Montréal und Québec

Jetzt geht es gleich in zwei Städte hintereinander! Zuerst sind wir in Montréal, der zweitgrößten Stadt Kanadas. Wir steuern unser B&B in Montréal an, in dem wir uns für zwei Nächte eingebucht haben. Leider ist für die nächsten Tage dort nur Regen gemeldet und das auch nicht zu knapp. Da schauen wir mal, was wir schönes mit der Zeit anfangen ☺️.

Unterwegs halten wir kurz in Ottawa, um zu tanken und uns bei Subway ein kleines zweites Frühstück zu gönnen. Ansonsten lassen wir die Hauptstadt aus, da wir nicht wirklich viel positives über sie gehört haben. Da konzentrieren wir uns doch lieber auf Montréal und Québec ☺️! Nach ungefähr sechs Stunden (durch die Pausen und leider auch noch einen Stau 🙄) haben wir unser Ziel erreicht und beziehen unser Zimmer im Downtown McGill & Guy. Dann haben wir natürlich auch schon wieder Hunger, fahren zwei Stationen mit der Metro und essen bei einer Bäckerei in einer Markthalle super leckeren Kuchen und Cappuccino. Leider sind wir auf dem Weg zur Metro ganz schön nass geworden, war vielleicht doch blöd keinen Schirm mitzunehmen 😀. Nach der Stärkung laufen wir noch ein paar Minuten zu unserem Tageshighlight, wir haben uns nämlich zum Axtwerfen angemeldet. Für eine Stunde lang können wir uns austoben, was ein Spaß! Das gibt aber sicher morgen wieder ordentlich Muskelkater 😀!

Mittlerweile sind unsere Hosen auch wieder recht trocken, damit das auch so bleibt suchen wir uns ein Restaurant in der Nähe. Die Wahl fällt auf ein indisches Restaurant, wo wir unsere indischen Stammgerichte (Bhindi Masala für mich und Palak Paneer für Marcus) wählen. Das schmeckt super lecker und tut nach dem langen Tag auch echt gut. Zum Abschluss des Tages schauen wir noch im Kino vorbei. Momentan regnet es glücklicherweise auch kaum noch, sodass wir sogar trocken dort ankommen. Für viele Filme sind wir leider mittlerweile zu spät dran, aber für Spiderman reicht es noch ☺️.

Am nächsten Morgen regnet es leider wieder. Wir genießen erstmal unser leckeres Frühstück im B&B, machen uns in Ruhe fertig und als wir losziehen, hat es sogar mal aufgehört zu regnen! ☺️ Auch nur kurz, aber immerhin reicht es um trocken in die Metro zu kommen. Wir fahren in die Altstadt und haben mit dem Wetter sogar Glück (gemessen am Wetterbericht, der pausenlosen Regen vorhergesagt hatte). Wir schlendern durch die schöne Altstadt mit tollen Cafés, eindrucksvollen Gebäuden jeder Stilrichtung und dem Ufer des St. Lorenz-Stroms. Die Sonne lässt sich leider gar nicht blicken, aber wie die Hochhäuser in den Wolken hängen hat auch was. Wir legen eine Kaffeepause im Chez Mère Grand ein. Dazu gibt es für Marcus einen Brownie und für mich einen Karamell-Käsekuchen. Backen können Sie hier auf jeden Fall, man hat nur danach meist einen Zuckerschock und ist der Meinung, dass man jetzt den Rest des Tages nichts mehr essen kann (hält natürlich niemals für den Rest des Tages an😉).

Als wir zahlen gibt uns der super nette Caféinhaber noch ein paar Tipps für die Stadt und unsere Fahrt durch Québec, die die nächsten Tage vor uns liegt. Wir schlendern durch die Markthalle des Marché Bonsecours, nochmal an Notre-Dame vorbei in Richtung der unterirdischen Stadt. Dort merken wir aber, dass das nur aussagt, dass viele Malls und Metrostationen unterirdisch miteinander verbunden sind (insgesamt immerhin 37km!!). Nichts wirklich spektakuläres also. Wir fahren anschließend mit der Metro noch in das alte Stadion der Montréal Canadiens, das mittlerweile eine Mall ist. Leider wurde es letztes Jahr umgebaut und dort sind jetzt nicht mehr die damaligen Sitze etc. verbaut. Schade, das wirkte auf älteren Bildern echt cool. Danach regnet es leider auch schon wieder ganz ordentlich und wir suchen uns ein Restaurant. Wir werden fündig und sitzen kurz darauf im Restaurant Pho Nguyen im Trockenen. Es gibt leckere Frühlingsrollen und eine vegetarische Nudelsuppe, genau das richtige bei dem Wetter draußen. So wirklich viel unternehmen kann man leider heute nicht mehr, Montags ist scheinbar leider nicht so viel los in Montréal. Da wir aber auch genug haben für heute gehen wir zurück in die Unterkunft und nutzen, dass wir ausnahmsweise mal einen Fernseher auf dem Zimmer haben.

Am nächsten Morgen lassen wir uns noch einmal mit dem leckeren Frühstück verwöhnen. Danach räumen wir unser Gepäck ins Auto und laufen kurz zum Belvédère Kondiaronk im Park um die Ecke, von dem man den besten Blick auf Montréal haben soll. Nach gut 20min durch den schönen Park und einigen Höhenmetern sind wir auch schon da. Leider ist das Wetter auch heute nicht so auf unserer Seite, da man leider mehr Wolken als die Stadt sieht 😀. Trotzdem schön. Über eine große Holztreppe geht es wieder runter. Wir verabschieden uns kurz von Kelvin und schwingen uns ins Auto, um nach Québec zu fahren.

Wir fahren bis Trois-Rivières den Highway 40 und biegen dann auf die wesentlich schmalere Kings Road ab, die sich entlang des Ufers des St. Lorenz-Stroms bis nach Québec schlängelt. Auf dem Weg passieren wir einige kleine süße Orte mit tollen Kirchen und super schönen Häuschen. Unterwegs legen wir eine kleine Kaffeepause bei Tim Hortons ein, wo es einen Pumpkin Spice Muffin für mich und einen Donut mit Reese’s-Füllung für Marcus gibt. Wir sind also beide kaum glücklicher zu machen 😀. Danach geht es dann zu unserer nächsten Unterkunft, der Auberge Internacional de Québec. Dort haben wir für die nächsten zwei Nächte ein Doppelzimmer gemietet. Nachdem wir unser Auto geparkt haben und unser Zeug auf dem Zimmer ist, suchen wir etwas Essbares. Wir entscheiden uns heute für Poutine, das kanadische Nationalgericht, was auf Pommes mit Bratensoße basiert. Bei Poutineville kann man sich seine Portion selbst zusammenstellen, was dann auch vegetarisch super geht (normalerweise ist da nämlich Fleisch drauf). Und weil wir ja sowieso schon ungesund unterwegs sind, gibt es dann auch noch ein Bier dazu 😀!

Nach dem Essen gehen wir noch schnell in einen Supermarkt, Frühstück für morgen und Waschmittel kaufen. Anschließend schlendern wir noch etwas durch das nächtliche Québec, zum alten Hafen. Leider müssen wir beide das Bier wegschaffen und finden im Gare de Palais öffentliche Toiletten. Das sind die saubersten Bahnhofstoiletten die man sich nur vorstellen kann und der Bahnhof ist wahnsinnig schön. Man rechnet jederzeit damit, dass dies Weasleys um die Ecke biegen und die Kinder in das nächste Schuljahr verabschieden. Dann geht es weiter zum Hafen und in die Altstadt. Wir sind total beeindruckt, wie schön ist bitte diese Stadt? Ein Haus ist süßer als das andere. Toll beleuchtet und mit kaum einer Menschenseele auf der Straße, wir sind beide total überwältigt.

Am nächsten Morgen bietet das Hostel eine Free Walking Tour an. Da machen wir natürlich mit. Nachdem wir uns fertig gemacht und mit Müsli gestärkt haben, treffen wir uns um 10 vor dem Eingang. Unser Stadtführer Yves führt uns 2,5 Stunden mit Humor durch Québecs Altstadt und erzählt uns einiges über Bevölkerung, Architektur und Geschichte der Stadt. Nach der Tour sind wir hungrig und laufen wieder in Richtung Altstadt. Nach ein paar kurzen Fotos legen wir im Café La Maison Smith Notre-Dame eine kurze Pause ein, trinken Cappucino und essen eine Kleinigkeit. Von unserem Fensterplatz aus haben wir einen tollen Blick auf den Place Royale, ein Traum! 😍 Wir haben noch einen Programmpunkt für heute vor uns und gehen zur Mosaïcultures de Québec. Bis dahin ist es eine knappe Stunde zu Fuß. Erst durch die Altstadt und dann zunächst auf der Stadtmauer und anschließend durch einen Park entlang des St. Lorenz-Stroms.

Die Ausstellung ist beeindruckend, es gibt dort riesige Skulpturen nur aus Pflanzen zu bestaunen. Der Eintritt ist zwar nicht ganz günstig, lohnt sich aber auf jeden Fall!

Danach geht es mit dem Bus zurück zum Hostel, wo wir uns erstmal um unsere Wäsche kümmern. Nach 2 Wochen gehen uns langsam aber sicher die sauberen Klamotten aus, weshalb wir Waschmaschine und Trockner im Keller gut gebrauchen können. Währenddessen wird gekocht, heute die restlichen Nudeln mit Tofu und einer Champignon-Sahnesoße. Sehr lecker natürlich 🧐. Da das dann doch alles länger dauert und wir schon über 25.000 Schritte gelaufen sind, beschließen wir dann auch den Rest des Abends im Hostel zu bleiben. Morgen geht es ja leider schon wieder weiter, hier hätten wir auf jeden Fall noch ein paar Tage verweilen können.

Am nächsten Morgen geht es vor dem Frühstück noch einmal unter die Dusche. Nach der Stärkung checken wir auch schon wieder aus und machen uns auf den Weg nach Tadoussac ☺️

5 Kommentare zu „Montréal und Québec

    1. Ja das war hat super Spaß gemacht! Ist aber dann doch eine etwas andere Technik 😀
      Das waren sie auch, der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt 😎

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