Coron

Vom Tao Office in Coron laufen wir nur 2 Minuten in unsere nächste Unterkunft, das MyGuide Travellers Inn. Dort beziehen wir unser Doppelzimmer und ruhen uns kurz aus. Später treffen wir uns mit einigen vom Tao-Trip wieder zum Abendessen. Dazu geht es ins AlFresco. Bis alle da sind gibt es schonmal ein Bier und wir haben einen tollen Abend. Danach geht es noch in eine Reggae-Bar, wo wir auch unsere Lost Boys wieder treffen. Die Reggae-Band hat heute frei, dafür gibt es aber einen anderen Music-Act und danach wird sogar noch getanzt. Das macht super viel Spaß und es wird wieder ohne Ende gelacht. Um kurz vor 12 liegen wir dann aber schließlich geschafft im Bett nach so viel Abenteuer in den letzten Tagen.

Am nächsten Morgen schlafen wir aus, bevor es zum Frühstück geht. Wir sind heute etwas lustlos und das Wetter ist auch nicht so besonders, weshalb wir noch eine ganze Weile auf der Terrasse sitzen bleiben. Marcus macht sein eLearning heute fertig und wir planen noch etwas für die nächsten Wochen. Da das Wetter im Anschluss tatsächlich recht passabel aussieht, treffen wir uns erstmal mit den anderen für eine kleine Inselhopping Tour. Auf dem Weg holen wir uns schnell noch ein Eis (es gibt Mango Float! 😍) und zack sind wir am Hafen. Dort besteigen wir insgesamt zu neunt unser kleines Boot und los geht’s in Richtung Coron Island. Die Insel ist noch beeindruckender als in El Nido. Überall die Kalksteinfelsen und das herrlich blaue Wasser. Zuerst steuern wir die Twin Lagoon an. Wie der Name schon sagt sind das zwei Lagunen, wobei man die zweite entweder über eine Treppe oder durch ein Loch im Fels unter Wasser erreichen kann. Wir entscheiden uns natürlich für letzteres. Die Lagunen sind aber beide wirklich traumhaft schön, auch wenn wir natürlich nicht die einzigen sind.

Der nächste Stopp ist Barracuda Lake. Wie der Name schon sagt, gibt es dort Barracudas, auch wenn wir keine sehen. Um in den See zu kommen muss man ein Stück über die Felsen, tatsächlich ist das nämlich ein Süßwassersee. Das Wasser ist aber genauso klar und auch sonst ist es wie das Meer, nur treibt man nicht so schön im Wasser. Anschließend geht es zum letzten Stopp für heute, der Hidden Lagoon. Die ist nochmal Wahnsinn, das Wasser ist so klar! Und tatsächlich sind wir das einzige Boot und sehen sogar Affen am Ufer herumtollen. Wir paddeln ein wenig mit dem Kayak durch Mangroven und genießen die Zeit, bis es im Regen zurück nach Coron geht. So ein toller Ausflug!

Am Hafen regnet es dann ordentlich, sodass wir lieber mit dem Tricycle zurück zum Hostel fahren. Dort wird schnell geduscht, bevor wir noch schnell Geld abheben und uns dann in der Trattoria Altrove wieder zum Abendessen treffen. Dort gibt es wieder wahnsinnig leckere Pizza, nette Gespräche und auf dem Heimweg sogar noch ein Eis (so ein guter Tag heute). Im Hostel machen wir dann noch die letzten Lektionen für den morgigen Tauchkurs, bevor wir müde ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen stehen wir um 7 auf, es steht nämlich der erste Tag unseres Advanced Tauchkurses an.

Leider ist das Wetter immer noch super schlecht und wegen der rauen See dürfen die Boote nicht zu den Wracks raus, die zum Tauchen die Hauptattraktion in Coron sind. Die Theorie haben wir bereits online erledigt, heute stehen daher die praktischen Tauchgänge Tieftauchen, Unterwassernavigation und perfekte Tarierung an. (Wer sich fürs Tauchen nicht interessiert, kann an dieser Stelle ein ganzes Stück nach unten scrollen). Los geht es mit dem Tieftauchgang, wozu wir wieder zum Barracuda Lake fahren. Diesmal erleben wir dann auch die Temperaturunterschiede und die sind wirklich super verrückt. An der Oberfläche sind es 28° und auf einmal wird es super warm, knapp 40°. Das wird dann sogar schon leicht unangenehm 😀. Noch weiter unten geht es dann wieder mit irgendeiner Temperatur dazwischen. Verrückterweise ändert sich auch noch in der Tiefe das Süß- zu Salzwasser. Und immer wieder wird es warm und kalt, wenn wir ein wenig auf- oder absteigen. Auf 30 Meter machen wir eine Pause und ein paar Tests, um sicherzustellen, dass wir keine Gasnarkose haben. Haben wir zum Glück nicht, also kann es weitergehen. Ansonsten sehen wir nicht super viel spannendes, aber durch die Temperaturen (durch eine unterirdische heiße Quelle) trotzdem ein cooler Tauchgang. Nach einer kurzen Pause üben wir im Barracuda Lake schon einmal die Navigation an der Wasseroberfläche. Dazu geht es mit Kompass in eine bestimmte Richtung, wieder zurück und dann navigieren wir in einem Quadrat. Das klappt auch prima, daher wird das direkt noch einmal unter Wasser an der Barracuda Wall (im Meer vor dem See) geübt. Dann tauchen wir noch eine Weile weiter, bevor wir unsere Mittagspause einlegen. Leider ist die Sicht nicht so gut, aber einige schöne Korallen sehen wir trotzdem. Wir haben vegetarisches Essen vorbestellt, das ist super lecker! Es gibt ganz viel verschiedenes Gemüse und sogar eine halbe Avocado. Mit dem Boot geht es dann zu den „Sieben Sünden“, wo wir den Tarierungstauchgang machen. Dort üben wir, uns durch die Atmung im Wasser auszubalancieren, was wir laut unserer Tauchlehrerin Ran aber scheinbar schon recht gut können. Die Sicht ist auch leider wieder nicht super gut, wir sehen aber einen Feuerfisch, viele Schnecken, die immer verrückt aussehen und natürlich wie immer tolle Korallen und viele bunte Fische. Dann geht es zurück zu Easy Divers, wo wir noch kurz mit dem Besitzer Eric quatschen und den morgigen Tag planen. Auch da sieht es leider wettertechnisch nicht so gut aus, weshalb das mit den Wracks wahrscheinlich wieder nichts wird. Super schade, aber da kann ja auch keiner was ändern.

Auf dem Rückweg gibt es dafür noch ein leckeres Eis und wir trinken einen gemütlichen Kaffee im Hostel. Dort entscheiden wir, dass wir noch zusätzlich das Tauchzertifikat zum Tauchen mit angereicherter Luft (also mehr als 21% Sauerstoff) machen. Dafür nutzen wir dann einen unserer morgigen Tauchgänge, wenn wir schon nicht an den Wracks tauchen können. Erstmal gehen wir aber etwas essen und zwar ins Full Lotus, ein vegetarisches Restaurant. Dort teilen wir uns Falafel mit Hummus als Vorspeise und dann gibt es einen Burrito für mich und eine Champignon-Tofu Pfanne für Marcus. Das schmeckt alles wahnsinnig lecker und wir laufen satt und zufrieden zurück ins Hostel. Dort erledigen wir den Theorieteil für den Zusatzkurs, was aber doch recht lang geht. Danach wird daher sofort geschlafen, was ein aufregender Tag!

Am nächsten Morgen beginnt unser Tauchkurs eine halbe Stunde später, deshalb können wir quasi sogar ausschlafen. Heute gibt es Toast mit Spiegelei zum Frühstück, bevor es mit dem Tricycle wieder zu Easy Diving geht. Heute regnet es sogar noch mehr als gestern, also wieder keine Wracks.

Daher machen wir als erstes unseren Tauchgang mit angereicherter Luft. Dann gibt es eine Pause auf dem Boot, bevor der zweite Adventure Guide „Fischkunde“ ansteht. Während der Pause gehen wir die verschiedenen Zeichen durch und üben das dann unter Wasser. Das ist tatsächlich cooler als ich dachte, jetzt weiß man sogar ungefähr was man da so unter Wasser sieht. Wir sehen auch wirklich super viele schöne Fische und sogar eine riesige Moräne! Nach 55 Minuten tauchen wir wieder auf und sind quasi zertifizierte Advanced Open Water Diver! Durch den Regen geht es zurück zur Tauchschule, wo wir noch den Papierkram erledigen und uns bei allen nochmal bedanken. Wenn auch anders als geplant, war es trotzdem super cool, hat Spaß gemacht und wir haben viel gelernt. Nach dem Tauchen habe ich einen riesen Hunger, weshalb wir uns vom nächsten Tricycle direkt ins Verde Rekado fahren lassen. Das ist super cool, total alternativ eingerichtet, es läuft Reggae und die Stimmung ist super entspannt. Das Essen ist auch wahnsinnig lecker, da haben wir auf jeden Fall mal wieder die richtige Entscheidung getroffen.

Nachdem der Hunger gestillt ist, geht es kurz zurück ins Hostel. Wenig später geht es aber auch schon wieder weiter, wir treffen uns nämlich mit der verbleibenden Tao-Crew an den Maquinut Hot Springs. Erstmal steht uns dazu eine abenteuerliche Tricyclefahrt bevor, für die routinierten Fahrer ist so eine schlechte Straße mit viel Regen aber natürlich kein Problem. In den Hot Springs genießen wir das natürlich heiße Wasser, was allerdings tatsächlich fast schon zu heiß ist bei den warmen Außentemperaturen. Trotzdem super und wahrscheinlich das beste, was man in Coron bei Regenwetter machen kann (obwohl es ausgerechnet jetzt gerade nicht regnet). Nach einer guten Stunde fahren wir dann wieder zurück, springen alle kurz unter die Dusche und treffen uns bei Hermanos Tapas zum Abendessen wieder.

Dort teilen wir uns einige Tapas (wir nehmen natürlich die vegetarischen) und besonders Spinat mit Cashews ist wahnsinnig lecker, aber auch der Rest schmeckt mal wieder sehr gut. Wir gönnen uns danach sogar noch einen Käsekuchen zum Nachtisch und freuen uns, dass wir (mal wieder) trotz des vielen Regens einen super schönen Tag hatten.

Am nächsten Morgen wird mal wieder ausgeschlafen! Heute ist es zur Abwechslung sogar mal trocken, die Sonne zeigt sich aber wieder nicht. Daher bleiben wir auch erstmal im Hostel und planen noch etwas konkreter unsere Zeit auf Borneo. Zwischendurch laufen wir kurz zum Bakeshop und besorgen leckeren Kuchen, den Kaffee dazu gibt es im Hostel ja sogar umsonst. Um 3 treffe ich mich mit Rez und Haydn von TAO, Marcus ruht sich noch etwas aus. Zu dritt laufen wir auf den Mount Tapyas, sozusagen den „Hausberg“ Corons. Der ist nicht hoch, nach 721 Stufen sind wir bereits oben und schauen auf die Stadt und die Bucht hinab. Der Ausblick ist toll, ohne Sonne wirkt es allerdings nicht ganz so spektakulär wie es wahrscheinlich im Sonnenschein ist.

Wieder unten, trinken wir noch einen Shake, bevor ich zu Marcus ins Hostel zurückkehre. Dort lümmeln wir noch eine Weile rum, bevor es ins „Le Voyage“ um die Ecke zum Abendessen geht. Für mich gibt es Sisig und für Marcus vegane Bolognese. Das sind rieeesige Portionen, aber schon wieder super lecker! Danach sind wir pappsatt, aber es gibt Halo-Halo (das inoffizielle Nationaldessert der Philippinen) auf der Speisekarte und da wir es nicht geschafft haben, das bisher zu essen, gibt es das dann eben am letzten Abend 😀. Als die Kellnerin uns die Schale bringt, fallen wir fast vom Stuhl. Das ist einfach eine riesige Portion! Die Basis besteht aus Crushed Ice mit Kondensmilch, „belegt“ mit frischem Obst und „eingelegten“ Früchten und Bohnen und Süßkartoffelmarmelade. Es schmeckt genauso verrückt (und süß) wie es klingt 😀. Wir schaffen tatsächlich auch nicht alles, es ist einfach zu viel Masse und Zucker. Mango Float schmeckt uns viel besser, aber wir haben es wenigstens probiert und es war ein Abenteuer für sich. Pappsatt laufen wir zurück ins Hostel, wo wir noch eine Weile auf der Terrasse sitzen, bevor es unter die Dusche und ab ins Bett geht.

Am letzten Morgen auf den Philippinen wird nochmal ausgeschlafen. Das Wetter ist immer noch super schlecht, von daher unternehmen wir heute auch nichts mehr. Leider ist unsere Wäsche immer noch nicht trocken (irgendwie haben sie nur einen Minitrockner, der nicht so richtig trocknet). Unsere Sachen werden dann zum trocknen woanders hin gebracht während wir frühstücken 😀. Zwischendurch bekommen wir eine Mail, dass unser Flug eine Stunde später geht. Da wir in Manila aber sowieso über 6 Stunden Aufenthalt haben, macht das nichts. Wir warten weiter auf unsere Wäsche und entspannen auf der Terrasse. Um halb 1 ist sie dann endlich fertig und wir packen alles zusammen. Da wir nur 10kg Freigepäck haben und 7kg Handgepäck, versuchen wir entsprechend zu packen. Dann geht es noch einmal kurz zur Bäckerei von gestern, bevor dann kurz nach 2 unser Shuttle zum Flughafen vor der Tür steht. Außerdem buchen wir noch schnell einen Flug für die Ausreise aus Malaysia (Borneo), danach geht es wohl für uns nach Singapur ☺️. Nach einer halben Stunde Fahrt kommen wir am Flughafen an, der absolut winzig ist 😀.

Bis wir endlich am Check-In Schalter sind, dauert es trotzdem eine halbe Ewigkeit und wir müssen Übergepäck zahlen, da an diesem Flughafen generell jeweils nur 10kg Aufgabegepäck inkludiert ist. So hat es dann auch noch finanziell etwas gutes, dass wir unser Paket nach Deutschland geschickt haben. Um kurz vor 6 heben wir mit der kleinen Propellermaschine ab und landen etwa eine Stunde später in Manila.

Dort müssen wir unser Gepäck wieder aufsammeln, eine gute halbe Stunde auf den Shuttlebus warten und zum nächsten Terminal fahren, wo wir es dann wieder abgeben. Dann geht es erstmal Abendessen, gar nicht so leicht etwas vegetarisches zu finden. Dafür gibt es dann noch Bananenbrot und einen Blueberry-Cheesecake zum Nachtisch, womit wir dann auch unser restliches Bargeld los sind. Dann schlendern wir zur Sicherheitskontrolle und dort trifft uns fast der Schlag, die Schlange ist einfach unfassbar lang! Es sind noch knapp zwei Stunden bis zum Abflug, aber langsam werden wir etwas unruhig. Nach 1,5 Stunden haben wir endlich unseren Ausreisestempel und sind zum Glück auch schnell durch die Sicherheitskontrolle. Wir flitzen schnell zum Gate und kommen an, kurz bevor es mit dem Boarding losgeht. Na das ist ja gerade nochmal gut gegangen, so stressig hatten wir uns das irgendwie nicht vorgestellt 😀. Etwas verspätet (natürlich), sitzen wir dann um viertel vor 12 im Flieger auf dem Weg ins nächste Abenteuer!

Hinterlasse einen Kommentar