Nach der strapaziösen Fahrt checken wir schnell in unserem Hostel, dem Palacios Arenal, ein. An die deutschen Preise hier müssen wir uns auch erstmal wieder gewöhnen, für zwei Betten in einem Vierer-Schlafsaal zahlen wir mehr als für unser Doppelzimmer mit Frühstück und eigenem Bad in San Juan😀. Da wir super hungrig sind nach dem langen Tag, flitzen wir schnell zur nächsten Bank und gehen anschließend ins Chifa, ein peruanisches Restaurant, essen. Das Essen erinnert zwar eher an asiatisch, ist aber wahnsinnig lecker. La Fortuna an sich ist super touristisch, man meint beim durchlaufen eher dass man in den USA ist. Gerade nach dem noch sehr ursprünglichen Nicaragua auch ein ganz schöner Kontrast und wir wissen noch nicht so richtig, wie wir das finden. Nach dem Essen gehen wir noch schnell zurück ins Hostel und zum Supermarkt, um uns fürs Frühstück und Abendessen morgen auszustatten. Auch das ist ganz schön teuer und wir zahlen auch im Supermarkt fast 20€ 😳. Danach lernen wir auch unsere Mitbewohner kennen, einen Deutschen und eine Französin, die in Costa Rica ein Auslandssemester machen und beide auch super nett sind. Danach geht es unter die warme (!) Dusche und anschließend direkt ins Bett.
Am nächsten Morgen starten wir mit einem entspannten selbstgemachten Frühstück in den Tag. Es gibt Joghurt mit Haferflocken, Erdnüssen, Ananas und Papaya. Super lecker 😍. Dann beschließen wir, mit einem weiteren Hostelgast (Dao) die Wanderung zum Cerro Chato zu machen, einem Vulkankrater in der Nähe. Als wir gerade los wollen fängt es an zu schütten, also gibt es erstmal noch eine Runde Tischtennis und Kicker. Bis dahin hat der Regen zum Glück aufgehört und wir steigen in unser Uber, das uns zum Startpunkt der Wanderung an der Arenal Waterfall Lodge fährt. Dort zählen für 15$ Eintritt pro Person, um den Weg nutzen zu dürfen, und starten den Berg hoch. Erst laufen wir durch saftige Wiesen und allerhand Pflanzen bis zum Ende des Resortgeländes. Da haben wir schon einige Höhenmeter geschafft und einen tollen Blick über La Fortuna und das Tal. Dann geht der wirkliche Spaß los, der Weg ist super matschig und eigentlich eher ein Wasserlauf. Außerdem sind wir wieder mitten im Regenwald, alles ist super schön grün, dafür sieht man aber leider auch nicht allzu viel. Nach einer guten Stunde sind wir am höchsten Punkt, wo wir auf die Lagune im Krater schauen können.






Super schön, auch wenn es ziemlich neblig ist. Wir hüpfen sogar einmal eins Wasser, was allerdings ziemlich kalt ist. Danach geht es wieder zurück, was bergab durch den ganzen Schlamm auch ziemlich witzig ist. Bergab laufen wir zu zweit, da Dao schon vorgelaufen ist. Wir sind auf jeden Fall gut schlammig und können wohl unsere gesamte Garderobe einmal waschen lassen 😀. Wieder unten angekommen, nutzen wir die Duschen und den Pool der Lodge, was im Eintrittspreis inkludiert war. Leider verschwindet die Sonne gerade und es ist uns dann doch etwas kalt. Eine knappe Stunde nach uns kommt auch Dao an, der noch einen Abstecher am Vulkankrater mitgenommen hat. Da wir alle hungrig sind, rufen wir uns direkt ein Uber zurück zum Hostel.










Dort angekommen wird direkt gegessen. Wir haben uns gestern die Sachen für die Burritos besorgt, die wir auf unserem Campingtrip zum El Hoyo gegessen haben. Und zusätzlich eine Avocado, das konnte also nur gut werden 😍. Mich lockt anschließend der kleine Fitnessraum im Hostel an, nachdem ich seit 2,5 Jahren kein Fitnessstudio von innen gesehen habe kann ich dem direkt vor meiner Nase nicht widerstehen. Ich halte mich aber zurück, schließlich will ich ja hier noch ein bisschen was erleben und mich noch bewegen können. Anschließend entspannen wir etwas in den Hängematten des Hostels und spielen eine Runde Tischtennis. Dann geht es noch einmal zum Maxi Palí gegenüber, weil wir eigentlich eine Sim-Karte kaufen wollen. Die, die wir brauchen, gibt es aber nicht, also gibt es stattdessen Bananen, Kekse und ein Eis für jeden. Ist ja fast noch besser 😀. Dann Kickern wir noch eine Runde (Marcus hat mich das erste Mal überhaupt besiegt 😳), bevor wir duschen und uns ins Bett legen.
Am nächsten Morgen gibt es wieder unser leckeres Frühstück, bevor wir uns auf die Suche nach der richtigen Sim-Karte machen. Mein Handy spinnt leider etwas, wenn ich Pech habe muss ich schon wieder das Display wechseln lassen oder mir dann doch mal ein neues Handy gönnen. Mit unserer Sim-Karte kommen wir leider auch nicht weiter, wir brauchen eine bestimme für unser Volunteering, die sie leider nur für Einheimische da haben. Auch in den anderen Läden sind wir nicht erfolgreicher, na toll 😀.
Kurze – sehr witzige – Anekdote zum Vortag. Unser Kaffee gestern hat irgendwie seltsam geschmeckt. Wie eigentlich immer gibt es Kaffee im Hostel umsonst und in Nicaragua gibt es immer Milchpulver statt normaler Milch. Hier auch, es gab eine große Dose mit weißem Pulver mit einem Kuhaufkleber direkt nebendran, an der wir uns natürlich bedient haben. Am nächsten Morgen haben wir allerdings festgestellt, dass es kein Milchpulver war, das ich so großzügig in unsere Tassen gegeben hab, sondern Maismehl 😀. Der Kaffee hat ohne Mehl dann auch nach Kaffee geschmeckt und wir hatten den ganzen Tag etwas zu lachen.


Daher laufen wir unverrichteter Dinge (und noch etwas genervter als vorher) wieder zurück zum Hostel, wo wir uns mit Dao treffen und erstmal einen Ausflug zu den Hängebrücken machen. Wir fahren eine halbe Stunde mit einem Uber zum Eingang, zahlen die 26$ Eintritt pro Person und es geht los. Der Weg ist gar nicht so besonders lang, aber dafür gibt es wahnsinnig viel zu sehen und entdecken. Kolibris, Spinnen, Eidechsen, Affen faszinierende Blumen und grün in allen Facetten.







Außerdem natürlich Hängebrücken, von denen aus wir immer wieder grandiose Ausblicke genießen können. Dadurch, dass wir eher gemütlich schlendern und versuchen, möglichst viele Tiere zu sehen, sind wir auch ein ganzes Stück unterwegs. Als wir gegen halb 3 wieder im Hostel sind, verputzen wir hungrig erstmal die Reste von gestern.










Danach gibt es noch einen entspannten Kaffee, bevor wir unseren zweiten heutigen Programmpunkt in Angriff nehmen, die Hot Springs. Da es schon recht spät ist, entscheiden wir uns nicht für die kostenlosen, sondern eine Anlage, in der man für gut 6€ pro Person einen Tagespass kaufen kann. So können wir länger bleiben als nur bis zum Einbruch der Dunkelheit. Die Anlage ist auch super schön gemacht, mit einem kalten und sechs unterschiedlich warmen Pools, die alle aus dem heißen Vulkanwasser gespeist werden. Ein bisschen wie die Termas Geométricas in Chile und super entspannt. Genau das richtige nach der Wanderung gestern. Außerdem ist kaum etwas los, was super entspannt ist.



Besonders als es dunkel wird ist es super schön, alles wird bunt beleuchtet und es ist sogar noch leerer als vorher. Zwischendurch gibt es eine kleine Snackpause mit Nüssen und Keksen. Wir genießen die Auszeit in vollen Zügen und bestellen uns um kurz nach 8 wieder ein Uber für den Rückweg, das uns direkt am Maxi Palí absetzt. Dort besorgen wir noch frisches Obst und Joghurt für das morgige Frühstück, Nudeln und Tomatensoße, was dann auch gleich im Hostel gekocht wird. Ein sehr schnelles, aber trotzdem leckeres Essen (für alles andere war der Hunger zu groß und auch die Lust nicht da 😀). Beim Essen quatschen wir noch mit zwei deutschen Volunteers aus dem Hostel und danach geht es nur noch unter die Dusche und ins Bett.





Am nächsten Morgen verquatschen wir beim Frühstück mit Anna aus dem Allgäu und starten erst sehr spät. Wir laufen als erstes zu einem Wasserfall, der Weg ist nicht berauschend, im Wesentlichen laufen wir ein längeres Stück an der Straße entlang, sparen uns dadurch aber ein Uber. Der Wasserfall ist ein kleiner Geheimtipp und dadurch nicht überlaufen und sogar kostenlos. Auf dem Weg treffen wir nur eine Hand voll Menschen und an dem kleinen Wasserfall sind wir die meiste Zeit auch allein, traumhaft! Auf dem Weg müssen wir einmal durch den Bach laufen, ziemlich abenteuerlich mit der starken Strömung. Aber für ein solch schönes Ziel lohnt es sich. Man kann in dem darunter liegenden Becken sogar schwimmen und ist wirklich mitten in der Natur.








Nach der Erfrischung und einer ausgedehnten Pause laufen wir den Berg wieder runter. Unterwegs sehen wir neben tollen Pflanzen und super vielen bunten Vögeln sogar zwei Tukane! Fehlen also nur noch die Faultiere. Wir laufen noch nicht zurück zum Hostel, stattdessen geht es zu einer kostenlosen Badestelle im Río Fortuna. Dort gibt es ein Seil, mit dem man ins Wasser schwingen kann. Allein die Badestelle ist super schön, mit einem kleinen Wasserfall und herrlich klarem Wasser. Und das Seil ist einfach mega cool, je nachdem wie weit man schwingt, sind es sicher 6-8 Meter bis ins Wasser. Wir haben einen riesen Spaß und springen ein paar Mal, bis wir dann hungrig zurück ins Hostel laufen. Dort buchen wir unser Shuttle für morgen nach Monteverde, stellen den Rucksack ab und machen uns auf den Weg zu Rooster, wo es heute für uns Pizza gibt.






Mit der leckeren Pizza im Bauch geht es zurück ins Hostel, wo wir erst ein paar Runden Tischtennis spielen und dann noch einmal in den Fitnessraum gehen. Es macht wieder total Spaß, auch wenn wir das sicher morgen merken werden. Danach quatschen wir noch kurz mit den anderen Gästen, bevor wir duschen, packen und ins Bett fallen.
Der nächste Tag ist wieder ein Reisetag. Um halb 7 klingelt der Wecker, wir frühstücken ein letztes Mal im Hostel, packen unsere Sachen und verabschieden uns von unseren Mitreisenden. Um kurz nach 8 werden wir von einem Shuttle aufgesammelt. Das bringt uns in einer halben Stunde zur Laguna de Arenal, die wir mit dem Boot überqueren. Die Fahrt ist super angenehm, trotz der vielen Wolken ist der Blick über den See super schön. Hat etwas mysteriöses ☺️. Außerdem sitzen wir hinter zwei Brüdern aus Québec, mit denen wir uns super nett unterhalten. Kanadier*innen sind wirklich immer super freundlich, total verrückt. Nach gut 45 Minuten Fahrt legen wir auf der anderen Seite wieder an und steigen in den Shuttle nach Monteverde. Schon das Panorama während der Fahrt ist ein Traum, man könnte meinen wir fahren durch Neuseeland. So viele saftig grüne Wiesen und Hügel, total verrückt. Gegen halb 12 werden wir am Belcruz abgesetzt, unserem Zuhause für die nächsten drei Nächte. Das ist etwas außerhalb, da haben wir bei der Buchung nicht richtig aufgepasst.





Wir bekommen dort erstmal einen Kaffee und eine Erklärung für alle möglichen Aktivitäten. Dann geht es in unser schönes Doppelzimmer, wo wir uns überlegen was wir die nächsten Tage alles unternehmen wollen. Hier ist alles ganz schön teuer und wir haben eigentlich keine Lust 39$ pro Person für eine Wanderung zu einem Wasserfall zu zahlen. Für heute beschließen wir daher einen entspannten Tag ohne weitere Ausflüge. Stattdessen laufen wir zu einer Bäckerei um die Ecke, die wir aber nicht finden. Wir landen dann in einem Restaurant ein paar Minuten weiter mit einer herrlichen Aussicht. Dort gibt es Reis mit Gemüse und Kochbananen mit Käse. Dazu ein Bier für Marcus und für mich Ananas mit Saft (klingt merkwürdig, ist aber super lecker). Beim bezahlen merken wir, dass sie aus meiner Bestellung eine Piña colada gemacht haben 😂. Die war dann leider mehr als viermal so teuer, aber wenigstens lecker. Danach laufen wir zurück ins Belcruz und machen es uns auf dem Balkon gemütlich (19° und Sonne – ein Traum). Direkt vor unserer Nase sehen wir sogar wieder einen Tukan und ein paar Kolibris.




Wir überlegen noch, was wir die nächsten Tage schönes machen können, bevor wir uns die Anlage zum Sonnenuntergang anschauen. Das Belcruz hat ein riesen Gelände mit Wald und einem Berg, wo es einen extra Platz zum Sonnenuntergang schauen gibt. Den steuern wir an und genießen dort die letzten hellen Minuten. Danach geht es wieder zurück und nach einer kurzen Pause direkt weiter ins Restaurant, wo wir Tortellini vorbestellt haben. Die werden auch ruckzuck gebracht und sind wahnsinnig lecker. Da (wie immer bei selbstgemachten Ravioli) die Portionen nicht allzu groß sind, gönnen wir uns noch einen Nachtisch, es gibt Ananas mit einer Rotweinsoße, Eis und Crumble. Auch das ist wahnsinnig lecker und wir gehen satt und sehr zufrieden wieder auf unser Zimmer.


Der nächste Morgen startet mit einem sehr leckeren und entspannten Frühstück im Belcruz. Dabei kümmern wir uns um unseren Camper in Neuseeland, für den wir glücklicherweise jetzt doch noch ein ordentliches Angebot bekommen haben. Danach machen wir uns fertig, fahren mit dem Taxi nach Santa Elena und springen dort in den Shuttle zum Santa Elena Nationalpark. Dort wollen wir heute wandern und hoffentlich ein Faultier sehen! Wenn das so endet wie Elche in Kanada wäre das sehr enttäuschend 😀.
Oben angekommen sind wir froh, heute lange Hosen zu tragen, es ist wirklich ziemlich frisch hier im Regenwald. Es gibt unterschiedlich lange Wege, die man gut kombinieren kann. Wir laufen daher erst eine große Runde und dann noch eine kleine. Danach haben wir quasi alles gesehen, nur leider kein Faultier. War trotzdem toll, die satten Grüntöne, die zwitschernden Vögel und die schönen Wanderwege konnten wir auch so definitiv genießen. Wir sind um viertel nach 3 wieder am Eingang und haben noch ein bisschen Zeit bis der Shuttle zurück nach Santa Elena fährt. In dem kleinen Restaurant dort wird das aktuelle WM-Spiel übertragen und außerdem gibt es Kaffee und einen sehr leckeren Smoothie mit Banane und Ananas. Um 4 geht es dann mit dem Shuttle ins Dorf, wo wir heute auch zu Abend essen wollen.








Wir schlendern einmal durch Santa Elena, kaufen im Supermarkt Nüsse und Kekse, finden tatsächlich endlich eine Kölbi – SIM, nur leider keinen Eyeliner (meinen hab ich irgendwie verbaselt). Dann geht es für uns ins „the open Kitchen“ zum Abendessen. Dort gibt es für uns beide Shakshuka mit Käse und zum Nachtisch teilen wir uns noch eine Karamell-Tarte. Das ist alles wirklich sehr lecker und tut nach dem vielen wandern heute sehr gut. Dann geht es mit dem Taxi zurück ins Belcruz, wo wir noch den zweiten Teil des Films von gestern schauen.
Am nächsten Morgen steht nach dem Frühstück der nächste Nationalpark an. Leider verpassen wir den öffentlichen Bus knapp, sodass wir ein Taxi zum Eingang des Monteverde Nationalparks nehmen. Dort wandern wir, wie gestern auch, alle Wege. So unterschiedlich ist es nicht, allerdings gibt es eine Hängebrücke, einen Wasserfall und wir sehen mehr Tiere als gestern, wie einen Tausendfüßler, eine Vogelspinne und einen Quetzal. Leider können wir kein Foto machen, aber immerhin gesehen! Außerdem ist die Natur genauso beeindruckend wie gestern.













Nachdem wir die kompletten 13 Kilometer gelaufen sind, sind wir echt platt. Wir haben noch eine gute Dreiviertelstunde Zeit bis der Bus zurück nach Santa Elena fährt, die verbringen wir im Café Colibrí, wo wir eine sagenhaft leckere Zimtschnecke und Cappuccini verputzen. Danach schauen wir uns noch die vielen Kolibris an, die sich dort aufhalten. Total faszinierend!



Zurück in Santa Elena besorgen wir noch ein bisschen Schokolade im Supermarkt und gehen dann ins Taco Taco zum Abendessen. Dort trinken wir eine Wassermelonen-Limonade mit Limette und teilen uns eine große Portion vegetarische Fajitas. Die sind auch super lecker und waren eine sehr gute Entscheidung. Irgendwie zahlen wir nur heute sehr viele Steuern, sodass wir am Ende bei 31€ landen. Wirklich ganz schön teuer in Costa Rica! Dann geht es mit dem Taxi zurück ins Belcruz, wo wir noch den Flug nach Neuseeland und unseren zweiten Camper dort buchen (wir hatten noch einen Gutschein aus 2020). Danach wird schon wieder gepackt, morgen geht es nämlich wieder ans Meer! Da es recht früh losgeht, gehen wir extra früher ins Bett und gucken noch den dritten und letzten Teil von Extraklasse (sehr empfehlenswert!).
Der Wecker klingelt dann auch schon um 6 und wir haben wieder super geschlafen. Wir sind auch super fix fertig, inklusive Frühstück, und steigen überpünktlich um viertel nach 7 ins Taxi, dass uns zum Busbahnhof bringt, wo wir in den nächsten Bus nach Puntarenas hüpfen.
