Nach gut 2 Stunden Fahrt kommen wir in Rotorua an. Für heute und morgen ist leider wieder nicht so super Wetter vorhergesagt, da Rotorua aber sowieso in erster Linie für Maori-Kultur und Geothermie bekannt ist, ist das halb so wild. Wir steuern direkt den Hinemoa Street Carpark an, wo wir auch heute Nacht schlafen wollen. Wir bekommen noch einen der heiß begehrten Parkplätze und machen uns gleich auf den Weg in die Stadt. Total cool, überall dampft es aus dem Boden und es stinkt auch leicht nach Schwefel 😀. Wir schauen uns den Rotorua Lake an und laufen zum Kuirau-Park, in dem man schonmal einen Vorgeschmack auf die Geothermie in der Region bekommt. Das ist super verrückt, neben dem Dampf sieht man sogar an einigen Stellen, wie das Wasser richtig kocht!









Nachdem wir uns einmal alles angeschaut haben, steuern wir das Zippy Central an, wo wir uns mit Kaffee und Kuchen stärken. Zurück am Camper mache ich (endlich! 😍) mal wieder ein kurzes Workout. Dann essen wir schnell jeweils Wraps mit Feta, Oliven etc. Wir beeilen uns, für 18 Uhr haben wir nämlich Tickets für das Polynesien Spa, direkt gegenüber des Free Camps. Dort gibt es 8 Hot Pools, in denen wir uns den regnerischen Abend vertreiben. Super entspannt und angenehm ☺️. Um kurz vor 10 sind wir wieder zurück bei Fridolin, machen uns bettfertig und schlüpfen unter die Decke.




Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um halb 8, heute Vormittag steht nämlich wieder etwas auf dem Programm! Wir fahren direkt zum Wai-o-Tapu, einem „Thermal Wonderland“. Um 10:15 wird dort der Lady Knox Geysir „aktiviert“, deshalb wollen wir nicht zu spät dort ankommen. Heute bricht unsere letzte Woche in Neuseeland an, so verrückt wie schnell die letzten sechs Wochen vorbei gingen, aber mindestens genauso verrückt, was wir in der Zeit alles erlebt haben!
Um 10 fahren wir zum Geysir (der ist außerhalb des restlichen Geländes), parken und laufen zum Spektakel. Um 20 nach 10 geht es los und mit einer Art Seife wird der Geisir aktiviert. Heute ist er nicht besonders hoch, womöglich weil er am Morgen schon von selbst ausgebrochen ist. Das passiert alle 24-48 Stunden, man weiß nur nicht wann, weshalb das künstlich zum anschauen jeden Morgen gemacht wird.

Dann geht es zurück zum Visitor Centre und wir schauen uns den eigentlichen Park an. Der ist wirklich super cool! Wir sehen ganz viele Krater mit den wildesten Farben, unzählige Hot Springs, den Champagne-Pool, der wirklich prickelt wie Champagner und einen neongelben See am Ende. Super beeindruckend was die Natur hier erschaffen hat!











Zurück am Auto gibt es erstmal einen kleinen Snack (wir müssen langsam daran arbeiten, unsere Vorräte zu vernichten 😀), bevor wir zum Abschluss noch zu den Mud Pools fahren. Das ist der dritte Part des Parks und liegt ohnehin auf dem Weg. Auch nochmal super cool, es blubbert und spritzt, sieht total lustig aus und klingt auch so.


Im Anschluss geht es zurück nach Rotorua, erstmal Frischwasser auffüllen, einkaufen und tanken. Außerdem schauen wir noch nach einer neuen Speicherkarte und Imprägnierspray, leider aber erfolglos. Wir fahren dann zum Lake Rotorua und trinken erstmal in Ruhe einen Kaffee (mit Hot Cross Buns natürlich). Da es immernoch regnet leider nicht draußen, aber was solls.


Gegen halb sechs fahren wir wieder weiter, um 6 startet nämlich unsere „Mitai Maori Cultural Experience“. Ich Dödel hatte das ausversehen für gestern gebucht und das ist mir nachts aufgefallen 🤦🏽♀️. Nach einem Anruf haben sie uns aber einfach auf heute umgebucht, die Kiwis sind halt wirklich gastfreundlich und bisher ist alles immer gut ausgegangen wenn mal etwas nicht so lief wie geplant, weil alle super flexibel und entgegenkommend sind. Neben der Schokolade also noch ein weiterer sehr guter Grund Neuseeland einen Besuch abzustatten!
Wir sind pünktlich da, bekommen einen Sitzplatz zugewiesen und dann geht es quasi auch schon los. Gestartet wird mit einer typischen Maori-Begrüßung und wir lernen schonmal einiges. Dann geht es zum Fluss auf dem Gelände, wo ein paar Männer mit einem Kanu die Ankunft in Aoteorea (Neuseeland auf Maori) darstellen. Dann geht es zur Versammlungsstelle, wo wir Tänze, Gesang und eine typische Begrüßungszeremonie sehen. Super interessant und total gut gemacht! Danach geht es zurück in den Speisesaal, wo es Hangi gibt, eine traditionelle Zubereitungsart des Essens im Boden. Für uns leider etwas eintönig, alles warme ohne Fleisch und Fisch besteht aus Kartoffeln, nur unterschiedlich zubereitet 😀. Zum Nachtisch gibt es dafür aber ein paar leckere Sachen. Nach einer Fragerunde geht es noch zum abschließenden Glühwürmchen-Spaziergang und der heiligen Quelle, bevor der schöne Abend sich dem Ende zuneigt. Alles in allem schon ziemlich touristisch, aber super gemacht und ein toller kurzer Einblick in die Kultur der Maoris.





Anschließend fahren wir noch gute 20 Minuten in unser heutiges Freecamp. Das ist wieder ein KiwiCamp, wir müssen nämlich mal wieder Wäsche waschen und brauchten ja außerdem recht spät noch einen Platz. Um 20 nach 9 kommen wir dort an, erledigen noch einen Geburtstagsanruf und machen uns bettfertig. Das war wieder ein langer, aber sehr cooler Tag!
Am nächsten Morgen wird mal wieder ausgeschlafen. Während die Wäsche wäscht und trocknet, wird gefrühstückt und klar Schiff gemacht. Um 11 brechen wir dann auf in Richtung Meer und endlich mal wieder in Richtung Sonne! Um kurz nach halb 1 kommen wir an der Küste an, mit der Sonne wurde das dann allerdings leider doch nichts. Daher dann auch keine Wanderung und kein Strand, sondern Weiterfahrt nach Tauranga in der Hoffnung auf besseres Wetter.

Das mit dem besseren Wetter wird leider auch weiter östlich nichts (wer auch immer die 8h Sonne für heute vorhergesagt hatte, hat sich wohl einen verspäteten Aprilscherz erlaubt). Dafür gibt es aber ein super leckeres Eis bei Appleby Farms, einen langen Spaziergang am Meer und immerhin keinen Regen. Außerdem buchen wir den Flug nach Sydney um, unser Flug wurde nämlich gecancelt und wir auf einem anderen gebucht, der erst um 8 geht und damit 7 Stunden später als der Ursprüngliche. Da wir nicht den ganzen am Flughafen verbringen wollen, bekommen wir wenigstens einen um viertel nach 4 angeboten, immerhin nicht ganz so schlimm. Mit den Verkehrsmitteln in Neuseeland haben wir irgendwie nicht ganz so viel Glück 😀.



Danach fahren wir weiter nach Tauranga, wo wir im Timezone ein paar Minispiele spielen. Super witzig, besonders gut gefällt es uns, Clowns abzuwerfen. Aber auch Air Hockey und Flipper ist super. Außerdem erspielen wir uns mit unseren Punkten Freundschaftsarmbänder, wenn das kein erfolgreicher Abend war! Dann geht es zu unserem heutigen Free Camp im Rotary Park, wo wir super schön direkt am Wasser stehen. Wir haben außerdem ein riesiges Glück, über Nacht wird das Camp mit einer Schranke geschlossen (damit wir hier in Ruhe schlafen können) und die Security mit dem Schlüssel kommt uns direkt hinter der Schränke entgegen 😀. Dort angekommen wird gleich gekocht, Nudeln mit Spinat-Käsesoße und Kirchererbsen. Da es heute super mild ist, können wir das sogar mit kurzen Hosen draußen essen. Dazu gibt es noch stilecht Dosenbier und zum Nachtisch eine rote Kiwi. Was ein perfekter Tagesausklang.





Am nächsten Morgen scheint tatsächlich eeendlich die Sonne! Ein Träumchen! Ich mache noch kurz Sport und springe unter die kalte Dusche, bevor wir dann mit Meerblick im Sonnenschein frühstücken.
Heute geht es zum Zahnarzt, da Marcus seit längerem ein Druckgefühl auf einem Backenzahn hat und wir das vor Asien noch abklären wollen. Wir finden schnell einen Parkplatz, kommen direkt dran und es klärt sich, dass nichts ist ☺️. Außerdem sind sie super nett und sehr viel günstiger als wir dachten. Um viertel nach 10 sitzen wir schon wieder im Auto und fahren zum Mount Maunganui. Dort ist die Hölle los und es dauert ewig bis wir einen Parkplatz finden. Dann wird aber direkt losgewandert, auf den höchsten Berg der Bay of Plenty. Der Blick ist ein einziger Traum und wir genießen die Sonne in vollen Zügen.


Nachdem wir auf dem Gipfel waren, geht es auf der anderen Seite wieder runter und wir holen uns ein Eis bei Copenhagen Cones. Das ist unfassbar gut und sogar recht günstig. Da müssen wir dem Eis von gestern den Titel als bestes Eis in Neuseeland direkt wieder aberkennen 😀. Nachdem wir das Eis am Meer verputzt haben, laufen wir noch am Strand entlang und schauen uns Moturiki Island an.






Mit einem Kaffee in der Hand laufen wir zurück zu Fridolin und sind super glücklich, dass der Tag bisher so schön ist. Nachdem wir noch schnell vollgetankt haben, geht es dann in Richtung Coromandel, genauer gesagt nach Waihi Beach. Der ist super schön! Wir sichern uns einen Stellplatz direkt am Strand und wandern noch ein paar Minuten zur Orokawa Bay. Nach ein paar gefitschten Steinen geht es dann zurück, wo wir am Strand noch eine Baumschaukel entdecken. Super witzig und die Aussicht ist toll!





Zurück am Auto wird direkt gekocht. Zwar etwas früher heute, aber nach der vielen Bewegung sind wir hungrig! Heute gibt es mal wieder Chili sin Carne. Da es heute ganz schön windig und kalt ist, passt das auch zum Wetter. Die ersten Löffel essen wir draußen, uns ist dann aber doch zu kalt und wir essen drinnen weiter 😀. Danach kuscheln wir uns direkt ins warme Bett und schauen noch etwas Outer Banks weiter.


Am nächsten Morgen scheint wieder die Sonne in den Bus, fantastisch! Es ist zwar noch frisch, aber wir frühstücken natürlich trotzdem draußen. Dann wird wieder gepackt und wir fahren weiter in Richtung Norden. Auf der ersten kleinen Wanderung für heute geht es auf den Paku Hill. Das ist nur ein kurzer Auf- und Abstieg, dafür hat man aber vom Gipfel einen wirklich traumhaften Rundumblick.






Danach geht es zum nächsten Lookout an den Shakespeare Cliffs. Den finden wir aber irgendwie nicht, deshalb geht es dann direkt nach Hahei, wo wir eine Kanutour zur Cathedral Cove gebucht haben. Leider ist die Wanderung dorthin momentan gesperrt, weil es super viele Erdrutsche gab durch den Zyklon. Kanu fahren ist aber ja sowieso viel cooler. Um halb 2 treffen wir unsere Gruppe und werden mit den Booten zu Cooks Beach gefahren. Dort werden wir eingewiesen und dann geht es auch schon los. Wir paddeln entlang der Küste zurück nach Hahei, vorbei an der Cathedral Cove. Leider darf man dort auch nicht an den Strand, aber eine tolle Aussicht haben wir trotzdem. Zwischendurch segeln wir sogar, das ist super witzig! Nach drei Stunden sind wir zurück an Land und werden mit Cappucino und Cookies belohnt. Das war cool!






Dann setzen wir uns wieder ins Auto und fahren ein paar Minuten weiter zum Hot Water Beach. Dort gibt es eine heiße Quelle unter dem Sand. Wenn man dort ein Loch gräbt, kann man sich in das heiße Wasser setzen und den Ausblick aufs Meer genießen. Aus unserer Kajakgruppe kommen noch ein paar andere mit (das waren übrigens alles Deutsche 😀) und zu fünft versuchen wir unser Glück. Ist gar nicht so einfach, eine Stelle mit heißem Wasser zu erwischen und dann wird es auch schnell kochend heiß. Irgendwann kommt auch die Flut und die gegrabenen Löcher werden überspült, immerhin ein paar Minuten können wir herrlich entspannen. Ist auch ein bisschen wie im Sandkasten spielen und macht voll Spaß!


Danach duschen wir uns schnell ab und steuern das nächste Freecamp in Coroglen an. Nach nur 15 Minuten Fahrt sind wir dort und sichern uns einen der wenigen Plätze. Ich habe einen riesen Hunger und wir fangen direkt an zu kochen, ein letztes Mal Linsenbolognese mit Gnocchi.
Am nächsten Morgen ist der Himmel leider etwas bedeckter und der Wind ist kalt, daher wird im Bus gefrühstückt. Pünktlich um kurz vor 9 (auf Coromandel darf man in allen Freecamps nur bis 9 bleiben) sitzen wir im Camper und düsen zu den heutigen Abenteuern. Dazu geht es weiter nach Norden bis zu unserem ersten Stopp für heute, dem Opito Bay Walkway. Schon die Fahrt dorthin ist wunderschön, an traumhaften Buchten, Stränden und dem herrlich blauen Meer entlang. Dann laufen wir ein paar Minuten am Strand zu dem eigentlichen Track. Nach ein paar Stufen haben wir schon einen wundervollen Blick auf das Meer und die Klippen rundherum. Unfassbar schön!







Danach laufen wir noch kurz zur Crayfish Bay. Ein super schöner Strand und außer uns kein Mensch dort!



Der kurze Umweg hat sich wirklich total gelohnt. Dann geht es weiter um die Halbinsel und erstmal in die Stadt Coromandel. Dort besorgen wir uns einen Kaffee bei Naughty Beans und Kuchen im Bakehouse, was dann draußen genossen wird. Dann fängt es leider an zu regnen und wir fliehen in den Camper. Zum Glück hört es aber schnell wieder auf und wir machen an der Long Bay noch eine kleine Wanderung entlang der Küste und zu einem alten Kauribaum. Dann bringt uns Fridolin über die schöne Küstenstraße zu unserem nächsten Freecamp in Waiomu. Dort stehen wir wieder direkt am Meer und das Wetter ist auch wieder etwas besser ☺️. Dann wird gekocht, eine Gemüsepfanne mit allem was wir noch so da haben (das ist ganz schön viel!), Nudeln und Tofu.


Am nächsten Morgen können wir wieder in der Sonne frühstücken.


Perfektes Wetter für unsere letzte Wanderung zu den Pinnacles (das sind natürlich andere als die im Süden). Nach dem Frühstück fahren wir direkt los und sind nach einem kurzen Stopp am Visitor Centre um halb 11 am Parkplatz. Dort werden die Wanderschuhe geschnürt, Hot Cross Buns geschmiert und es geht ohne Umwege los. Zunächst wandern wir durch den Wald stetig nach oben, mit ganz schön vielen Stufen. Dafür gibt es auch mal wieder einige Hängebrücken, die hatten wir auch länger nicht. Unterwegs bieten sich uns immer wieder tolle Ausblicke über den dichten Wald und sogar bis aufs Meer! Nach knapp 2 Stunden sind wir an der Pinnacles Hut und es geht noch ein Stück weiter bergauf bis zum Gipfel. Das ist der spaßige Teil mit Leitern und Kletterpassagen ☺️.




Nach dem knackigen letzten Teil sind wir oben und haben einen traumhaften Ausblick in alle Richtungen. Wir sehen sogar den Paku Hill, den wir ja vor ein paar Tagen noch erklommen haben. Leider rutscht Marcus unterwegs aus und stößt sich den Ellbogen und ich stoße mir das Knie ziemlich blöd an einer Eisenstufe, was ziemlich ungünstig ist, bei den vielen Treppen runter. Mit Voltaren und Ibu geht es zum Glück einigermaßen und wir kommen wieder gut am Auto an. Dafür dann aber nicht über den Billy Goat Track, den wir eigentlich bergab nehmen wollten. Trotzdem eine coole Wanderung mit knapp 14km, über 700 Höhenmeter und ein toller Abschluss in Neuseeland.










Zurück am Auto können wir dann noch einem Franzosen helfen, dessen Auto nicht mehr anspringt. Nach der guten Tat gibt es noch ein paar Cracker mit Käse und wir fahren zurück nach Thames. Dort besorgen wir uns noch Kaffee und Pommes (die sind für Marcus, fragt mich nicht wie das zusammenpasst), kaufen noch ein paar Kleinigkeiten bei Pak’n’save, tanken und fahren zu unserem letzten Freecamp in Hauraki. Dort stehen wir ein letztes Mal am Meer (😍)! Da es doch schon recht spät ist, gibt es direkt Abendessen, noch einmal Falafelwraps mit allem was da so reinpasst und die Vorräte noch hergeben. Dann geht es mit den letzten beiden Folgen Outer Banks ins Bett.
Nachdem wir auch in unserer letzten Nacht in Neuseeland gut geschlafen haben, klingelt der Wecker schon um 7. Dafür können wir dann noch entspannt in der Sonne unser dekadentes Restefrühstück genießen, bevor alles gepackt und geputzt wird.


Um halb 10 fahren wir in Richtung Auckland und geben unseren Camper um kurz nach 11 vollgetankt, mit aufgefülltem LPG und mit leerem Grauwassertank bei JUCY ab. Das hat ja alles prima geklappt! Wir packen in Ruhe unsere Rucksäcke flugfertig und sitzen um viertel vor 12 im Shuttle zum Flughafen. Dort essen wir noch unser restliches Essen (das ist dann auch wirklich jetzt leer), trinken einen Kaffee und nutzen die Zeit und das WLAN, um die nächsten Tage in Sydney und auf den Philippinen zu planen. Unser Flug hat dann auch mal wieder Verspätung. Eine gute halbe Stunde später als geplant rollen wir um kurz vor 5 in Richtung Startbahn und verlassen das (für uns) wohl schönste Land.

