Boquete und Santa Catalina

Nach einer knappen halben Stunde auf dem Wasser legen wir in Almirante an und laufen gute 10 Minuten zum Busbahnhof. Dort wartet schon der nächste Bus nach David, in den wir gleich einsteigen und der uns in ziemlich genau 4 Stunden ans Ziel bringt. In David steigen wir in den Bus nach Boquete, wo wir nach einer guten Stunde Fahrt ankommen. Ein langer, aber im Grunde doch recht entspannter Reisetag. Von Boquete aus sind es noch 5 Minuten mit dem Taxi ins Agarthas Hostel, wo wir die nächsten vier Nächte schlafen werden. Hier sind super viele Deutsche, total verrückt nachdem wir die letzten Wochen nicht so viele gesehen haben. Wir verquatschen uns total, dafür essen wir anschließend alle zusammen Tortillas. Super lecker und da wir die Kosten teilen auch super günstig. Bis wir fertig gegessen haben ist es auch fast 11, ein längerer Abend als gedacht, aber total schön! Danach geht es nur noch schnell unter die Dusche und wir fallen müde, platt und satt ins Bett.

Am nächsten Morgen schlafen wir erstmal aus. Da wir es gestern nicht mehr geschafft haben etwas zum Frühstück zu besorgen, geht es erstmal in die Stadt. Annika aus Münster begleitet uns und im Sugar & Spice Café genießen wir ein super leckeres Frühstück. Dann suchen wir noch schnell eine Apotheke und fahren mit dem Taxi zum Einstieg der Wanderung zu den 3 Wasserfällen. Dort zahlen wir 10$ Eintritt pro Person und wandern bis zum dritten und letzten Wasserfall nach oben. Nach einer guten Dreiviertelstunde sind wir angekommen und genießen den tollen Blick. Wir können in der Sonne sitzen und werden von den klitzekleinen Wassertropfen abgekühlt, herrlich!

Danach geht es zum zweiten Wasserfall, wo wir unsere Muffins essen, die wir uns im Sugar & Spice noch mitgenommen haben. Zum Abschluss geht es noch kurz zum ersten Wasserfall und wieder zurück zum Einstieg.

Wir fahren mit dem Bus zurück nach Boquete, besorgen uns Essen im Supermarkt, neuen Hustensaft in der Apotheke und Bargeld. Dann geht es mit dem Taxi wieder zurück zum Hostel, wo wir kurz mit Amir (unserem Host) quatschen und dann den Kochlöffel schwingen. Heute zaubern wir Nudeln (es gibt sogar Vollkorn in Panama! Das Land hat es mir jetzt schon angetan) mit einer Gorgonzola-Spinat Soße. Nach der leckeren Stärkung quatschen wir noch einen Moment mit den anderen Gästen, bevor wir heute auch mal wieder früher ins Bett gehen.

Leider ist die Nacht nicht ganz so erholsam, weil Marcus ziemlich von seinem Husten gequält wird. Daher entscheiden wir uns auch, die für heute geplante Wanderung doch nicht zu machen. Stattdessen frühstücken wir ausgiebig und entspannt im Hostel und Marcus legt sich nochmal etwas hin. Dann nutzen wir die freie Zeit, um unsere restlichen Buchungen für Panama zu tätigen. Am Nachmittag entscheiden wir uns, zu den Hot Springs in der Nähe zu fahren. In der Zwischenzeit hat es leider auch angefangen zu regnen, sodass wir eine verregnete Dreiviertelstunde im Taxi verbringen. Vor allem der letzte Teil der Straße ist ziemlich schlecht und abenteuerlich, dann geht es noch ein paar Minuten über einen steinigen Weg zu den Hot Springs. Die sind aber super cool, es gibt vier unterschiedlich warme Pools, wobei wir nur die beiden wärmsten nutzen, da uns die anderen mit dem Regen zu kalt sind. Nach etwa einer Stunde hört es zum Glück auch auf zu regnen, sodass wir in der Dämmerung schließlich trocken den Rückweg antreten können. Ein richtig cooles Erlebnis und super abenteuerlich! ☺️

Dann geht es zurück nach Boquete, wo wir uns direkt im Urban Fuxion absetzen lassen, was wir uns für unser heutiges Abendessen ausgesucht haben. Als Vorspeise teilen wir uns dort Baba Ganoush, danach gibt es Pad Thai für Marcus und Khao Soi für mich.

Danach geht es mit dem Taxi zurück ins Hostel, wo wir noch einmal schnell heiß duschen und uns anschließend direkt ins Bett legen.

Die Nacht ist leider nur geringfügig erholsamer als die vorherige, sodass wir wieder lang im Bett bleiben und anschließend in Ruhe frühstücken. Leider hat sich meine Stimme heute Nacht auch verabschiedet, was mir eigentlich nie passiert. Also wieder keine Wanderung, sondern Erholung heute. Daher nutzen wir die Zeit, um endlich unseren Flug nach Neuseeland zu buchen. Eigentlich hatten wir geplant, eine Woche in San Francisco zu bleiben, da die Flüge von dort aber ziemlich teuer sind und Annika uns sehr von San Diego vorgeschwärmt hat, haben wir jetzt einfach einen Flug von dort gebucht. Am frühen Nachmittag laufen wir ins Zentrum von Boquete. Auf dem Weg dorthin genießen wir die schöne Aussicht, statten ungefähr allen Apotheken einen Besuch ab auf der Suche nach einem Erkältungsmittel, das uns empfohlen wurde.

In der fünften sind wir dann auch erfolgreich und können dort sogar noch unsere Sim-Karte aufladen. Danach geht es noch einmal ins Sugar & Spice, wo wir Pecan Pie und Cappuccini genießen. Herrlich! Anschließend geht es noch kurz in den Supermarkt, wo wir noch ein paar Kleinigkeiten besorgen.

Zurück zum Hostel geht es dann mit dem Taxi, wo wir noch etwas Kolumbien planen und schließlich Nudeln mit einer Linsen-Tomatensoße kochen. Zum Nachtisch gönnen wir uns heute mal etwas Schokolade (da es hier nicht ganz so heiß ist schmilzt die auch nicht sofort), bevor wir dann mal wieder packen.

Die Nacht ist dann wieder nicht ganz so erholsam und da unser Shuttle uns bereits um 7 am Hostel aufsammeln soll, klingelt der Wecker auch schon um 6. Dafür sehen wir dann noch den Sonnenaufgang ☺️.

Diesmal haben wir uns dann auch für den Shuttle als bequemere Lösung entschieden, da wir mit dem Bus nach Santa Catalina dreimal umsteigen müssten und 8-10 Stunden brauchen würden. Da erkaufen wir uns diesmal den Luxus für ein paar Dollar mehr in ca. 5 Stunden von Tür zu Tür gebracht zu werden. Um kurz nach 12 werden wir an unserem Hostel, dem Villa Vento Surf, abgesetzt. Unsere Betten sind sogar schon frei, sodass wir uns direkt umziehen können. Ein ganz schöner Temperaturunterschied vom angenehm kühlen Boquete wieder in die Hitze am Pazifik. Nachdem wir kurz das Hostel erkunden, laufen wir in das kleine Örtchen und legen eine Kaffeepause im Café Panachocolat ein. Wir gönnen uns wieder Cappuccini und leckeren Schokokuchen, eine sehr gelungene Auszeit. So viel mehr wird vermutlich auch nicht passieren, ich bin super müde und die Hitze hier macht es auch nicht unbedingt besser. Danach schauen wir mal wieder in der Apotheke vorbei und laufen danach noch kurz zum Strand um die Ecke. Dann geht es zurück zum Hostel, wo wir noch etwas Ananas essen und mal wieder nach Flügen (diesmal von Cartagena nach San Diego) und Mietwagen für San Diego schauen. Nachdem wir noch etwas im Schatten entspannt haben, bekommen wir Hunger und steuern die nahe gelegene Pizzeria an.

Dort verputzen wir zwei sehr leckere Gemüsepizzen, hatten wir auch lang nicht mehr. Danach setzen wir uns noch etwas auf die Veranda unseres Hostels, bis wir noch kurz duschen und sehr müde ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen wachen wir schon etwas erholter auf, nach mehr als 8 Stunden Schlaf 😍. Wir machen uns das Hostelfrühstück, was hier aus Pancakes mit Sirup besteht. Wir haben noch etwas Erdnussbutter aus Costa Rica, was das ganze noch vieeel besser macht. Danach wird wieder etwas geplant (gefühlt machen wir auch nichts anderes mehr). Wir fragen dann ein bisschen rum, was wir heute machen könnten, ohne uns zu überanstrengen. Wir entscheiden uns dafür, gute 20 Minuten an den schöneren Strand zu laufen. Dort gibt es ein Hotel am Strand, wo wir etwas kaltes trinken und das Meeresrauschen genießen.

Natürlich springen wir auch mal in die Fluten, eine tolle Erfrischung. Auf dem Rückweg legen wir einen Stopp bei der Eisdiele „La Moncheria“ ein, wo wir Cappuccini und hervorragendes Eis genießen. Während wir dort sind fängt es ganz schön an zu regnen, weshalb wir noch etwas länger dort bleiben.

Wir wollten eigentlich zum Sonnenuntergang Kayaks mieten und zur nahegelegenen Insel paddeln, jetzt ist es aber total bewölkt, weshalb wir diesen Plan doch wieder verwerfen. Stattdessen besorgen wir uns dann im kleinen Obst- und Gemüseladen gegenüber deutsches Vollkornbrot (wirklich!), Avocado, Eier, Tomaten und Zwiebeln. Im Hostel quatschen wir anschließend noch mit zwei Niederländern auf der Veranda, bevor wir Hunger bekommen und unsere „Burger“ zaubern. Die sind super lecker und vor allem das Brot ist eine sehr willkommene Abwechslung. Danach laufen wir nochmal in den kleinen Supermarkt um die Ecke, wo wir uns Snickers mit Mandeln als Nachtisch gönnen. Ein super Tagesabschluss!

Am nächsten Morgen schlafen wir wieder aus und genießen erneut unsere Pancakes, heute sogar noch mit Banane, es wird immer besser! Dann fragen wir im Hostel nach einem Surfkurs für heute, da wir uns langsam tatsächlich besser fühlen. Das geht leider erst am Nachmittag, sodass wir uns für den Vormittag Kayaks ausleihen und zur Insel gegenüber des Strandes paddeln. Gerade der Hinweg ist auch ganz schön anstrengend, da wir gegen die Strömung paddeln. Die Anstrengung lohnt sich aber definitiv, die Insel ist super schön und außer uns sind nur eine Hand voll Leute dort. Wir spazieren über den Strand und bewundern die zahlreichen Muscheln. Ins Wasser springen wir natürlich auch mal.

Nach einer Weile geht es wieder zurück, wir geben die Kayaks ab und laufen zurück ins Hostel. Das mit unserem Surfkurs ist irgendwie schwieriger als gedacht, schließlich bekommen wir aber doch noch einen Surflehrer und müssen fast direkt los. Es reicht gerade noch für ein paar Nüsse und einen Riegel, bevor wir wieder zum anderen Strand aufbrechen. Unterwegs treffen wir unseren Surflehrer Diego mit den Brettern und den Shirts. Zusammen gehen wir zum Strand, wo es direkt los geht. Es klappt auch tatsächlich ganz gut und nach der Stunde Kurs versuchen wir noch ein paar Wellen ohne Hilfe. Eine Welle schaffen wir beide allein, und das obwohl sie durch die Flut ganz schön anspruchsvoll sind (für unsere Verhältnisse). Irgendwann sind wir aber auch platt, bringen die Boards zurück und laufen zurück zum Hostel. Nach einer Dusche geht es dann aber auch direkt weiter ins Zentrum, Geld abheben, Snacks kaufen und direkt zum Abendessen in die Tiki Lodge. Dort wurden uns die Veggie-Burger empfohlen, was wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen.

Die Empfehlung ist auch definitiv gerechtfertigt und die Burger super lecker. Nach dem anstrengenden Tag gönnen wir uns dann sogar noch eine Mousse au Chocolat zum Nachtisch, die genauso gut ist. Zurück im Hostel schmieren wir uns noch Brote für den Morgen anstehenden Schnorchelausflug, bevor wir den Abend mit einem Bier und Takis (gerollte Tortillachips, die es hier überall gibt) ausklingen lassen und anschließend platt, aber auch sehr glücklich ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker schon um sieben, da wir schon um acht am Treffpunkt für unsere heutige Schnorcheltour zur Insel Coiba sein müssen. Also gibt es schnell Kaffee und Pancakes (heute mit Maracuja) und wir laufen zum Oceon Blue. Dort werden wir mit Flossen ausgestattet, bezahlen und dann geht es ein paar Minuten zu Fuß zum Boot. Das bringt uns in einer knappen Stunde zum ersten Schnorchelspot an der kleinen Kokosinsel. Unterwegs sehen wir sogar Delfine! Das Schnorcheln dort ist super, wir sehen unfassbar viele bunte Fische, eine Schildkröte und sogar Haie!

Dann geht es ein paar Minuten weiter zur großen Kokosinsel, wo wir noch mehrere Haie und super viele weitere bunte Fische sehen. Die Insel Coiba ist dann der nächste Halt, wo wir auch unsere Mittagspause einlegen. Wir bekommen leckeren Nudelsalat und Ananas zum Nachtisch, bevor wir noch kurz zum Aussichtspunkt der Insel laufen und den tollen Blick genießen. Dann geht es wieder eine Insel weiter, wo wir eine weitere entspannte Pause einlegen. Der Strand ist super schön, nur zeigt sich das Krokodil, das hier lebt, heute leider nicht.

Eine Stunde später geht es weiter zu unserem letzten Schnorchelspot für heute. Dort sehen wir einige weitere Schildkröten und natürlich wieder Fische.

Anschließend geht es wieder zurück nach Santa Catalina, schon wieder mit der Aussicht auf Delfine. Das Meer ist auch etwas unruhiger als auf dem Hinweg und wir hüpfen ganz ordentlich über die Wellen. Auf dem Weg zum Hostel bleiben wir im Caricaco Coffee Shop hängen, wo wir einen Kaffee trinken und eine Kugel Eis essen. Eine weitere Deutsche, die wir aus Boquete kennen, stößt zu uns und wir quatschen eine Weile. Wir bekommen sogar noch einen leckeren Cocktail aufs Haus 😀. Währenddessen bekomme ich Hunger, weshalb wir uns noch eine Quinoa – Bowl mit Falafel, Hummus, Pita Brot und Oliven bestellen und dazu Toña (ja, wir vermissen Nicaragua manchmal). Das Essen ist dann auch besonders lecker und das Bier natürlich auch.

Auf dem Rückweg zum Hostel schauen wir wieder in der Frutería vorbei und nehmen außer Obst auch noch Tofu für die nächsten Tage und zwei Schokomuffins als Nachtisch mit, die auch super lecker sind. Also das Essen in Santa Catalina war alles in allem kaum zu toppen 😀. Nach dem Festmahl wird geduscht und gepackt, bevor wir die Fotos und Videos des heutigen Tages bewundern und schließlich ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen gibt es ein letztes Mal leckere Bananenpancakes zum Frühstück, bevor wir den Rest einpacken und zur Bushaltestelle laufen, um den 8 Uhr-Bus nach Soná zu nehmen.

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