Mit einer Stunde Verspätung landen wir nach einer Flugstunde auf der Insel Flores. Dort erwartet uns bereits der Fahrer, der uns zum World B&B bringt, wo wir gleich unser Zimmer beziehen. Wir schauen uns kurz um, statten nochmal dem Geldautomaten und Supermarkt Besuch ab und gehen dann ins italienische Restaurant, das zur Unterkunft gehört. Wir entscheiden uns beide für hausgemachte Gnocchi mit Tomatensoße, was super lecker, aber von der Portionsgröße eher überschaubar ist. Danach geht es dann auch schon wieder ins Bett, Reisetage sind dann doch oft nicht so spannend.

Der nächste Morgen beginnt wieder mit einem entspannten Frühstück. Es gibt sogar ein kleines Buffet mit gebratenem Reis, Toast, Rührei, Pancakes und Obst. Danach packen wir unsere Rucksäcke um, einen lassen wir nämlich hier, da wir sowieso noch einmal zurückkommen, dann in den nächsten Tagen nicht so viel schleppen müssen und nur ein Gepäckstück beim nächsten Flug zahlen müssen. Dann geht es noch einmal schnell Geld abheben und zum Supermarkt, bevor wir eine Weile im und am Pool entspannen. Um viertel vor 2 bringt uns das Taxi nach einem kleinen Mittagessen zum Hafen, wo unser nächster Aufenthalt mit Scuba Junkie ansteht. Das geht schneller als gedacht und wir warten auf dem Boot auf den Rest der Gäste, das geht ja schon super entspannt los!


Als alle da sind, schippern wir entspannt zum Scuba Junkie Resort, was knappe 1,5 Stunden dauert, man hat aber schon allerhand zu sehen. Dort bekommen wir erstmal alles erklärt und dann unser „Garden Bale“ gezeigt, eine schlichte Hütte, aber völlig ausreichend. Dann ist auch schon fast Sonnenuntergang, den wir uns auf dem Hügel nebenan anschauen. Was der Himmel heute wieder zaubert, ist super beeindruckend, einer der schönsten Sonnenuntergänge seit langem. Wieder zurück am Resort schnappen wir uns ein Bier und setzen uns an den Steg, wo der Himmel sogar nochmal bunter wird! Wenn das kein toller erster Abend ist. Nun haben wir natürlich Hunger und nehmen unsere Plätze fürs Abendessen ein. Es gibt Reis mit Tempeh in einer super leckeren Soße und Gemüse. Wahnsinnig lecker und mal nichts Frittiertes 😍 (es gibt auch noch was Frittiertes aber das lasse ich aus). Wir sitzen unter anderem mit drei anderen Deutschen am Tisch (Marie und Marcel aus Mannheim und Oli aus Kassel). Mit denen quatschen wir noch eine halbe Ewigkeit und tauschen Reisegeschichten aus, bevor es dann, vor unserem ersten Tauchtag, früh ins Bett geht.



Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um viertel vor 7. Frühstück gibt es auf dem Boot, daher machen wir uns nur schnell fertig und sind pünktlich um viertel nach Sieben am Steg. Dort besteigen wir unser Boot, mit dem wir zum ersten Tauchplatz für heute Schippern. Das dauert knappe 1,5 Stunden, also haben wir ordentlich Zeit zum Frühstücken und zum quatschen. Dann geht es auch schon direkt los und wir haben einen entspannten ersten Tauchgang am Shark Point. Wir sehen viel, aber keine Haie 😂. Trotzdem ein cooler Tauchgang mit vieeelen Schildkröten. Nach einem kurzen Snack auf dem Boot geht es zu Tauchplatz Nummer zwei, wo wir dann auch tatsächlich Haie sehen. Sogar einen Bambushai, den haben wir tatsächlich noch nicht gesehen, super cool!



Dann gibt es unsere Mittagspause auf dem Boot, wo es neben einem leckeren Gemüsecurry wieder unfassbar leckeres Tempeh gibt. Danach gibt es einen Strömungstauchgang, bei dem wir uns die ersten 10 Minuten in der Strömung treiben lassen. Anstrengend, aber auch spaßig! Dann geht es zu einem flacheren Riff, wo es unfassbar viele Weichkorallen gibt, das sieht total schön aus, wie ein fließender Teppich. Zum Abschluss schwimmt noch ein riesiger Mantarochen ein paar Meter vorbei, der Wahnsinn!



Das war ja mal ein erfolgreicher erster Tauchtag. Anschließend geht es wieder zurück zu Scuba Junkie, wo wir unter die Dusche springen und bis zum Abendessen kurz entspannen. Das Warten lohnt sich, heute gibt es wieder super leckeres Tempeh und Gemüsespieße mit Tofu und Erdnusssoße. Wir quatschen noch eine Weile mit unserer Tauchtruppe von heute, bevor wir platt ins Bett fallen.



Am nächsten Morgen geht es zum Tauchen in den Norden der Komodoinseln. Da der Weg etwas weiter ist, starten wir schon um halb 7, also heißt es früh aufstehen. Gefrühstückt wird dann wieder auf dem Boot, bevor es den ersten Tauchgang am „Cauldron“, dem Kessel, geht, bekommen wir ein ausführliches Briefing, da man hier wegen der starken Strömung recht viel beachten muss. Dann geht es auch direkt ins Wasser über ein tolles Riff. An der Kante zum Kessel kommen wir aber leider wegen starker Strömung nicht weiter, weshalb wir umdrehen müssen. Super schade, wir hatten uns schon total auf den Kessel und die anschließende „Shotgun“ gefreut, wo wir von der Strömung ein paar Meter weiter katapultiert worden wären. Stattdessen sehen wir uns dann aber noch ein tolles Riff an und sehen einen Eagle Ray! Außerdem ist die Sicht wahnsinnig gut, wodurch alles ganz hell und bunt ist.



Für den zweiten Tauchgang fahren wir zum Crystal Rock. Dort wollen wir mit der Strömung um den halben Felsen tauchen und uns dann dahinter noch ein Riff anschauen. Leider ist die Strömung aber dermaßen stark, dass das auch nicht klappt wie geplant und wir den Tauchgang nach gut 20 Minuten abbrechen müssen, weil wir einfach nicht auf die andere Seite des Felsens kommen. Wir sind am Ende nur froh, dass wir alle gut wieder oben ankommen, nachdem Marcus einen ordentlichen Tritt ins Gesicht bekommt und eine Flosse verliert und Oli aus unserer Gruppe fast keine Luft mehr hat. Definitiv eine Erfahrung, brauchen wir aber so bald nicht mehr. Den dritten Tauchgang absolvieren wir am „Manta Point“. Dort gibt es tatsächlich kaum Strömung, dafür aber auch keine Mantas. Wir sehen immerhin noch einen Eagle Ray und einen Riffhai, das war es aber auch schon. Heute also kein ganz so erfolgreicher Tauchtag, aber das gehört ja irgendwie auch dazu. Dann geht es zurück ins Resort, wo wir aber nur für ein paar Minuten stoppen, bevor noch eine Fledermaustour ansteht. Dazu geht es mit dem Boot ein paar Minuten zu einer Insel, wo tagsüber ganz viele Fledermäuse verweilen. Bei Sonnenuntergang fliegen die auf eine andere Insel zum Fressen und dieses Spektakel wollen wir beobachten. Nach ein paar Minuten warten geht es los und es ist wirklich völlig verrückt. Innerhalb von ein paar Minuten fliegen tausende Fledermäuse über unsere Köpfe und die sind wirklich riesig! Total cool und ein super Abschluss für unsere Zeit hier.




Zurück am Resort gibt es dann auch fast direkt Abendessen, bei dem wir wieder einen super netten Abend haben. Wir entschließen uns spontan, noch eine Nacht länger zu bleiben und morgen noch einmal zu tauchen. Das wird hoffentlich erfolgreicher 😀. Dann geht es auch schon wieder ins Bett nach einem aufregenden, aber auch ziemlich coolen Tag.
An unserem (wirklich) letzten Tauchtag geht es als erstes zum Sebayor Kecil. Das ist super entspannt, vor allem im Vergleich zu gestern. Wir sehen allerdings auch nicht sonderlich viel beeindruckendes, trotzdem ein schöner Tauchgang und wir reduzieren unsere Gewichte, was immer ein gutes Zeichen dafür ist, dass die Technik besser wird. Im Anschluss geht es zu Bato Balong, wo wir einen tollen Tauchgang haben. Alles ist unfassbar bunt, wir sehen Haie und Schildkröten und viele bunte Fische und Korallen. Etwas nervig war nur, dass auch recht viele andere Taucher unterwegs waren, was dann schon etwas anstrengend ist.






Nach dem leckeren Mittagessen geht es schon wieder zu unserem letzten Tauchplatz für heute, namens Mawar. Als wir wieder auftauchen sind wir restlos begeistert, so ein perfekter Abschluss! Wir sehen 5 Haie, die teilweise super nah sind und Kreise um uns ziehen. Das richtige Highlight kommt dann aber zum Schluss, wir sehen gleich drei (!) riesige Mantas, die sich vor uns putzen und wieder super elegant durchs Wasser Gleiten. Einen besseren Tauchgang hätten wir nicht haben können. Anschließend geht es dann wieder zurück zum Resort, wo wir heute etwas früher ankommen, auch mal ganz schön.






Nach einer erfrischenden Dusche quatschen wir noch mit den anderen, füllen unsere Divelogs und vertreiben uns so unsere Zeit bis zum Abendessen. Das ist natürlich wieder wahnsinnig lecker und mit Bier und der guten Gesellschaft ist es natürlich auch noch besser. Nach vielen guten und witzigen Gesprächen geht es dann heute mal später ins Bett, wir werden unsere Tauchtruppe auf jeden Fall vermissen. Da hatten wir mit Giulia als Guide und Marie, Marcel und Oli wirklich wahnsinniges Glück. Dieser Tauchurlaub wird uns definitiv noch lange in Erinnerung bleiben ☺️. Kurzer Einschub vom Euphorie-Experten Marcus: „Die Auflistung des Tauchurlaubs wirkte teilweise sehr nüchtern, deshalb ist der letzte Satz von Jenny ganz besonders in den Vordergrund zu ziehen. Dort wird nämlich die grandiose Erfahrung in Ansätzen beschrieben. Manchmal muss die wirklich erlebte Begeisterung einfach doppelt unterstrichen werden – von Verbesserung unserer Taucherskills bis hin zu einer atemberaubenden Unterwasserwelt, die meistens nicht annähernd aufs Bild gepasst hat😍!“

Am nächsten Morgen können wir eigentlich etwas länger schlafen, das klappt aber nur bedingt (hier wird gegen 5 Uhr schon das erste Gebet aus der Moschee im Nachbardorf gerufen). Dafür stehen wir dann auch früher auf, können noch ein Gruppenfoto machen, uns von Giulia verabschieden und in Ruhe frühstücken. Dann geht es mit dem Boot zurück nach Labuan Bajo, wo wir auf unser Taxi nach Ruteng warten.



Nach 20 Minuten kommt es, wir fahren aber dann noch zum Flughafen und sammeln drei weitere Passagiere in der Stadt auf, sodass wir gegen 11 dann wirklich auf dem Weg nach Ruteng sind. Zusammen mit einer Nonne, zwei jungen Mädels mit Kind, und dem Fahrer, die alle quasi kein Englisch sprechen, auch ein Erlebnis 😀. Nach 1,5 Stunden gibt es dann eine Mittagspause in einem kleinen Restaurant, wo es allerdings nichts vegetarisches gibt, also nichts zu essen für uns. Gegen 3 kommen wir dann endlich am D-Rima Homestay an, wo wir super nett und herzlich begrüßt werden. Wir haben ein kleines süßes Zimmer und bekommen einen Willkommenskaffee aus der Region. Hier sind ganz viele Kirchen, weil Flores mal unter portugiesischer Hand war (deshalb auch der Name) und das Christentum sehr weit verbreitet ist. Ganz interessant, auf Bali sind nämlich sehr viele Hindus und in Labuan Bajo mehr Muslime.
Wir laufen zum Markt und schlendern durch die große Halle, wo es aber viele lebende und tote Tiere gibt. Das können wir nicht so gut sehen und riechen, deshalb beeilen wir uns etwas. Hier fallen wir auch als Touristen wieder ganz schön auf und werden durchgehend angegrinst, begrüßt und gefragt wo wir herkommen. Etwas befremdlich natürlich, aber auch schön, dass die Leute hier so offen und freundlich sind.




Zurück im D-Rima bestellen wir Kürbissuppe und Gado Gado zum Abendessen und vor allem die Kürbissuppe ist wahnsinnig gut. Da wir jetzt wesentlich höher sind (Ruteng liegt auf über 1.000m) ist es mit knapp 20° tatsächlich frisch, da passt auch die Suppe. Nach dem langen Tag geht es dann auch früh ins Bett, morgen wollen wir schließlich fit sein.

Da wir uns vormittags noch etwas anschauen wollen, stehen wir um 7 auf. Nachdem wir schnell gefrühstückt und gepackt haben, geht es um kurz nach 8 los in das traditionelle Todo-Dorf. Nach einer guten Stunde Roller fahren kommen wir dort an, warten auf den Guide und werden in der Zwischenzeit von Risky, der aus dem Dorf kommt, jetzt aber in Jakarta studiert, auf einen Kaffee eingeladen. In Indonesien ist es üblich, Gäste zu einem Kaffee oder Tee einzuladen, total schön und da darf man dann auch unter keinen Umständen bezahlen. Wir unterhalten uns mit dem jungen Mann und erfahren super viel über das Leben auf Flores und seine Jugend. Dann kommt auch schon der Guide, wir ziehen traditionelle Kleidung an und werden in das alte Dorf geführt. Früher gab es 9 Häuser, von denen existieren aber nur noch 6. Zuerst gibt es eine kurze Zeremonie, in der die Geister der Vorfahren um Besuchserlaubnis gebeten werden, was zum Glück genehmigt wird. Anschließend dürfen wir uns alles anschauen, Fotos machen und so viele Fragen stellen, wie wir wollen. Total interessant und es sieht auch wirklich toll aus.






Weil wir um 12 zurück in Ruteng sein müssen, machen wir uns gegen halb 11 auf den Rückweg zum Roller und stellen dort leider fest, dass der Pin am Schlüssel zum lösen des Lenkradschlosses fehlt. Wir bitten unseren Guide um Hilfe und 10 Sekunden später stehen 5 junge Männer um uns herum, holen Schlüssel, Werkzeug, Öl und alles mögliche und werkeln an unserem Roller herum 😀. Nach einer guten halben Stunde haben sie es geschafft und wir treten erleichtert, überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft und viel zu spät den Rückweg nach Ruteng an.



Dort kommen wir um halb 1 an und zum Glück hat unser Gastgeber dem Fahrer schon Bescheid gegeben. Der kommt dann ein paar Minuten später mit den drei anderen Passagieren und wir halten sogar noch bei einer Bäckerei, weil wir ja auch noch nichts essen konnten. Das hatten wir uns irgendwie etwas entspannter vorgestellt, aber wieder mal ein super cooles Erlebnis 😀. Um 10 vor 5 kommen wir dann schließlich in Bajawa an, beziehen unser kleines Zimmer und gehen um die Ecke ins Milonari Restaurant zum Abendessen. Nach einem Ingwertee gibt es eine Pilzsuppe und Curry mit Tofu für uns beide. Das schmeckt suuuper lecker und ist genau das richtige bei den „kalten“ Temperaturen (es sind 16°) und der Erkältung. Zum Abschuss holen wir uns noch ein Eis im Supermarkt, bevor wir uns nach einer Dusche ins warme Bett kuscheln.

Am nächsten Morgen können wir auch endlich mal wieder länger schlafen! Nach leckeren Pancakes zum Frühstück fahren wir gegen Mittag los zum Bena Traditional Village. Das ist irgendwie ähnlich, aber irgendwie auch ganz anders als Todo gestern. Hier hat man auch keinen Guide, sondern läuft einfach allein durch das Dorf. Die Häuser sehen außerdem anders aus und das Dorf ist viel größer. Außerdem liegt es direkt am Mount Inerie, den wir eigentlich besteigen wollten, aber da hat uns ja die Erkältung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür sieht der Berg auch von unten wahnsinnig imposant aus, ein perfekter Vulkan.





Nach dem ersten Stopp für heute haben wir natürlich Hunger. Daher fahren wir ein paar Minuten ins Heaven’s Door, wo wir Tempehburger und Pommes verputzen. Anschließend geht es weiter zu den Malanage Hot Springs. Die sind super cool und ganz anders als alle Hot Springs, die wir bisher gesehen haben. Es gibt einen heißen und einen kalten Bach, die an den Hot Springs zusammenfließen. Dadurch kann man sich eine Stelle mit angenehmen Temperaturen suchen und dort entspannen.





Nach etwa einer halben Stunde ziehen wir uns wieder um und springen auf unseren fahrbaren Untersatz. Mit dem geht es zum Wolobobo Viewpoint, wo man den besten Blick auf den Vulkan und den Sonnenuntergang hat. Der Ausblick ist wirklich super, aber es wird auch ohne Sonne ganz schön frisch. Daher geht es dann auch schnell zurück nach Bajawa, wo wir wieder im Melonari zu Abend essen, da es gestern so nett und lecker war. Beim Supermarkt holen wir uns noch etwas Schokolade und schlüpfen mit einer Folge Black Mirror ins Bett.

Am nächsten Morgen steht wieder ein Reisetag an, heute geht es nach Ende! Daher stehen wir um 8 auf, frühstücken wieder die leckeren Pancakes, packen mal wieder unsere sieben Sachen und warten auf unser Auto. Das kommt um viertel vor 10 und es geht wieder in wärmere Gefilde, nach Ende.
