Nach knapp 3 Stunden Flug und einer etwas unsaften Landung kommen wir in Sydney an. Wir wollten eigentlich das Shuttle nehmen, allerdings kann man das irgendwie nicht buchen. Da Uber unbezahlbar ist, wird es dann die Bahn. Dafür lernen wir dort aber direkt den ersten netten Australier kennen 😀. Wir fahren ein paar Stationen in die Innenstadt und laufen die letzten Minuten durch das nächtliche Sydney. Super warm, das hatten wir irgendwie nicht erwartet 😀. Im Pacific House Hostel beziehen wir unser schönes Doppelzimmer und dann geht es direkt auf Nahrungssuche. Das ist gar nicht so leicht wie gedacht, es gibt zwar einige Restaurants, aber die sind ganz schön teuer und die Leute (vor allem die Mädels) sind so krass aufgebrezelt, dass ich mich da nicht wirklich mitten rein setzen mag 😀. Wir entscheiden uns schließlich Burger zu essen, da es aber scheinbar nirgends Veggieburger gibt, geht es dann zu Vapiano. Die haben immerhin Bier und leckere Pizzen, die wir auch gleich verputzen. Außerdem ist Sydney bei Nacht wirklich schön! Als Nachtisch holen wir uns dann noch Eis bei Mc Donalds und ich fühle mich kurz ca. 15 Jahre zurückgeworfen, als ich vielleicht meinen letzten McFlurry verputzt habe. Dann geht es zurück zum Hostel und wir fallen super müde ins Bett.





Am nächsten Morgen gibt es eine herrliche warme Dusche, bevor wir unser kostenloses Hostelfrühstück verputzen. Das beinhaltet Kaffee, zwei Scheiben Toast (immerhin gibt’s Vollkorntoast und Erdnussbutter!) und eine Schüssel Cornflakes. Leider regnet es heute und das soll sich den ganzen Tag auch nicht ändern, von daher gibt es wohl dann einige Indooraktivitäten heute. Wir trödeln noch ein bisschen rum und dann geht es raus in den Regen. Nach einem kurzen Stopp im Handyladen landen wir im Toast Café, wo es Kaffee, Saft und einen Wrap gibt, den wir uns teilen. Nach der Stärkung wissen wir dann auch, was wir heute noch machen wollen und gehen zum nächsten Elektronikladen.


Dort besorge ich eine neue Speicherkarte für meine Kamera und wir laufen weiter zur Art Gallery of New South Wales. Die ist kostenlos und daher bei Regen natürlich perfekt. Dort gibt es wirklich einige coole Gemälde und andere Ausstellungsstücke und als sie um 5 schließt, haben wir lange nicht alles gesehen.








Wir gehen dann kurz zurück ins Hostel, bevor wir zum Essen in die langen Hosen schlüpfen. Heute geht es asiatisch essen im Thai Power, dort entscheiden wir uns für Pad Thai (Marcus) und eine Kürbis-Erbsen-Pfanne (für mich). Das Pad Thai ist leider nicht so gut, weshalb Marcus sich dann lieber noch einen Sub holt und wir einen kurzen heftigen Regenschauer im Supermarkt abwarten. Als der überstanden ist, geht es ins East Sydney Hotel, wo wir für 20 Uhr Karten für die Comedy Canteen haben. Dort treten einige Stand Up Künstler und Künstlerinnen auf, was wirklich witzig ist. Wegen des Akzents verstehen wir ein paar wenige Witze nicht, trotzdem ein super cooler Abend und das Bier ist auch lecker ☺️. Von dort sind es auch nur 2 Minuten zurück ins Hostel, wo wir nach dem anstrengenden Tag nur noch ins Bett fallen.


Am Sonntagmorgen stehen wir zeitig auf, wir haben nämlich um 09:45 eine Tour durch das Sydney Opera House gebucht. Um kurz nach 9 laufen wir durch den botanischen Garten zur Oper, super schön! Entgegen der Wettervorhersage scheint sogar die Sonne, wie gut dass wir die Sonnencreme sicherheitshalber mal eingesteckt haben. Während der Führung erfahren wir einige spannende Hintergründe der Oper, zum Beispiel dass das Dach in zwei verschiedenen Farben gefliest ist, damit das Sonnenlicht nicht zu sehr reflektiert wird und das Regenwasser über den Boden abläuft.





Nach der Führung geht es über die Harbour Bridge nach North Sydney. Das ist ein ganzes Stück zu laufen, vor allem mit den vielen Fotostopps! Auf der anderen Seite der Brücke laufen wir durch den Luna Park und Wendy Witheley’s Secret Garden am Wasser entlang und genießen die Sonne. Einen kleinen Snack zwischendurch gibt es im Breadworks Café, bevor es dann mit der Fähre wieder zurück in Richtung Oper geht.









Dort schlendern wir noch etwas durch die Stadt und trinken im Pub ein Bier, sogar mit Livemusik! Dann machen wir uns auf den Weg zu unserem heutigen Abendprogramm, dem Drag & Dine. Leider stellt sich heraus, dass es zwei Imperial Hotels gibt. Wir enden natürlich vor dem falschen, müssen dann gefühlt ans andere Ende der Stadt und kommen eine halbe Stunde zu spät 😀. Das ist aber halb so wild, wir bekommen super schnell unsere Vorspeisen. Davon gibt es viele Kleinigkeiten, die sind wirklich alle super lecker und ich bin danach eigentlich schon pappsatt 😀. Dazu beginnt auch die Drag-Show, die wirklich ziemlich witzig ist. So werden wir auch während Hauptgang und Dessert (natürlich genauso lecker) bestens unterhalten. Da wir dann kurz vorm platzen sind, machen wir uns nach dem Essen auch auf den Weg zurück ins Hostel. Ein super schöner und sonniger, aber auch ganz schön langer Tag.





Am nächsten Morgen wachen wir mit strahlend blauem Himmel auf! Daher geht es nach dem Frühstück auch direkt an den Strand. Wenn wir schonmal in Australien sind müssen wir da ja wenigstens mal kurz hin. Mit dem Bus geht es zum Coogee Beach, der schon super schön ist. So wie man sich Australien eben vorstellt. Wir laufen den Coastal Walkway entlang, vorbei an tollen Klippen, süßen Buchten, vielen Surfern und vor allem mit viel Meerblick.






Am Bronte Beach ziehen wir uns schnell um und testen in den Bronte Baths mal die Wassertemperatur. Marcus plantscht sogar wirklich, mir ist es ein bisschen zu kalt zum schwimmen, ich mache dann eben die Fotos 😀. Danach geht es weiter bis zum Tamarama Beach, wo wir uns am Kiosk Kaffee und Kuchen besorgen und in den super bequemen Sitzsäcken in der Sonne entspannen.



Dann laufen wir weiter zum Bondi Beach, Sydneys Hausstrand. Der ist deutlich größer als die anderen, aber auch super schön. Wir beobachten noch ein paar Surfer, nehmen dann aber den Bus zurück in die Stadt.





Dort geht es noch einmal zum Handyladen, diesmal brauche ich nämlich ein neues Backcover 🤦🏽♀️. Das wurde vorgestern bestellt und ist noch nicht da als wir ankommen, soll aber jede Minute ankommen. Wir geben also das Handy ab, schlendern in der Zwischenzeit durch das Einkaufszentrum und essen Sushi. Danach ist es allerdings immer noch nicht da. Wir wollten eigentlich den Sonnenuntergang vom Sydney Tower Eye schauen, dem Aussichtsturm den es ja fast in jeder Stadt gibt. Davon verabschieden wir uns dann und sind gerade auf dem Weg ins Hostel, als der Mitarbeiter uns eine SMS schreibt. Also gehen wir zurück und erhalten die Nachricht, dass das Backcover heute nicht mehr kommt. Morgen schaffen wir es auch nicht, weil wir schon früh am Flughafen sein müssen, also bleibt das wohl so wie es jetzt ist (ziemlich kaputt). Frustriert laufen wir zurück ins Hostel, den Sonnenuntergang jetzt also für nichts geopfert. Dort duscht Marcus schnell, wir ziehen uns wärmer an und machen uns auf den Weg zur Oper. Dort beginnt heute ein Festival, bei dem in der Oper Konzerte stattfinden, die mit einer Leinwand auch vor dem Opernhaus übertragen werden. Für draußen haben wir uns Karten besorgt und das geht um 7 los. Heute spielt das Londoner Sinfonieorchester Adams, Debussy und Ravel. Das ist auch wirklich cool und für die 10$ Eintritt pro Person auf jeden Fall mal ein anderes Erlebnis. Nach den knapp 2,5 Stunden geht es dann wieder zurück ins Hostel, wo wir noch ein letztes Mal schlafen, bevor es morgen schon wieder weiter geht.






Am nächsten Morgen klingelt der Wecker mal wieder mitten in der Nacht (um 6). Wir stehen auf, packen und sitzen um 7 beim Frühstück. Danach wird noch der Rest gepackt und wir fahren mit einem Uber zum Flughafen.

Tatsächlich ist das günstiger als mit der Bahn und wir müssen das schwere Gepäck nicht so weit schleppen. Dafür ist das Wetter heute wieder herrlich, wir können uns die Stadt noch einmal von der Straße anschauen und freuen uns schon aufs Wandern später. Um 9 sind wir bei Eastcoast Rentals und holen unseren kleinen Flitzer ab. Diesmal ist es ein Kia Picanto, dessen Kofferraum gerade groß genug ist für unsere Rucksäcke 😀. Mit dem fahren wir aus der Stadt raus in die Blue Mountains. Wir halten im ersten Visitor Centre und lassen uns ein paar Tipps geben, weshalb wir direkt zu den Wentworth Falls düsen. Dort suchen wir uns einen Rundweg raus und wandern los. Es geht zunächst über den Overcliff Track nach rechts. Unterwegs gibt es superviele Lookouts und die Aussicht ist Wahnsinn! Man hat einen super Blick in das weite Tal mit den vielen Klippen und überall sind kleine und größere Wasserfälle. Als wir auf den National Pass abbiegen wollen, sehen wir leider, dass der Weg ein paar hundert Meter weiter wegen Erdrutschen gesperrt ist. Wir laufen trotzdem noch weiter und das lohnt sich! Es geht in einen Canyon mit traumhaft schönen Wasserfällen.




Nach vielen Fotos drehen wir (leider) um und laufen über den Shortcut Track zurück zum Parkplatz. Anschließend geht es dann zu den Wentworth Falls. Auf dem Weg dorthin gibt es wieder zahlreiche tolle Aussichtspunkte. Man kann bis zum unteren Ende des Wasserfalls laufen, das machen wir natürlich auch. Die Extra-Höhenmeter nehmen wir dann auch noch mit und das lohnt sich richtig. Der Blick von unten auf den Wasserfall ist wieder beeindruckend. Dort wären wir auch rausgekommen, wäre der Weg nicht gesperrt gewesen. So konnten wir das aber wenigstens auch sehen ☺️.












Super happy laufen wir zurück zum Auto und steuern das „Bakehouse on Wentworth“ in Leura an. Dort gibt es Kaffee und Kuchen, das haben wir uns jetzt auf jeden Fall verdient! Gestärkt fahren wir nach Katoomba in die No. 14 Lovel Street, wo wir für die nächsten zwei Nächte ein Zimmer gebucht haben. Das ist super süß und gefällt uns ziemlich gut. Damit wir noch etwas sehen können bevor es dunkel wird, fahren wir noch zum Evans Lookout. Dort hat man einen super Blick über den Canyon, total beeindruckend!


Auf dem Rückweg halten wir noch an der Walls Cave, die kleine Wanderung nehmen wir auch noch mit. Wir laufen ein Stück bergab und merken an der Höhle, dass die etwas anders ist als wir uns das vorgestellt haben. Eigentlich dachten wir, dass wir dort rein und wieder etwas höhlenforschen können, aber so auch super cool. Hat etwas mystisches mit dem plätschernden Bach nebenan und der Dämmerung.



Dann geht es zurück zum Auto, mit dem wir wieder nach Katoomba fahren. Dort steuern wir das Yellow Deli an, wo wir uns beide Garden Burger gönnen. Super lecker und es tut einfach wahnsinnig gut was zu essen, nach dem langen Tag heute. Danach geht es noch kurz zum Aldi gegenüber, Obst und Joghurt fürs Frühstück besorgen und die Schokolade fällt dann auch noch irgendwie aufs Kassenband. Dann geht es zurück zur Unterkunft, wo wir duschen und platt ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen schlafen wir erstmal aus. Was aber gar nicht so lang ist, nachdem wir früh geschlafen haben. Dann gibt es ein entspanntes Frühstück und wir holen uns noch einen Wandertipp bei Annette, unserer Gastgeberin. Nach dem Zähneputzen geht es dann auch direkt los zum Echo Point. Dort stellen wir das Auto ab und schauen uns die Three Sisters an, die bekannteste Felsformation in den Blue Mountains. Sieht wirklich cool aus! Nach ein paar Fotos geht es weiter, wir laufen an den Three Sisters vorbei, die Giant Stairs hinab. Die sind wirklich ziemlich lang und steil, also ein sehr treffender Name.




Danach geht es über den Federal Pass in Richtung Katoomba Falls. Als wir das Wasser sehen, geht es dann auch schon wieder bergauf, diesmal über die Furber Steps. Zwischendurch werden wir noch fast von einem Stein erschlagen, der ein paar Meter vor unsere Füße fällt. Das war knapp! Außerdem kommen immer wieder Aussichtspunkte, von wo aus man den Wasserfall und/oder die Three Sisters sieht. Super schön! Oben angekommen geht es an den Katoomba Cascade vorbei und der Felskante entlang zurück zum Echo Point. Wir gönnen uns dann Kaffee und Muffins in der Milkbar, bevor es zurück zum Auto geht.












Mit dem fahren wir wieder nach Blackheath, aber diesmal zum Infocenter. Dort laufen wir den Fairfax Heritage Track zu zwei super schönen Lookouts. Dann laufen wir noch kurz zu einem weiteren Aussichtspunkt, passen auf, dass wir nicht weggeweht werden. Das war nochmal cool! Dann geht es zurück zum Auto und wir fahren noch nach Mount Victoria zum Sunset Rock Lookout. Wieso ist wahrscheinlich selbsterklärend 😏. Leider ist der Sonnenuntergang heute nicht so spektakulär, da es ganz schön wolkig ist im Westen. Der Felsen ist aber super cool und der Blick auch ohne bunten Himmel super.




Hungrig geht es schließlich zurück nach Katoomba, wo wir uns dann schnell etwas Essbares suchen. Wir entscheiden uns recht schnell für Pizza und teilen uns eine vegane Gemüsepizza und eine mit Pilzen. Die sind zum Glück schnell fertig (wir haben einen Bärenhunger!) und beide super lecker. Danach geht es zurück in unsere Unterkunft, wo wir noch Wäsche waschen. Das dauert irgendwie eine halbe Ewigkeit, immerhin haben wir dann viel Zeit noch ein paar Dinge für die Philippinen (danach geht es nach Borneo) zu buchen. Um halb 11 ist die Wäsche dann endlich trocken und es wird gepackt 🙄.

Nach einer ziemlich kurzen Nacht klingelt der Wecker um 10 vor 5. Nach einem schnellen Kaffee wird der Rest gepackt und um 20 vor 6 sitzen wir im Auto, mit dem es zurück nach Sydney geht. Wir fahren in den Sonnenaufgang und sehen ab und an am Horizont die Lichter der Stadt, total schön! Natürlich ist in Sydney Stau, weshalb wir pünktlich auf die Minute um halb 8 den Mietwagen abgeben. Mit dem Shuttle geht es dann zum Flughafen, wo leider eine super lange Schlange zur Gepäckabgabe auf uns wartet. Geschlagene 1,5 Stunden müssen wir anstehen, bevor wir unsere Rucksäcke los sind. Dafür können wir für unseren Anschlussflug gleich mit einchecken und müssen in Manila nicht noch einmal durch die Sicherheitskontrolle. Jetzt haben wir auch nur noch eine Stunde bis zum Abflug und laufen schnell zur Sicherheitskontrolle. Dort kassieren sie auch noch meine Nagelschere ein, wenns einmal läuft… Am Gate kommt dann eine Durchsage, dass der Flieger gerade erst ankam, noch gereinigt wird und wir sobald wie möglich boarden können. Eine Stunde später als geplant sitzen wir dann endlich auf unseren Plätzen und es geht los nach Asien
!
Alles in allem ein super schöner Zwischenstopp in Australien. Vor allem die Blue Mountains haben uns total überrascht und super gut gefallen. In Sydney bin ich irgendwie nicht so richtig angekommen, da mich das Reisen und auch irgendwie einfach alles ein bisschen gestresst hat (lag aber nicht an Sydney, irgendwann ist diese Reiserei halt auch mal anstrengend, genauso wie man Zuhause ja auch mal ein paar schlechte Tage hat). Trotzdem eine super schöne Stadt, gerade mit der Küste, den vielen tollen Stränden und der Oper mittdendrin (die wird übrigens nächstes Jahr 50!). Die Chancen stehen also ganz gut, dass wir nochmal wiederkommen und uns noch ein bisschen mehr von Australien anschauen ☺️.
