Genauso pünktlich landen wir in Singapur, kommen ruckzuck durch die Einreisekontrolle, holen unsere Rucksäcke ab und buchen uns ein Gojek (das ist günstiger als ein Grab). Der Fahrer ist einfach total cool und erzählt uns auf der Fahrt super viel, zum Beispiel, dass die Straße zum Flughafen so gebaut ist, dass sie bei Bedarf auch als Start- und Landebahn genutzt werden kann. Sowas durchdachtes! Außerdem seien drei Dinge in Singapur wahnsinnig teuer, nämlich Eigentum, Autos und Alkohol. Nachdem wir viel gelernt und gelacht haben, kommen wir im Wink Hostel an, wo wir die nächsten drei Nächte ein Doppelbett im Schlafsaal gebucht haben. Das ist ziemlich cool gemacht, durch Wand und Vorhang hat man recht viel Privatsphäre und hoffentlich auch Ruhe. Dann besorgen wir uns etwas Bargeld und steuern zwei Tempel an, die um die Ecke liegen. Erst geht es zu einem hinduistischen, der von außen super aussieht. Von innen schauen wir ihn uns nicht an, dafür aber den buddhistischen ein paar hundert Meter weiter. Der ist riesig und man kann kostenlos alles besichtigen, inklusive mehrere Ausstellungen und des Daches.








Danach sind wir hungrig und steuern das Märktgebäude in Chinatown an. Dort gibt es im zweiten Stock ganz viele kleine Buden und sogar ein paar vegetarische Optionen. Wir entscheiden uns für Hakka, Vollkornreis mit allerhand Gemüse, Tofu und Erdnüssen. Darüber gießt man eine Art Brühe. Das schmeckt super lecker und kostet nur ein paar Euro. Zum Nachtisch teilen wir uns eine Art Pudding aus schwarzem Sesam und Mandeln und das schmeckt auch super. Nicht zu süß und interessant, außerdem ist es warm. Auf jeden Fall eine sehr gute und günstige Stärkung. Wir schlendern kurz durch Chinatown und gehen dann noch einmal ins Hostel, um den restlichen Tag im WLAN zu planen. Nachdem wir das erfolgreich gemacht haben, haben wir schon wieder Hunger und gehen wieder nach Chinatown in ein vegetarisches Restaurant (die Auswahl einfach himmlisch). Wir versuchen beide ein vegetarisches Hühnchen mit Nudeln und werden nicht enttäuscht, es ist nur ganz schön scharf 😀.




Dann laufen wir in Richtung Riesenrad, das wollen wir uns nämlich heute Abend noch anschauen. Nach ein paar Minuten stehen wir schon zwischen den Hochhäusern, die sind total beeindruckend. Alle wahnsinnig neu und durchdacht, wirklich verrückt. Außerdem geht auch gerade die Sonne unter, wodurch das Licht einfach toll ist. Wir laufen zum Wasser und durch die beleuchtete Stadt und sind nach den zwei Monaten Asien total geplättet. Alles so sauber, geradlinig und trotzdem total einladend.




Nach ewig vielen Fotostopps kommen wir am Singapore Flyer an und laufen durch eine Ausstellung, wo man viel über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt erfährt. Nachdem wir dort wieder etwas gelernt haben, warten wir noch ein paar Minuten und betreten die riesige Gondel. Die Fahrt geht eine halbe Stunde und die Sicht ist wirklich traumhaft. Dann laufen wir über die Marina Bay wieder zurück zum Hostel, was wegen zahlreicher Fotostopps eine halbe Ewigkeit dauert. Außerdem gibt es noch ein Weg-Wassereis, was die ganze Lauferei natürlich wesentlich angenehmer macht. Als wir endlich ankommen, geht es nur noch unter die Dusche und ins Bett, was ein guter erster Tag!





Am nächsten Morgen nutzen wir das kostenlose Hostelfrühstück (Toast mit Erdnussbutter und Marmelade) und planen den heutigen Tag, bevor es dann auch direkt ins Getümmel geht. Wir fahren mit dem MTR zuerst zum botanischen Garten, den man kostenlos besuchen kann. Der ist einfach riesengroß und total schön gemacht, wenn wir auch ordentlich schwitzen. Wir schauen uns noch den Orchideengarten an, wenn wir schonmal da sind und die sind wirklich ziemlich cool!








Als wir das Gelände wieder verlassen, sind tatsächlich drei Stunden vergangen und der Hunger treibt uns in den Adam Food Court. Dort gibt es Nudeln mit Ei für mich, Pommes mit Käsesoße für Marcus und wir teilen uns noch einen leckeren Saft. Anschließend steigen wir wieder in die Bahn, fahren aber nur ein paar Stationen nach Little India, was wir uns noch ansehen wollen und wo der Name recht selbsterklärend sein sollte 😀. Dort schauen wir uns ein wenig um, schon verrückt dass man ein paar Minuten mit der Bahn fährt und gefühlt in einer anderen Welt ist, total cool.




Nachdem wir ein bisschen durch die Straßen geschlendert sind, fahren wir mit der Bahn wieder zurück in die Innenstadt, wo wir uns den Sky Garden anschauen wollen. Der ist kostenlos und man hat einen super Blick über die Stadt. Leider hat der aber heute wegen einer privaten Veranstaltung geschlossen, zu schade! Stattdessen laufen wir dann wieder in Richtung Wasser und schauen uns die Gegend bei Tageslicht an. Nach einem Ananassaft gibt es noch Veggie-Burger mit Nachos (hier sind vegetarische Optionen gerade doch nicht mehr so leicht zu finden irgendwie) am Wasser. Hier gibt es jeden Abend eine Show, die um 7 fällt aber wohl aus weil es noch nicht dunkel ist. Daher genießen wir dann in Ruhe den Sonnenuntergang (um viertel nach 7, sind wir gar nicht mehr gewohnt so spät!) und bewundern die schöne Skyline, bis es dann um 8 endlich los geht. Die Show ist wirklich super cool, ein bisschen wie die in Kuching, bunt beleuchtete Wasserfontänen im Takt der Musik. Nach einer Viertelstunde ist das Spektakel vorbei, wir holen uns noch ein Wassereis. Weil das zeitlich dann noch ganz gut passt, schauen wir uns dann die Show um 9 noch vom anderen Ufer aus an, das ist aber dann nicht mehr ganz so spektakulär. Damit war der Tag dann auch lang genug und wir fahren mit dem MTR zurück nach Chinatown. Der Nahverkehr ist übrigens auch super günstig, die 3 Bahnfahrten (teilweise auch 20min) haben in Summe gerade mal gut 3€ pro Person gekostet. Außerdem kann man direkt mit Kreditkarte zahlen und muss vorher kein Ticket lösen, was total angenehm ist. Im Hostel nutzen wir noch kurz das WLAN, bevor wir wieder müde und platt ins Bett fallen.





Am nächsten Morgen schlafen wir wieder bis 9, frühstücken und fahren mit der Bahn zu den Gardens By The Bay. Für heute haben wir Tickets für Cloud Forest und Flower Dome gebucht, was direkt als erstes auf dem Plan steht. Da der Cloud Forest spektakulärer sein soll, starten wir mit dem Flower Dome. Das ist wie ein großer Indoorgarten mit verschiedenen Zonen, zum Beispiel Pflanzen aus Australien, mediterranen Pflanzen und so weiter. In der Mitte ist eine große Rosenausstellung und natürlich gibt es noch allerhand weitere Pflanzen zu entdecken. Außerdem ist die Kuppel klimatisiert, was es jetzt zur Mittagszeit sehr angenehm macht.





Nachdem wir uns alles angeschaut haben (ganz nett, aber für uns jetzt kein Highlight) geht es gegenüber in den Cloud Forest. Das ist wirklich cool, dort haben sie einen künstlichen Regenwald angelegt mit einem Wasserfall und verschiedenen Arealen. Außerdem gibt es momentan eine Avatarausstellung, die super in das Gelände integriert ist. Wir verbringen dort tatsächlich eine Weile, bevor es wieder raus in die Hitze geht.







Wir besorgen uns erstmal einen Kaffee (ich bin hier irgendwie den ganzen Tag super müde, wahrscheinlich rebelliert mein Körper gegen die Hitze) und knabbern ein paar Nüsse. Dann geht es noch zu Floral Fantasy, wofür wir über das Hostel Freikarten bekommen haben. Das ist auch ganz nett, es gibt einige schöne Blumenarrangements zu bewundern, Pfeilgiftfrösche und vor allem ist es wieder klimatisiert 😀.







Danach steuern wir das Marina Bay Sands Sky Park Observation Deck an, wo man vom 56. Stock einen tollen Blick auf die Stadt hat. Der Blick ist wirklich toll! Heute Abend war leider kein Slot mehr frei, aber die Stadt im Tageslicht von oben zu sehen ist auch nochmal etwas ganz anderes. Vor allem der Ausblick auf die Gardens By The Bay sind wahnsinn. Nachdem wir alles ordentlich betrachtet haben, haben wir Hunger! Da es noch recht früh ist fahren wir mit der Bahn nach Little India, trinken unterwegs noch einen frisch gepressten Orangensaft und finden mit dem Komala Vilas sogar ein vegetarisches Restaurant 😍. Dort essen wir beide Gemüse Biryani, was super lecker aber auch wahnsinnig viel ist. Wir schaffen beide nicht alles, so eine Schande!






Dann geht es zurück zur Bayfront und in die Gärten. Bei Dunkelheit wollen wir uns den Skywalk und das Observation Deck anschauen, bis dahin ist es aber noch eine Weile, weshalb wir erstmal weiter über das riesige Gelände schlendern. Dann stellen wir uns für das Observation Deck an und genießen den Ausblick vom höchsten „Baum“. Der Sonnenuntergang ist heute nicht wirklich angesagt, dazu ist es zu diesig. Dafür fliegt allerhand Militärzeug über uns, haben wir so auch noch nicht erlebt (Mensch, ist das laut!). Weil wir noch den Skywalk mitnehmen wollen, geht es dann aber nach einer guten halben Stunde wieder nach unten.







Während wir anstehen, sehen wir die erste Licht- und Soundshow von unten, das ist super cool gemacht und sogar mit Filmmusik von Harry Potter! 😍 Mit der Anstehzeit haben wir ein riesen Glück, hinter uns kommen nicht mehr viele, deshalb können wir ein bisschen länger oben bleiben und sehen die zweite Show vom Skywalk aus. Der ist richtig cool, man läuft auf halber Höhe der „Bäume“, hat eine super Aussicht und sieht die beleuchteten „Baumkronen“. Wenn das kein perfektes Timing war! Dann geht es mit der Bahn zurück nach Chinatown, wo wir uns noch ein Eis und etwas kaltes zu trinken gönnen, bevor wir platt, aber sehr glücklich ins Hostel zurückkehren.





Der letzte Morgen in Singapur startet natürlich wieder mit einen entspannten Frühstück, bevor wir den letzten Punkt von unserer Liste abhaken. Erst wird natürlich ausgecheckt, das Gepäck können wir zum Glück im Hostel lassen. Dann fahren wir mit der Bahn ins muslimische Viertel, was natürlich schon wieder ganz anders aussieht als der Rest der Stadt. Wir lassen die kleinen, hektischen Straßen auf uns wirken und begutachten die große und prachtvolle Moschee.





Da es aber wieder unfassbar heiß ist, fahren wir recht bald zurück ins kühle Hostel. Dort erledigen wir noch ein paar Buchungen für die nächsten Tage, was natürlich hungrig macht. Da es uns am ersten Tag so gut geschmeckt hat, gehen wir wieder in den Food Court um die Ecke und essen beide vegetarisches Hakka. Dazu gibt es einen leckeren Saft und wir sind danach so satt, dass wir nichtmal einen Nachtisch schaffen. Dafür holen wir uns Gebäck für später, der nächste Hunger kommt bestimmt 😀. Wir schlendern noch etwas durch Chinatown und holen dann unser Gepäck im Hostel. Da wir noch ewig Zeit haben, fahren wir mit der Bahn zum Flughafen, mit einem Umstieg ist das recht entspannt, wenn es auch insgesamt eine knappe Stunde dauert und wir dann am Flughafen noch mit dem Bus zu Terminal 4 fahren müssen. Natürlich ist hier alles top organisiert, wir müssen nirgends anstehen und sind nach ein paar Minuten schon durch die Sicherheitskontrolle. Mit einem Kaffee verputzen wir dann unsere Teilchen und genießen die Ruhe am Gate auf einer Couch 😀. Eine Stunde vor Abflug besorgen wir uns noch Abendessen (Veggie Burger für Marcus und Ramen für mich) und pünktlich um 10 vor 8 verlassen wir das schöne Singapur in Richtung Indonesien.




Total verrückt, dass wir hier nur gute drei Tage verbracht haben. Durch die ganzen Sehenswürdigkeiten/Highlights fühlt es sich eher wie eine Woche an. Die Stadt hat uns beide total beeindruckt, wäre wahrscheinlich nicht ganz so krass gewesen, wenn wir direkt aus Frankfurt hergeflogen wären, aber gerade nach den Philippinen und Borneo war es wirklich verrückt, in so einer sauberen und strukturierten Stadt zu sein. Wirklich alles ist total gut durchdacht, man merkt immer wieder, dass bei der Stadtplanung, aber auch bei Kleinigkeiten kluge Leute am Werk waren. Vor allem die vielen Pflanzen fand ich toll, als Teil der Gebäude, aber auch als Grünflächen mit tollem Bewässerungskonzept und nachhaltig angelegt. Auch in den Hallen, in denen wir gegessen haben war es super sauber, recht günstig und es hat alles sentationell geschmeckt. Unser Hostel war auch super und die Schlafkapsel vollkommen ausreichend und über Erdnussbutter zum Frühstück werde ich mich wohl auch nie beschweren 😀. Das Gesamtpaket der Stadt war für uns auf jeden Fall super und wir haben die drei Tage sehr genossen!
