Der Norden Nova Scotias

Wir fahren erstmal nur ein kurzes Stück und halten im Halifax Shopping Center. Dort informieren wir uns bezüglich mobilen Internets in Kanada und den USA. Leider ist das nicht so einfach wie gedacht. Wir nutzen die Gelegenheit und schauen noch gleich nach einer Kappe für Marcus, sind aber auch da nicht erfolglreich. Nach einem schnellen Kaffee geht es weiter in Richtung Norden immer an der Ostküste Nova Scotias entlang. Unterwegs kaufen wir für das heutige Abendessen ein und halten im Sherbrooke Village, das aber leider schon in der Herbstpause ist. Eigentlich könnte man dort in das Jahr 1876 reisen und allerhand ausprobieren, das wird dann aber leider nichts. Dann geht es doch direkt nach Port Bickerton, wo wir heute Nacht in einem Airbnb direkt am Meer schlafen werden. Nachdem wir von Lillian empfangen werden, fahren wir nochmal ein paar Meter weiter zum Leuchtturm, wo wir eine kleine Runde spazieren. Leider ist es heute ziemlich ungemütlich, deshalb geht es recht schnell wieder zurück zum Auto. Dann wird mal wieder gekocht! Im Supermarkt haben wir einen veganen Hackersatz gefunden, den verwerten wir zu leckerem Chili sin Carne. Das verputzen wir dann im Wohnzimmer mit Blick auf das nächtliche Meer. So lässt es sich leben 😊!

Am nächsten Morgen geht es nach den leckeren Eiern mit Toast zum Frühstück noch weiter in den Norden. Das Wetter ist heute leider noch etwas schlechter als gestern, zu den Wolken kommt sogar noch etwas Regen. Da wir aber auch wieder gute drei Stunden fahren ist das halb so wild. Zur besten Kaffeezeit kommen wir in Sydney an und steuern direkt „Doktor Luke’s – a respectable coffee house“ an, wo es Kaffee und Kuchen gibt. Wir haben scheinbar die allerbeste Jahreszeit erwischt, es gibt nämlich fast jeden Tag etwas mit herbstlichen Gewürzen für mich 😎.

Im Anschluss schlendern wir etwas durch die Stadt und am Wasser entlang. Dann halten wir noch kurz am Einkaufszentrum und schauen wieder nach einer Kappe für Marcus. Ohne neue Kopfbedeckung geht es dann schließlich nach Sydney Mines in unser Airbnb für heute. Wir werden von unserem Host Jim super lieb begrüßt und quatschen erstmal 1,5 Stunden mit ihm 😀. Dann haben wir natürlich auch wieder Hunger und fahren nach North Sydney zu einem koreanischen Restaurant, wo es erstmal Edamame und dann für mich ein Nudelgericht mit Tofu und für Marcus Reis und Gemüse mit Ei gibt. Dazu genießen wir ein sehr leckeres lokales Bier von der Breton Brewery. Zurück in der Unterkunft nutzen wir den Whirlpool, bei dem Wetter heute ein Traum! 😍 Zum Abschluss schauen wir noch einen Film mit Jim und bekommen sogar noch einen Smoothie serviert.

Der nächste Morgen startet super! Das Wetter ist leider nicht wirklich besser als gestern, dafür lädt Jim uns nacheinander auf eine Tour mit seinem Quad ein. Das macht soo viel Spaß und wir dürfen sogar ein Stück selbst fahren. Danach geht es noch einmal kurz in den Whirlpool, viel besser kann ein Tag auch nicht starten.

Nachdem wir uns gebührend von Jim verabschiedet haben, kaufen wir noch für die nächsten Tage ein und fahren in Richtung Cabot Trail, auf den wir uns als eine der schönstem schon wahnsinnig freuen. Leider hängt der Nebel sehr tief, sodass wir die Aussicht nicht wirklich genießen können. Die Farben sind trotzdem der Wahnsinn! Als wir am Cape Breton Highlands National Parc ankommen, sehen wir sogar etwas blauen Himmel. Daher halten wir auch direkt am Middle Head Trail an und wandern die kleine Halbinsel bis zur Spitze entlang. Unterwegs haben wir immer wieder tolle Aussichten auf das Meer und die Küste. Mit Sonne wahrscheinlich noch schöner, aber auch so ein Traum!

Als wir wieder am Auto ankommen, ist es leider schon wieder etwas dunkler und wir beschließen, erst einmal in unser Hostel zu fahren. Dort angekommen werden wir super nett begrüßt, suchen uns zwei Betten aus und fahren dann noch zum White Point, um dort noch ein paar Meter zu wandern. Es ist auch super schön dort, ein super Tagesabschluss. Zurück im Hostel verwerten wir einen Teil der heutigen Einkäufe zu Pasta mit einer Spinat-Gorgonzolasoße. Das Hostel ist super cool und in einer Kirche, wir schlafen quasi im Dach 😀. Außerdem kann man in den alten Glockenturm hochklettern, von wo aus man die beste Aussicht überhaupt hat 😊!

Am Abend geht es nochmal in den Bell Tower, wo wir Gesellschaft haben, sodass wir uns total verquatschen, im Anschluss sogar noch ein kleines Fiddle-Konzert im hauseigenen Trailer abstauben und ein paar Stunden später ins Bett gehen als geplant.

Trotz der Stockbetten und dem offenen Hostel schlafen wir ziemlich gut! Leider ist das Wetter wieder ziemlich durchwachsen, weshalb wir die spektakulären Wanderungen auf die nächsten Tage verschieben. Nachdem wir entspannt gefrühstückt haben starten wir um 11 und fahren den Cabot Trail weiter in Richtung Westen. Die Wanderung, die wir machen wollten ist leider durch Fionas Schäden noch gesperrt, daher machen wir zwei kleinere Touren und fahren noch ein Stück weiter zum Fishing Cove Trail.

Als wir am Startpunkt ankommen, sieht es jedoch so aus als würde es jeden Moment regnen, weshalb wir uns dann doch gegen die Wanderung entscheiden. Das ist aber gar nicht schlimm, allein wegen der traumhaft schönen Fahrt hat sich die Strecke schon gelohnt. Hinter jeder Ecke erwarten uns neue traumhafte Szenieren in den buntesten Farben. Wir genießen auch den Rückweg und fahren noch zum Dingwall Beach, wo wir einen letzten kleinen Spaziergang machen bis es auch dort anfängt zu regnen. Dann geht es schon zurück zum Hostel, wo wir es uns mit einem Kaffee gemütlich machen und in Ruhe duschen, bevor wir den Kochlöffel schwingen. Heute gibt es eine Gemüsepfanne mit Quinoa und Halloumi 😍.

Beim Abendessen lernen wir Kirsten aus Bamberg kennen, trinken ein Bier zusammen und so vergeht der Abend wie im Flug. Um 10 gehen wir raus zum Lagerfeuer, besser hätte der Abend auch nicht enden können. Um halb eins und damit wieder später als geplant, gehen wir dann auch ins Bett.

Am nächsten Morgen strahlt die Sonne, herrlich! Wir beeilen uns und sind schon vor 9 (!) auf dem Weg zur ersten Wanderung. Dafür fahren wir nach Meat Cove, wo wir erst den Mountain Trail gehen. Da geht es ganz schön bergauf, dafür werden wir dann auch mit einem super Ausblick auf die umliegenden Wälder und das Meer belohnt. Anschließend laufen wir den kurzen Meat Cove Overlook Trail, der noch einen anderen Blick auf die Küste bietet. Dann geht es wieder zurück zum Hostel, wo wir einen kurzen Stopp einlegen, bevor es noch einmal in Richtung Osten zum Franey Trail geht.

Unterwegs gibt es eine kurze Pause im Periwinkle Café, wo wir uns leckere Cappuccini und Kuchen in der Sonne gönnen. Kurze Zeit später kommen wir am Franey Trail an und genießen die tolle Wanderung. Bei dem Wetter ein Traum, es geht durch den bunten Wald zu tollen Aussichtspunkten. Ein paar Höhenmeter haben wir auch hier, so ein Spaß 😊. Nach der Wanderung fahren wir kurz zum Cape Smokey, was Jim uns ebenfalls empfohlen hatte. Leider ist der Provincial Park wegen Sturmschäden geschlossen, weshalb wir uns dann kurzfristig umentscheiden und stattdessen dem Freshwater Lake Look-off Trail einen Besuch abstatten. Der Weg ist nur ein paar Meter lang, vom höchsten Punkt haben wir aber nochmal einen tollen Blick auf den Freshwater Lake. Anschließend besorgen wir noch ein paar Kleinigkeiten fürs Abendessen, bevor wir zurück ins Hostel fahren. Dort gibt es dann auch Essen, heute gibt es Wraps mit Feta und dazu Pommes 😊.

Am nächsten Morgen verlassen wir das Hostel traurigerweise schon wieder, mit vielen tollen Begegnungen und Gesprächen im Gepäck. Leider war es heute Nacht ziemlich laut, weshalb wir weniger Schlaf bekamen als erhofft. Aber das gehört wohl auch irgendwie zum Hostelleben dazu. Nach dem Frühstück starten wir wieder in Richtung Westen, der erste Stopp für heute ist der Skyline Trail. Heute sind ein paar Wolken mehr am Himmel als gestern, trotzdem schön 😊. Nach 45min Fahrt parken wir das Auto und ziehen uns erstmal warm an, es sind hier ganze 5° und ein bisschen Wind geht dazu auch noch. Auf der Wanderung gibt es nach knapp der Hälfte einen Skyline Walk mit einer traumhaften Aussicht, wundervoll! Danach geht es zurück zum Auto. Wir hatten gehofft, heute einen Elch zu sehen, das hat aber leider nicht geklappt.

An einem der Aussichtspunkte entlang des Cabot Trails sagt uns dann ein Autofahrer, dass auf der anderen Seite des Berges ein Bär ist. Und er hat recht 😳. Total verrückt und leider recht weit weg, aber eindeutig ein Schwarzbär. Danach kommen noch einige andere tolle Aussichtspunkte an denen wir halt machen, bis wir dann schlussendlich am Parkplatz des Acadian Trail ankommen. Den laufen wir auch noch, mittlerweile haben sich auch die Wolken verzogen. Der Weg ist super, es gibt immer wieder tolle Aussichtspunkte auf die Küste, besonders der erste ist der Hammer. Durch den Wald geht es dann nicht weniger schön zurück zum Auto, kommt auf jeden Fall in unsere Top 10 der bisherigen Wanderungen 😊.

Am Auto angekommen fahren wir dann auch nur noch ein paar Minuten zu unserer heutigen Unterkunft, dem Wild Chicken in Chéticamp. Wir werden super nett begrüßt und machen uns schnell auf den Weg zum Abendessen. Das gibt es im Le Gabriel, sogar mit Livemusik! Ich entscheide mich für Nudeln mit Gemüse, Marcus für vegetarische Poutine. Dazu trinken wir ein Bier und sind froh, als das Essen schnell kommt und auch sehr lecker ist 😊. Zurück an der Unterkunft passiert nicht mehr viel, wir sind nach den letzten beiden kurzen Nächte ganz schön platt und springen nur noch unter die Dusche und dann ins Bett.

Der nächste Morgen startet sehr entspannt, wir müssen erst um halb 12 auschecken, deshalb schlafen wir aus und frühstücken ganz in Ruhe. Dann machen wir uns langsam auf den Weg in Richtung Süden. Heute steht keine besonders lange Fahrt an, deshalb genießen wir das tolle Wetter, fahren durch das schöne Margeree Valley und teilen uns ein Veggiesandwich im Dancing Goat Café. Danach gibt es super leckere Muffins aus der letzten Unterkunft. Im Anschluss fahren wir eine weitere Stunde bis zu unserem nächsten Airbnb bei Port Hawkesbury. Unterwegs nehmen wir eine kleine Wanderung zu den wunderschönen Egypt Falls mit. Ein knackiger Ab- und Aufstieg, der sich aber auf jeden Fall lohnt. Nachdem wir von John begrüßt wurden verabschieden wir uns kurz darauf in Richtung Baddeck, wo wir heute zu einem Ceilidh gehen wollen, um traditioneller keltischer Musik zu lauschen. Nachdem wir die Tickets abgeholt haben, gehen wir natürlich etwas essen. Wir werden im the Freight Shack fündig, wo wir uns eine Bowl und Nachos teilen. Dann geht es schnell zum Ceilidh, wo wir knapp zwei Stunden „Cape Breton Fiddle Music“ genießen. Super cool und sehr kurzweilig. Dann geht es zurück zum Airbnb, wo wir direkt ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen kredenzt uns John ein seeeehr leckeres Frühstück, bevor wir uns bei wolkenlosem Himmel wieder auf den Weg in Richtung New Brunswick machen. Die Zeit in Nova Scotia verging wie im Flug (obwohl es doch einige Tage waren) und war traumhaft schön! 😊

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