Zwischenstopp in New Brunswick und der Süden Nova Scotias

Nach gut drei Stunden Fahrt kommen wir an unserer ersten Unterkunft in New Brunswick an, dem L’Ancrage B&B in Saint-Louis de Kent. Unterwegs kommt auch tatsächlich die Sonne wieder raus, sodass es erneut eine sehr angenehme Fahrt ist mit vielen Wäldern in den schönsten Farben auf beiden Seiten. Hier sind es sogar über 20 Grad, deshalb schlüpfen wir schnell in kurze Hose und T-Shirt und machen uns direkt auf den Weg in den Kouchibouguac-Nationalpark, der direkt um die Ecke ist. Dort wandern wir einige kleine Wege und genießen die Sonne an verschiedenen Punkten. Leider leisten uns ab der zweiten Wanderung ganz schön viele Moskitos Gesellschaft, weshalb wir nicht mehr allzu viele Pausen einlegen.

Zurück im L’Ancrage gibt es auch schon Abendessen im zum B&B gehörigen Restaurant. Nach einem Rote Bete Salat zur Vorspeise gibt es zum Bier für uns beide ein leckeres Pilzrisotto. Wir buchen noch schnell eine Unterkunft für morgen, da unsere Buchung wegen des Stromausfalls in Nova Scotia storniert wurde. Als das geklärt ist, nutzt Marcus die Badewanne, die wir in unserem Zimmer haben und könnte glücklicher nicht sein 😀!

Der nächste Morgen startet mit einem super leckeren und vor allem reichhaltigen Frühstück. Neben einem leckeren Omelette mit Toast gibt es ganz viel frisches Obst, Saft, Kaffee, Joghurt und Käse. Kugelrund geht es dann zum Auto und wir machen uns auf den Weg in Richtung Nova Scotia. Nach einiger Zeit kommt sogar wieder die Sonne raus, super schön ☺️. Leider fängt nach anderthalb Stunden etwas am Auto an zu klappern, weshalb wir einen Rastplatz anfahren und sehen, dass sich der Unterboden unseres Autos an einer Stelle gelöst hat und deshalb im Wind vibriert. Da wir so wahrscheinlich nicht bis zur nächsten Stadt kommen, rufen wir bei der Roadside Assistance Hotline an und bekommen ein neues Auto gebracht. Das dauert natürlich, wir überbrücken die Zeit dann mit Kaffee und Zimtschnecke für mich und Peanut Butter Fudge für Marcus. Immerhin ist das Wetter schön 😀.

Nach fast 5 (🙈) Stunden haben wir endlich ein neues Auto gebracht bekommen und fahren nach Nova Scotia. Da der Tag jetzt auch schon quasi rum ist, fahren wir kurz nach Truro, essen leckere Asianudeln mit Tofu im Parichat Restaurant und fahren noch einmal bei Walmart vorbei. Danach geht es noch ein Stück weiter in unsere Unterkunft für heute, The Nelson House Bed and Breakfast.

Nach einer erholsamen Nacht gibt es dort Eggs Benedict zum Frühstück 😍. Bei Sonnenschein geht es dann schon wieder weiter, heute steht eine lange Wanderung an. Nach knapp 2 Stunden Fahrt kommen wir am Parkplatz des Cape Split Loop an und wandern den 14,5km langen Rundweg. Entlang des Weges gibt es einige Aussichtspunkte, von denen aus wir tolle Blicke auf die Bay of Fundy und Scots Bay haben. Nachdem wir aus den Wanderschuhen geschlüpft sind fahren wir weiter nach Middleton, wo sich unser Airbnb für die nächsten zwei Nächte befindet.

Dort werden wir von unseren Gastgebern Bob und Iona begrüßt und machen uns anschließend auf dem Weg zum Rockin‘ Rogi Diner, wo wir Nudeln und super leckere Piroggen mit verschiedenen Füllungen verputzen. Nach der Wanderung haben wir so viel Hunger, dass wir nichtmal ein Bild von dem schönen bunten Teller machen 😀. Dann laufen wir wieder zurück, springen unter die Dusche und lassen den Abend entspannt ausklingen.

Der nächste Morgen startet mit einem tollen Frühstück. Iona setzt sich zu uns und wir haben eine sehr unterhaltsame Zeit, bevor wir bei strahlendem Sonnenschein den Kejimkujik National Parc ansteuern. Die Fahrt dorthin ist wieder traumhaft schön und sehr kurzweilig. Nach einem kurzen Stopp am Kejimkujik Lake fahren wir zum Hemlocks & Hardwoods Trail, der durch einen teilweise 400 Jahre alten Wald führt. Super beeindruckend und informativ. Danach geht es zurück zum Visitor Center, wo wir uns kurz mit ein paar Nüssen stärken und den kurzen Spaziergang zu den Mill Falls und den kleinen Beech Grove-Rundweg mitnehmen.

Anschließend fahren wir nach Annapolis Royal, einer kleinen süßen Stadt mit einem Fort. Das besichtigen wir kurz, essen ein riesiges Eis und schauen uns das Örtchen und das Gelände des Forts an. Zwischendurch lernen wir viel über die Geschichte und den Aufbau des Geländes. Dann geht es in den Whiskey Teller, wo wir uns mit Bier und Burger/Falafelsandwich stärken. Zum krönenden Abschluss des Tages schauen wir uns an der örtlichen Werft noch den Sonnenuntergang an, bevor wir zurück nach Middleton fahren.

Am nächsten Morgen frühstücken wir um 8 und verabschieden uns von unseren Gastgebern. Die sind so süß und bemüht, dass der Abschied schon nach 2 Tagen schwer fällt. Wir bekommen sogar einen kleinen Stein mit, der uns auf unserer weiteren Reise beschützen soll. Der Start in den Oktober könnte wohl nicht besser sein 😊. Um kurz nach 9 sitzen wir im Auto, heute liegt wieder eine längere Fahrt vor uns. An der Küste entlang fahren wir zunächst nach Yarmouth und statten dem Cape Forchu Lighthouse einen Besuch ab. Dort gehen wir eine Runde spazieren und genießen die schöne Gegend.

Dann halten wir noch kurz bei Subway und essen eine Kleinigkeit. Der nächste Stopp ist der Kejimkujik Seashore Nationalpark. Leider kommen wir dort nie an, da wir auf dem Weg ein Reh erwischen 😔! Obwohl Marcus super reagiert, ist dem Tier leider nicht mehr zu helfen und das Auto ist ganz schön zerbeult. Wir rufen die Polizei und später wieder den Avis Pannenservice. Der Polizist nimmt alles auf und ist natürlich auch wahnsinnig nett. Avis schickt einen Abschleppwagen vorbei, der uns nach Halifax bringt, wo ein neuer Mietwagen auf uns wartet. Unsere heutige Wanderung an der Küste wird dann leider nichts, aber die Hauptsache ist ja, dass uns nichts passiert ist.

Um halb 9 kommen wir dann endlich im Captain’s Bell B&B in Lunenburg an. Was ein langer und anstrengender Tag! Wir stellen unser Auto nur schnell ab, begrüßen unsere Gastgeber und gehen geschwind etwas essen. Da fast alle Restaurants um 9 schließen und auch die Auswahl an fleisch- und fischlosen Gerichten sehr überschaubar ist, entscheiden wir uns für Pizza mit Feta und Oliven, einen griechischen Salat und ein Bier.

Am nächsten Morgen schlafen wir das erste Mal seit langem aus. Nach einer Dusche und einem sehr entspannten Frühstück brechen wir in die kleine Stadt auf und schlendern am Wasser entlang durch die kleinen Straßen. In Lunenburg gibt es quasi nur Holzhäuser in den buntesten Farben, wir genießen den Anblick und schauen uns eine Kirche und die Lunenburg Academy von innen an. Danach geht es kurz zurück zum B&B, wo wir einen Kaffee trinken und Muffins essen.

Anschließend geht es im Auto weiter zum The Ovens Park, wo wir eine kleine Wanderung an der Küste unternehmen, bei der es viele Höhlen an den Klippen zu bestaunen gibt. Wir schauen uns auch den Rest des Geländes an, bevor wir zurück nach Lunenburg düsen. Dort geht es zunächst zu einem Aussichtspunkt, bevor wir noch am Supermarkt halten und die Nahrungsmittelvorräte wieder etwas auffüllen. Wir fahren am Stadtzentrum vorbei nach Blue Rocks, einem kleinen Fischerdorf nur ein paar Minuten entfernt. Auch hier ist es super schön, man weiß gar nicht wohin man zuerst schauen soll. Dort genießen wir noch den Sonnenuntergang, bevor wir unser Auto am B&B abstellen und in die Stadt zum Grand Banker laufen, wo es heute wieder leckeres Bier gibt, diesmal aber zu vegetarischen Burgern mit Pommes. Die Burger sind auch überraschend lecker und damit ein passender Abschluss des tollen Tages 😊.

Am nächsten Morgen wachen wir auch schon wieder mit Sonne auf, herrlich! Nach einem letzten Frühstück im Captain’s Bell verabschieden wir uns von Karin und Grant und fahren zunächst nach Mahone Bay. Dort gibt es eine Ausstellung mit lebensgroßen Puppen überall, total witzig. Nach dem kurzen Stopp geht es ein Stück weiter nach Peggy’s Cove. In dem kleinen Dorf gibt es den bekanntesten Leuchtturm Kanadas, den mussten wir uns natürlich auch anschauen. Ist uns ein bisschen viel los hier, aber besonders das Fischerdorf ist super schön. Nach einem kurzen Spaziergang fahren wir noch ein Stück weiter zu Polly’s Cove, wo wir mal wieder ein Stück wandern. Auf einem Rundweg geht es an der Küste entlang. Wir haben auf der einen Seite sogar noch einen tollen Blick auf Peggy’s Cove Lighthouse genießen können.

Dann geht es auch schon weiter in Richtung Halifax, wo wir für die nächsten zwei Nächte ein Airbnb gebucht haben. Unterwegs halten wir erst in einem Café, wo wir uns mit Eis und Kaffee stärken und danach an einem Golfplatz, wo wir die Driving Ranch besuchen und ein paar Abschläge machen. Dann geht es aber auch wirklich nach Halifax. Wir verwerten die gestern gekauften Lebensmittel zu Wraps, diesmal mit vegetarischem Hack, allerlei Gemüse und Hummus. Wir nutzen anschließend noch die Waschmaschine in unserer Unterkunft, bevor sich der Tag auch schon wieder dem Ende neigt.

Am nächsten Morgen gibt es ein leckeres Frühstück in unserem Appartement, bevor wir in die Stadt aufbrechen. Gegenüber des Hauses liegt direkt eine Bushaltestelle, von der aus wir in die Innenstadt kommen. Dort schauen wir uns in strahlendem Sonnenschein zuerst die Halifax Public Gardens an, die uns ein bisschen an den Palmengarten in Frankfurt erinnern. Danach schlendern wir zum Hafen, wo es eine schöne Promenade entlang des Wassers gibt. Zwischendurch stärken wir uns mit einer Kleinigkeit im Terra Café, bevor wir zur Zitadelle laufen. Das ist eine Festung über der Stadt, wo wir wieder unsere Discovery Passes nutzen können. Die Festung ist super groß und wir lernen viel über ihre Geschichte und dabei auch über Halifax und Nova Scotia. Dazu gibt es zahlreiche Ausstellungen zu verschiedenen Themen und Zeiten, bis hin zum Ende des zweiten Weltkriegs. Das Kanada da auch eine große Rolle gespielt hat, wussten wir auch nicht.

Wir laufen dann noch ein bisschen durch die Stadt, schauen uns die schicke Bibliothek an und setzen uns kurz für einen Cappucino nach der langen Zeit auf den Beinen. Wir schlendern noch durch ein paar Geschäfte auf der Suche nach einer neuen Kappe für Marcus (seine ist leider Fiona zum Opfer gefallen, das scheint so ein Ding zu sein bei uns), bevor es dann heute bei Mary’s African Kitchen mal etwas anderes zu essen gibt. Danach laufen wir noch einmal kurz zum Hafen und gönnen uns als Nachtisch einen Beaver Tail, typisch kanadischer Süßkram (also sehr süß und sehr fettig, aber natürlich lecker). Danach geht es mit dem Bus zurück zur Unterkunft, wo Marcus noch in die Badewanne springt und wir uns auf die morgige Weiterreise vorbereiten.

Am nächsten Morgen gibt es noch ein entspanntes Frühstück, bevor wir uns auf den Weg in den nördlichen Teil der Provinz machen.

2 Kommentare zu „Zwischenstopp in New Brunswick und der Süden Nova Scotias

  1. ..Oh..ist das schön! Ein Foto schöner als das Andere…
    Mit der Autopanne und kurz darauf Reh ins Auto..verrückt..
    Da bin ich auch sehr froh, das Euch nichts passiert ist . Wieviel Kilometer seid ihr schon gefahren? Habt ihr auch eine Straßenkarte dabei?
    Mir würde es gefallen, wenn Du den Weg anhand einer Karte in den Reisebericht einbauen könntest. ( Nur eine Idee) Weiterhin viel Spaß. So glücklich wie ihr ausseht, scheint es Euch gut zu gehen. Trotz kleinen Holpersteinen… Dank auch an Marcus für die Fahrkunst bei der Rehkollision 😘Liebe Grüße Mama

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    1. Ja es ist wirklich toll! Sind schön über 5.200km, hier kommt ganz schön was zusammen 😀
      Haben wir leider nicht, und bei den Distanzen würde es wahrscheinlich auch schnell unübersichtlich werden. Aber ich schau mal 😏
      Uns geht’s prima 😘

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