Saint Arnaud, Region Picton und ein ungeplantes Ende in Christchurch

Von Hanmer Springs geht es über den Lewis Pass in Richtung Westen. Dort halten wir kurz an und schauen uns den schönen Tarn an.

Dann geht es noch eine Dreiviertelstunde weiter bis zu unserem heutigen Freedom Camp an den Maruia Falls. Da es schon wieder recht spät ist, wird direkt gekocht. Heute Quinoa mit Spinat-Käsesoße, das geht super fix und schmeckt natürlich wieder hervorragend. Dann wird noch etwas organisiert und wir hüpfen ins Bett.

Am nächsten Morgen regnet es schon wieder 🙄. Wir hatten gehofft, dass es jetzt mal ein paar Tage schön bleibt, aber immerhin regnet es nicht zu stark und es ist nicht mehr so kalt wie vor ein paar Tagen. Erstmal wird aber natürlich gemütlich gefrühstückt. Dann schauen wir uns noch schnell die Maruia Falls an, die trotz des grauen Wetters wirklich schön sind.

Dann fahren wir ein Stück nach Saint Arnaud wo wir heute wieder wandern wollen. Natürlich regnet es wieder, als wir um kurz nach 12 loslaufen, aber was solls. Es geht auf den Mount Robert, mit 11km und 710 Höhenmetern auch keine zu lange Tour heute. Da der Berg komplett in den Wolken hängt, sehen wir leider außer Nebel nicht viel. Dafür regnet es nach einer guten halben Stunde nur noch ganz leicht und wenig später gar nicht mehr. Der Weg läuft sich außerdem super, so sind wir schon um 10 vor drei wieder am Camper. Natürlich kommt genau jetzt die Sonne raus 😀.

Wir halten kurz noch am See und fahren dann zum Visitor Centre, wo wir uns Duschmarken besorgen. Mit denen können wir dann am Kerr Campground heiß duschen, herrlich! Außerdem können wir dort noch unser Wasser ablassen und auffüllen. Dann ist es Zeit für unsere heutige Kaffeepause mit Seeblick! Leider im Auto, da es hier vor Sandflies nur so wimmelt und die kleinen Biester wirklich das einzig nervige in Neuseeland sind. Heute mal mit einer sehr reichhaltigen Schoko-Karamell Schnitte. Gestärkt geht es wieder auf die Straße, nächster Halt Whites Bay Campsite!

Dort kommen wir gegen halb 7 an und sind restlos begeistert. Das war ein Tipp von Lesley und sie hatte so recht! Es ist wirklich wunderschön, wir schauen von unserem Camper direkt aufs Meer, was gerade vom Abendlicht toll beleuchtet wird. Wir gehen dann auch direkt nochmal schnell an den Strand und genießen den Sonnenuntergang. Zurück am Camper wird gekocht, heute wird der restliche Spinat mit Linsenbolognese verarbeitet und dazu gibt es Gnocchi. Gerade als die Gnocchi im Wasser sind, ist tatsächlich unser Gas alle 🤦‍♀️. Also gehen wir schnell zu unseren Campnachbarn und die kochen die Gnocchi noch zwei Minuten für uns weiter 😀. Währenddessen unterhalten wir uns aber super nett mit dem französischen Paar und können unser Abendessen tatsächlich gar und warm essen. Nur Kaffee wird es dann morgen früh wohl leider keinen geben, zu schade.

Nachdem alles gespült ist gehen wir noch ans andere Ende des Campingplatzes und schauen uns die Glühwürmchengrotte an. Das ist wirklich super verrückt, noch viel mehr Glühwürmchen als auf der kleinen Wanderung am Gletscher. Super schön! Dann geht es aber auch schon wieder zurück und wir bereiten uns auf das Bergretter-Staffelfinale (🤧) vor.

Am Sonntagmorgen wachen wir endlich wieder mit Sonne auf. Hier wurde heute Nacht auch die Uhr umgestellt, jetzt sind es nur noch 10 Stunden Zeitverschiebung. Nach dem Frühstück ohne Kaffee, dafür aber mit Meerblick, laufen wir den kurzen Black Jack Track. Von zwei Punkten hat man dort einen herrlichen Blick auf die Küste, erinnert uns ein bisschen an Abel Tasman.

Nach einer Stunde sind wir wieder zurück und ziehen unsere Badesachen an. Wenn wir schonmal hier sind bei bestem Badewetter, muss das natürlich genutzt werden! Tatsächlich gehe sogar ich ins Wasser, und das obwohl es ganz schön frisch ist. Dann geht es noch schnell unter die kalte Dusche (die wesentlich wärmer ist als das Meer), wir ziehen uns an und gehen noch einmal kurz zum Strand für ein paar Fotos. So ein schöner Campingplatz!

Anschließend fahren wir ein Stück zurück und schauen uns die Monkey Bay an. Danach regt sich ein kleines Hüngerchen, weshalb wir im Delicia Café endlich Kaffee trinken und dazu noch ein Eis essen! Sehr erfolgreich mal wieder heute.

Dann wollen wir unser Gas auffüllen, was aber leider an dieser Tankstelle nicht mehr angeboten wird und auch sonst Sonntags nicht zu bekommen ist in Blenheim. Na toll. Dann geht es erstmal zu Pak’n’save einkaufen und einen Plan schmieden für die nächsten Tage. Wir beschließen, heute noch nach Picton zu fahren und dort unser Gasproblem zu beheben. Da es in der Umgebung keine Free Camps gibt, fahren wir zum nächsten DOC-Camp an der Whatamango Bay. Unterwegs halten wir kurz an einem Aussichtspunkt und suchen uns dann wieder einen Schlafplatz direkt am Meer. Dann wird wieder Essen gezaubert, heute mal wieder Wraps mit Feta, Oliven und der üblichen Rohkost. Zum Nachtisch gibt’s wieder Kiwi und ein Stück Schokolade, bevor wir uns ins Bett verkrümeln.

Am nächsten Morgen ist das Wetter leider nicht so schön und sonnig wie vorhergesagt, sondern windig und regnerisch. Ab 12:30 Uhr haben wir Kayaks gemietet, hoffentlich wird es bis dahin noch etwas besser. Erstmal wird gemütlich gefrühstückt (wieder mit eigenem Kaffee! 😍) und wir fahren schonmal los in Richtung Kayaks. Ich hatte für den Weg noch eine kleine Wanderung mit Ausblick rausgesucht, aber das wird wohl auch eher nichts, mangels Sicht. Wir fahren dann doch direkt zu Sea Kayak Adventures, wo wir uns die Wartezeit noch mit Kaffee und Hot Cross Buns vertreiben. Um halb 1 beginnt dann unsere Einweisung und um halb 2 sitzen wir in unserem Boot im Marlborough Sound. Das Kayak liegt super im Wasser und lässt sich 1A lenken, sodass wir 3 Stunden die tolle Landschaft genießen können ohne dass wir (wie sonst immer beim Paddeln) an der Existenz jeglicher Kommunikationsfähigkeit zweifeln oder dem/der anderen das ein oder andere Mal das Paddel über die Rübe ziehen wollen. Außerdem sehen wir ganz viele Robben und sogar zwei Delfine!

Um kurz vor halb 5 steigen wir leicht durchgefroren wieder in unseren Camper und fahren ein paar Minuten bis zum Smith Farm Holiday Camp. Dort haben wir einen Stellplatz mit Strom gebucht und bekommen Tierfutter und frische Muffins umsonst dazu 😍. Den Muffin gibt es dann erstmal mit einem leckeren Kaffee, bevor wir unter die warme Dusche springen und uns mal wieder um die Wäsche kümmern. Zu Essen gibt es heute Burger, die hatten wir in Neuseeland noch gar nicht 😳. Wir haben uns für Rote Bete Patties entschieden, die sind super lecker, genauso wie der Rest natürlich auch. Nach einer Kiwi und etwas Schokolade planen wir noch die nächsten Tage auf der Nordinsel und ein bisschen für die Philippinen, Marcus telefoniert noch und dann geht’s ins Bett.

Unser letzter Tag auf der Südinsel beginnt wieder mit Sonnenschein, juhu! Daher wird auch draußen gefrühstückt, ein Traum. Wir verfüttern noch das Tierfutter an Schafe und Ziegen, das ist total witzig.

Danach füllen wir noch einmal unser Wasser auf und fahren ein kleines Stück des Queen Charlotte Drive nach Westen bis zum Cullen Point Lookout. Dort laufen wir erst denn Coastal Loop, bevor wir noch zum Lookout laufen. In der Sonne ein Traum und mit tollem Blick auf den Pelorus Sound.

Nach einer guten Stunde sind wir wieder am Camper und fahren zurück in Richtung Picton. Wir halten wieder bei Sea Kayak Adventures, diesmal aber zum Mini Golf spielen. Die Bahnen sind auch echt cool, natürlich verliere ich aber (🙄).

Dann gibt es leider ziemlich schlechte Neuigkeiten, unsere Fähre für heute Abend wurde aus technischen Problemen gecancelt. Wegen der hohen Auslastung gibt es die nächste erst am 20.04., was ja sogar später ist als unsere Rückgabe des Kiwicampers. Wir versuchen mit Kiwicampers auszuhandeln, dass wir unseren Camper in Christchurch abgeben und einen neuen in Auckland bekommen, die sind aber leider alle ausgebucht. Wir versuchen es nochmal bei dem anderem Fähruntenernehmen, die nehmen aber keine Buchungen mehr bis zum 04. Mai an. Wir überlegen weiter und machen erstmal einen Kaffee. Parallel fragen wir noch bei einer anderen Campervermietung nach, die auch noch etwas frei hätten. Dann probieren wir es einfach noch einmal bei Kiwicampers und siehe da, diesmal haben sie dann doch einen Camper in Auckland verfügbar. Zwar nicht genau den, den wir momentan haben, aber das ist ja zweitrangig. Wir sind super erleichtert und buchen direkt einen Flug für morgen von Christchurch nach Auckland. Was ein nervenaufreibender Tag! Aber am Ende ist wenigstens nicht alles schlecht geendet. Wir setzen uns dann ins Auto und fahren knapp 5 Stunden nach Christchurch. Den schönen sonnigen Tag konnten wir leider nicht so wirklich nutzen und morgen sitzen wir im Flugzeug, aber dann kommen wir wenigstens auf die Nordinsel und müssen kein Vermögen draufzahlen. Die Strecke ist dafür noch einmal sehr schön mit tollen Ausblicken auf das Meer zur goldenen Stunde.

Um kurz vor 9 haben wirs geschafft und parken wieder am New Brighton Beach. Schnell wird gekocht, Gnocchi mit Tofu Brokkoli und Kohl. Alle Vorräte können wir leider nicht mehr aufbrauchen oder mitnehmen, aber es gibt schlimmeres. Wir vernichten aber lieber noch die angebrochene Tafel Schokolade und trinken die letzten drei Bier, muss ja alles weg! Dann wird nur noch schnell gespült und wir gehen direkt ins Bett, schnell die Augen davor verschließen, was wir morgen alles packen müssen.

Der Wecker klingelt dann auch schon wieder um 7 und nach einem schnellen Kaffee geht es ans packen. Das klappt echt gut, zwischendurch wird noch schnell gefrühstückt und gegen viertel vor 10 ist alles sauber und weggepackt. Weil wir noch ein bisschen Zeit haben, fahren wir schnell bei Lesley vorbei und geben ihr unsere restlichen Vorräte. So wird wenigstens nichts weggeworfen. Das war ein sehr unerwartetes und frühes Wiedersehen 😀. Danach tanken wir ein letztes Mal voll und fahren zu Kiwi Campers in Christchurch. Dort geben wir schweren Herzens unseren treuen Camper ab und warten auf das Flughafen – Shuttle. Dabei lernen wir ein anderes deutsches Pärchen kennen, die dasselbe Problem haben, wie wir und mit uns nach Auckland fliegen. Um 12 sind wir schließlich am Flughafen, essen noch saure Gurken und Oliven auf und später Käse und Cracker als kleinen Snack. Um kurz nach zwei sitzen wir dann im Flugzeug nach Auckland und sind bereit für einen zweiten Versuch mit dem Camper auf der Nordinsel.

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