Wanderung zur Ciudad Perdida und Minca

Wir kommen pünktlich (💪🏼) um 20 nach 8 am Büro von Sierraventur an und bezahlen die offenen drei Millionen Pesos für die viertägige Wanderung zur Lost City, der verlorenen Stadt. Wir nehmen nur einen Rucksack mit, den Rest lassen wir dort im Büro. Nachdem auch alle anderen da sind und alles vorbereitet ist, steigen wir in den kleinen Bus. Dazu begleiten uns zwei indigene Guides und ein Übersetzer, für die nicht (so gut) Spanisch sprechenden unter uns. Von Santa Marta aus fahren wir ca. eine Stunde zum Parkeingang, wo wir unsere Eintrittsbänchen bekommen. Dann geht es noch einmal eine gute Stunde nach Vista Buena. Die Fahrt dorthin ist ziemlich abenteuerlich, wir haben einen normalen Kleinbus, die Straße ist aber steil und matschig. Teilweise eine ganz schöne ruckelige und rutschige Angelegenheit 😀.

Wir kommen zum Glück gut in El Mamey an, wo wir unsere Mittagspause (mit leckerem vegetarisches Essen) einlegen und den Rest der Gruppe kennenlernen und im Anschluss mit der heutigen Wanderung beginnen. Das sind „nur“ 7,8km, also recht entspannt und gut zum reinkommen am ersten Tag. Wir sind 15 Leute in der Gruppe. Heute morgen hat es geregnet, daher erwartet uns ein ziemlich matschiger Weg. Nach drei Stunden laufen kommen wir schon in unserem heutigen Camp, dem Vista Hermosa, an. Unterwegs erwarten uns tolle und mystische Aussichten, da sehr viele der umliegenden Berge in den Wolken hängen. Deshalb ist die Sonne aber auch nicht draußen, was zum wandern sehr angenehm ist. Dafür ist das Gelände um uns herum auch ohne Sonnenschein ein Traum, total grün und hügelig! Außerdem gibt es unterwegs einen frisch gepressten Orangensaft und später ein Stück Wassermelone.

Im Camp wird dann erstmal geduscht und in lange Klamotten geschlüpft, ohne Sonne ist es doch recht frisch. Dann bekommen wir unsere Betten zugewiesen, richten uns ein und trinken ein Bier mit ein paar anderen und um kurz vor fünf gibt es schon Abendessen 😀. Das ist aber wieder sehr lecker, diesmal mit Gemüsebällchen für uns. Nach dem Abendessen bekommen wir von unseren indigenen Guides José und Lorenzo etwas über ihre Kultur erklärt und können Fragen stellen, was super interessant ist. Ein zentrales Element ist das „Poporro“, das aus Holz besteht. Wenn Sie nachdenken oder Meditieren kauen sie Kokablätter und vermischen die Masse mit Muschelschalen und streichen sie auf das Poporro, sodass das immer größer wird. Dann sitzen wir noch bis 8 zusammen und gehen dann auch schon ins Bett. Der Wecker klingelt morgen um 10 vor 5, das wird ja was. Wir hören beide noch etwas Hörbuch, bevor dann auch schon geschlafen wird.

Zum Glück sind wir um 10 vor 5 halbwegs fit und haben sehr gut geschlafen. Es hat die halbe Nacht geregnet (und regnet immer noch), das wird also vermutlich eine sehr nasse und rutschige Angelegenheit heute. Nach einem leckeren Frühstück aus Kaffee, Rührei, Arepa, Zwieback und Obst starten wir um kurz nach 6 mit unserer heutigen Wanderung. Es geht erst ein Stück bergab, dann 250 Höhenmeter wieder bergauf. Unterwegs fängt es wieder an zu regnen, das heißt noch mehr Matsch 😀. Wir rutschen und schlittern nach einem Stück Wassermelone wieder die 250 Höhenmeter bergab bis zum Camp Wiwa, wo wir unsere Mittagspause verbringen. Wiwa ist derjenige der vier Stämme, die in der Sierra Nevada leben, dem auch Lorenzo und José angehören. Um halb 11 kommen wir an, legen unser Gepäck ab und laufen noch 5 Minuten bis zum Fluss, wo wir ein Bad nehmen. Super erfrischend!

Zum Glück hat es mittlerweile auch aufgehört zu regnen, es war zwischenzeitlich ganz schön frisch in den nassen Sachen. Um halb 12 gibt es dann unser Mittagessen und das ist ein wahres Festmahl! Es gibt einen Gemüsesuppe, gefolgt von Reis mit Gemüse, Salat und Yukka, dazu eine Limo und Kekse mit Kaffee zum Nachtisch. Blöd, dass wir mit der riesen Portion im Bauch jetzt 500 Höhenmeter vor uns haben 😀. Die laufen sich aber eigentlich ganz angenehm, obwohl es nochmal ganze 11km sind. Außerdem gibt es unterwegs noch Orangen und Ananas am letzten Berggipfel für heute.

Um viertel vor 5 kommen wir im Paso de Lorenzo – Camp an und bekommen unsere Betten zugeteilt. Dann geht es unter die kalte Dusche, nach der wir uns wie neu geboren fühlen. Frisch geht es dann schon zu Tisch, wo wir erstmal einen Kaffee trinken. Dann gibt es zwei rieeesige Schüsseln (salziges 😍) Popcorn, um uns die Wartezeit auf das Essen zu verkürzen. Das dauert aber gar nicht so lang, heute gibt es Spaghetti mit einer Tomaten-Gemüsesoße und Käse und zum Nachtisch wieder einen Schokoriegel. Gegessen haben wir heute nicht zu knapp, aber dafür sind wir ja auch fleißig gelaufen. Nach dem Essen gibt es noch ein gemütliches Lagerfeuer, wo wir schonmal einiges über die verlorene Stadt lernen. Super interessant, was für eine spritituelle und kulturelle Bedeutung die Stadt hatte und hat und das sie eigentlich nie „verloren“ war, weil die indigenen Völker, von denen es hier heutzutage noch vier gibt, immer wussten wo sie war. Außerdem haben wir noch ein Geburtstagskind in unserer Gruppe, weshalb wir Happy Birthday auf französisch, deutsch, italienisch, polnisch, finnisch, englisch und spanisch singen. Danach bekommen wir noch eine schöne Geschichte erzählt und dann geht es, heute um 9, ins Bett.

Am nächsten Morgen werden wir um 5 geweckt, dann gibt es Frühstück und es geht direkt los zum eigentlichen Ziel der Wanderung, der verlorenen Stadt. Eine halbe Stunde geht es bis zu einem Fluss, der überquert wird, dann geht es auf 1.200 Stufen bis zum „Eingang“ der verlorenen Stadt. Dort führen wir ein indigenes Ritual durch, bei dem wir unsere schlechten Gedanken und Gefühle in ein Kokablatt schicken, was wir dort lassen. Nur so dürfen wir, nach den Regeln der indigenen Stämme, die verlorene Stadt betreten. Dort bekommen wir wieder super viel erklärt und staunen, wie riesig die Anlage ist. Und 600 Jahre älter als Maccu Piccu. Wir durchqueren die einzelnen Sektoren der Anlage und legen nach den ersten beiden eine kleine Pause ein. Dort gibt es Mango, Chips, Nüsse und eine kolumbianische Spezialität, eine Kombi aus Trockenfrüchten und Käse. Das genießen wir mit der tollen Aussicht und vor allem in der Sonne! Die kam genau zur richtigen Zeit raus.

Anschließend geht es weiter und wir treffen den Mamo, das Oberhaupt der indigenen Völker in der Sierra Nevada. Gegen eine kleine Spende bekommen wir ein Armband, das dafür steht, dass wir von unterschiedlichen Elementen beschützt werden. Ich habe Wasser, Wolken und Wasser und Marcus Mond, Wasser und Berge. Dann geht es wieder auf den Rückweg, abwärts sind die rutschigen Stufen ganz schön anstrengend. Zurück im Camp gibt es Mittagessen, das heute aus Salat, Bohnengemüse, Reis und Soja besteht. Dazu gibt es einen Saft aus einer Baumtomate, super lecker! Eine halbe Stunde später geht es dann auch schon wieder weiter, zurück ins Wiwa-Camp.

Bis dorthin sind es insgesamt 11km, die am Anfang nur so vorbeifliegen. Nach 3km gibt es bereits die heutige Obstpause mit Orangen und Ananas. Dann geht es direkt bis zum Camp, wobei sich die letzten Kilometer dann doch ganz schön ziehen. Unterwegs sammeln wir noch etwas Feuerholz, da wir heute wieder ein Lagerfeuer machen wollen. Um kurz nach 4 kommen wir endlich am Camp an und nach einer kurzen Verschnaufpause laufen wir noch schnell zum Wasserfall. Das sind auch nur 10 Minuten und er ist superschön, aber auch ganz schön kalt 😀. Nach der kurzen Erfrischung geht es zurück zum Camp, unter die Dusche und wir beziehen unsere Betten. Dann geht es super hungrig zu unserem letzten Abendessen. Heute gibt es für uns Krautsalat, Pommes, Yukka und ein vegetarisches Gemüseragout, dazu ein Maracujasaft und zum Nachtisch wieder einen Schokoriegel. Später gibt es dann nochmal ein Lagerfeuer mit dem gesammelten Holz und wir bekommen von Lorenzo und José erklärt, wie die Beutel gemacht werden, die hier alle tragen. Dazu werden Pflanzenfasern genutzt, die super widerstandsfähig und außerdem hitzebeständig sind. Damit werden außerdem noch Stricke und andere Schnüre hergestellt. Nachdem wir noch eine ganze Weile am Feuer sitzen, geht es dann um halb 10 super müde und kaputt ins Bett.

Am letzten Morgen unserer Tour geht es so los wie gestern: aufstehen um 5, Frühstück und loswandern um viertel nach 6. Wir laufen direkt ein gutes Stück bergauf, am höchsten Punkt erwartet uns dann schon wieder ein Stück Wassermelone. Dann geht es „kolumbianisch flach“, also mit sehr welligem Profil und überhaupt nicht flach, weiter bis zum Vista Hermosa Camp, wo wir unsere erste Nacht verbracht haben. Dort gibt es ein Stück Kuchen und einen sehr erfrischenden Saft. Dann geht es auch die letzten 7 Kilometer zurück, nach einem kurzen Abstieg aber so gut wie nur noch bergab. Heute ist es super sonnig, was es ganz schön anstrengend macht, aber auch toll die schöne Gegend mal im Sonnenschein zu sehen. Als wir um viertel nach 11 wieder in El Mamey ankommen, sind wir irgendwie froh, aber auch traurig dass das jetzt schon wieder zu Ende ist. 60km und 3.140 Höhenmeter in weniger als 72 Stunden waren zwar einiges, es lief sich aber total gut und unsere Gruppe, die Kolibris, waren toll! Wir haben super viel miteinander geredet und gequatscht, ein riesen Spaß! Außerdem hat es auch vom Tempo super gepasst und es musste nie jemand lang warten. Eine tolle Erfahrung – vor allem die indigenen Guides waren etwas ganz besonderes und Glück mit dem Wetter hatten wir alles in allem auch, also eine rundum gelungene Wandertour!

Zum Abschluss gibt es noch ein letztes gemeinsames Mittagessen, wo es natürlich auch wieder eine leckere vegetarische Alternative für uns gibt. Danach verabschieden wir uns von denen, die mit dem anderen Bus zurück nach Santa Marta fahren und steigen ebenfalls in unseren Bus. Nach guten zwei Stunden kommen wir wieder im Büro von Sierraventura an, suchen unsere sieben Sachen zusammen und laufen 10 Minuten zum Busbahnhof, an dem wir in einen Minibus nach Minca steigen, wo wir die nächsten vier Nächte verbringen werden. Wir freuen uns auf eine Dusche und dann vor allem auf frische Klamotten!

Nach einer guten halben Stunde Fahrt kommen wir auch schon an und laufen noch 10 Minuten bis zum Seasons, wo wir ein Zimmer gebucht haben. Das reicht dann auch, wir sind froh aus den Wanderschuhen rauszukommen. Die Dusche tut wirklich wahnsinnig gut und es ist, nachdem die Sonne weg ist, auch angenehm kühl. Wir können in der Unterkunft sogar kostenlos Wäsche waschen, da geben wir unsere nassen und stinkenden Klamotten doch gern ab 😀. Dann geht es wieder die 10 Minuten in den Ort, wo wir im Chiquita Brava zu Abend essen. Wir teilen uns einen Salat und dazu gibt es Kürbistortellini für mich und Spinat-Ricotta-Ravioli für Marcus. Dazu ein Bier, das haben wir uns heute redlich verdient! Das ist alles wieder super lecker, zur Feier des Tages gönnen wir uns dann auch noch ein Tiramisu, das zwar nicht so schmeckt wie wir uns Tiramisu vorstellen, aber unfassbar gut! Satt und sehr zufrieden geht es dann wieder zurück ins Seasons, wo wir kaputt ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen wird dann erstmal ausgeschlafen bevor wir mit Blick auf die waldreichen Berge aufwachen und in Ruhe frühstücken. Ein bisschen schwere Beine haben wir, daher wollen wir heute mal nicht wandern gehen, sondern etwas entspanntes unternehmen. Wir trödeln ein bisschen rum, reden mit unserem Gastgeber Luis und laufen dann in den Ort. Dort geht es, nach einem kurzen Stopp im Supermarkt, mit dem Mototaxi zur Kaffee- und Kakaofarm La Candelaria. Dort angekommen genießen wir den tollen Ausblick auf Santa Marta und das Meer, bis um kurz nach 1 unsere Kakaotour startet. Die ist super interessant, wir sehen und hören, wie der Kakao angebaut und verarbeitet wird und dürfen danach ganz viel probieren. Frisch geröstete Kakaobohnen, gemahlene Bohnen pur, mit  Honig und dann noch mit Milch. Dann gibt  es noch eine Gesichtsmaske aus Kakao und eine heiße Schokolade.

Eine gute Stunde später haben wir alles probiert und fahren zurück nach Minca, beziehungsweise nur durch, es geht nämlich direkt zu den Marinka Falls. Die Motos setzen uns an der Straße ab und wir laufen noch 10 Minuten bergauf zum Eingang. Die Anlage ist super schön gemacht, es gibt 3 Wasserfälle, der 2. gefällt uns am besten, am 1. kann man dafür super schwimmen. Wir genießen die Zeit und ziehen uns nach einer guten Stunde wieder um. Im dortigen Restaurant trinken wir noch etwas, bevor wir uns mit dem Mototaxi wieder auf den Weg zurück nach Minca machen. Von der Kirche aus haben wir noch einen tollen Blick auf den Sonnenuntegang, bevor wir wieder ins Chiquita Brava zum Abendessen gehen. Hier hat es gestern super geschmeckt und wir haben nicht mehr viel Bargeld. Da wir Lust auf Burger und Pizza haben und man dort mit Karte zahlen kann, war das schnell entschieden 😀. Also gibt es wieder Bier (ist günstiger als Saft 🤷‍♀️), Pizza für mich und einen Veggie-Burger für Marcus.

Am nächsten Morgen frühstücken wir etwas früher und brechen dann zu einer kleinen Wanderung auf. Zunächst wollen wir zur Cascada Escandida und dann weiter zum Pozo Azul, dem bekanntesten Wasserfall der Gegend. Leider können wir den Einstieg zur Cascada Escondida absolut nicht finden und landen schließlich beim Pozo Azul. Der kostet keinen Eintritt und ist auch nicht wirklich blau, wie der Name vermuten lassen würde. Außerdem ist es super voll und der Wasserfall und das Becken jetzt auch kein wirklicher Hingucker. Daher bleiben wir nur kurz dort und gehen weiter. Wir nehmen einen anderen Rückweg nach Minca und nach einiger Zeit stolpern wir über einen Wegweiser zur Cascada Escondida. So ein Zufall 😀. Wir müssen noch den Berghang ein Stück heruntergehen und schon sind wir da. Ein super süßer kleiner Wasserfall, viel schöner als Pozo Azul und außer uns sind nur noch vier weitere Leute dort. Das Wasser ist herrlich erfrischend und wir können sogar von einem kleinen Felsvorsprung ins Wasser springen.

Eine Stunde später laufen wir dann wirklich zurück nach Minca, direkt ins Waira, wo uns das Eis empfohlen wurde. Zum Cappucino essen wir die Sorten Lavendel, Tonkadamia, Pistazie und Schokobanane. Die schmecken alle himmlisch, hier müssen wir auf jeden Fall nochmal hinkommen! Dann geht es ein Stück des Weges zurück und zur Finca San Rafael, wo man besonders gut den Sonnenuntergang sehen soll. Auf dem Weg dorthin schlendern wir noch an den vielen kleinen Ständen und Lädchen mit tollem Schmuck vorbei. Wir kommen früh an der Finca an und trinken erstmal ein Bier, während der Himmel immer schöner wird.

Danach laufen wir wieder ein Stück zurück bis wir am perfekten Ort für den Sonnenuntergang ankommen. Der ist wirklich wunderschön und dauert vor allem auch wirklich lang. Auch als wir noch ein Stück weiter gelaufen sind, müssen wir immer wieder stehen bleiben weil es so wahnsinnig schön aussieht. Um viertel vor sieben sind wir wieder in Minca und steuern direkt das „Taco y Chela“ an, wo wir heute essen wollen. Wir entscheiden uns beide für den vegetarischen Burrito, den wir kurz darauf auch schon verspeisen.

Dann geht es zurück ins Seasons, wobei wir uns auf dem Weg noch ein Eis am Stiel und etwas zu trinken mitnehmen.

Am nächsten Morgen frühstücken wir sogar schon um 8, da wir heute eine etwas längere Wanderung geplant haben. Um kurz nach 9 laufen wir auch schon los und dann geht es im Wesentlichen drei Stunden bergauf. Dafür haben wir aber immer wieder einen tollen Blick auf Santa Marta und die Sierra Nevada. Der Ausblick des Ziels der Wanderung, Los Pinos, ist aber nicht zu übertreffen. Hier sehen wir auch Minca und der Blick über die Sierra Nevada sieht wirklich super schön aus. Da machen sich die 880 Höhenmeter mehr auch bemerkbar.

Wir steigen ab und wollen eine Kaffeepause im „7 Piedras“ einlegen, das hat aber leider zu. Daher steigen wir doch noch eine ganze Ecke weiter ab, an den Marinka-Fällen vorbei bis zum Oído del Mundo, einem schönen kleinen Wasserfall. Dort gibt es erst ein paar Oreos, bevor wir uns in die Fluten stürzen (Marcus jedenfalls, bei mir ist es eher ein zaghaftes annähern). Nachdem wir eine Weile dort entspannt haben, geht es die letzten Kilometer zurück nach Minca, wo wir zufälligerweise wieder am Waira vorbeilaufen. Da der Kuchen ja schon unfreiwillig ausfallen musste, gibt es dann eben wieder ein Eis. Heute Lemon Pie und Tonkabohne für mich und Mohn und ebenfalls Tonkabohne für Marcus. Dann überlegen wir erstmal was wir noch schönes unternehmen, die Wanderung war eigentlich für 8 Stunden angesetzt und nach dem Eis ist es erst kurz vor 4.

Wir entscheiden uns für eine Runde Billard. Die Wanderung hat mich scheinbar ziemlich geschlaucht, ich spiele einen ganz schönen Quatsch zusammen 😀. Nach einer Stunde und vier Niederlagen für mich machen wir uns dann auf die Suche nach etwas essbarem für die Fahrt morgen. Beim Bäcker gibt es leider nur Süßkram, deshalb holen wir uns Vollkorn(😍)toast, Avocado, Hummus und eine Zwiebel im kleinen Supermarkt. Dann gehen wir direkt ins „Arabesca“, was wir uns für unser heutiges Abendessen ausgeguckt haben. Wir trinken frische Säfte (die werde ich nach Kolumbien sehr vermissen), teilen uns einmal gegrillte Champignons und essen dann jeder ein Falafelsandwich. Dann geht es zurück ins Seasons, wo ich noch etwas Hörbuch höre und Marcus seine Serie weiterschaut.

Am nächsten Morgen stehen wir um acht auf und frühstücken in Ruhe. Dann wird kurz telefoniert, Brote geschmiert und gepackt. Um halb 11 brechen wir auf in Richtung Bus, mit dem wir zurück nach Santa Marta fahren. Wir haben vorher schon von einem Taxistreik in ganz Kolumbien erfahren, der von heute an vier Tage andauern soll. Mal schauen, ob wir heute noch im Tayrona Nationalpark ankommen 😀.

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