ziehen also schnell unsere Badesachen an und springen ins kühle nass. Also Marcus springt, bei mir ist es eher ein vorsichtiges herantasten. Es ist wahnsinnig schön, neben dem Wasserfall liegt eine kleine Höhle und das Wasser ist total klar. Und außer uns sind auch nur eine hand voll weiterer Touristen da, ein Traum!







Nachdem wir uns ordentlich erfrischt haben, geht es wieder zurück. Bei dem kleinen Hof gibt es dann ein riesen Menü zum Mittagessen, nach etwas Salat gibt es eine Bohnensuppe, Reis mit Gemüse, Bananenchips, Yukka und zum Nachtisch frisches Obst. Danach sind wir pappsatt und treten den Rückweg nach Trinidad an. Auch hier genießen wir den tollen Weg wieder, jetzt wird auch ein gutes Stück getrabt. Das wird dann schon auch etwas anstrengend 😀. Um kurz nach 4 sind wir dann zurück in der Casa, was ein toller Tag!




Den Schwung nehmen wir aber gerade noch mit und buchen einen Ausflug für morgen mit Cubatur. Da wir sowieso schon so viel gemacht haben heute, beschließen wir direkt noch eine kleine Wanderung zum Sonnenuntergang am Cerro de la Viglia einzulegen. Von der Stadt aus ist das gar nicht weit, aber von dort hat man eine traumhafte Sicht auf den Sonnenuntergang. Dort oben wird es auch recht schnell frisch, weshalb wir uns bald wieder auf den Weg zurück in die Stadt machen. Da wir immer noch satt sind, gehen wir noch einmal in die Casa Cervera und duschen schnell.





Wir haben dann doch noch zwei Busse gebucht, das macht natürlich hungrig und wir gehen um die Ecke ins Café San Juan. Dort teilen wir uns eine leckere Pizza mit Gemüse, bevor es wieder zurück nach Hause geht. Heute ist es super frisch, es sind nur 15° gemeldet heute Nacht 😃. Das merkt man dann Nachts schon, nur tagsüber ist es immer noch schön warm.

Am nächsten Morgen machen wir uns direkt fertig für unseren Ausflug in den Nationalpark. Marcus fühlt sich allerdings nicht ganz fit und das wird nach dem Frühstück eher schlechter als besser. Also rufe ich bei Cubatur an und netterweise dürfen wir unsere Tour auf morgen verschieben 🙂. Für Marcus, den armen Kerl, geht es dann direkt wieder ins Bett. Mit einer Ibu schläft er bis Abends, ich leiste ihm Gesellschaft und schaue Filme und höre Hörbuch 😃. Gegen Mittag hole ich uns gegenüber kubanische Pizza (alles to go ist hier sehr schwierig, weil es keine Behältnisse zum mitnehmen gibt). Am Nachmittag gehe ich dann mal eine Runde in die Stadt, zum Museo Nacional de la Lucha contra Bandidos. Dort ist im Eintritt die Besteigung des Turms dabei, ein Jammer dass der alte Turmliebhaber da nicht dabei sein kann. Dafür schieße ich dann extra geile Fotos ☺️. Danach geht es durch die süßen. Bunten Gassen zurück zur Casa, wo es dem Patienten zum Glück etwas besser geht.






In der Casa lädt uns unsere Gastfamilie zu einer Hühnersuppe zum Abendessen ein. Da können wir dann auch nicht nein sagen und machen eine vegetarische Ausnahme, wenn sie schon so wahnsinnig lieb sind. Ich bin mittlerweile auch etwas am schwächeln und ganz schön platt. Daher gehen wir extrafrüh schlafen, um morgen wieder richtig fit zu sein.
Am nächsten Morgen stellt sich leider heraus, dass das mit dem erholsamen Schlaf nicht so geklappt hat. Wir wachen beide ständig auf und Marcus ist wieder völlig fertig. Da macht leider auch die Tagestour für ihn keinen Sinn und ich muss leider alleine los. Mit dabei sind außer mir ein italienisches Paar und 10 Norwegerinnen, die 3 Monate in einem Krankenhaus in Holguin ein Praktikum machen. Pünktlich um halb 10 fahren wir los, erstmal 20 Minuten bergauf bis zu einem Aussichtspunkt. Von dort aus hat man einen tollen Ausblick auf den Nationalpark und die Küste. Dann halten wir im Infocenter, wo unser Guide Luis uns noch ein bisschen was zu der heutigen Tour erklärt. Der nächste Stopp ist bei einem kleineren Café, wo wir den Kaffeeprozess erklärt bekommen und anschließend einen Milchkaffee trinken. Dann geht es zu einem lokalen Markt, wo es Kaffee und allerhand Leckereien gibt. Nach einem weiteren Stück durch die Berge sind wir am Start der Wanderung angekommen. Unterwegs bekommen wir viele Erklärungen zur Pflanzenwelt, besichtigen eine Höhle, laufen an einem tollen Wasserfall vorbei und können dann sogar in einem schwimmen. Das lasse ich lieber, aber die anderen haben einen Heidenspaß 🙂.







Dann laufen wir noch ein Stück weiter durch den kubanischen Dschungel, bis wir schließlich an dem Restaurant ankommen, wo es unser Mittagessen gibt. Für die anderen Hühnchen, für mich Omelette (ich glaube nach dem Urlaub kann ich keine Eier mehr sehen). Dazu gibt es Salat, Reis, Süßkartoffeln, Brot und Obst. Sehr lecker! Nach der Stärkung geht es dann wieder zurück in Richtung Trinidad, wo wir gegen halb 6 ankommen.





An der Patientenfront hat sich leider nichts getan, Marcus konnte leider überhaupt nicht schlafen heute und ist dementsprechend platt. Deshalb beschließen wir, ins Krankenhaus zu gehen. Es gibt eine internationale Klinik direkt um die Ecke, das passt wenigstens 🙂. Die Ärztin sagt sofort, dass er eine Grippe hat, schließt aber über Urinprobe und Blutabnahme andere Krankheiten aus.
Hier könnte es jetzt mit einer sehr ausführlichen Krankengeschichte weitergehen, aber das ist ja ein Reiseblog 😀. Zusammengefasst lagen wir beide eine ganze Weile mit Fieber im Bett im All Inclusive Resort und haben schlussendlich unseren Heimflug eine Woche vorgezogen weil das alles so wahnsinnig anstrengend und zermürbend war. So verlassen wir Trinidad 6 Tage später als geplant nicht in Richtung Osten, sondern zurück in Richtung Havana.





