Über Twizel, Timaru und Christchurch nach Hanmer Springs

In Twizel angekommen fahren wir erstmal zum Supermarkt. Bier und Schokolade sind aus, die schlechteste Kombination die man sich vorstellen kann! Außerdem brauchen wir noch etwas für unser heutiges Abendessen, es stehen nämlich Bratkartoffeln auf dem Speiseplan. Wir sind halbwegs erfolgreich, die Schokolade ist nämlich so teuer, dass wir doch keine kaufen. Dafür gibt’s dann Lakritz 😀. Dann geht es zum Campingplatz, der aber leider voll ist. Wir suchen den nächsten raus und fahren ein paar Kilometer weiter. Dort bekommen wir dann zum Glück auch einen Platz mit Strom. Wir springen schnell unter die Dusche, stellen die Wäsche an und fangen an zu kochen. Als wir die leckeren Bratkartoffeln mit Champignons, vegetarischer Bratwurst und Erbsen verputzt haben, ist auch der Trockner fertig. Ein paar Sachen sind nicht zu 100% trocken, weshalb wir die im Camper nochmal aufhängen. Wir schlafen jetzt quasi in einem mobilen Wäschetrockner 😀. Wir überlegen noch kurz, was wir die nächsten Tage unternehmen wollen und schauen die neuste heute show, bevor geschlafen wird.

Am nächsten Morgen frühstücken wir wieder in der Sonne im Kofferraum, füllen unser Frischwasser auf und fahren los. Langsam aber sicher geht es nun in Richtung Christchurch, aber natürlich nicht ohne tolle Zwischenstopps. Als erstes geht es zur Benmore Peninsula, wo wir den kleinen Rundweg laufen. Dort haben wir einen herrlichen Blick auf den blauen See, erinnert ein bisschen an Wanaka, wenn natürlich auch nicht ganz so hoch.

Eine Stunde später sind wir wieder am Auto und fahren ein paar Minuten zur Kaffeepause. Die gibt es heute auf einem Raupentraktor in der Sonne, hatten wir auch noch nicht 😀. Anschließend geht es über den Banmore Damm weiter. Total beeindruckend, dort gibt es ein ziemlich großes Wasserkraftwerk und beide Seen auf einmal zu sehen ist ziemlich cool.

Den nächsten Stopp legen wir bei den Elephant Rocks ein. Das sind ganz viele Felsen mitten auf einer grünen Wiese, seltsam, aber cool. Und vor allem schon zwischen 23 und 25 Millionen Jahre alt! Ein paar Minuten weiter gibt es ein paar Maori-Felsmalerein, da halten wir natürlich auch noch schnell an. Man erkennt leider nicht mehr allzu viel, trotzdem interessant!

Dann geht es weiter in Richtung Timaru. Auf dem Weg halten wir noch an einem Picknicktisch und verputzen Cracker, Käse und Oliven, und tanken noch super günstig, bevor wir den Pak’n’save in Timaru erreichen. Da es dort um einiges günstiger ist wird auch mal wieder mehr eingekauft und vor allem (eeendlich) wieder die Lieblingsschokolade. Nach der erfolgreichen Schnäppchenjagd fahren wir weitere fünf Minuten zum Caroline Bay Free Camp. Wir schauen uns kurz den Strand an und dann wird gekocht, heute mal wieder Gnocchis mit Linsenbolognese. Mein liebstes Campingessen glaube ich, geht einfach zu schnell und ist einfach zu lecker!

Nachdem wir sichergestellt haben, dass die neu gekaufte Schokolade genauso schmeckt wie sie soll (hervorragend natürlich), spülen wir und gehen nochmal ans Wasser, weil hier Zwergpinguine leben, die man nach Einbruch der Dunkelheit mit ein bisschen Glück sehen kann. Tatsächlich haben wir Glück und sehen direkt einen besonders Süßen, der sich aber direkt wieder zwischen den Felsen versteckt. Später sehen wir noch einen weiteren, der sich aber leider nicht so schön im Licht zeigt. Trotzdem ein voller Erfolg, wenn es auch dank des Lichts und der Bewegungen quasi unmöglich ist, Bilder zu machen.

Dann geht es aber auch mit einer Folge ZDF Magazin royal ins Bett, was für ein erfolgreicher Tag schon wieder! ☺️

Die Nacht ist irgendwie nicht ganz so erholsam, als wir aufwachen regnet es und es ist auch ganz schön frisch. Wir frühstücken also ganz gemütlich im Camper unser Müsli. Um kurz nach 10 klettern wir dann wieder auf die vorderen Sitze und fahren in Richtung Christchurch. Dort wollen wir zuerst zu Kiwi Campers, da unser Grauwasser ja nicht so richtig abfließt und/oder die Anzeige spinnt. Unterwegs besorgen wir noch Muffins, um drei sind wir nämlich mit Lesley verabredet, bei der wir ja 2020 zwei Wochen auf unseren Rückholflug gewartet haben. Unser Grauwasserproblem ist schnell gefixt, leider ist es aber immer noch super ungemütlich und das soll sich auch den ganzen Tag nicht ändern. Super schade, wir hätten gern noch etwas Zeit in Christchurch verbracht, aber bei 6° und Regen klingt das nicht wirklich nach einem guten Plan. Muffins essen und Kaffee trinken geht zum Glück auch in Lesleys gemütlichem Wohnzimmer in Woolston.

Dreieinhalb Stunden später brechen wir mit den leckeren Muffins im Bauch, um ein Kleid, ein Lächeln im Gesicht, eine Kappe und eine Wärmflasche reicher, wieder auf. Wir fahren nur ein Stück nach New Brighton, wo wir heute Nacht free campen wollen. Nachdem wir einen netten Platz an den Dünen gefunden haben, wird gekocht. Eigentlich wollten wir heute Wraps essen, aber bei dem Wetter entscheiden wir uns dann doch für ein wärmendes Chili sin Carne.

Auch in der Nacht ist es super kalt, aber mit Decke und Schlafsack geht es doch ganz gut. Wir bleiben deshalb auch extralang im Bett liegen, bis es wärmer wird 😀. Auch heute ist leider recht viel Regen vorhergesagt, daher buchen wir eine Stunde in der Trampolinhalle. Nach dem Frühstück geht der Spaß dann auch schon los. Außer uns sind fast nur kleine Kinder da, deshalb haben wir die ganzen coolen Trampoline für uns allein😎. Leider klemme ich mir nach 20 Minuten irgendwas am Schulterblatt blöd ein, was beim Springen ziemlich unangenehm ist. Aber dafür mache ich dann eben ein paar Workouts in der Ecke, wenigstens halbwegs erfolgreich auch für mich. Marcus ist derzeit wieder voll in seinem Element und hat einen riesen Spaß! Da kaum etwas los ist können wir sogar noch länger bleiben und Marcus hüpft über 1,5 Stunden. Danach können wir dort sogar noch heiß duschen.

Das Wetter ist leider immer noch sehr wechselhaft, sodass man nicht wirklich wandern kann oder ähnliches. Wir überlegen, ob wir schon nach Hanmer Springs fahren oder uns hier noch ein Museum anschauen. Wir entscheiden uns dann doch gegen ein Museum (da viele geschlossen sind) und fahren los. Nach einer guten halben Stunde legen wir eine Kaffeepause im Nor‘ Wester Café in Amberley ein und gönnen uns mal wieder Cappuccini und eine Snickersschnitte/einen Dattel-Vanille Scone. Super lecker und gemütlich. Dann geht es noch eine gute Stunde weiter nach Hanmer Springs, wo wir unser Gefährt im Forest Free Camp abstellen.

Da es gerade nur tropft gehen wir uns noch ein wenig die Beine vertreten. Es geht zunächst auf den Conical Hill, wo wir einen tollen Blick auf die Stadt und die Umgebung haben. Kurz bevor wir den höchsten Punkt erreichen, reißt der Himmel etwas auf und man sieht sogar etwas Sonnenschein! Außerdem ist es tatsächlich so kalt, dass die umliegenden Bergspitzen mit Schnee bedeckt sind. Fühlt sich aber auch so an 😀.

Dann laufen wir wieder zurück durch die Stadt zum Skulpturenweg. Unterwegs fängt es dann aber wieder an zu regnen und es wird schon fast dunkel, daher geht es dann doch nur zurück zum Camper. Außerdem haben wir auch schon wieder Hunger, deshalb geht es direkt an die Vorbereitungen fürs Abendessen. Heute mal wieder Wraps, diesmal mit allerlei Rohkost, Joghurt und Tofu mit asiatischer Erdnuss-Soße. Wieder super lecker und faszinierend, wie oft wir jetzt schon Wraps gegessen haben und wie unterschiedlich sie immer schmecken.

Zum Nachtisch verputzen wir mal wieder Kiwis. Da die Sorte die es hier oft gibt nicht pelzig ist, essen wir die Schale mit. Und ich bin immer wieder verwundert, wie sehr der Geschmack an Stachelbeeren erinnert. Dann geht es ins warme Bett, noch ein paar Folgen heute show schauen.

Am nächsten Morgen wird wieder ausgeschlafen (bei dem Wetter verpasst man ja sowieso nichts). Wir frühstücken und hoffen, dass die Wettervorhersage richtig liegt und heute der letzte graue und kalte Tag ist. Immerhin etwas wärmer soll es werden und tatsächlich trocken. Ist heute aber egal, wir gehen nämlich in die Hanmer Springs Pools. Eine riesige Therme mit 22 unterschiedlich warmen Becken und Rutschen! Da heute Donnerstag ist wird da hoffentlich auch nicht allzu viel los sein. Wir laufen ein Stück des Skulpturenwegs um zu den Pools zu kommen und sind um kurz nach 12 dort.

Die Pools sind super cool und es ist tatsächlich nicht allzu viel los. Es gibt außerdem vier Rutschen, von denen man zwei zu zweit auf einer Art Doppel-Schwimmring runterrutscht. Die sind beide super cool, die eine mit einem Trichter bei dem wir uns vier Runden drehen und die andere wie eine Art Sprungschanze, wo man erst hoch und dann wieder runterrutscht. Super cool! Wir wechseln Entspannen im Pool und Rutschen immer ab, weil es nach dem rutschen dann doch immer ziemlich kalt wird. Zwischendurch gibt es eine Mittagspause mit Crackern, Käse und Rohkost und später Kaffee im dortigen Café gefolgt von unseren Hot Cross Buns. Nachdem wir die Öffnungszeiten bis sieben komplett ausgereizt haben, geht es dann etwas geschafft, aber glücklich, zurück zum Auto.

Diesmal den anderen Teil des Skulpturenwegs, die man wegen der Dunkelheit allerdings kaum noch sieht. Am Camper wird dann wieder direkt gekocht, heute Nudeln mit Tofu, Kohl und Erdnusssoße. Zum Nachtisch gibt es wieder ein Stückchen Schokolade, bevor wir uns erneut bettfertig machen.

Am Freitagmorgen scheint endlich wieder die Sonne! Daher klingelt der Wecker auch schon um 8 und um 10 vor 10 starten wir unsere Wanderung auf den Mount Isobel. Erstmal geht es eine Schotterstraße hinauf, bis wir auf den Mount Isobel Track abbiegen. Der ist gar nicht ohne, es geht ganz schön steil bergauf, dafür haben wir aber einen wunderschönen Blick in alle Himmelsrichtungen. Nach knapp 3 Stunden kommen wir am Gipfel an, genießen den tollen Ausblick und futtern erstmal unsere Hot Cross Buns. Eine Wolke drängt sich kurz zwischen uns und das Tal, zum Glück verzieht die sich aber schnell wieder. Nach einer kurzen Pause machen wir uns an den Abstieg.

Der ist wieder ordentlich steil, zwischendurch können wir aber noch den Dog Stream Wasserfall bewundern und laufen danach am Wasser entlang bis zu unserem Parkplatz.

Dort gibt es noch einen kleinen Cracker-Käse-Oliven Snack, wir halten kurz beim Supermarkt und erledigen noch einen Geburtstagsanruf. Nach zwei tollen Tagen verlassen wir Hanmer Springs wieder und es geht weiter in Richtung Westen.

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