Nach knapp zwei entspannten Stunden kommen wir in Soná an, wo der Bus nach Panamá City schon wartet. Nach einer kurzen Pinkelpause geht es dann auch direkt weiter und ich sitze die nächsten drei Stunden neben einem Neuseeländer aus Queenstown. Mit dem unterhalte ich mich prima und er bietet uns sogar an, in seinem Haus dort zu übernachten 😀. So vergeht die Zeit bis Las Uvas wie im Flug, wo wir an einer Kreuzung aussteigen und auf den Bus nach El Valle warten. Der kommt dann auch nach ein paar Minuten (heute haben wir wieder großes Glück) und bringt uns in einer knappen Stunde zum Ziel (mit überlauter Salsamusik🙉). Dort steuern wir direkt das Bodhi Hostel an, wo wir für die nächsten drei Nächte endlich mal wieder ein Doppelzimmer haben. Nach 8 Nächten im Dorm (teilweise mit Erkältung) eine sehr willkommene Abwechslung.
El Valle liegt in einem Vulkankrater (der ist nicht mehr aktiv, versteht sich von selbst), wieder etwas höher und daher kühler als am Meer. Das merkt man direkt, leider fängt es auch gerade an zu regnen. Wir beziehen unser schönes Doppelzimmer und steuern das Coco Latte Café an, wo ich schon wieder Falafel, Hummus und Pitabrot (ich kann einfach nicht widerstehen) und Marcus einen veganen Wrap mit Pommes verputzt.



Nach der leckeren Stärkung erkunden wir den kleinen Ort, schlendern über den Markt und ich finde dort endlich einen Sonnenhut 💪🏼. Außerdem nehmen wir noch eine kleine Wassermelone mit, von der wir die Hälfte im Hostel vernichten. Im Hostel wird außerdem Yoga angeboten und ich habe mich gleich für eine Stunde Deep Stretch angemeldet, was nach dem vielen Sitzen heute auch wahnsinnig gut tut. Um 8 gibt es dann Abendessen, für das wir uns ebenfalls angemeldet haben. Wer kann bei vegetarischem Chili für 3$ pro Person schon widerstehen! Das gibt es am Ende erst gegen neun, es ist aber trotzdem wahnsinnig gut. Neben den klassischen Zutaten ist allerhand Gemüse verarbeitet, zum Beispiel Kürbis. Das muss ich Zuhause unbedingt auch mal so versuchen. Gegen zehn geht es dann ins Bett und wir schauen noch eine Folge Bergdoktor (juhu!).
Am nächsten Morgen wird ausgeschlafen, herrlich! Danach geht es zum Frühstück, wo es hier auch Pancakes gibt, allerdings mit Obst und wir müssen sie nicht selbst zaubern. Dann überlegen wir, was wir heute machen und entscheiden uns für eine kleine Wanderung auf den Berg „La Silla“, die uns gestern empfohlen wurde. Nach den Erkältungen vermutlich vernünftig, erstmal langsam zu starten.


Auf dem Weg sehen wir, dass man das Ganze auch als Rundweg laufen kann und vertagen die Entscheidung auf später. Nach guten 1,5 Stunden auf dem schönen Wanderweg kommen wir am Gipfel an. Unterwegs können wir schon tolle Ausblicke genießen und das Wetter ist heute auch deutlich besser als gestern, also alles richtig gemacht! Nach einer kurzen Pause am Gipfel (mit Nüssen und Keksen) beschließen wir, noch ein Stück weiter zu laufen, damit wir nicht den selben Weg zurück haben.





Am Ende laufen wir dann gut 15km mit knapp 500 Höhenmetern, das hat dann irgendwie doch nicht so gut geklappt mit der entspannten Wanderung 😀. Dafür war der Weg wirklich toll, wir haben nur wenige Menschen getroffen und sind durch viele süße Orte gelaufen. Auch nach dem Gipfel hat sich keine einzige Wolke vor die Sonne geschoben.




Leider haben wir am Gipfel aber auch unsere letzten Snacks verputzt, sodass wir platt und vor allem mit einem riesen Hunger am Hostel ankommen. Deshalb gehen wir direkt nebenan zu Pizza & Pasta Express und bestellen Pizzen. Die kommen zum Glück auch schnell, wir teilen uns eine quattro Formaggi und eine Gemüsepizza, das tut (und schmeckt) gut! Danach laufen wir noch schnell zum Supermarkt, füllen unsere Nuss- und Keksvorräte auf und nehmen noch ein Eis für den Weg mit. Im Hostel geht es schnell duschen und dann fallen wir auch schon ins Bett, froh dass wir heute keinen Schritt mehr gehen müssen. Dafür gibt es aber direkt den nächsten Bergdoktor, so ein super Tag!
Am nächsten Morgen gibt es wieder das leckere Hostelfrühstück, diesmal sogar mit Erdnussbutter 😍! Danach überlegen wir wieder was wir heute anstellen. Das Wetter ist fabelhaft heute, kaum eine Wolke am Himmel. Wir würden gern die Wanderung La Gaita machen, sind uns aber nicht so sicher ob das so einfach geht. Marcus findet allerdings noch zwei Jungs, die das gleiche Ziel haben also ziehen wir uns schnell um, putzen Zähne und gesellen uns zu den beiden. Der eine lebt schon seit sieben Jahren in Panama und ruft uns ein Taxi zum Einstieg der Wanderung. Nach gut zehn Minuten Fahrt sind wir da und bekommen sogar die Taxifahrt spendiert! Dann geht es direkt ziemlich steil bergauf, ganz schön anstrengend in der Sonne. Kim und Brad stoppen nach ein paar Kilometern, also geht es für uns beide allein weiter. Nach einem kurzen flachen Teil geht es in den Wald, wo wir auf Stufen die letzten 550 Meter zurücklegen.



Die letzten Meter sind aus Holz und über den Bäumen, ein Traum! Die Aussicht ist wunderschön, wir können super weit gucken und die Plattform am Ende ist Wahnsinn. Wir genießen den Ausblick eine ganze Weile bevor es wieder zurück geht.






Unterwegs treffen wir Brad und Kim wieder, mit denen wir auf den Bus zurück nach El Valle de Antón warten. Der kommt zum Glück auch recht schnell, sodass wir nach insgesamt drei Stunden zurück im Ort sind. Danach haben wir natürlich Hunger und gehen mit den beiden noch in eine Bäckerei, wo es himmlischen Kuchen und Cappuccini gibt. Genau das richtige nach der Wanderung.

Dann geht es kurz ins Hostel, bevor wir um halb 5 zur nächsten Wanderung aufbrechen. Wir wollen nämlich den heutigen Sonnenuntergang am Cara Iguana genießen, wo wir auch direkt hinlaufen. Nach einem kurzen Stück Straße geht es auf einer Schotterpiste bergauf, bis es das letzte Stück auf einem schönen Wanderweg bergbauf geht. Am Gipfel angekommen genießen wir die traumhafte Aussicht und warten auf den Sonnenuntergang. Leider ist der nicht ganz so spektakulär wie erhofft, dafür treffen wir Pascal aus Basel, mit dem wir uns gemeinsam an den Abstieg machen.





Wir wollen einen anderen Weg zurück gehen, was Anfangs auch sehr gut klappt. Allerdings wird es doch recht schnell dunkel und wir verlieren den Weg immer mal, vor allem als es ein Stück in den Wald geht. Ganz schön abenteuerlich, die Nachtwanderung, aber dank Alltrails und GPS kommen wir gegen halb 9 wieder gut in El Valle an und gehen zusammen im El Rincón Colombiano essen. Marcus und ich essen Gemüselasagne, super lecker und mal etwas ganz anderes. Als wir uns verabschieden, ist es dann auch schon kurz vor 10, ein ganz schön langer, aber vor allem superschöner Tag! Zurück im Hostel geht es dann nur noch unter die Dusche und ins Bett, wo es heute sogar zu spät für die nächste Folge des Bergdoktors ist.
Am nächsten Morgen gibt es nach dem Ausschlafen zur Abwechslung French Toast zum Frühstück. Danach quatschen wir eine Weile mit Johanna aus Dresden und beschließen, zusammen zum Wasserfall zu laufen. Vorher müssen wir aber noch aus unserem Doppelzimmer ausziehen und in den Schlafsaal wechseln. Als das erledigt ist, geht es los zum Chorro Macho. Dazu geht es 45 Minuten an der Straße entlang zur Kasse. Dort zahlen wir 5$ Eintritt und laufen den kleinen Rundweg. Man kann dort allerdings nicht schwimmen und soo beeindruckend ist die Aussicht auch nicht.



Für den Preis hatten wir etwas mehr erwartet. Da wir noch nicht zurück ins Hostel wollen, laufen wir noch zu dem anderen Wasserfall, dem Chorro Las Mozas. Nach einer guten halben Stunde kommen wir an, zahlen hier nur 2$ Eintritt und laufen noch ein paar Minuten am Fluss entlang. Dann kommen wir zu einem kleinen Wasserfall, in dem wir baden und sogar von ein paar Klippen ins Wasser springen können. Das führt bei Marcus natürlich zu Begeisterung und wird direkt ausprobiert. Johanna und ich baden immerhin. Dort bleiben wir eine Weile, bevor wir wieder zurück in den Ort laufen.





Weil wir schon Hunger haben, gehen wir unterwegs ins „Los Hermanos“, wo es für Marcus und mich gebratenen Reis mit Gemüse und eine Portion Gemüse gibt. Nach der Stärkung geht es schnell zurück ins Hostel, wo wir gerade rechtzeitig für die heutige Deep Stretch-Einheit ankommen. Diesmal machen wir beide mit und fühlen uns danach gleich viel beweglicher. Anschließend bekommen wir unsere Betten im 9er-Schlafsaal zugeteilt (beide ganz oben in dreistöckigen Hochbetten 😳) und dann geht es noch schnell unter die Dusche, bevor wir noch ein paar Oliven, ein Eis und Gummibärchen essen und uns früh ins Bett legen.
Am nächsten Morgen geben wir als erstes unsere Wäsche ab, bevor wir wieder unsere Pancakes verputzen. Dann legen wir uns in den Garten und buchen zwei Flüge (es war echt entspannt hier in Zentralamerika nur mit Bussen unterwegs zu sein, Flüge sind bei der Organisation gleich viel stressiger und vor allem teurer). Dort entspannen wir noch etwas und als wir uns gerade für die heutige Wanderung fertig machen wollen ist unsere Wäsche sogar schon fertig. Also wird die noch schnell weggeräumt und um kurz vor eins geht es dann endlich los zur India Dormida, der bekanntesten Wanderung in El Valle. Die heißt so, weil sie aussieht wie eine schlafende Frau (da waren sie nicht sonderlich kreativ mit der Namensgebung). Dafür laufen wir erstmal an die andere Seite des Ortes, bis es bergauf geht. Von oben haben wir einen herrlichen Blick und hier sieht man bisher auch am besten, wie schön El Valle im Krater liegt.


Auf dem Kamm geht es dann, nach einer kurzen Snackpause, ein Stück weiter bis zum „Kopf“. Der Ausblick ist immer wieder unfassbar schön.



Dann geht es auch schon wieder runter, kurz nach dem Gipfel gibt es aber noch eine Felskante, hinter der es super steil runter geht. Total cool. Danach sehen wir auf dem Weg nach unten außerdem noch ein paar schöne kleine Wasserfälle und Felsmalereien. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt ☺️.






Auf dem Rückweg zum Hostel halten wir noch kurz beim Markt an und besorgen Gemüse für das heutige Abendessen. Heute wollen wir dann wirklich mal kochen, und zwar eine asiatische Gemüsepfanne mit Nudeln und Tofu. Im Hostel angekommen mache ich endlich mal wieder ein kurzes Oberkörperworkout, nach meiner langen Erkältungspause. Im Anschluss nehmen wir beide erneut beim Deep Stretch Yoga teil, was auch heute sehr gut tut, bevor endlich die Kochlöffel geschwungen werden.


Nach dem Festmahl gönnen wir uns wieder ein Eis und gehen bald ins Bett, ein bisschen Serien weiterschauen 😀.
Am nächsten Morgen starte ich zur Abwechslung mit Power Yoga in den Tag, was auch super gut tut. Danach gibt es wieder French Toast zum Frühstück, bevor wir noch einen Geburtstagsanruf erledigen und mal wieder packen. Zum Glück fährt der Bus nach Panama City direkt gegenüber vom Hostel, sodass uns heute ein recht angenehmer Reisetag bevorsteht.

