Wir kommen von oben und halten zuerst in Monte. Wir wollen eigentlich in einen Park, der kostet aber 15€ Eintritt, das ist uns dann doch ein bisschen viel. Deshalb schauen wir zwei Straßen weiter, wie lang die Schlange bei den Korbschlitten ist und siehe da – es gibt keine! Also holen wir uns schnell ein Ticket und es geht direkt los! Auf einem Schlitten mit zwei Holzkufen die steile Straße runter. Was ein Spaß! Gesteuert wird der Schlitten von zwei Carreiros, auch ein harter Job und zeitweise haben wir ein ordentliches Tempo drauf. Nach 10 Minuten ist die Fahrt leider schon vorbei und wir laufen die 2 Kilometer mit gut 200 Höhenmeter wieder hoch, ist dann doch nicht so entspannt heute😃.



Dann geht es zu unserer nächsten Unterkunft, O Cantinho de Mariazinha. Da bekommen wir unser sehr geräumiges Zimmer und machen uns dann direkt auf den Weg zur Küste, die letzten Sonnenstrahlen einfangen. Dann laufen wir zu Madcuba zum Abendessen, wo es nach Guacamole Bohnencurry für uns gibt. Anschließend gibt es noch ein Eis (endlich, bisher gab es tatsächlich nirgends Abends noch was) und wir schlendern durch das nächtliche Funchal zurück in die Unterkunft, wo wir noch das Heimspiel der Eintracht schauen und früh schlafen, für morgen müssen wir schließlich fit sein!






Am nächsten Morgen klingelt um Viertel vor Acht der Wecker, uff! Um Punkt 8 sitzen wir beim Frühstück, um viertel vor 9 müssen wir nämlich am Auto sein. Tatsächlich klappt das alles erstaunlich gut und wir sind um kurz vor 9 am Atalaia Diving Center, wo wir die nächsten zwei Tage endlich mal wieder tauchen werden 🤩.
Wir bekommen kurz eine Einweisung, da wir über zwei Jahre nicht getaucht sind. Mit unserem Tauchguide Ainhoa gehen wir nochmal die Basics durch und machen ein paar Übungen im Pool, fürs Gefühl 😊. Dann geht es mit den anderen beiden Jungs und Ainhoa ins Wasser! Heute tauchen wir das Canyon Reef, das ist ziemlich felsig, was aber total cool aussieht. Die Highlights sind für uns ein Rochen, ganz viele Röhrenaale, eine Schule Barracudas, Krabben mit super langen Fühlern und ein Oktopus 🐙 (🤩)! Also ein seeeehr erfolgreicher Tauchgang! Ist aber auch kälter als wir es aus Asien gewohnt sind, trotz der dickeren Neoprenanzüge.


Dann gibt es eine Nachbesprechung des Tauchgangs in der Sonne, Hammer! Es folgt eine kurze Mittagspause, die wir in der Bäckerei eine Straße weiter verbringen. Da gibts einen leckeren Gewürzkuchen für mich, ein Crossaint mit Pistazienfüllung für Marcus und dazu natürlich Cappuccino. Um halb 2 treffen wir uns wieder und bereiten alles für den zweiten Tauchgang vor. Diesmal geht es zu den „Eastern Rocks“. Zum Einstieg laufen wir ein paar Meter, ganz schön anstrengend mit dem Tank auf dem Rücken. Dann geht es ins und gleich darauf unter Wasser. Wir sehen direkt am Anfang gleich zwei Oktopoden 😍. Außerdem einige Moränen, davon eine Tigermoräne mit knallgelbem Muster, die sieht mega cool aus! Außerdem eine Anemone, wieder seeehr viele Barracudas, Putzergarnelen und richtig viele lokale Fische, die unten leuchtend blau waren, da hab ich den Namen aber vergessen 😀. Und das Highlight: Am Ende tauchen wir durch einen Tunnel! Also wieder ein sehr erfolgreicher Tauchgang.



Zurück an der Tauchbasis gibts das Debriefing und wir quatschen noch etwas mit unseren Diveguides, bevor es zurück nach Funchal geht. Beim Bäcker neben der Unterkunft gibt’s dann erstmal eine Blätterteigtasche mit Spinat und Feta und dazu einen Saft. Vor lauter Hunger haben wir glatt das Foto vergessen 😃.
Nach einer schnellen Dusche geht es wieder ans Wasser zum Sonnenuntergang schauen. Auch nach dem Sonnenuntergang laufen wir noch eine Weile an der Promenade entlang, schauen einem Kreuzfahrtschiff beim Ablegen zu und bewundern Funchal bei Nacht aus einem kleinen Park. Eigentlich wollten wir indisch essen gehen, wir kommen aber dann beim 5 Sentidos vorbei und entscheiden uns spontan um. Da gibt es Gnocchi mit Champignons mit einer super leckeren Soße, mhhh! Auf dem Weg zurück ins Hotel gibt es dann wieder ein Eis und dann noch Poncha, ein klassisch madeirisches Getränk aus Orangen- und Zitronensaft, Honig und einem Schnaps aus Zuckerrohrsaft. Wir nehmen einmal die klassische Variante und Tangerine, was nach Mandarine und Kumquat schmeckt. Das schmeckt so lecker, dass wir noch einmal zurück zu Rei da Poncha laufen und zwei weitere holen, diesmal Tangerine und Maracuja. Als wir dann wieder zurück im Hotel sind, reicht es auch und wir fallen platt ins Bett.








Am nächsten Morgen können wir auch wieder halbwegs ausschlafen (weil wir uns gegen einen 2. Tauchtag entschieden haben) und frühstücken ganz in Ruhe. So richtig motiviert sind wir heute nicht, deshalb wird etwas getrödelt, bis wir dann schließlich zum Cabo Girão fahren, der höchsten Steilküste Europas. Für 3€ pro Person geht’s auf die Aussichtsplattform und die lohnen sich, der Blick ist wirklich toll! Ein Teil der Plattform hat einen Glasboden, durch den man das Meer sieht, voll cool. Nachdem wir den Ausblick genossen haben, geht es weiter zur heutigen Wanderung.



Nach einer guten halben Stunde Fahrt kommen wir am Eira do Sorrado an, wo wir das Auto abstellen. Wir laufen erstmal zum Viewpoint, das haben wir in den 8 Tagen Madeira gelernt, niemals denken „das machen wir später“. Vielleicht ist dann alles voller Wolken oder es regnet 😀. Der Ausblick auf das Nonnental ist super schön und sooo ruhig! Herrlich.



Nachdem wir alles ausgiebig bewundert haben, holen wir den Rucksack aus dem Auto und wandern los. Für den Hinweg geht es mal wieder über eine ehemalige Straße am Fels entlang, richtig cool! Zwei Tunnel gibt es sogar auch und außerdem immer wieder schöne Ausblicke ins Tal, super idyllisch. Nach einer Stunde sind wir unten angekommen und laufen durch den Süßen Ort. In der Bäckerei gibt es dann wie immer Cappuccino, Pastel de Nata für Marcus und einen Kastaniencheeseckake für mich. Kastanien sind hier so ein Ding, es gibt Kastanienbrot, -kuchen, -schnaps und vieles mehr.







Nach dem Päuschen geht es weiter zum Aufstieg. Auf dem Weg schauen wir uns noch kurz ein paar weitere Häuschen an, bevor wir am Startpunkt des Nonnenpfades ankommen. Über den geht es zurück zum Eira do Sorrado, ordentlich steil und ganz schön viele Treppen, aber weniger anstrengend als wir dachten und immer wieder mit wahnsinnig tollen Ausblicken auf das Tal. Wieder eine super coole Wanderung, die kommt auf jeden Fall in unsere Top 5 auf der Insel ☺️!





Zurück am Auto überlegen wir kurz, was wir als Nächstes machen und fahren spontan zum Arieiro. Auf dem Weg kommen wir noch an einem wahnsinns Miradouro vorbei! Da haben wir erneut einen tollen Blick aufs Nonnental, deutlich höher gelegen. Als wir dann weiter nach oben fahren, wird es leider super neblig und man sieht gar nichts mehr 😃. Unsere Hoffnung, dass der Gipfel über den Wolken hängt, ist leider vergebens.


Also gehts wieder runter Richtung Funchal, aber wir fahren noch ein Stück weiter, nach São Martinho, wo wir den Sonnenuntergang schauen wollen. Heute sind aber leider zu viele Wolken vor der Sonne unterwegs, also leider kein schöner Sonnenuntergang heute. Wir schlendern trotzdem noch etwas die Promenade entlang und anschließend geht es mit dem Auto zu Sabor de Índia. Indisches Essen hat dann heute auch geklappt, zum Glück! Nach einem Salat mit Kichererbsen gibt es Champignonreis und ein Knoblauchnaan mit Palak Paneer und Aubergine in einer würzigen Soße. Alles schmeckt suuuper lecker, wir sind völlig begeistert. Nach der famosen Stärkung geht es dann zurück ins Hotel, wo eine Dusche, das Bett und die neue Folge Bergretter auf uns warten.



Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück in der Sonne (😍) ins Zentrum, wo wir eine Stadtführung gebucht haben. Die folgenden zwei Stunden laufen wir durch die Stadt und sehen einige neue Orte, lernen allerhand über die Geschichte Madeiras und Funchals, Aktuelles und Tipps, was wir Essen oder Trinken sollten. Zum Abschluss probieren wir noch Madeirawein, der sich dadurch auszeichnet, dass es Wein mit Rum ist 😀. Also stärker als Wein, aber auch süßer. Es gibt lieblich, halblieblich, halbtrocken und trocken. Wir probieren alle vier, wobei uns der Halbtrockene am Besten schmeckt.







Anschließend geht es nebenan in die Igreja de São João Evangelista do Colégio do Funchal, wo wir den Turm besteigen und den tollen Blick auf die Stadt genießen. Mit einem kleinen Hüngerchen probieren wir direkt die erste Empfehlung aus, Bolo do Caco. Ein traditionelles Brot aus Süßkartoffeln, was man klassisch mit Knoblauchbutter isst. Wir nehmen es zusätzlich mit Käse und essen es anschließend am Meer in der Sonne, herrlich!




Wir gehen noch ein Stück weiter hinter das Fort, wo wir bisher noch gar nicht waren, auch sehr süß hier ☺️. Dann geht es zum umziehen zurück ins Hotel. Wieder in Wanderkleidung, gibt es noch einen schnellen Cappuccino und Pastel de Nata vor der Tür, bevor wir unser Glück noch einmal am Pico do Areeiro probieren.




Wir denken auf dem Weg schon, dass wir wieder Pech haben, aaaber der Gipfel ist frei! Wir stellen das Auto am unteren Parkplatz ab und wandern erst zu einem Miradouro und dann auf den Gipfel des Areeiro. Der Ausblick ist wahnsinnig schön, vor allem mit den Wolken, die sich ständig verändern, wirkt es magisch. Dann machen wir den Part vom Wanderweg auf den Pico Ruivo, der nicht gesperrt ist. Der ist völlig spektakulär, so tolle Ausblicke auf allen Seiten mit teilweise recht schmalem Weg und vielen Stufen. Wir machen quasi durchgehend Bilder, ist einfach zu schön 😃. Am gesperrten Punkt drehen wir um und genießen die Szenerie von der anderen Seite, was natürlich wieder genau so schön ist. Obwohl wir ja nur einen klein Teil der Wanderung machen konnten, gilt die Wanderung vermutlich völlig zurecht als die Schönste der Insel.






Danach warten wir am Gipfel auf den Sonnenuntergang. Als die Sonne langsam sinkt, wird es ganz schön frisch! Das warten lohnt sich trotzdem, ein schöner Abschluss unserer Reise 😊!



Die ist aber natürlich noch nicht ganz vorbei, erstmal geht es kurz zurück ins Hotel zum warm duschen. Selbst nach der halben Stunde Rückfahrt ist uns immer noch kalt 😀. Das hilft aber sehr und dann gehts auch direkt zum Abendessen ins Informal. Es gibt keinen freien Tisch mehr für uns, aber an der Bar bekommen wir noch zwei Plätze mit Blick auf die offene Küche. Wir sehen direkt, wie alles zubereitet wird und die Köche machen trotz der Hektik Späße und plaudern zwischendurch immer wieder mit uns, richtig cool. Es sieht alles soo lecker aus und wird auch super schön angerichtet. Neben dem ganzen Beobachten essen wir natürlich auch, Falafel mit Tzaziki als Vorspeise und eine vegetarische Bowl als Hauptgericht. Schmeckt beides wahnsinnig lecker und vor allem die Bowl schmeckt anders als alle, die wir bisher so gegessen haben. Danach gibt es zum Abschluss unseres letzten Abends noch ein Eis, für Marcus noch eine Maracujaponcha und als letzte Amtshandlung eine Runde Autoscooter auf dem Rummel 😀. So ein Spaß und ein sehr gelungener letzter (😔) Urlaubstag.




Nach einem letzten Frühstück in der Unterkunft haben wir noch ein paar Stunden Zeit bis unser Flug geht und wir fahren erstmal zum Túnel das Pocas do Gomes. Der verbindet zwei Strandpromenaden miteinander und ist total cool, schön beleuchtet und in der Mitte kann man in eine kleine Höhle schauen, wo das Meer reinschwappt. Wir laufen auf der anderen Seite noch etwas an der Promenade entlang und genießen die Seeluft, bevor es zurück zum Auto geht.


Eigentlich wollten wir jetzt noch eine kleine Wanderung machen, aber über den Bergen hängen seeehr dunkle Wolken, deshalb fahren wir dann doch in den Nachbarort Câmara de Lobos. Der ist dafür bekannt, dass Churchill von der kleinen Bucht ein Bild gemalt hat. Es ist auch wirklich sehr schön und hier scheint tatsächlich die Sonne! Wir laufen erstmal durch das kleine Dörfchen, bewundern auch hier die viele Weihnachtsdeko (sie übertreiben hier wirklich völlig) und laufen zu einem Miradouro über dem Dörfchen. Der Ausblick von oben ist super schön, im Hintergrund sieht man erneut das Cabo Girão. Dann laufen wir runter an die Bucht, wo wir in einem Café wieder ein Bolo do Caco essen und dazu einen frisch gepressten Orangensaft trinken. Hach!








Dann geht es leider schon zurück zum Auto, nochmal Tanken und zu Cassianos, unseren Flitzer wieder abgeben. Das geht auch alles ruckzuck, in einer halben Stunde haben wir das Auto abgegeben, sind mit dem Shuttle zum Flughafen gefahren und durch die Sicherheitskontrolle. Am Gate gibt es dann nochmal Pastel de Nata und Cappuccino, bevor es zurück nach good (c)old Germany geht. Dort ist sich unser Multitool noch da und wir sitzen um 10 mit Pizzabrot uns Salat auf der Couch.
Was ein schöner Urlaub! Die Sonne hat sehr gut getan vor dem Wintereinbruch und die Wanderungen waren alle toll! Ein Urlaub ganz nach unserem Geschmack ☺️
