Panama City und das San Blas Archipel

Um viertel vor eins sitzen wir im Bus nach Panama City. Leider hat der unterwegs Probleme mit dem Motor, sodass wir doch unplanmäßig den Bus wechseln müssen. Der nächste kommt aber direkt, daher ist das nicht dramatisch. Statt der veranschlagten zwei Stunden brauchen wir allerdings etwas mehr als drei, da es sich bei einigen Baustellen etwas staut. Vom Busbahnhof in Panamá City nehmen wir uns dann ein Uber zur Casa Areka, wo wir die nächsten vier Nächte ein Doppelzimmer gebucht haben. Nachdem wir dort eingecheckt haben, gehen wir auf die Suche nach einem Café und landen im Ideal Café, wo wir Cappuccini und leckeren Kuchen verputzen.

Danach schlendern wir noch etwas durch die Gegend und gehen dann in eine größere Mall, da Marcus ja schließlich noch eine neue Kappe braucht. Die Mall ist total verrückt man könnte meinen man ist in den USA, sogar einen thermomix-Laden und eine kleine Eisbahn gibt es 🤦‍♀️.

Dann schlendern wir wieder zurück zum Hostel und schauen auf dem Weg noch beim Supermarkt vorbei. Dort kaufen wir noch fürs Abendessen ein, heute gibt es Burger mit Veggiepatties und Feta. Dazu natürlich noch eine große Avocado und ein bisschen anderes Gemüse.

Zum Abschluss gibt es noch eine Runde Billard, bevor wir duschen und endlich mal wieder eine Folge Bergdoktor anschauen.

Am nächsten Morgen wird natürlich wieder ausgeschlafen. Zum Frühstück kann man sich im Hostel wieder Pancakes selbst machen, was wir natürlich nutzen. Danach machen wir uns fertig und laufen an der Uferpromenade entlang in die Altstadt. Das ist ganz schön warm, aber man hat auch super schöne Ausblicke auf die Stadt. Auch hier wieder total verrückt, wie westlich die Stadt mit ihren Hochhäusern aussieht.

Nach 1,5 Stunden kommen wir dann auch in der Altstadt an und stärken uns erstmal mit Eis und Kaffee. Die Altstadt ist super schön, aber alles ist renoviert und wirkt dadurch nicht so richtig authentisch. Wir teilen uns 3 Kugeln Eis und einen großen Iced Coffe für 15,50$, auch die Preise sind hier sehr westlich 😳.

Danach treffen wir uns nochmal mit Johanna aus dem Bodhi in El Valle, schlendern durch die Altstadt und gehen anschließend noch eine Kleinigkeit essen. Nachdem wir uns wieder verabschiedet haben (Johanna fliegt heute Abend nach San José) gehen Marcus und ich zum Cerro Ancón. Von dort aus soll man den besten Blick über die Stadt haben. Zuerst müssen wir aber durch ein anderes Viertel. Dort sind dann direkt keine Touristen mehr und es ist ein krasser Kontrast zur Altstadt. Hier müssten wir im dunklen nicht unbedingt sein. Danach geht es dann bergauf, leider verläuft der Weg irgendwie anders als wir uns das vorgestellt haben und wir laufen bis zum Gipfel eine asphaltierte Straße hinauf. Dadurch zieht es sich auch ganz schön, aber schlussendlich kommen wir doch noch oben an und genießen den tollen Blick auf die Stadt.

Dann laufen wir wieder ein Stück bergab, bevor wir uns von einem Uber abholen lassen und zurück zum Hostel fahren. Nach einem kurzen Sprung zur Apotheke verarzten wir Marcus, der sich seinen Zeh blöd gestoßen hat, und machen uns auf die Suche nach unserem heutigen Abendessen. Wir werden im Pacific Center fündig, wo wir uns im Food Court bei „Tasty“ Hummus und zwei Wraps bestellen. Das schmeckt auch wahnsinnig lecker und war eine super Entscheidung. Danach schlendern wir noch einen Moment durch die Mall und nehmen uns als Nachtisch jeder ein Stück Schokolade in einer Schokoladenmanufaktur mit. Dann geht es auch schon wieder zurück ins Hostel, wo wir aber nur noch duschen und mal wieder Bergdoktor schauen.

Am nächsten Morgen wird wieder entspannt gefrühstückt und anschließend spielen wir noch zwei Runden Pool, von der ich sogar eine gewinne (💪🏼).

Dann machen wir uns fertig und fahren mit einem Uber nach Panamá Viejo. Dort befinden sich die Ruinen der ersten Häuser in Panama City, die 1671 überfallen wurden. Dort geht es zuerst in ein Museum, wo wir viel über die Anfänge der Stadt lernen. Außerdem ganz praktisch zum Spanisch lernen, da alle Schilder in Spanisch und Englisch sind. Dann geht es wieder raus, wo wir uns die Ruinen anschauen. Besonders die alte Kathedrale ist cool, von deren Glockenturm man einen tollen Blick auf die Ruinen und die Hochhäuser in der Ferne hat. Am kleinen Kiosk essen wir schnell ein riesiges Wassereis und schlendern durch die restlichen Ruinen zum Ausgang.

Dort probieren wir mit inDrive eine neue App aus, bei der man Geld für die Fahrt bietet. Der Fahrer bringt uns zum Miraflores Besucherzentrum am Panamakanal, den wir uns heute noch anschauen wollen. Nachdem wir eine ganze Weile in der Schlange stehen, haben wir dann auch unsere Tickets und gehen zu den riesigen Schleusen. Wir sehen direkt ein Containerschiff und später einen Frachter, der uns passiert. Wir hatten es uns noch etwas eindrucksvoller vorgestellt, aber trotzdem ganz cool zu sehen wie die riesigen Schiffe einige Meter absacken.

Außerdem gibt es noch ein 3D-Kino, wo ein Film über den Panamakanal gezeigt wird. Es gibt sogar Popcorn etc. zu unverschämt hohen Kinopreisen. Der Film ist aber sehr gut gemacht und wir lernen allerhand über die Entstehung und den Betrieb des Panamakanals. Dann geht es wieder zurück zum Hostel, wo wir aber direkt nach nebenan zu „Doctor Sandwich“ essen gehen. Dort gibt es ein Falafelsandwich für mich und einen Falafelteller für Marcus, beides wahnsinnig lecker. Auf dem Rückweg besorgen wir noch eine Ananas im Supermarkt, die es dann im Hostel als Nachtisch gibt, spielen noch ein paar Runden Billard und schauen noch die aktuelle Bergdoktor-Folge.

Am nächsten Morgen stehen wir sogar mal etwas früher auf, genießen unser Frühstück und müssen dann ein paar Dinge für unsere morgige Reise erledigen. Dafür geht es zunächst zur Bank, wo wir endlich mal mehr Geld abheben können als 250$ gegen eine Gebühr von 6,50$. Dann laufen wir noch zum Copyshop um die Ecke wo wir drei Kopien unserer Pässe machen lassen und außerdem unseren Impfnachweis ausdrucken. Dann geht es kurz ins Hostel und anschließend ins Mamallena Hostel, wo wir uns mit dem Rest unserer Gruppe treffen. Mit denen geht es morgen zu den San Blas Inseln, wo wir drei Nächte verbringen werden und dann nach Kolumbien gebracht werden. Wir sind schon ein bisschen aufgeregt, da das sicherlich ein Abenteuer wird. Wir sind auch fast pünktlich und werden dann ungefähr eine Stunde lang gebrieft und bezahlen den restlichen Betrag. Zwei der Mitreisenden sind Freunde von Emma und James, mit denen wir ja in Nicaragua ein Stück gereist sind. So klein ist die Welt 😀. Dann fahren wir mit einem Uber zu den Inseln vor der Stadt. Dort essen wir leckere Käseempanadas im Café Lumaca, bevor wir bis zur vordersten Insel laufen. Von dort geht es dann wieder zurück erstmal ein Mango-Wassereis mit Salz besorgen. Klingt zwar merkwürdig, ist aber sehr lecker. Danach geht es die Avenida Amador entlang in Richtung Panamá City. Leider ist es heute ziemlich wolkig, wir haben aber trotzdem einen tollen Blick auf die Stadt und auf die amerikanische Brücke.

Anschließend geht es wieder zurück zu unserem Hostel, wir lassen uns aber direkt beim Supermarkt absetzen und besorgen noch die letzten Kleinigkeiten für San Blas (wie Snacks, Wasser und Rum). Dann heben wir nochmal Geld ab und gehen ins Hostel, um mal wieder zu packen. Für San Blas brauchen wir zum Glück nicht viel Gepäck, trotzdem muss alles wasserdicht verpackt werden. Um viertel vor 6 legen wir eine kurze Pause ein und laufen zum Panaviera um die Ecke, einer Rooftop Bar mit Blick auf die Innenstadt. Dort genießen wir ein Bier und schauen uns den Sonnenuntergang an, der allerdings wegen der vielen Wolken heute nicht ganz so spektakulär ist. Dann geht es zurück ins Hostel, wo mal wieder gekocht wird. Heute gibt es Nudeln mit einer Linsen-Tomatensoße. Nach der Stärkung wird dann noch fertig gepackt und geduscht, bevor wir früh ins Bett gehen.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um kurz vor halb 5, da uns um 5 bereits unser Jeep abholt. Mit dem geht es erstmal nach Carti an den Atlantik, wo wir unser Boot besteigen. Dann geht es auch schon direkt zur ersten Insel auf unserer Reise. Dabei gibt es im San Blas – Archipel ganze 365 davon. Bewohnt und bewirtet werden sie von Kuna, einem indigenen Volk, was hier schon immer lebt. Um 10 sind alle Jeeps im Hafen von Dibin angekommen und unsere 26-köpfige Gruppe besteigt die zwei Boote, die uns zur ersten Insel für heute bringen, der kleinen Orangeninsel. Die ist super schön, wir sind wirklich im Paradies angekommen. Dort haben wir erstmal etwas Zeit zum entspannen und schnorcheln, bevor es um halb eins Mittagessen gibt. Für Marcus und mich die vegetarische Variante aus Reis, Kartoffeln, Gemüse und Salat. Anschließend haben wir noch etwas Freizeit, in der wir die anderen besser kennenlernen, eine Kokosnuss trinken, schnorcheln und das Wetter genießen.

Kurz vor 4 geht es auf die nächste Insel Miryadub, wo wir die Nacht verbringen werden. Zuerst werden die Hängematten aufgebaut, während wir uns ein wenig die kleine Insel anschauen. Dann werden die Hängematten bezogen, total cool! Außerdem haben wir heute ein Geburtstagskind, deshalb gibt es noch Bowle zum anstoßen und Karottenkuchen, nett dass Rob heute 35 wird 😃. Danach sitzen wir noch gemütlich zusammen, bis es gegen 9 Uhr Abendessen gibt. Da haben sie sich selbst übertroffen, es gibt Kokosreis, Kartoffeln, Linsencurry, Salat mit und ohne Meeresfrüchte und eine Garnelenpfanne. Das schmeckt alles hervorragend und wir genießen die lang ersehnte Stärkung. Dazu wird noch etwas gequatscht und Rum getrunken, bis wir gegen 10 in unsere Hängematten fallen.

Am nächsten Morgen werden wir um 7 geweckt. Die Nacht in den Hängematten war erstaunlich erholsam, wir haben sehr gut geschlafen (bis auf einen Schnarcher) und fühlen uns bereit für den zweiten Tag! Das leckere Frühstück aus Müsli mit frischen Früchten, Brötchen mit Erdnussbutter und Marmelade und Kaffee ist schon fertig und muss nur noch verputzt werden. Nach dem Frühstück packen wir alles wieder zusammen und brechen um halb 9 auf zu unserer heutigen Tagesinsel, der Pelikaninsel. Leider ist es heute wieder recht bewölkt, was aber auch ganz angenehm ist für die Fahrt. Sieht aber natürlich alles nicht ganz so paradiesisch aus wie im Sonnenschein. Die Wellen sind auch recht hoch heute, sodass wir ganz schön durchgeschüttelt werden. Zum Glück wird aber keinem schlecht und es ist ein bisschen wie Achterbahn fahren 😃. Nach zwei Stunden kommen wir an und es ist wirklich unglaublich schön.

Wir spielen ein paar Runden Volleyball, hüpfen zwischendurch immer wieder ins Meer und dann gibt es auch schon Mittagessen, heute verschiedene Salate, die alle wahnsinnig lecker sind. Danach entspannen wir, gehen Schnorcheln, spielen eine weitere Runde Volleyball und spielen später noch ein Spiel mit der Gruppe, was super lustig ist. Dann packen wir wieder alles zusammen und fahren zur nächsten Insel, wo wir die Nacht verbringen werden. Dort lernen wir auch die dort lebenden Kuna kennen, die uns durch ihr Dorf führen. Am Anfang fühlt sich das etwas merkwürdig an, ein bisschen wie im Zoo, aber andererseits könnten sie jederzeit sagen dass sie nicht möchten, dass wir kommen und sie versichern uns mehrfach, dass sie sich freuen dass wir da sind und an ihrer Kultur interessiert sind. Besonders die Kinder sind toll, spielen mit uns fangen und machen andere Späße. Dann werden wir zu einem traditionellen Tanz eingeladen, der von Panflöten begleitet wird. Eine super coole Erfahrung. Später spielen wir noch eine Runde Plumpssack, bevor wir zurück in unsere Unterkunft gehen, wo wir unsere heutigen Hängematten beziehen. Dort gibt es sogar eine richtige Dusche (naja eher eine Tonne mit Süßwasser😃), himmlisch!

Nach der Dusche fühlen wir uns wie neu geboren. Wir quatschen wieder mit den anderen, während wir auf unser Abendessen warten. Heute gibt es Burritos mit Kürbispüree, super lecker! Was sie hier für uns zaubern ist wirklich Wahnsinn. Nach dem Essen quatschen wir weiter und spielen Dobble, Scharade und ein Trinkspiel. Heute wird es dann auch deutlich später und dadurch eine ziemlich kurze Nacht.

Nach ungefähr viereinhalb Stunden Schlaf (wieder in Hängematten 😍) werden wir dann auch wieder zum Frühstück geweckt, wo heute Rührei/Erdnussbutter mit Brötchen und Obst serviert wird.

Danach sind wir bereit für die nächste längere Bootsfahrt zu Atidub. Bereits nach drei Minuten sind alle im Boot klatschnass und genauso geht es knapp drei Stunden weiter. Man kann nicht einmal die Augen auf lassen, weil man in einer Tour Wasser in die Augen bekommt. Zum Glück kommen wir aber sicher an und bewundern die traumhaft schöne Insel, auf der wir heute auch übernachten. Nach ein paar Runden Volleyball gibt es dann auch schon unser letztes Inselmittagessen (😔), was wieder aus verschiedenen leckeren Salaten besteht. Nach dem Essen gehen Marcus und ich eine Runde schnorcheln und sehen viele schöne Fische.

Danach wird noch etwas auf der Insel entspannt und dann geht es auch schon zur Nachbarinsel. Diesmal aber nicht mit dem Speedboat, sondern mit Holzkayaks. Das ist super anstrengend, vor allem weil die Paddel super schwer sind. Deshalb brauchen wir auch etwas länger, obwohl es nur ein kurzes Stück ist. Auf der Insel lebt eine Kuna-Community, über die wir wieder wahnsinnig viel lernen. Zum Beispiel, dass auf dieser Insel Kokosnüsse als Währung genutzt werden und dass es um die sieben Jahre dauert, bis eine Kokospalme Früchte trägt. Danach gibt es noch ein Bier und wir fahren mit den großen Booten wieder zurück nach Atidub. Dort suchen wir uns unsere Hängematten für die letzte Nacht aus und machen es uns am Esstisch gemütlich. Zum Abendessen werden wir von Kunas bekocht und konnten aus drei verschiedenen Gerichten wählen, Marcus und ich haben uns natürlich für die vegetarische Alternative entschieden. Alle sind sehr zufrieden mit dem Essen und danach genießen wir unseren letzten Abend (eher Nacht 😃) auf der Insel.

Am nächsten Morgen werden wir sogar schon um halb sieben geweckt, weil wir gegen 8 aufbrechen müssen. Für die meisten war die Nacht ziemlich kurz, aber es hilft ja nichts. Nach dem Frühstück wird also ein letztes Mal gepackt und dann geht es gute 1,5 Stunden zum Ausreisepunkt von Panama. Wir werden wieder ganz schön nass und die Wellen sind ziemlich hoch, aber es schaukelt nicht zu sehr. Dort warten wir dann auf unseren Ausreisestempel und nutzen die Zeit für einen kleinen Snack in einer Bäckerei und ein bisschen Entspannung. Als alle ihre Stempel haben geht es auch schon nach Kolumbien!

Hinterlasse einen Kommentar