In genau einer Woche verlassen wir Kolumbien auch schon wieder. Wir können gar nicht so recht glauben, wie schnell die letzten Wochen wieder verflogen sind, freuen uns aber auch sehr auf die letzten beiden Stationen in dem tollen Land.
Wir kommen nach einer Stunde Fahrt überraschend gut in Santa Marta an. Wegen Blockaden und verstopften Straßen, die aus dem Streik resulatieren, muss der Bus einige Umwege fahren und braucht doppelt so lang wie üblich, aber immerhin kommen wir an. Der Bus nach Tayrona fährt zum Glück am gleichen Ort an, das ist also super stressfrei. Ich warte kurz mit dem Gepäck am Schalter, während Marcus schnell zur Bank flitzt und Geld abhebt. Um 20 nach 12 sitzen wir dann schon im Bus nach Tarona. Dort kommen wir nach einer guten Stunde Fahrt an, kaufen die Tickets und laufen los. Ungefähr hundert Meter hinter dem Eingang raschelt es im Gebüsch und wir trauen unseren Augen nicht – ein kleines Faultier robbt ganz gemütlich auf die Straße, und damit auch auf uns, zu! Das ist unfassbar süß, entscheidenmt sich dann doch nicht die Straße zu überqueren, sitzt eine ganze Weile am Straßenrand und grinst uns an. Dann verzieht es sich wieder in die Büsche, aber auch dort haben wir no hmal einen tollen Blick. Was ein cooles Erlebnis, damit hatten wir gerade auch gar nicht mehr gerechnet.




Danach laufen wir total euphorisch weiter (fluchen kurz, weil die Rucksäcke so schwer sind aber WIR HABEN EIN FAULTIER GESEHEN!!) und kommen nach ein paar Minuten auch schon an. Dort gibt es eine süße vor-Geburtstagüberraschung für mich, Marcus und Tay haben da was arrangiert, mega cool! Wir essen kurz unsere heute Morgen geschmierten Brote und trinken in Restaurant noch einen Saft und ein Bier, bevor wir noch schnell zum nächsten Strand, „La Piscinita“ laufen. Irgendwie biegen wir auf dem Weg falsch ab, wir landen irgendwie nach über einer Stunde an der Playa Arrecife. Die ist schon, man kann aber nicht schwimmen. Wir laufen also wieder eine halbe Stunde zurück, kommen aber diesmal an der Playa Cañaveral, wo man auch nicht schwimmen kann 😀. Dort fragen wir und finden dann schließlich auch endlich La Piscinita. Dort darf man schwimmen, allerdings ist jetzt schon recht spät und die Wellen recht hoch. Dafür machen wir ein paar schöne Bilder vom Sonnenuntergang und genießen diesen. Dann geht es wieder zurück, der Weg zieht sich allerdings ganz schön. Um sieben sind wir endlich zurück im Almanecer, mittlerweile ist stockdunkel. Dort trinken wir erstmal ein leckeres, kaltes Bier.








Am Geburtstagsmorgen wird nicht ausgeschlafen und wir sitzen schon um kurz sieben am Frühstückstisch. Es gibt leckeres Rührei mit Arepas und zur Feier des Tages noch einen extra Teller mit Obst für mich. Zwischendurch gibt es ein paar kurze Geburtstagstelefonate, bevor wir um halb neun endlich lostingeln. Wir laufen erstmal zum Ausgang des Parks und verlassen diesen, fahren mit dem Bus zum Eingang Calabazo und laufen von dort wieder zurück. Am Anfang geht es ordentlich bergauf, da sind wir froh dass es heute recht bewölkt ist. Auch so kommen wir ordentlich ins Schwitzen. Dann geht es das ganze wieder runter, bevor wir zu Playa Brava links abbiegen. Dazu geht es nochmal über einen Berg und gegen Mittag kommen wir dort endlich an. Leider darf man dort nicht schwimmen (die Strömung ist zu gefährlich) und der Strand ist jetzt auch nichts besonderes. Wir essen schnell unsere Brote und laufen wieder zurück zur Abzweigung, wo wir diesem den Weg zur Cabo San Juan einschlagen.







Nach einer weiteren Stunde zu Fuß kommen wir dort an und besorgen uns erstmal frische Säfte. Etwas gestärkt schauen wir uns dann den bekanntesten Strand des Parks an, der natürlich auch dementsprechend voll ist. Daher beschließen wir, hier nicht schwimmen zu gehen. Stattdessen gibt es noch ein Schokobrot (eine Spazialität der Gegend und super lecker!) und Kaffee auf die Hand.









Am nächsten schönen Strand, La Piscina, darf man dann auch schwimmen und wir stürzen uns in die Fluten. Das tut gut! Erfrischt treten wir um kurz vor 5 den Rückweg an und laufen die letzte Stunde zurück zum Ende der asphaltierten Straße, wo wir aber diesmal mit dem Colectivo zum Almanecer fahren. Dort erwartet mich die nächste Überraschung, es gibt sogar noch eine Geburtstagstorte für mich! Super süß, was Marcus mit der Inhaberin alles für mich organisiert hat ☺️. Wir trinken dann erstmal einenWein und essen ein Stück Torte, bevor wir unter die Dusche springen und uns zum Abendessen fertigmachen. Heute genießen wir Reis mit Gemüse mit drei Mädels aus Montréal, Australien und Kalifornien und haben einen super netten und lustigen Abend.







Am nächsten Morgen wache ich super dankbar auf, so einen tollen Geburtstag gehabt zu haben. Die Brüllaffen machen ein mords Spektakel heute und hindern mich am weiterschlafen, also wieder eine recht kurze Nacht. Wir frühstücken, essen noch ein Stück von der leckeren Torte und lassen uns eine Stunde massieren. Das wollten wir uns eigentlich gestern schon gönnen, hat aber dann nicht mehr in den vollen Tag gepasst. Super entspannt geht es dann ans packen, wir verabschieden und bedanken uns noch einmal herzlich von unseren Gastgebern und laufen zum Ausgang. Dort steht glücklicherweise schon der Bus, mit dem es dann erstmal zurück nach Santa Marta geht. Dort fahren wir mit dem Taxi ein paar Minuten zum Busterminal, wo der Bus nach Cartagena abfährt. Dort wartet auch gleich ein Direktbus nach Cartagena, der 10 Minuten später abfährt, heute haben wir wirklich wahnsinnigea Glück!




So ganz direkt ist der Bus dann doch nicht, in Barranquilla müssen wir einmal den Bus wechseln, sind aber trotzdem in insgesamt fünf Stunden in Cartagena. Vom Busbahnhof geht es mit eine inDrive nochmal eine knappe Stunde ins Santuario Getsemaní Hostel. Ganz schön groß die Stadt! Diesmal haben wir ein Doppelbett im Dorm, die Betten sind aber alle in extra Nischen mit Vorgang, sodass es fast wie ein eigenes Zimmer ist. Ziemlich gut gemacht! Nachdem wir unser Gepäck abgelegt haben laufen wir direkt los zum Abendessen und enden im Tupak, wo wir mal wieser peruanische essen. Nach Reis mit Gemüse besorgen wir uns noch ein kleines Eis, ein paar Chips und Bier und setzen und noch kurz indem gemütlichen Innenhof des Hostels. Bald geht es dann aber auch unter die Dusche und ins Bett, nach den kurzen Nächten im Park und in Minca (da war es morgens einfach zu hell) bin ich hundemüde.
Am nächsten Morgen klettern wir um kurz nach 8 aus dem Bett. Das Konzept mit den Kabinen ist echt gut, wir haben super gut geschlafen und von den anderen gar nichts mitbekommen. Wir frühstücken das leckere Hostelfrühstück aus Rührei mit Toast, Marmelade und Obst und gehen dann zum Treffpunkt der Free Walking Tour, für die wir uns angemeldet haben. Wieder mit Beyond Colombia, die uns in Bogotá so gut gefallen hat. In 2,5 Stunden erfahren wir einiges über die Viertel Santo Domingo und Getsemaní. Die Kombination der beiden Viertel ist ein neues Modell, normalerweise gibt es für beide getrennte Touren. Nach knapp zwei Stunden sind wir auch schon durch und wir sind etwas enttäuscht, weil wir us deutlich mehr Informationen erhofft hatten. Die beiden Touren in Medellín und Bogotá waren beide viel länger und informativer. Aber immerhin haben wir ein paar schöne Ecken der Stadt gezeigt bekommen und ein paar Tipps für Unternehmungen.









Danach schlendern wir noch etwas durch das schöne, bunte Getsemaní, bis wir Hunger haben und uns ins Bololo Bowls setzen. Dort gibt es erstmal leckere Säfte und dazu teilen wir uns eine vegetarische und eine Smoothie Bowl. Bowl. Super lecker und genau das richtige bei der Hitze. Anschließend machen wir uns auf dem Weg, meine Haapracht und Marcus Bart haben es bitter nötig und wir wollen die kolumbianischen Preise noch nutzen. Dort angekommen sind wir auch direkt an der Reihe. Ist zwar sehr abenteuerlich, auf Spanisch zu beschreiben was ich möchte und am Ende ist es nicht so hundertprozentig was ich mir vorgestellt hab, aber sieht trotzdem gut aus.









Marcus ist schon etwas früher fertig und wir treffen uns im Hostel wieder. Dort trinken wir noch zwei Bier, spielen eine Runde Tischtennis und planen die nächste Tage, bevor es zum Abendessen wieder los geht. Eigentlich wollten wir Burger essen, das Restaurant hat aber irgendwie leider zu. Daher geht es dann Pizza essen auf einer Straße, auf der heute Mittag noch nichts los war. Jetzt stehen auf einmal überall Tische, es ist die Hölle los und es wird getanzt. Mega cool!







Nach den leckeren Veggiepizzen besorgen wir noch ein Wegbier, heben etwas Geld ab und gehen tatsächlich in einen Club. Beim Friseur habe ich heute zwei Bändchen für freien Eintritt und ein Bier bekommen, das können wir natürlich nicht verfallen lassen. Die Musik ist leider anfangs komplett Spanisch und holt uns daher nicht ganz so ab und als es besser wird, bin ich dann leider schon müde 😅 (ich bin ja jetzt 30, da darf man das!). Außerdem hab ich auf der Reise gemerkt dass ich eindwv prinzipiell mehr der Konzert/Festivaltyp bin und ich mir wegen der guten Gesellschaft in Clubs Spaß habe. Um kurz vor 12 treten wir daher den Heimweg an und fallen ins Bett.








Am nächsten Morgen wird dann mal etwas länger geschlafen. Nach dem Frühstück hole ich einen Geburtstagsanruf nach, bevor wir mal wieder unsere dreckige Wäsche abgeben. Dann machen wir uns auch endlich fertig, gehen aber nur ins Café Central um die, Ecke für Cappuccini, Brownie und Orangenkuchen als kleinen Snack. Von dort lassen wir uns zum Popa-Konvent fahren, von wo man den besten Blick auf die Stadt haben soll. Leider ist der Weg dorthin nicht allzu sicher, weshalb man nicht laufen soll.







Nachdem wir die Aussicht genossen haben gestaltet sich die Rückfahrt leider schwierig. Das siebte InDrive storniert die Fahrt dann auch endlich nicht direkt wieder und wir lassen uns am Castello de San Felipe absetzen, was wir uns noch anschauen wollen. Wir merken leider zu spät, dass heute alle aus Kolumbien kostenlos rein dürfen, daher ist die Hölle los. Wir können den Besuch dann auch nicht so wirklich genießen, es ist einfach nur heiß und voll. Man hat einen tollen Blick auf die Stadt und es gibt sogar ein paar Tunnel, die eigentlich super schön wären, würde man nicht von dutzenden von Leuten durch die stickigen und schwüle Gänge geschoben werden. Wir bleiben dann auch nicht ganz so lang und laufen zurück nach Getsemaní.





Dort legen wir unweit von unserem Hostel noch eine Kaffeepause ein. Diesmal mit Gold Brew und Donut und Zimtschnecke (letztere natürlich für mich). Nach der leckeren Stärkung geht es dann noch einmal ins Hostel, wo wir uns kurz etwas ausruhen, bevor es zum Sonnenuntergang schauen zum Café del Mar geht. Das liegt sehr schön auf der Stadtmauer am Meer, allerdings ist eine riesen Schlange davor. Vom Rest der Stadtmauer haben wir auch einen tollen Blick darauf, wie die Sonne im Meer versinkt, vor allem aber auf die Massen an Menschen die wie aufgereiht an der Brüstung stehen. Der Sonnenuntergang ist am Ende auch nicht sonderlich spektakulär, weil keine einzige Wolke am Himmel ist. Wir schlendern trotzdem noch etwas über die Stadtmauer, auf der es dann auch irgendwann etwas leerer wird. Die vegetarischen Optionen in den Restaurants überzeugen uns nicht wirklich, weshalb wir dann im Supermarkt fürs Abendessen einkaufen. Heute gibt es Wraps mit Linsen (die tragen wir seit Panamá mit uns rum), Avocado, Tomaten, Zwiebeln, Mozzarella und Knoblauch. Im Hostel werden die Wraps dann gezaubert und zum Nachtisch gibt es noch eine leckere Mango. Ein richtiges Festmahl!




Wir überlegen noch eine halbe Ewigkeit, was wir die nächsten beiden Tage noch so unternehmen können, bevor es dann viel zu spät ins Bett geht. Am nächsten Morgen schreiben wir uns vor dem Frühstück noch schnell auf die Liste für den heutigen Ausflug zum Santuario Beach Club auf der Isla Tierra Bomba. Es gibt auch Ausflüge zu anderen Inseln, die sehr schön sein sollen, die sind uns allerdings zu teuer. Um viertel nach 10 werden wir mit dem Taxi abgeholt und danach geht es dann mit dem Boot auf die Insel kurz vor Cartagena. So haben wir auch noch einen letzten Tag am Meer, bevor es übermorgen schon in kühlere Gefilde geht.Wir überlegen noch eine halbe Ewigkeit, was wir die nächsten beiden Tage noch so unternehmen können, bevor es dann viel zu spät ins Bett geht.
Am nächsten Morgen schreiben wir uns vor dem Frühstück noch schnell auf die Liste für den heutigen Ausflug zum Santuario Beach Club auf der Isla Tierra Bomba. Es gibt auch Ausflüge zu anderen Inseln, die sehr schön sein sollen, die sind uns allerdings zu teuer. Um viertel nach 10 werden wir mit dem Taxi abgeholt und danach geht es dann mit dem Boot auf die Insel kurz vor Cartagena. So haben wir auch noch einen letzten Tag am Meer, bevor es übermorgen schon in kühlere Gefilde geht. Der Beach Club ist auch super entspannt, es ist nicht viel los und wir springen ins Meer und in den Pool, trinken leckeren Saft und Bier und essen Pad Thai mit Sommerrollen zur Mittagszeit.






Gegen 4 geht es mit dem Boot zurück und wir machen uns vom Strand in Bocagrande auf den Rückweg ins Zentrum. Diesmal zu Fuß, weil wir unterwegs noch unsere Sim-Karte aufladen müssen. Ohne Internet ruft es sich dann auch so schlecht ein Uber 😀. Am Ende laufen wir natürlich die komplette Strecke zurück, sehen dafür aber auch noch einmal eine andere Seite der Stadt und einen schönen Sonnenuntergang. Weil wir dann auch schon wieder Hunger haben machen wir uns wieder auf die Suche nach etwas leckerem vegetarischen, was wieder nicht so einfach ist. Wir entscheiden uns dann für das Rebelión, wo es immerhin ein vegetarisches Gericht auf der Karte gibt. Das verputzen wir beide und holen uns auf dem Heimweg noch drei Kugeln Eis. Nach dem schönen Tag geht es dann heute schon recht zeitig unter die Dusche und ins Bett.




Unseren letzten Tag in Cartagena/Kolumbien/Lateinamerika (😔) beginnen wir natürlich wieder mit einem leckeren Frühstück. Währenddessen wollen wir die Fähre in Neuseeland buchen (von der Nord- auf die Südinsel) und stellen leider fest, dass die komplett ausgebucht sind. Da wir ab dem 17.03. Hütten für eine Wanderung gebucht haben, sind wir da leider nicht so ganz flexibel. Wir überlegen ein bisschen hin und her, wie wir das noch deichseln können und schreiben ein paar Mails. Mehr können wir erstmal sowieso nicht tun, deshalb entspannen wir noch etwas im Hostel, bevor wir wieder in die Stadt gehen. Wir laufen heute auf der Stadtmauer einmal um Getsemaní und die Altstadt, was ganz schön heiß ist um die Mittagszeit. Auf der anderen Seite der Stadt legen wir dann erstmal ein kleines Päuschen im Juan Valdez Café ein. Es gibt Cappuccini und Muffins im Schatten, da können wir uns nicht beklagen. Anschließend schlendern wir noch etwas durch die bunten Gassen, besorgen noch einen Kaffeefilter für Neuseeland und noch ein paar Snacks.





Um 16 Uhr habe ich dann einen wichtigen Termin, es geht zum Tätowierer 🤩. Das wollte ich dir ganze Zeit schon machen, allerdings waren wir zu viel in der Sonne und im Meer. Aber jetzt steht dem ja endlich nichts mehr im Weg und so bekomme ich gleich zwei neue, kleine Tattoos verpasst. Ich bin super happy und um den Tag noch besser zu machen, sehen wir auf dem Weg zum Abendessen gleich zwei Faultiere im Park und das Problem mit der Fähre in Neuseeland hat sich zwischenzeitlich auch geklärt. Unterwegs schauen wir noch auf einer Rooftop Bar vorbei und genießen den Blick auf die abendliche Stadt. Dann gibt es ein leckeres Abendessen im Chiladas, Nachos für Marcus und einen Burrito für mich. Auf dem Heimweg nehmen wir uns noch zwei Eis am Stiel mit (die sind vielleicht riesig) bevor es dann auch schon wieder ins Hostel geht.








Unser Flug heute geht erst Nachmittags, deshalb wird wieder in Ruhe ausgeschlafen, gefrühstückt und gepackt. Um 11 rufen wir uns dann ein inDrive, was uns zum Flughafen bringt. Das klappt super, wir geben unsere Rucksäcke mal wieder ab, heute sogar mal ohne Übergepäck (nagut, weil wieder 20kg erlaubt sind). Dann gibt es den Ausreisestempel und während wir warten noch Cappuccini und eine Kleinigkeit zu essen. Das einzig vegetarische war eine Käsestange die klassisch kolumbianisch salzig, süß und fettig ist 😀. Dann wird noch ein Weilchen gewartet, bevor wir dann auch wirklich (leider) kolumbianischen Boden verlassen.
