Nach dem Slope Point geht es zum vorerst letzten Zwischenstopp für heute, dem Waipapa Point Lighthouse. Wie auch schon der letzte Leuchtturm liegt auch dieser wunderschön am Strand.

Nach einem kurzen Rundgang geht es zu unserem heutigen Freecamp in Fortrose. Wir suchen uns einen Platz und kochen, heute gibt es wieder Nudeln. Dieses Mal mit Tomatensoße, gepimpt mit Zwiebeln, Knoblauch, Linsen und Feta. Wieder unfassbar lecker (kann natürlich auch an der Natur liegen dass uns hier alles so gut schmeckt – wir werden es wohl nie erfahren)!
Gestärkt packen wir noch einmal unseren kleinen Rucksack und laufen eine knappe halbe Stunde zu den Klippen von Fortrose um von dort aus den Sonnenuntergang anzuschauen. Der Blick ist toll, allerdings machen uns mal wieder die Wolken einen Strich durch die Rechnung, sodass der Sonnenuntergang leider nicht sie spektakulär ist wie erhofft. Trotzdem ein schöner Tagesabschlus, bevor wir kaputt ins Bett fallen.
Am nächsten Morgen ist das Wetter leider etwas durchwachsener, aber glücklicherweise trotzdem trocken. Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Bluff. Dort ist es allerdings nicht so spektakulär, wir halten nur für ein kurzes Foto des berühmten Wegweisers. Auf dem Rückweg fahren wir dann spontan noch zum Bluff Hill Lookout. Da der Hügel der höchste im Umkreis ist, hat man von dort wirklich noch einmal einen tollen 360° Blick. Durch die Wolken leider nicht ganz so eindrucksvoll wie es wahrscheinlich bei schönem Wetter ist.
Anschließend geht es für uns weiter in den Westen. In Riverton legen wir den nächsten kurzen Zwischenstopp ein, auch hier gibt es sehr schöne Strände, die ohne Sonne aber auch nicht so wahnsinnig spektakulär wirken. Nach einem kleinen Snack geht es daher auch schon weiter. Unser nächster Halt ist mit dem Gemstone Beach schon etwas besser, dort gibt es unzählbar viele runde Kieselsteine in allen möglichen Farben. Das sieht auf jeden Fall toll aus! Und im Hintergrund sehen wir immer wieder unser Ziel für heute: die Berge!

Nach erneuten 30min Fahrt, sind wir in Clifden angekommen, wo unsere letzten beiden Stops für heute anstehen. Als erstes geht es zur Clifden Suspension Bridge, angeblich der längsten Hängebrücke Neuseelands. Das Wetter ist auch wieder etwas besser, das passt auch gut zur alten, schicken Brücke. Auf der anderen Seite gibt es dann mein erstes Tageshighlight: eine Schaukel an einem Baum! Die muss ich natürlich auch gleich ausprobieren und bin hin und weg. Nach ein bisschen Schaukelei geht es dann aber schließlich wieder zurück über die Brücke zum Camper.
Nach nur 3min Fahrt sind wir auch schon an der letzten Attraktion für heute, den Clifden Caves. Das sind 300m lange Höhlen, in denen es auch Glühwürmchen gibt! Zum Glück haben wir unsere Stirnlampe dabei, denn bereits nach 5 Metern ist es stockdunkel. Nur wenige Schritte später sehen wir auch schon die ersten Glühwürmchen, Wahnsinn! Insgesamt ist es ganz schön rutschig und ein ziemliche geklettere, macht aber auch einen Heidenspaß. Kurz vor Ende gibt es einen Pool, an dem man nicht vorbei kommt (also nur schwimmend oder nass). Da wir leider unsere Badesachen nicht dabei haben, laufen wir wieder zurück. Dann vergucken wir uns auch noch und laufen im Kreis, schaffen es aber dann schließlich nach ca. 80min wieder heraus. Definitiv ein weiteres Highlight!
Nach einer Stunde Fahrt kommen wir an unserer heutigen Endstation, in Manapouri an. Wir schlafen im Manapouri Motels & Holiday Park, einer süßen, etwas schrulligen Anlage mit putzigen Cabins und lauter altem Zeug auf dem Gelände. Natürlich habe ich auch auf der Fahrt schon wieder Hunger, deshalb muss es mit dem Essen wieder schnell gehen und es gibt Eier mit Feta, Zwiebeln und Nudeln (von gestern) und zum Nachtisch etwas Schokolade. Direkt nach dem Essen fängt es dann auch an zu regnen. Wir nutzen noch schnell die warmen Duschen und kuscheln uns in den trockenen und gemütlichen Camper.
Am nächsten Morgen ist das Wetter, wie vorhergesagt, leider nicht soo toll. Die Sonne macht wohl einen Tag Pause und zeigt sich nur sehr selten. Nach dem Frühstück geht es dann erst ein Stück in Richtung Norden. Nach nur 15min Fahrt schnüren wir wieder die Wanderschuhe und laufen ein Teilstück des Keplertrails. Wieder ein toller Wanderweg durch den Wald mit zwei sehr coolen Hängebrücken. Wir laufen bis zur ersten Hütte, legen eine kurze Pause am See ein und schlagen den Rückweg ein. Nach knapp 3 Stunden sind wir wieder am Camper und fahren durch Te Anau vorbei in Richtung Queenstown. Leider sehen wir von den Bergen um uns nicht viel, weil die Wolken sehr tief hängen. Morgen ist aber schon wieder Sonne gemeldet und wir sind gespannt, wie die Umgebung dann aussieht!
In Queenstown fahren wir direkt zu Jucy, um hoffentlich endlich unser Wasserproblem lösen zu können. Dort vereinbaren wir, dass wir den Camper morgen früh um 7 abgeben, bevor unsere Tour zum Milford Sound startet. Auf dem Weg in die Stadt fahren wir noch einmal einkaufen bei Pak’nSave und dann zu unserem Campingplatz für heute, dem Queenstown Lakeview Holiday Park. Bisher mit 56$ der teurste Campingplatz, dafür aber nur fünf Gehminuten von der Stadt entfernt. Nachdem wir unseren Camper geparkt haben, laufen wir auch direkt in die Stadt, wir sind am verhungern! Wir lösen unser Abschiedsgeschenk von Sabine und Julian ein und Essen bei Fergburger wahnsinnig leckere Burger. Mein erstes mal Fleisch in Neuseeland, das macht den Burger sicher nicht schlechter. Wir holen uns noch ein leckeres Eis nebenan und spazieren zum See. Die Sonne geht auch gerade unter, ein tolles Bild! Wir gehen noch etwas spazieren und gehen dann zurück zum Campingplatz. Dort schmieren wir uns noch schnell Brötchen für den nächsten Tag und fallen ins Bett.
Am nächsten Morgen klingelt der Wecker schon um 10 vor 6. Und ausgerechnet heute habe ich schlecht geschlafen. Aber was solls. Nachdem wir uns fertig gemacht haben, bringen wir den Camper zu Jucy und werden zur Abholstation für die Jucy Cruise zum Milford Sound gebracht. Um halb 8 geht es los, wir haben erstmal eine lange Busetappe vor uns.
Nach etwa 300km im Bus mit einigen kurzen Zwischenstopps, kommen wir schließlich am Milford Sound an und besteigen unser Boot. Wir fahren ca. eine Stunde durch den tollen Fjord bis zum tasmanischen Meer und drehen um. Das Wetter ist traumhaft und die Blicke in den Fjord und die Berge ringsherum sind beeindruckend! Um kurz vor 4 sitzen wir wieder im Bus zurück nach Queenstown, wo wir gegen 20 Uhr ankommen.
Wir laufen 15min zu Jucy und bekommen einen neuen Camper, da der alte nicht innerhalb eines Tages repariert werden konnte. Also packen wir unser Zeug um, was ganz schön lang dauert! Um 20 nach 9 fahren wir endlich wieder auf die Straße und steuern den nächsten DOC-Campingplatz an, der zum Glück nur 25min entfernt ist. Wir suchen uns einen Platz, ich mache noch schnell ein paar Fotos vom Sternenhimmel (der ist unfassbar heute) und wir fallen ins Bett.

Am nächsten Morgen frühstücken wir mit einem traumhaftem Ausblick auf die Berge und schon wieder scheint die Sonne! ☺ Nach dem Frühstück starten wir auch direkt vom Campingplatz aus mit einer Wanderung, dem Bob’s Cove Track. Dieser läuft entlang des Lake Wakatipu und wir haben immer wieder traumhafte Szenerien direkt vor der Nase, eine tolle Wanderung! Nach gut zwei Stunden kommen wir wieder am Camper an und kochen uns erstmal einen Tee und futtern ein paar Nüsse und Kekse in der Sonne. Anschließend fahren wir entlang des Sees nach Glenorchy. Die Strecke ist toll, wir müssen immer wieder stehen bleiben, in der restlichen Zeit starre ich aus dem Auto und genieße den Blick auf den See und die Berge im Hintergrund.
In Glenorchy angekommen, sichern wir uns einen Platz auf Mrs Woolly’s Campground, der uns sehr gut gefällt. Dann schlüpfen wir in unsere kurzen Hosen und machen uns auf den Weg zum Lagoon Track, einem kleinen Spaziergang um die örtliche Lagune. Als wir zurückkehren, wird erstmal gekocht. Heute gibt es Bratkartoffeln mit Halloumi, Erbsen und Linsen, da freuen wir uns nach dem aktiven Tag sehr drauf.































