Zwischenstopp in San Diego und dem Anza-Borrego Desert State Park

Da Flüge von Kolumbien nach Neuseeland leider mit ziemlich vielen Umstiegen und einer sehr langen Reise verbunden sind, haben wir uns dazu entschieden, ein paar Tage in den USA zu verbringen. Dort müssten wir ohnehin umsteigen und können so die lange Reise aufteilen. Daher geht es erst nach Miami und von dort nach San Diego, von wo aus wir dann in sechs Tagen weiterfliegen nach Auckland.

Auf dem ersten Flug haben wir leider keine Plätze nebeneinander bekommen. Da es bis Miami aber sowieso nur 2,5 Stunden sind, ist das ja halb so wild und die Zeit vergeht wie im Flug (haha).

Dort angekommen stellen wir erst fest, dass unser Anschlussflug nach San Diego 2,5 Stunden Verspätung hat. Also noch über 5 Stunden Zeit, uff. Dafür ist der Flughafen auch eine Katastrophe, die Schlangen sind alle unfassbar lang. Wir müssen unsere Rucksäcke abholen und an einem anderen Gepäckband wieder abgeben (?) und stehen dann nochmal eine halbe Stunde an der Sicherheitskontrolle zur Einreise oder wofür auch immer. Dann machen wir uns auf die Suche nach etwas essbarem. Wir entscheiden uns für Subway, das ist auch am anderen Ende des Flughafens, also noch etwas Bewegung und Zeit sinnvoll genutzt. Bei der Bestellung schauen Sie uns auch leicht verwundert an, Subs mit Vollkornbrot und Veggiepatty wurden wahrscheinlich dieses Jahrzehnt noch nicht bestellt. Zum Nachtisch gibt es dann noch einen hervorragenden Double Chocolate Cookie. Auf dem Rückweg besorgen wir uns dann noch einen Cappucino für mich und einen Brownie für Marcus. Man gönnt sich ja sonst nichts 😀. Um 11 sind dann tatsächlich alle im Flugzeug. Dann gibt es aber Probleme mit dem Catering, weshalb sich der Abflug nochmal um eine halbe Stunde verzögert. Beim Startvorgang um kurz nach 12 gibt es dann ein technisches Problem, weshalb der abgebrochen wird und wir zurück zum Gate rollen. Dort sollen wir das Flugzeug wechseln, das geht aber dann doch nicht und unser Flug wird auf 10 Uhr am nächsten Morgen verlegt. Wir könnten ein Hotel nehmen, was allerdings etwas außerhalb liegt und da es schon nach 2 ist, würde das auch nicht viel Schlaf bedeuten mit den ganzen Sicherheitskontrollen. Daher bleiben wir die Nacht über am Flughafen. Dort können wir zwar ein bisschen schlafen, so richtig prickelnd aber natürlich nicht.

Dafür haben wir Verzehrgutscheine bekommen und hauen die zum Frühstück auf den Kopf. Erstmal gibt es Avocado Bagels, Kaffee und noch einen Muffin bei Einstein Bros Bagels. Danach geht’s erstmal zum Gate und später gibt es noch Cappuccino, Tee und Obstsalat und für später Donuts für Marcus und eine Zimtschnecke für mich. Da hat sich die Nacht am Flughafen wenigstens essenstechnisch gelohnt. Um kurz vor 11 sitzen wir dann endlich wieder im Flieger, 14 Stunden zu spät, aber immerhin satt. Nachdem es wieder bis 12 dauert bis wir abheben, verläuft dann aber alles reibungslos und wir landen nach 5 Stunden in der Luft um kurz nach 2 in San Diego. Wieder eine neue Zeitzone 😀. Wir holen schnell unsere Rucksäcke ab und warten auf das Free Shuttle zum Old Town Transit Centre, was direkt um die Ecke von unserer Unterkunft, dem Old Town Inn liegt. Der kleine Bus ist sogar elektrisch betrieben, voll gut! Wir checken erstmal in Ruhe ein, duschen und putzen Zähne. Danach machen wir uns auf den Weg in die Altstadt und den Historic State Park, wo San Diego gegründet wurde. Wir schlendern durch die süßen Gassen und Läden und gehen in den Presidio Park. Der liegt auf einem kleinen Hügel und wir haben einen tollen Blick auf die Stadt und den Sonnenuntergang.

Als die Sonne weg ist wird es dann auch ganz schön kalt, das sind wir gar nicht mehr gewohnt. Daher gehen wir schnell ins Café Coyote, ein mexikanisches Restaurant. Das haben wir im Hotel empfohlen und einen Gutschein für eine kostenlose Vorspeise bekommen. Zuerst erhalten wir Nachos mit einer leckeren Salsa und die Vorspeise sind nochmal Nachos mit einem Bohnendip. Da wir Hunger haben und ich ja essen wegwerfen, ganz schlimm finde, essen wir das natürlich brav auf. Als Hauptspeise gibt es dann eine vegetarische Combo mit einem Taco mit Kartoffelfüllung, einer Enchilada, eine Tostada mit Guacamole und Bohnen, Reis und dazu Bohnenmus. Das schmeckt alles unfassbar lecker, ist aber eine riesen Portion. Natürlich verputzen wir das auch alles und können gerade noch verhindern, zu platzen. Wir rollen dann durch die Kälte wieder zurück in unser Zimmer und legen uns direkt ins Bett, was ein anstrengender Tag (bzw. zwei).

Nach ungefähr 13 Stunden Schlaf wachen wir wieder auf, das war herrlich! Dann geht es schnell zum Frühstück, wo wir erstmal geschockt sind über die Menge an Plastikmüll die hier die ganze Zeit verursacht wird 🙈. Das Frühstück ist trotzdem lecker und wir kümmern uns noch schnell um einen Flug für die Zeit nach Neuseeland, da wir gesehen haben, dass man für die Einreise einen Beleg für die Ausreise haben muss. Das wollten wir eigentlich sehr spontan machen, aber dann müssen wir eben doch mehr planen.

Damit wir etwas von der Sonne heute abbekommen, geht es aber erstmal raus. Mit dem Trolley fahren wir in Richtung Norden, steigen nach ein paar Stationen in einen Bus und laufen danach die letzten Minuten bis zur Küste. Dort gibt es einen kleinen süßen Weg mit einem tollen Blick aufs Meer. Wir legen im Pinpoint Café eine kleine Pause mit Kaffee und Kuchen ein und laufen dann am Strand von La Jolla entlang, genießen die Sonne und beobachten Surfer.

Wir laufen bis zu den La Jolla Coves, wo es tolle Felsformationen, wahnsinnig viele Robben und noch mehr Vögel gibt. Dann geht es noch weiter die Strandpromenade entlang und wir genießen immer wieder den tollen Ausblick.

Mittlerweile ist es auch ganz schön spät geworden und so langsam geht die Sonne unter. Das schauen wir uns dann natürlich auch noch an und werden nicht enttäuscht, der Sonnenuntergang ist super schön! Was uns allerdings auffällt, sind die entspannten und glücklichen Menschen. Hier ist tatsächlich einiges los, aber alle sind gut gelaunt, strahlen und lachen ganz viel. Vielleicht liegt es auch nur am Freitagabend und am Meer, aber schön ist es trotzdem. Nachdem die Sonne weg ist wird es ganz schön kalt und wir laufen zu der nächsten größeren Straße, wo ein Bus zurück zur Old Town fährt. Von dort laufen wir kurz zum indischen Restaurant Bhojan Griha, was wir uns für unser heutiges Abendessen rausgesucht haben. Es gibt Knoblauch-Naan, vegetarisches Tikka Masala und Okraschoten. Sehr lecker aber auch ganz schön scharf! Danach laufen wir zurück ins Old Town Inn, wo wir heute die erste Folge Bergretter schauen.

Am nächsten Morgen quälen wir uns etwas früher aus dem Bett. Um kurz nach 8 sitzen wir beim Frühstück, wo heute einiges los ist. Nach der Stärkung geht es direkt los, heute leider mit wolkenverhangenem Himmel, mit dem Trolley in die Innenstadt. Dazu fahren wir bis ins Gaslamp Quarter, sind allerdings nicht so richtig überzeugt. Daher laufen wir nur einmal durch, in den Balboa Park. Der ist riesig! Dort kommt auch die Sonne raus und es wird direkt warm. Wir schauen uns die schönen alten Gebäude an, laufen durch den Kakteengarten und amüsieren uns über die Infostände (ganz viele kirchliche, dazu gibt’s aber auch Atheisten und einen Satanisten).

Ab 1 können wir unseren Mietwagen abholen, deshalb geht es gegen 12 in Richtung Flughafen. Als wir den Park verlassen haben, legen wir bei „westbean“ noch eine Kaffeepause ein, mit einem Pecan-Scone, Kürbiskuchen und Cappuccini. Dann geht es zur Mietwagenstation, die direkt neben der Lande- und Startbahn liegt. So können wir noch einige Flugzeuge beobachten, bevor wir an der Mietwagenstation ankommen. Dort sind wir nach kurzer Wartezeit auch schon an der Reihe, nur leider stellt sich dann heraus, dass wir mit unserer Debit-Karte den Allradantrieb, den wir gebucht haben, nicht bekommen. Unsere Kreditkarte liegt natürlich im Hotelzimmer und außerdem haben wir da die PIN vergessen. Wir versuchen es dann aber trotzdem, Marcus holt die Kreditkarte aus dem Hotel und anderthalb Stunden später stehen wir wieder in der Schlange. Wir bekommen einfach ein riesiges Auto und zum Glück muss Marcus nur unterschreiben. Super erleichtert geht es mit dem RIESEN Schlitten ins Hotel. Dort stellen wir ihn erstmal ab. Die ersten Meilen sind unfallfrei geschafft!

Dann laufen wir direkt weiter zur Arena um die Ecke, wo wir uns ein Lacrosse-Spiel anschauen wollen. Dort stellt sich leider raus, dass wir uns sowohl in der Zeit also auch im Stadion vertan haben 😂. Also leider kein Lacrosse für uns, wir laufen also wieder zurück zum Hotel und essen unterwegs noch eine Portion Pommes. Stattdessen schwingen wir uns dann in unseren Flitzer und fahren zu den Sunset Cliffs. Leider ist es noch ziemlich bewölkt, sodass der Sonnenuntergang nicht ganz so spektakulär wie gestern ist. Die Klippen sind trotzdem super schön! Nachdem wir ein bisschen spaziert sind, geht es wieder in Richtung Oldtown Inn. Unterwegs halten wir noch im Fusion Eats. Nach Edamame als Vorspeise gibt es Tofu & Brokkoli für mich und veganes Chicken Teriyaki für Marcus.

Danach unternehmen wir noch einen kurzen Abstecher zur Coronado Bridge und der Insel Coronado. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Skyline, die Brücke und die Bucht von San Diego. Nachdem wir die Aussicht und die Ruhe genossen haben und es doch etwas kalt wird, hüpfen wir noch schnell in den Supermarkt und besorgen eine Packung Reese’s. Die hatten wir schon viel zu lang nicht mehr! Zurück im Hostel werden dann erstmal 10-12 (ups) vernichtet, bevor geduscht und mal wieder gepackt wird.

Am nächsten Morgen wollen wir zeitig los, daher klingelt der Wecker schon um halb 7. Wir frühstücken schnell, beladen das Auto und dann geht es direkt los in Richtung Anza-Borrego State Park. Nach guten 1,5 Stunden fahren wir auch schon in den Park und sind begeistert von der Landschaft. Wirklich Wüste, aber mit schneebedeckten Bergen am Horizont, völlig verrückt. Wir halten immer wieder an, genießen den Ausblick, die Stille und die Einsamkeit. In Ocotillo Wells fahren wir auf eine 4×4 Piste und probieren das Auto mal aus 😎. Zwischendurch klettern wir auf einen Hügel und danach darf ich fahren! Ein riesen Spaß, wir werden ganz schön durchgeschüttelt 😀.

In Salton City holen wir uns im Supermarkt Eis und Bananen als Snack für zwischendurch und steuern danach Calcetine Mine an. Nach ein paar Meilen auf dem Highway geht es über eine ziemlich abenteuerliche Straße zum Parkplatz. Außer uns ist kein Mensch da und so wandern wir auch den Trail komplett alleine. Super cool, der geht durch einen super hohen Canyon. Ist zwar nicht sonderlich lang, aber traumhaft schön! ☺️ Wir laufen noch auf einen kleinen Hügel mit tollem Ausblick, bevor es zurück auf den Highway geht.

Auf dem Weg nach Borrego Springs, wo wir heute übernachten, fahren wir noch zum Fonts Point, wo man eine super Sicht auf den Sonnenuntergang haben soll. Leider ist es mal wieder bewölkt, der Blick in die Wüste ist aber trotzdem beeindruckend und später verfärbt sich der Himmel dann doch noch super schön. Im Anschluss geht es aber wirklich nach Borrego Springs, wo wir erstmal zum Supermarkt fahren und fürs Frühstück morgen einkaufen. Dann haben wir natürlich auch Hunger und fahren ins Carlee’s zum Abendessen. Dort gibt es Bier, einen Veggieburger mit Pommes für Marcus und für mich eine Art Gemüsepizza mit Pommes. Nach der leckeren Stärkung geht es ins Borrego Springs Motel, wo wir ein Zimmer für die nächsten zwei Nächte gebucht haben. Wir naschen noch ein paar Reese’s, bevor wir nach dem langen Tag platt ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um halb 8, weil wir heute ja wieder einiges vor haben. Wir frühstücken unsere Einkäufe von gestern, es gibt Vollkornbagels mit Avocado, Cheddar und Tomaten. Stilecht mit unserem Campinggeschirr 😀. Dann schwingen wir uns ins Auto und fahren zum Parkplatz unserer ersten Wanderung für heute, „The Slot“. Das ist ein schmaler Canyon, durch den man durchläuft, sogar noch besser als gestern! Danach gehen wir ein Stück über eine Straße, aber immer noch durch faszinierendes Wüstengelände. Nachdem wir uns 1-2mal kurz verlaufen und eine kurze Nuss- und Oreopause eingelegt haben, kommen wir irgendwann auch am West Butte Borrego Mountain an, dem höchsten Punkt der Wanderung. Dort genießen wir den tollen Rundumblick auf die Wüste, super beeindruckend! Nachdem wir uns den Gipfel angeschaut haben, geht es dann zurück zum Auto. Wir waren ganz schön lang unterwegs, es ist einfach schon kurz vor 3 😳.

Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Fish Creek, wo wir nochmal ein bisschen Offroad fahren wollen und es außerdem noch eine kleine Wanderung gibt. Der Weg ist super cool, aber auch ganz schön steinig. Die Wanderung zu den Wind Caves ist ziemlich faszinierend. Die Höhlen sehen super verrückt aus, wie in einem Science Fiction Film. Man meint, es landet jeden Moment Chewbacca neben einem 😀. Außerdem hat man auch hier nochmal einen super Ausblick auf die Wüste, die hier schon wieder ganz anders aussieht. Weil es aber schon recht spät ist, fahren wir nach der Wanderung wieder zurück nach Borrego Springs.

Im Auto kümmere ich mich mal um den Flug von Neuseeland auf die Philippinen, den wir für die Einreise brauchen. Leider sind wir wegen der Rückgabe des Campers zeitlich nicht ganz so flexibel und können die günstigen Flüge am frühen Morgen nicht nehmen. Da wir in Australien oder Singapur zwischenlanden müssen, schauen wir, ob es günstiger ist, wenn wir direkt ein paar Tage dort bleiben. Das ist es tatsächlich, also legen wir wohl einen kurzen Zwischenstopp in Sydney ein 😀.

Wir halten dann noch an den Galleta Meadows, wo man nachgebaute Tiere besichtigen kann. Dazu der Sonnenuntergang, ein gelungener Tagesabschluss. Nachdem wir uns alles angeschaut haben, geht es nochmal schnell in den Supermarkt und dann wieder ins Carlee’s, wieder mit Bier, Burger für Marcus und Pasta Primavera für mich. Anschließend geht es zurück ins Motel, wo wir noch die neue Folge Bergretter schauen und dazu Popcorn verputzen. Ein adäquater letzter Abend in den USA also.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker schon um 7. Es gibt wieder unser Frühstück von gestern, dann wird gepackt und um 9 sitzen wir im Auto. Wir müssen erst um 1 am Flughafen sein und fahren ungefähr zwei Stunden, daher geht es erstmal zum zweiten Teil der Galetta Meadows. Dort gibt es noch ganz viele weitere Skulpturen, zum Beispiel eine riesige Schlange, Gürteltiere, Elefanten, einen Jeep, Skorpion und ein Dromedar. Das sieht mega cool aus, vor allem mit den Wüstenblumen zwischendrin.

Nach einer Stunde haben wir alles gesehen und steuern dann noch zwei Gebiete an, in denen besonders viele Blumen blühen. Da wurde auch nicht zu viel versprochen, es ist wirklich wunderschön. So ein Glück, dass wir genau zur Blütezeit hier sind. Nachdem wir die bunten Pflanzen genossen und Fotos geknipst haben, geht es dann aber wieder zurück nach San Diego. Unterwegs fahren wir sogar an Schneefeldern vorbei, super verrückt.

Nach 2 Stunden Fahrt kommen wir entspannt in San Diego an und geben pünktlich den Mietwagen ab. Dann geht es in den Shuttle und da fällt uns auf, dass wir auch gar nicht mehr soo viel Zeit haben, da es bereits um halb 4 in Richtung San Francisco geht. Um 20 nach 1 sind wir am Terminal, finden sofort den richtigen Schalter und es gibt nichtmal eine Schlange. Um viertel vor 2 sind die Rucksäcke aufgegeben, wir haben noch schnell die restlichen Bagels mit Dip gegessen und sind durch die Sicherheitskontrolle „geflitzt“ . So schnell und entspannt waren wir wahrscheinlich noch nie. Am Gate trinken wir dann noch einen Cappucino und haben immernoch eine Ewigkeit Zeit bis zum Abflug und Startbahn schauen. Jetzt muss nur noch der Flug pünktlich sein und der Umstieg in San Francisco klappen, dann wachen wir hoffentlich morgen in Auckland auf. So ein cooler und aufregender Zwischenstopp!

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