Die nächsten Tage steht einiges an Strecke durch Kanadas französischsprachige Provinz an, weshalb wir in den nächsten beiden Unterkünften jeweils nur eine Nacht bleiben. Als erstes geht es nach Tadoussac, ca. 3 Stunden am Westufer des St. Lorenz-Stroms entlang. Nach der ersten halben Stunde legen wir eine Pause am Canyon Sainte Anne ein, wo wir uns einen tollen Wasserfall anschauen. Eigentlich sollte man hier auch über einen Klettersteig die Schlucht durchqueren können, der ist dieses Jahr aber leider nicht geöffnet. Sehr schade, aber so natürlich trotzdem schön. Nach dem kleinen Rundweg haben wir schon wieder Hunger (man könnte meinen wir seien nur am essen) und verputzen im dortigen Restaurant noch Blaubeermuffins und Cappuccini.




Jetzt sind wir bereit für einen weiteren Wasserfall und fahren ein paar Minuten zu dem Chute Laroses. Nach einer kurzen Wanderung haben wir auch hier traumhafte Aussichten auf den Wasserfall. Wir laufen einmal bis nach unten und wieder hoch (ganz schön viele Stufen heute) und genießen die zahlreichen Aussichtsplattformen. Zurück am Auto geht es dann tatsächlich nach Tadoussac und das endlich mal wieder mit Sonne 😍!



Der Weg dorthin ist mit Abstand die schönste Strecke, die wir bisher in Kanada gefahren sind. Über bergiges Gelände geht es immer am St. Lorenz-Strom entlang mit traumhaften Blicken auf das Ufer und die kleinen süßen Orte entlang der Straße. Mit der Sonne heute unschlagbar und einfach nur wunderschön. In Tadoussac angekommen checken wir schnell im „Le Roupillon“ ein und machen uns dann auf den Weg zu einem kleinen Aussichtspunkt um die Ecke. Dort hat man einen tollen Blick auf den Saguenay Fjord und den St. Lorenz-Strom. Leider sehen wir keine Wale, dafür aber einen wunderschönen Sonnenuntergang ☺️😍!





Danach suchen wir etwas zum Abendessen. Leider sind die Restaurants alle voll (mit Warteschlangen davor 🧐), deshalb landen wir am Ende in der Microbrauerei. Dort gibt es ein Pale (Wh)ale 😂, Käsefondue mit Baguette für mich und ein Panini für Marcus. Danach probieren wir noch ein Weizenbier und dazu ein paar Oliven. Obwohl das unsere eigentliche Abendplanung etwas durchkreuzt hat, am Ende wieder ein gelungener Abend mit leckerem Essen (und natürlich auch leckerem Bier).

Am nächsten Morgen werden wir mit einem leckeren und sehr lustigen Frühstück verwöhnt. Das Essen ist uns eigentlich etwas zu süß, aber hier in Québec muss man das ja auch mal mitnehmen. Die beiden Gastgeber sind super witzig und mit 3 weiteren Damen aus Missouri, die auch einen tollen Humor haben, lachen wir ziemlich oft. Anschließend checken wir aus und fahren nur ein paar Minuten zu einer kleinen Wanderung auf den Mont Adéla-Lessard. Das sind immerhin 300 Höhenmeter und wir kommen ganz schön ins Schwitzen. Dafür werden wir nach dem Anstieg auch mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Anschließend geht es über den schönen Waldweg wieder zurück und wir fahren ein Stück weiter Richtung Norden.







Der Weg geht genauso schön weiter wie er gestern aufgehört hat. Wieder haben wir traumhafte Szenerien vor uns mit süßen Häuschen, dem St. Lorenz-Strom und hügeligen Wäldern. Den nächsten Stopp legen wir schon 25 Minuten später am Cap de Bon-Désir Interpretation and Observation Centre ein. Dort haben wir tatsächlich Glück und sehen Schweins- und Zwergwale 🐳🐋 (die immerhin 9m groß werden können, so zwergig sind die also gar nicht). Leider haben wir nicht mehr so viel Zeit, weshalb wir nicht länger bleiben können. In Forestville halten wir kurz bei einer Bäckerei und statten uns mit Kaffee und Süßkram aus. Für Marcus gibt es einen Brownie und für mich Ti-gus, eine örtliche (und wahnsinnig süße) Spezialität. Dann geht es in Richtung Fähre, die um 17 in Baie Comeau Uhr ablegt.




Wir sind pünktlich um 17 Uhr auf der Fähre, holen uns auf dem Weg dorthin noch unser Abendessen bei Subway und kommen sicher auf die andere Seite des St. Lorenz-Stroms. Hier ist er schon deutlich breiter als in Québec Stadt, ganze 2 Stunden 20 brauchen wir zur Überquerung nach Matane. Anfangs sehen wir sogar noch einen Wal und später einen tollen Sonnenuntergang, da vergeht die Zeit auch wie im Flug.



Der nächste Morgen startet leider nicht ganz optimal. Durch den Hurricane Fiona können wir unsere nächste Unterkunft leider nicht anfahren (oder wollen, dort soll es den ganzen Tag nur schütten und stürmen). Daher entscheiden wir, noch eine Nacht in Matane zu bleiben. Hier ist für heute wenigstens gutes Wetter gemeldet, obwohl man den Wind des Hurricanes bis hier spürt mit Böen bis zu 50km/h. Nachdem wir unsere Unterkunft verlängert haben, beschließen wir nach Rimouski in den Süden zu fahren. Auf dem Weg halten wir noch am Phare de Pointe-au-Père, einem Leuchtturm, den wir mit unseren Discovery Pässen für die Nationalparks kostenlos besuchen können. Wir nehmen an einer kurzen Führung teil, während der wir sehr anschaulich die Geschichte des Leuchtturms erklärt bekommen. Danach schauen wir uns noch die zugehörige Ausstellung an.



Dann geht es weiter nach Rimouski, wo wir eine kurze Pause in einer Bäckerei einlegen und leckere Himbeerteilchen und Cappuccini zu uns nehmen. Dann fahren wir noch ein paar Meter in eine Boulderhalle. Wir klettern zwei Stunden und machen uns dann auf den Weg zu Copper Branch, wo wir ein veganes (!!!) Essen genießen. Danach geht es wieder zurück nach Matane, mit einem kurzen Zwischenstopp zum Sonnenuntergang schauen am St. Lorenz-Strom und einem Zweiten an einem Lebensmittelgeschäft zum Vorräte auffüllen.





Am nächsten Morgen brechen wir nach dem Frühstück endlich in Richtung Gaspésie auf. Das Wetter heute ist ein Traum, keine Wolke am Himmel! Und der Weg erst, wir fahren wieder entlang des St. Lorenz-Stroms in Richtung Norden und die Szenerie ist sogar noch schöner als die letzten Tage. Es gibt wieder etliche Hügel, von denen wir immer wieder traumhafte Blicke auf das Wasser und die Wälder haben, die sich immer schöner färben. Nach 3,5 Stunden Begeisterung kommen wir im Hostel an, wo wir für heute Nacht ein Boot gemietet haben. Das ist wirklich ein Traum, da haben wir uns zurecht gefreut. Mittlerweile hat sogar der Parc National Forillon wieder auf, wo wir direkt hinfahren.





Dort unternehmen wir eine traumhaft schöne Wanderung an der Küste entlang zum Cap Gaspé. Auf dem Weg sehen wir einige Robben und genießen den Ausblick. Durch den Hurricane müssen wir auch über ein paar umgestürzte Bäume klettern und sind froh, dass wir das gestern nicht mitbekommen haben. Einen Leuchtturm gibt es sogar auch mit einer tollen Aussichtsplattform am „Land’s End“. Anschließend geht es über einen Schotterweg wieder zurück zum Auto.




Dort angekommen beschließen wir noch kurz zu dem kleinen Weg „La Taïga“ zu fahren, wo wir noch ein paar Meter gehen und die Gegend genießen. Danach geht es wieder zu unserem Boot, wo wir uns aufwärmen und eine leckere Pilz-Zucchini Pfanne mit Quinoa und Tofu zaubern. Anschließend drücken wir uns noch etwas vor dem Zähne putzen (dazu müssen wir raus 🥶), aber es hilft ja nichts.

Der nächste Morgen beginnt mit einem entspannten Frühstück auf dem Le Griffon, auf dem es dank der kleinen Heizung schön warm ist. Im Anschluss gehen wir spülen und duschen, machen klar Schiff (hahahaha) und fahren nach dem auschecken wieder in den Forillon Nationalpark. Leider ist es heute nicht so schön wie gestern, sondern ziemlich neblig und regnerisch. Wir gehen zuerst zum Cap-Bon-Ami, wo es einen schönen Aussichtspunkt gibt. Trotz dem Nebel hat man einen tollen Blick auf das Wasser und die Klippen am Ufer ☺️. Danach geht es ca. 200 Höhenmeter bergauf, auf den Mont Saint Alban. Leider zieht es immer weiter zu und fängt kurz vor dem Berggipfel an zu regnen. Am höchsten Punkt gibt es einen Aussichtsturm, der aber leider komplett in den Wolken hängt. Da sehen wir dann natürlich nichts 😀. Anschließend geht es wieder bergab und über zwei weitere Hügel durch den Wald zurück zum Auto. Auch hier müssen wir ein paar umgestürzte Bäume überwinden, sodass uns nicht langweilig wird. Am Auto gibt es eine kleine Stärkung, bevor wir in Richtung unserer nächsten Unterkunft in Carleton-sur-Mer fahren.








Auf dem Weg legen wir noch eine kurze Pause bei Tim Hortons ein, wo wir uns bei dem anhaltenden Schmuddelwetter mit Cappucini aufwärmen und noch gleich eine Apfelschnecke für mich und einen Donut für Marcus mitnehmen. Nach insgesamt 4 Stunden Fahrt sind wir an unserem Baumhaus für heute Nacht angekommen. Das liegt direkt neben einem kleinen Fluss und ist super cool und gemütlich 😊. Nachdem wir uns kurz (Baum-)häuslich eingerichtet haben fahren wir zurück nach Carleton-sur-Mer, wo wir im Resto-Pub St. Joseph unser Abendessen genießen. Anschließend geht es wieder zurück zum Baumhaus, wo nach dem anstrengenden heutigen Tag aber nicht mehr viel passiert.


Am nächsten Morgen genießen wir noch ein tolles Frühstück mit Blick auf den Fluss, bevor wir uns schweren Herzens wieder von unserem Baumhaus verabschieden. Wir fahren noch eine gute halbe Stunde durch die schöne Provinz Québec, die sich mit vielen bunten Bäumen von uns verabschiedet. Mal schauen, ob New Brunswick da mithalten kann ☺️


Hallo ihr beiden, na ihr habt auch wenn ein paar Tage mit Wolken dabei sind finde ich Glück mit dem Wetter 👍so schöne Sonnenuntergänge 😊
Und die Leuchtürme , echt toll…weiterhin viel Spaß 😚
LikeLike