Der Weg zum südlichsten Punkt Neuseelands

Nach der leckeren Stärkung machen wir uns auf den Rückweg zum Camper. Dabei kommen wir am botanischen Garten in Timaru vorbei, der viel größer ist als wir dachten. Wir gehen eine Runde und schauen uns die Enten dort etwas genauer an. Zurück am Camper gibt es für Marcus noch eine Suppe und wir legen uns ins Bett. Heute ist es sehr ungemütlich, wir brauchen das erste Mal zwei Decken, schlafen dick eingemummelt aber dann wieder sehr gut.

Am nächsten Morgen ist es immer noch sehr kalt. Wir frühstücken wieder mit Meerblick, sind danach aber durchgefroren und springen schnell in den Camper. Heute geht es an der Küste entlang in Richtung Süden. Unterwegs lässt sich dann auch die Sonne wieder blicken. Nach rund einer Stunde Fahrt halten wir in Oamaru, einem kleinen Küstenstädtchen. Wir besorgen uns zuerst Gasflaschen für unseren Campingkocher, dann erkunden wir das Städtchen. Es gibt hier sehr viele viktorianische Gebäude, was die Stadt sehr von denen unterscheidet, die wir schon gesehen haben. Es gibt außerdem viele kleine Läden und einen tollen Hafen zu entdecken. Nach einem schönen Spaziergang geht es dann wieder auf vier Rädern weiter.

Ab Oamaru fahren wir mehr oder weniger durchgehend an der Küste entlang und haben immer wieder großartige Aussichten auf das Meer und die Strände. Dass die Sonne immer noch strahlt, macht das Ganze natürlich noch etwas schöner 🙂

Nach wenigen Minuten Fahrt müssen wir bereits das nächste Mal anhalten, der All Day Bay Beach sieht einfach zu schön aus, um dort einfach vorbeizufahren.

Anschließend geht es weiter, unser nächster Zwischenstopp sind die Moeraki Boulders, wo runde Steinbrocken einfach am Strand liegen – verrückt! Nachdem wir uns das angeschaut und diverse Fotos geschossen haben, geht es weiter zu unserer ersten kurzen Wanderung für heute. Dazu fahren wir auf eine kleine Halbinsel bei Karitane, von wo aus wir ca. 40min wandern. Auch diese Wanderung ist absolut schön, die Küste ist hier wieder traumhaft.

Auf der Wanderung beschließen wir, das nächste Freecamp anzufangen. Das befindet sich etwas nördlich von Dunedin (was übrigens „Daniedn“ ausgesprochen wird) in der Warrington Reserve, wir werden den restlichen Weg in die Werkstatt dann morgen früh fahren. Wir halten noch kurz am Karitane Lookout Point für einen letzten Blick zurück und fahren die letzten 30min für heute. Da wir dann relativ früh im Camp ankommen, können wir noch schön entspannt in der Sonne kochen. Da wir uns heute dann auch nicht beeilen müssen, gibt es Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Pilzen. Und das schmeckt sensationell! Wir gehen noch einmal für einen kleinen Verdauungsspaziergang an den Strand, bevor wir unseren Camper für die (wieder sehr kalte) Nacht vorbereiten.

Morgens wachen die beiden Schnupfnasen wieder bei strahlendem Sonnenschein auf, da sind die 7 Grad dann auch nicht mehr so schlimm. Nach einem entspannten Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Dunedin und geben unseren Camper in der Werkstatt ab. Der Werkstattbesitzer setzt uns netterweise in der Stadt ab, die schauen wir uns dann auch an wenn wir schonmal da sind. Dunedin hat einen sehr schönen Bahnhof und ein paar weitere schöne, alte Gebäude. Außerdem können wir so die Zeit nutzen und eine neue Kappe für mich suchen, sind da aber leider erfolglos. Stattdessen besorgen wir Hustenbonbons und Kuchen im Supermarkt und setzen uns in die Sonne, um den Kuchen zu verspeisen. Um kurz nach 3 können wir unser Heim auf Rädern wieder abholen, das Problem war gar nicht die Pumpe, sondern das Abwasserrohr vom Spülbecken, das wohl nicht dicht war. Das Problem ist aber jetzt glücklicherweise beseitigt, sodass wir uns auf den Weg auf die Otago Peninsula. Nach einem kurzen Fotostopp an der Straße kommen wir, nach einer kurzen, aber sehr schönen Fahrt, im Portobello Village Tourist Park an, wo wir die Nacht verbringen werden. Wir zahlen hier wieder etwas, haben aber dafür warme Duschen und eine Waschmaschine, die wir morgen früh noch nutzen werden. Nach einem kurzen Spaziergang zum Meer, begeben wir uns in die Küche und zaubern Rührei mit Zwiebeln, Knoblauch und Käse, dass wir dann wieder mit Avocadobrot verspeisen. Morgen soll es sonnig weitergehen, da freuen wir uns schon!

Als wir an diesem Freitagmorgen aufwachen, lässt die Sonne leider noch auf sich warten. Ärgerlich, da war ja heute unsere Wäsche waschen müssen. Das machen wir auch trotzdem. Wir hängen alles erstmal draußen auf und ziehen bei der Abreise um 10 alles in den Camper um. Wir kriegen zum Glück auch alles gut unter. Wir fahren dann noch zur Spitze der Halbinsel, hier ist es aber durch den bewölkten Himmel leider auch nicht so beeindruckend. Da wir beide auch noch etwas angeschlagen sind, wollen wir heute auch keine großen Wanderungen unternehmen und fahren wieder von der Halbinsel herunter. Leider hat sich auch herausgestellt, dass unser Wasserproblem doch noch nicht gelöst ist, beim öffnen der Heckklappe kommt uns schon wieder Wasser entgegen. Wir werden das in Queenstown noch einmal checken lassen. Nachdem wir die Halbinsel verlassen haben, steuern wir den Tunnel Beach an. Mittlerweile zeigt sich zum Glück auch wieder die Sonne! Nach der kurzen Wanderung zum Strand genießen wir die Aussicht, der Stopp hat sich auf jeden Fall wieder gelohnt.

Anschließend geht es auf der Southern Scenic Route weiter an der Küste entlang und die atemberaubenden Strände hören gar nicht auf! Und auch, als wir den Küstenabschnitt nach etlichen Kilometern verlassen, geht es sehr schön weiter.

Unser nächster Zwischenstopp ist das Nugget Point Lighthouse. Wir fahren wieder lange an der wunderschönen Küste entlang, an deren Ende der Leuchtturm thront. Wieder einmal wunderschön! Wir spazieren zu dem Leuchtturm und bewundern das türkisblaue Wasser und die Nuggets.

Anschließend machen wir uns auf den Weg zu unserem Quartier für heute Nacht, dem Freecamp in Waikawa. Wir ergattern den letzten Platz mit Seeblick und kochen erstmal, heute gibt es Quinoa mit Zwiebeln, Knoblauch, Champignons, Erbsen und Käse. Das schmeckt und ist ein prima Abschluss des Tages.

Am nächsten Morgen wachen wir wieder bei strahlendem Sonnenschein auf, besser kann man ja wohl kaum in den Tag starten! ☺ Nach dem Frühstück starten in einen entspannten Tag mit wenig Fahrerei. Unser erstes Ziel, die Curio Bay, erreichen wir bereits nach einer halben Stunde.

Nach einem kleinen Spaziergang und ein paar Tests mit meinen neuen ND-Filtern geht es auch schon weiter. Der nächste Stopp ist eine entspannte Wanderung für ca. 3 Stunden zu den Waipohatu Falls. Also werden die Wanderschuhe geschnürt und los geht’s! Wir wandern durch tiefsten Urwald, an Bächen entlang, über kleine Brücken und durch unzählbar viele Grüntöne – eine tolle Wanderung (wenn auch sehr matschig, da hat sich der Schuhwechsel wenigstens gelohnt)! Nach einer guten Stunde erreichen wir den unteren Wasserfall, der einfach traumhaft schön mitten im Wald liegt. Wir wandern weiter zum Zweiten, der viel höher und ebenfalls sehr schön ist. Anschließend geht es noch ca. eine Stunde zurück zu unserem Camper, wo wir uns einen Kaffee kochen und eine kleine Pause in der Sonne einlegen.

Unsere nächste Station ist dann auch schon der südlichste Punkt Neuseelands! Nur wenige Fahrminuten später sind wir auch schon angekommen. Wir laufen ein Stück über eine Weide und das war es dann auch schon (von den vielen Kühen am Wegesrand abgesehen).