Wir können gar nicht wirklich glauben dass die erste Woche schon rum ist. Auch wenn wir in der Zeit schon wahnsinnig viele tolle Erlebnisse, total viel gelernt und eine super Weihnachtsfeier hatten, kommt es uns vor wie ein paar Tage. Wir freuen uns schon auf die zweite Woche!
Der nächste Morgen startet früher als sonst, wir sollen nämlich ein paar Hütten putzen und Fotos machen, damit sie anschließend auf Airbnb vermietet werden können. Nach einem schnellen Frühstück geht es schon zeitig los. Zu sechst fahren wir im Auto zur Bar in der Nähe, bekommen noch jeder eine Käseempanada und starten dann. Zuerst steht ein Spaziergang bergauf zu den Cabins an. Nach ca. 20 Minuten kommen wir an, und sie sind wirklich super schön. Wir müssen doch nicht putzen, stattdessen fertigen wir eine Liste an mit den Sachen, die ausgebessert werden müssen (beispielsweise Fliegengitter an den Fenstern, einzelne Bretter oder eine Tür). Aber der Ausblick ist traumhaft und die Basis super, das wird toll werden! Carlon, der Besitzer, führt uns herum und erzählt uns dabei noch super viel über die Gegend, seine Tiere und die Käseproduktion (er macht his zu ein Kilo Käse im Monat komplett manuell, super verrückt). Dann geht es wieder zurück ins Camp.





Dort wird schon fleißig gekocht. Wir wollen die Zeit eigentlich mit Wäsche waschen nutzen, leider geht das Wasser aber gerade nicht. Zu Mittag gibt es Pasta mit einer pikanten Linsen-Tomatensoße, super lecker. Nach dem Mittagessen gibt es das wöchentliche Teammeeting, wo es wieder einen Überblick über die kommende Woche gibt uns das Board besprochen wird. Danach möchte ich gern noch Ohrringe aus den Flaschendeckeln machen und während diese im Pananigrill schmelzen, helfen wir wieder Hannah und Skye mit dem Trennen der Plastikflaschen. Leider funktioniert der Paninigrill nicht so gut, weshalb es leider keine Ohrringe gibt. Ist aber nicht schlimm. Danach entspannen wir noch ein wenig und Marcus sammelt mit einigen anderen Kokosnüsse, mit denen wir morgen einen Workshop haben. Ich flicke außerdem meine Bauchtasche, bei der ein Gurt etwas abgeht. Sieht zwar nicht schön aus, hält aber hoffentlich und ich bin ein bisschen stolz dass ich das überhaupt hinbekommen hab, nachdem Mama mir das vor Ewigkeiten mal gezeigt hat. Dann geht es noch kurz duschen und wir warten auf das Abendessen.





Da gibt es heute Reis mit Ei und Gemüse, Kohl und Bananenblüten. Super lecker! Danach sind wir noch eine Zeit lang in der Küche, bevor wir zu unserer nächsten Nachtpatroullie aufbrechen. Es regnet leider ein bisschen, zum Glück aber nicht allzu viel. Auf dem Hinweg sehen wir eine Olive Ridley die gerade ihr Nest baut, diesmal dürfen Marcus und ich Eier zählen. Super spannend! Wir zählen 92 Eier, da war jemand fleißig. Dann geht es weiter, wir sehen aber nur noch ein paar Spuren von Schildkröten, die bereits wieder im Wasser sind. Auf dem Rückweg sehen wir dann tatsächlich endlich eine grüne Schildkröte. Sie hat leider schon fertig gebrütet aber wir taggen, vermessen und markieren das Nest für die Morgenpatroullie. Also eine sehr erfolgreiche Nachtpatroullie, das war super! Um kurz vor 1 sind wir wieder zurück, essen eine Kleinigkeit, duschen noch schnell und fallen wahnsinnig müde ins Bett.
Am nächsten Morgen startet um 9 ein Kokosnuss-Workshop, deshalb stehen wir ein kleines bisschen früher auf. Nach dem Frühstück geht es auch gleich los und Ben zeigt uns, wir wir Kokosnüsse mit der Machete öffnen, Palmen hochklettern (okay, das ist eher zum anschauen) und woran man die unterschiedlichen Reifestifen erkennt (welche man am besten trinken kann etc.).



Danach bereiten wir Kokosmilch zu, das dauert allerdings ganz schön lang sodass wir zwischendurch unsere Mittagspause einlegen und Bratkartoffeln mit Salat essen. Danach geht es weiter, wir machen den Rest fertig und räumen auf, bevor am Nachmittag Großreinemachen ansteht. Jeder bekommt eine Aufgabe, Marcus und ich sind für die Küche eingeteilt, die wir eineinhalb Stunden schrubben. Danach gibt es dann erstmal etwas Entspannung in der Hängematte, bevor ich mit Marcus nochmal kurz an den Strand gehe um bis zum Abendessen noch etwas Plastikmüll aufzusammeln.




Ben hat zum Abendessen ein wahres Festmahl gezaubert. Es gibt ein Kürbiscurry mit Reis und einer hervorragenden Focaccia von Alba. Das beste Essen seit langem! Zum Nachtisch zaubert Alex noch einen Nachtisch mit Karamell und den Kokosraspeln, sehr süß und sehr lecker! Danach spielen wir noch eine Runde Karten, duschen und fallen müde ins Bett.
Am nächsten Morgen unterstützen wir unsere Nachbarn bei der Reisernte. Wir sollen dazu um halb 8 abgeholt werden, bis das Auto da ist was uns abholt und alle fertig sind ist es allerdings halb 9. Halb 8 nach Costa Rica-Zeit eben 😄. Dann geht es wieder zu der Bar in der Nähe, wo wir uns mit den anderen Helfenden treffen. Nach einem kurzen Kennenlernen geht es los, das Reisfeld ist ein paar Fußminuten entfernt. Kurz nachdem wir gestartet haben sehen wir in der Nähe Klammeraffen, die einzige Affenart hier die wir noch nicht gesehen haben.
Zuerst wird der Reis mit Macheten abgeschlagen, auf einer Plastikfolie ausgebreitet und anschließend wird die restliche Pflanze noch etwas gekürzt. Wenn genug zusammengekommen ist, wird der Teil auf der Folie mit Stöcken gedroschen. Super anstrengend, vor allem in der Hitze! Und es vermittelt uns einen guten Eindruck, wie unsere Vorfahren damals Getreide geerntet haben. Ein richtiger Knochenjob! Es macht trotzdem total Spaß, auch wenn wir uns morgen vermutlich nicht mehr bewegen können. Um 12 gibt es eine Mittagspause, wo wir in der Bar Reis, Bohnen, Salat, Kürbis und Käse schlemmen. Dazu gibt es noch eine hausgemachte Limo und Karamelisierten Kürbis zum Nachtisch. Ein Festmahl! Danach geht es in die nächste Runde, bis wir gegen viertel vor 4 wieder Richtung Bar laufen, und uns dort mit einem kalten Bier für die Anstrengung belohnen. Eine tolle Erfahrung, aber auch total verrückt wenn man sieht wie wenig Reis nach einem Tag mit 17 Leuten rauskommt. Und der ist ja noch nichtmal essfertig. Im Camp wird erstmal kurz entspannt, während die anderen das Abendessen vorbereiten. Außerdem weichen wir unsere Wäsche ein und hoffen, dass morgen die Sonne scheint, sodass auch alles trocknet.




Das gibt es dann auch kurze Zeit später, die Reste von gestern, neues Brot und Salat aus Bananenblüten mit Curry. Sehr lecker und eine super Stärkung vor unserer nächsten Nachtpatroullie. Ein sehr anstrengender und langer Tag heute, aber man weiß ja hier wofür. Während der Nachtpatroullie regnet es leider etwas und -wir sehen tatsächlich nichts. Nichtmal die Spur einer Schildkröte. Wir laufen den Strand sogar teilweise doppelt ab, weil wir ca. 4 Stunden patroullieren sollen, leider ohne Erfolg. Weil heute auch noch eine Tour mit Besuchern des Camps ansteht, sind wir schon um 8 los gelaufen, weshalb wir dann auch schon um halb 12 zurück sind. Wir essen noch ein paar Nüsse, duschen und fallen ins Bett.
Am nächsten Morgen können wir zum Glück etwas länger schlafen. Nach einem leckeren Frühstück (heute mal wieder Spiegelei mit Toast) widmen wir uns der Wäsche. Das dauert ganz schön lang, sodass wir direkt danach Flaschen er schlüssel reinigen, weil Plastic schon angefangen hat. Anschließend geht das Programm auch direkt weiter heute sind wir nämlich wieder mit Kochen an der Reihe. Für das Mittagessen gibt es Nudeln mit einer Linsen-Tomatensoße, was und auch ganz gut gelingt. Zum Nachtisch gibt es noch Bananencookies, da die Banenen schon wieder sehr reif sind und weg müssen. Dann entspannen wir etwas in den Hängematten, das tut auch mal wieder gut. Um halb 3 ziehen alle außer uns los,, um beschädigte Sektorposten zu repatieren. Wir dürfen im Camp bleiben, weil wir sonst zu spät zum Kochen zurückkommen würden. Wir reinigen stattdessen noch ein paar Flaschendeckel, räumen unsere Wäsche wieder weg und bleiben noch etwas in den Hängematten. Um halb 5 fangen wir dann auch schon mit den Vorbereitungen fürs Essen an. Es gibt einen Salat mit Reis, gebratenem Blumenkohl und gebratener roter Bete. Bis das alles fertig ist, ist es halb 7. Immer wieder überraschend, wie lang so ein Essen gut 10 Leute dauert. Dafür ist es aber gut gelungen und alle sind begeistert. Die Mühe hat sich also gelohnt ☺️. Danach sitzen wir noch etwas zusammen und gehen aber auch wieder zeitig ins Bett.





Nach einer sehr erholsamen Nacht gibt es mal wieder leckeres Porridge zum Frühstück. Anschließend beginnt die Vorbereitungen für unser heutiges Essen. Es gibt Tamales, ein klassisches Costa ricanisches Gericht, dass es typischerweise zu Weihnachten gibt. Sind zwar etwas spät dran, aber was macht das schon. Es wird erstmal geachnippelt und gerieben was das Zeug hält. Gegen halb 12 sind wir damit und dir eigentliche Zubereitung beginnt. In großen Blättern werden alle Zutaten arrangiert. Ein Teig aus Maismehl, Gewürzen und geriebenem Gemüse mit Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Reis und Fleisch (für die Nicht-Vegetarischen unter uns). Das wird fest zu kleinen Paketen geschnürt (damit kein Wasser reinläuft) und anschließend für zwei Stunden über Feuer gekocht.









Währenddessen entspannen wir etwas, Marcus unternimmt seine ersten (leider erfolglosen) Angel ersuche und reparieren die letzten kaputten Sektorenposten. Diejenigen, die fehlen, werden wieder eingebuddelt oder meistens auch noch neu ausgesucht und werden bemalt. Als wir zurück sind, gibt es dann auch endlich die Tamales, wir haben einen riesen Hunger!




Danach sitzen wir noch in der Küche und spielen Karten, bevor um 9 unsere vorletzte Nachtpatroullie ansteht. Die letzten 3 Nächte wurden weder Schildkröten noch Spuren entdeckt, wir sind gespannt ob wir heute mehr Glück haben. Kurz darauf stellt sich heraus, dass dem wohl so ist, wir sehen nämlich eine riesige grüne Schildkröte (ca. 1,20m 😳). Die legt zwar keine Eier ist aber trotzdem cool. Dann geht es Schlag auf Schlag, wir sehen zwei Olive Ridleys, zählen einmal Eier und markieren die Nester sehen noch drei weiter Grüne. Außerdem jede Menge Spuren, da aber schon super spät ist schauen wir uns nur noch die Spuren der grünen an. Außerdem es biolumineszierendes Plankton im nassen Sand am Strand, wenn man den etwas wegkickt sieht das kurz aus wie ein 8 Sternenhimmel auf dem Boden. Richtig schön! Um viertel vor 2 kommen wir zurück ins Camp, essen noch eine Banane und fallen platt ist Bett. Was eine erfolgreiche Nachtpatroullie! ☺️
Am nächsten Morgen bin ich dafür schon viel zu früh wach und müde. Nachdem wir aufgestanden sind, waschen wir erstmal unseren kleinen Rucksack, der hat es bitter nötig. Anschließend gibt es wieder leckeres Bananenporrigde. Da es heute super warm ist, verläuft der restliche Morgen ziemlich entspannt. Wie gehen kurz ins Meer, aber nur bis zu den K8nien, weil die Strömung wirklich super stark ist. Aber als abbaden zum Jahresende zählt es sicher trotzdem ☺️.

Danach wird etwas in den Hängematten entspannt, zum Mittag machen wir uns ein paar Tamales warm und entspannen weiter. Nachmittags erneuern wir wieder ein paar Sektorenposten und danach beginnt die Abendplanung. Wir werden wieder Tamales essen, dazu machen wir aber einen Salat. Für später backen wir einen Kuchen und pressen frischen Saft, damit wir alle zusammen anstoßen können nachdem die letzten von der Nachtpatroullie zurückkommen. Nach dem Abendessen verabschiedet sich das Team der Nachtpatroullie und wir spielen mit den übrig geblieben noch ein bisschen Karten und trinken Rum. Um kurz vor 12 gehen wir zum Strand und machen ein Lagerfeuer. Dann kommen auch die Mädels von der Nachtpatroullie zurück, wir stoßen gemeinsam an und essen den super leckeren Kuchen mit Banjo-Begleitung am Lagerfeuer. Ein toller Start ins neue Jahr ☺️.



Am nächsten Morgen schlafen wir erstmal aus und genießen ein spätes Frühstück. Danach wird erstmal entspannt. Später gibt es ein spätes leckeres Mittagessen und wir spielen eine Runde Domino. Dann wird leider schon wieder gepackt, aber wir freuen uns jetzt auch auf die nächsten Abenteuer. Dann gehen wir unsren letzten Sonnenuntergang schauen und der zeigt sich von seiner allerbesten Seite. So kann man in das neue Jahr starten!


Dann geht es zurück zum Camp, wo schon fleißig gekocht wird. Heute gibt es Rührei mit Pancakes, ein etwas untypisches Abendessen, aber trotzdem super lecker. Danach genießen wir den Abend noch etwas, bevor es für uns zu unserer letzten Nachtpatroullie geht. Die ist leider recht ereignislos, wir sehen weder frische Spuren noch eine Schildkröte. Dafür fängt es am Ende des Strands an zu schütten und wir sind Klatschnass, als wir zurückkommen. Es ist zwar nicht kalt, aber unsere Sachen trocknen niemals bis zu unserer Abreise morgen früh. Zurück im Camp geht es dann nochmal unter die Dusche und wir klettern ein letztes Mal in unser Bett.
Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um halb 7. Es gibt ein noch einmal Eier mit Toast zum Frühstück, bevor wir uns von allen verabschieden. Verrückt, wie sehr uns alle nach zwei Wochen ans Herz gewachsen sind. Wir freuen uns sehr auf die kommenden Abenteuer in Panama, trotzdem fällt der Abschied nicht leicht und das ein oder andere Tränchen wird verdrückt. Wir sind super froh, dass wir uns für zwei Wochen Volunteering bei COPROT entschieden haben, das hat unsere Reise wahnsinnig bereichert. Dann laufen wir wieder zur Straße und warten auf das Colectivo, was uns zurück nach Puerto Jiménez bringt. Wenn wir Glück haben, schaffen wir es heute bis nach Panama.
