Vier Nächte am Gardasee

Nach der anstrengenden Hüttentour geht es für uns weiter an den Gardasee nach Torbole. Unten angekommen haben wir sogar wieder richtiges Cabriowetter, was wir natürlich ausnutzen!

Gegen halb 6 kommen wir am Hotel Benaco an und laden das Auto aus. Wir beziehen unser geräumiges Zimmer und genießen erst einmal ausgiebig die schöne warme Dusche. Dann haben wir auch schon wieder Hunger und essen im Restaurant Benaco im Hotel. Als Vorspeise gönnen wir uns Bruschetta, anschließend gibt es für mich Spinatgnocchi mit Gorgonzolasoße und für Marcus Maccheroni mit Garnelen, Spinat und Curry. Nach dem leckeren Essen parken wir schnell das Auto auf einem kostenlosen Parkplatz. Auf dem Rückweg zum Hotel gibt es noch eine vorzügliche Kugel Eis, bevor wir ins Bett fallen. Um 10 schlafen wir schon tief und fest.

Am nächsten Morgen genießen wir das Frühstück im Hotel, was um einiges üppiger (und später) ausfällt als auf den Hütten. Gerade als wir fertig sind fängt es an zu regnen, weshalb wir uns es erst nochmal im Bett gemütlich machen und die nächsten Tage planen und ich mein Hörbuch etwas weiter höre. Gegen 1 hat es zum Glück wieder aufgehört, also machen wir uns auf den Weg in Richtung Riva del Garda. Nach einer Stunde zu Fuß sind wir angekommen und Essen erstmal ein Eis, was wieder superlecker schmeckt! Anschließend schlendern wir gemütlich durch die Stadt und genießen es, mal keine Wanderschuhe zu tragen.

Gegen viertel vor 6 sind wir zurück in Torbole und gehen direkt Pizza essen. Gestärkt spielen wir noch eine Runde Pit Pat, eine Mischung aus Minigolf und Billard. Und (man mag es kaum glauben), ich gewinne! Gegen Marcus! Der Zettel wird Zuhause eingerahmt und findet einen Ehrenplatz 😀. Zum Abschluss spielen wir noch Tischtennis, was Marcus dann auch wieder klar für sich entscheidet. Trotz des bedeckten Himmels ein sehr schöner erster Tag am Wasser.

Am nächsten Morgen können wir sogar in der Sonne frühstücken! 😊 Wir freuen uns sehr über das gute Wetter und dass wir den Tag auch wirklich nutzen können. Für die nächsten zwei Tage ist leider nämlich fast durchgehend Regen gemeldet. Heute frühstücken wir auch schon um 9, weil wir um 10 unsere Kletterausrüstung in Arco abholen, die wir für den heutigen Tag gebucht haben. Das klappt auch alles prima und gegen viertel vor 11 parken wir das Auto in Biacesa di Ledro. Von dort geht es los, erst einmal auf einem Wanderweg ca. 1 Stunde ziemlich steil bergauf. Durch das Wetter (ca. 28 Grad und Sonne) kommen wir ganz schön ins Schwitzen. Am Einstieg des Klettersteigs machen wir uns fertig und los geht es! Unser erstes Ziel ist der Gipfel des Cima Capi.

Auf dem Weg dorthin haben wir immer wieder traumhaft schöne Sicht auf den Gardasee. Gegen 1 Uhr kommen wir am Gipfel an und gehen ein Stück weiter, wo wir eine kurze Pause einlegen. Frisch gestärkt geht es weiter zum Cima Rocca. Auf dem Weg durchqueren wir wieder einige Tunnel aus dem ersten Weltkrieg, wenn auch nicht ganz so imposant wie auf dem Kaiserjägersteig, sind sie trotzdem beeindruckend. Anschließend geht es wieder zurück nach Biacesa, wo wir uns im Le Grotte einen fabelhaften Cheesecake gönnen (wirklich himmlisch!).

Wieder am Auto angekommen, machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Ledrosee. Das tut gut! Marcus springt sogar in die Fluten, ich kühle meine Beine ab, nach dem heutigen Ausflug eine echte Wohltat. Nach einer kurzen und sehr erholsamen Pause geht es zurück nach Arco, wo wir die Ausrüstung zurückbringen. Der Klettersteig (bzw. die Klettersteige, eigentlich waren es drei) haben uns beiden super viel Spaß gemacht, das werden wir auf jeden Fall wiederholen 😊!

Am nächsten Morgen ist leider Regen gemeldet. Wir schlafen also aus (verpassen ja nichts) und frühstücken erstmal in Ruhe. Anschließend überlegen wir, was wir heute alles anstellen können. Fahrräder mieten ist uns mit den Aussichten auf Regen zu riskant und Wandern macht auch nicht wirklich Sinn, weil die Wolken tief in den Bergen ringsum hängen. Wir entschließen uns, etwas am See entlang in Richtung Süden nach Torri del Benaco zu fahren, dort ist für heute kein Regen vorhergesagt. Nach einer Stunde (mit offenem Verdeck!) kommen wir an und schlendern durch das kleine Städtchen. Anschließend gibt es noch ein Eis und es geht wieder ein Stück zurück in das kleine Bergdorf Crero. Von dort geht es erst durch das idyllische Dorf und dann steil bergauf zur schönen Kirche von San Zeno. Auf dem Weg haben wir immer wieder tolle Blicke auf den See. Anschließend geht es noch etwas weiter bergauf (so ganz ohne Höhenmeter geht es ja auch nicht). Der Rückweg führt uns über eine schöne Hängebrücke, die sogar ein bisschen schaukelt 😊.

Anschließend geht es zurück nach Torbole, wo wir das Auto abstellen und schnell Duschen gehen. Wieder deutlich frischer holen wir uns zum Abendessen Falafelpiadine um die Ecke, mit denen wir uns an den Strand setzen und sie gemütlich verputzen. Zum Nachtisch gibt es noch eine Kugel Eis, bevor wir zurück ins Hotel gehen und leider schon wieder packen müssen. Morgen geht es schon weiter nach Stazzona in der Lombardei, aber mit zweimal Eis war der heutige Tag ein sehr gelungener Abschluss am Gardasee 😊

Der letzte Morgen am Gardasee verläuft ziemlich ereignislos, wir genießen noch ein üppiges Frühstück im Regen (natürlich unter der Markise), beladen unser Auto und fahren in Richtung Stazzona.

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