Der Flug verläuft super und es gibt sogar Kaffee und einen Cookie! Um kurz nach 4 stehen wir bei Kiwi Campers vor der Tür und nehmen unser neues Gefährt entgegen. Der ist tatsächlich schon etwas älter und hat schon 560.226km auf dem Buckel 😀. Hier kurbelt man sogar die Fenster noch auf, irgendwie cool. Diesmal ist es kein VW, sondern ein Toyota Hiace, daher ist Mechthild (der Name war schnell gefunden) natürlich auch ganz anders aufgebaut. Die Ausstattung ist leider auch nicht ganz so perfekt wie bei unserem „alten“ Exemplar, aber was solls. So lange haben wir ihn jetzt sowieso nicht mehr und immerhin hat das überhaupt geklappt. Da gerade leider ziemlich viel Stau überall ist, fahren wir erstmal zum nächsten Pak’n’save, die Vorräte wieder auffüllen. Dort werden wir auch wieder mal nach unseren Pässen gefragt, wir sehen scheinbar wirklich sehr jung aus 😀. Um kurz nach 7 ist der Einkauf endlich erledigt und wir fahren noch ein Stück in Richtung Süden zu unserem Free Camp für heute. Um 9 kommen wir in der Horahora, Domain an und kochen schnell Nudeln mit Tomatensoße und Kichererbsen. Bis wir dann alles soweit eingerichtet und verräumt haben ist es dann doch auch ganz schön spät, sodass wir erst nach 12 im Bett sind. So ein langer und anstrengender Tag!

Am nächsten Morgen schlafen wir dann erstmal aus und frühstücken ganz gemütlich im Camper. Leider ist es heute super bewölkt, so ein Ärger, dass wir die letzten beiden Tage mit dem perfekten Wetter nicht nutzen konnten. Wir überlegen dann noch eine Weile, wie wir unsere Route jetzt sinnvoll gestalten können, da unsere Planung ja leider komplett über den Haufen geworfen wurde. Wir beantragen dann erstmal unser eVisitor für Australien, was unfassbar lange dauert. Die für Neuseeland und Kanada waren drei Klicks, wogegen die hier gefühlt auch noch die Schuhgröße und den Namen meiner Erzieherinnen im Kindergarten wissen wollen. Dafür ist es ein paar Minuten später schon genehmigt und kostenlos, das geht also doch in Ordnung.



Dann fahren wir auch wieder ein kurzes Stück zu den Blue Springs. Hier sieht es wirklich aus wie im Auenland, überall saftig grüne Hügel. Wieder ganz anders als auf der Südinsel. Um kurz vor 1 geht es dann endlich los, den Te Waihou Walkway, am Bach entlang. Nach ein paar Minuten werden wir schon super positiv überrascht, das Wasser ist wirklich traumhaft klar und umgeben von den strahlend grünen Hügeln und ebenso grünen Bäumen. Etwas später wird das Wasser immer blauer und blauer, man hört nur das leise plätschern des Bachs und die planschenden Enten, einfach wunderschön. Eine gute Stunde, einige Fotos und viel Staunerei später sind wir am letzten Aussichtspunkt und laufen den Weg wieder zurück.











Um kurz nach 4 sind wir zurück am Auto, essen schnell Hot Cross Buns mit Erdnussbutter und fahren direkt weiter. Jetzt steht auch unsere Route für die nächsten Tage wieder: heute geht es noch an die Ostküste und von dort fahren wir doch noch einmal in den Süden, das klang einfach zu gut. Außerdem bewegen wir uns damit etwas abseits der Touristenströme, das macht über die Oster-Feiertage wahrscheinlich durchaus Sinn.

Die Fahrt ist diesmal ziemlich bergig und es gibt wieder ziemlich viel zu gucken, am Ende sogar noch einen tollen Sonnenuntergang! Um kurz nach 7 kommen wir bei Pak’n’save in Napier an, wo wir noch ein paar Dinge besorgen, die es gestern nicht gab. Außerdem müssen wir schon tanken. Wir trauern dem anderen Camper ganz schön hinterher, der nichtmal 8l auf 100km gebraucht hat (jetzt satte 13l 🙄). Nachdem alles besorgt ist, geht es zum Pump Track Campervan Parking! Wir ergattern einen super Platz, direkt in der ersten Reihe mit Meerblick 😎. Da es natürlich schon wieder ganz schön spät ist und wir einen riesen Hunger haben, gibt es erneut Wraps zu essen. Diesmal mit Feta und Oliven und natürlich wieder deliziös! Zum Tagesabschluss schauen wir noch eine neue Serie und dann wird geschlafen.


Der nächste Morgen beginnt wieder sehr schaukelig, es stürmt ohne Ende, begleitet von dem ein oder anderen Regenschauer. Nach dem gemütlichen Frühstück im Trockenen gehen wir kurz an den Strand und fahren ein paar Kilometer in den Süden, zum Te Mata. Da hängen die meisten dunklen Wolken, sieht aus als würden wir heute wieder etwas im Regen fahren und wandern.


Man kann auch mit dem Auto zum Gipfel fahren, gerade ist es aber trocken und wir sind ja nicht aus Zucker, wir stellen also Mechthild am unteren Parkplatz ab und wandern zum Gipfel. Das ist weniger anstrengend als es sich anhört, aber wunderschön! Erinnert uns total an das Quirang auf der Isle of Skye in Schottland. Auch, dass keine Sonne scheint ist gar nicht schlimm, sieht trotzdem toll aus. Durch den Zyklon vor ein paar Wochen sind einige Abschnitte des Weges gesperrt, aber zum Glück gibt es genug Alternativen.





Auch der Rückweg zum Auto ist wunderschön und bis auf ein paar kleine Tropfen bleibt es tatsächlich auch trocken. Nach guten anderthalb Stunden sind wir wieder am Auto und fahren weiter in Richtung Süden.






Untwerwegs gibt es eine kleine Kaffee- und Hot Cross Buns Pause und dann kommt sogar die Sonne raus 😳. Damit hätten wir ja heute gar nicht mehr gerechnet. Daher halten wir noch schnell an der Manawatu Gorge Scenic Reserve und laufen den kleinen Rundweg. Der ist allerdings nicht ganz so wie wir uns das erhofft haben, da gibt es weder Sonne noch einen Blick auf die Schlucht 😀. Daher laufen wir nochmal zurück zur Brücke, von der aus man einen tollen Blick auf den Fluss hatte und Sonne natürlich auch.


Dann geht es noch eine Stunde nach Masterton, wo wir uns für heute wieder ein Free Camp ausgeguckt haben. Um kurz vor 6 kommen wir am Henley Lake an und es ist super schön! Direkt am See, total ruhig, mit sauberen Toiletten und es gibt sogar eine kostenlose heiße Dusche! Bisher unser schönstes Freecamp in diesem Urlaub.

Wir gehen noch schnell eine Runde um den See, bevor es dunkel wird. Danach telefonieren wir noch eine Runde, zaubern eine Gemüsepfanne mit Quinoa und Tofu und dann geht es auch schon ins Bett.



Am nächsten Morgen ist es wie erwartet ziemlich grau draußen. Nach dem Frühstück wird daher noch ein bisschen gesportelt. Wir laufen eine Runde um den See, Marcus läuft weiter und ich mache ein kleines Workout.

Dann geht es unter die verdiente heiße Dusche (😍😍) und um viertel nach 11 verlassen wir unseren schönen Stellplatz. Unterwegs tanken wir nochmal schnell voll und dann geht es an das Cape Palliser, den südlichsten Punkt der Nordinsel. Der letzte Teil der Fahrt läuft direkt am Meer entlang und wir haben traumhafte Blicke auf das türkisblaue Wasser und die grünen Hügel auf der anderen Seite. Ab und zu erwischen wir sogar ein paar Sonnenstrahlen! Um kurz vor halb zwei kommen wir am Leuchtturm an. Es geht direkt die 252 Stufen nach oben und wir genießen den tollen Blick auf die Küste.






Auf dem Rückweg halten wir kurz noch an einem kleinen Parkplatz, von wo aus man superviele Robben mit Babys beobachten kann. Total süß! Dann gibt es dort noch Hot Cross Buns und eine Tasse Kaffee, bevor wir die Putangirua Pinnacles ansteuern, beziehungsweise den Parkplatz dazu.





Dort schlüpfen wir schnell in die Wanderschuhe und laufen durch ein Flussbett zu dem Ort, an dem die Szenen der Dimholt Road für Herr der Ringe gedreht wurden. Daran kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es ist auch ohne den Hintergrund wahnsinnig beeindruckend. Erst geht es zum Viewpoint, von wo aus man einen tollen Blick von oben auf die Säulen hat. Nach viel Bewunderung geht es dann wieder ein Stück bergab und zwischen die Pinnacles, was genauso verrückt ist. Säulen dieser Art haben wir schon einige gesehen, aber nicht in der Größe und von oben. Der Weg hat sich sowas von gelohnt!








Zwei Stunden später sind wir auch schon wieder zurück am Parkplatz und fahren noch ein Stück zur Lake Domain Reserve, wo wir heute schlafen wollen. Wir finden einen tollen Platz direkt am See und fangen direkt an zu kochen. Heute Gnocchis mit Brokkoli, Linsen und Tempeh. Nachdem wir das verspeist haben, gibt es noch ein bisschen Serie und dann wird geschlummert.

Am nächsten Morgen sehen wir schon ein paar Sonnenstrahlen durch die Vorhänge 😍. Endlich mal wieder! Da wird natürlich auch draußen in der Sonne gefrühstückt, ein Träumchen.


Dann suchen wir uns eine Osterwanderung für heute raus und fahren zwanzig Minuten in Richtung Wellington zum Te Ara Tirohanga über eine super schöne Passstraße. Das ist nur ein kurzer Weg auf den Gipfel, dafür ist die Aussicht aber umso schöner. Wir sehen sogar unseren letzten Stellplatz am See!




Nachdem wir wieder am Auto sind, halten wir noch kurz an einem anderen Aussichtspunkt, bevor es zum Pylon Track geht, der eigentlichen heutigen Wanderung. Nach rund 10 Minuten Fahrt kommen wir dort auch schon an, schmieren unsere Hot Cross Buns und wandern los. Es geht direkt nach oben, läuft sich aber super angenehm. Nach einer guten Stunde sind wir schon am höchsten Punkt. Dann laufen wir ein Stück über einen superschönen Grat, bevor es wieder runter geht. Der Weg scheint nicht so ganz oft begangen zu werden, wir kämpfen uns durch ziemlich viele Büsche 😀. Das klappt aber trotzdem super und wir sind nach gut 2,5 Stunden wieder zurück am Auto.






Mit zwei kurzen Stopps geht es dann über Masterton an den Castlepoint und damit wieder ans Meer, wo wir gegen halb 7 ankommen. Dann ist es leider schon dunkel, weshalb wir es uns nur im Camper gemütlich machen und Nudeln mit Champignons, Möhren und Tofu zaubern.
Nach einer kurzen Nacht klingelt der Wecker um 5 vor 6. Heute wollen wir nämlich mal wieder Sonnenaufgang schauen und nach ein paar Minuten Fußweg sind wir auch schon am Leuchtturm. Leider ist es recht wolkig, weshalb der Sonnenaufgang nicht ganz so spektakulär ist wie erhofft. Aber trotzdem super schön und die Küste mit dem Meer, Leuchtturm und Felsen ist einfach bezaubernd. Wir bleiben daher auch eine ganze Weile dort.






Zurück am Camper machen wir erstmal Kaffee und natürlich Frühstück, was wir dann auf der Düne essen. Schon wieder ein neuer bester Frühstücksplatz! Weil wir uns außerdem nicht entscheiden können, was uns bisher am besten gefallen hat, gibt es jetzt für alles Kategorien. Zum Beispiel Wanderungen mit Zugfahrt, Wanderungen bei schlechtem Wetter, und so weiter 😀.


Nachdem gespült ist geht es dann auch schon wieder los, wir wandern noch zum Castle Rock. Das ist gar nicht so weit und von oben haben wir einen tollen Blick auf die Bucht und den Leuchtturm. Dann geht es zurück und nochmal kurz zum Leuchtturm, da jetzt die Sonne auch draußen ist. Sieht wieder ganz anders aus als heute Morgen, total schön!










Dann verabschieden wir uns von der Ostküste und fahren wieder in Richtung des Zentrums der Nordinsel.
