Lanzarote (1/2) – Der Süden

Ende März 2019 verbrachten wir eine wunderschöne und sehr erholsame Woche auf Lanzarote. Die Hälfte der Zeit verbrachten wir im Süden, anschließend erkundeten wir den Norden. In diesem Beitrag erzähle ich, was wir in den ersten Tagen erlebt und vom Süden gesehen haben.

Die Ankunft
Nachdem wir an einem Sonntag gegen die Mittagszeit gelandet waren, holten wir direkt unseren Mietwagen ab. Nachdem der Flug bereits ein Schnäppchen war (knapp 90€ p.P. mit Handgepäck), hatten wir auch hier ein gutes Angebot gefunden (knapp 90€ für 7 Tage).
Da wir noch nicht in unsere Unterkunft konnten, machten wir uns als erstes auf den Weg nach Playa Blanca am südlichen Ende der Insel. Dort spazierten wir an der Strandpromenade entlang und gönnten uns erstmal ein Eis und einen Cappucino!

Nach der Stärkung konnten wir dann auch in unsere Unterkunft – eine Ferienwohnung im schönen Yaiza, die ich über airbnb.de gebucht hatte.
Anschließend machten wir uns auf die Suche nach etwas essbarem und landeten schließlich in Puerto Calero, einem kleinen Ort mit einen Hafen (wie der Name schon sagt), wo wir leckere Tapas verspeisten und somit perfekt auf den Urlaub in Spanien eingestellt waren. Anschließend fuhren wir zum Sonnenuntergang schauen weiter in den nächsten Ort, Puerto del Carmen, der uns allerdings zu touristisch war, da waren wir im beschaulichen Yaiza doch um einiges besser aufgehoben.

Die erste Wanderung
Am nächsten morgen starteten wir nach einem entspannten Frühstück zu unserer ersten Wandertour, der „Ruta del Litoral“. Los ging es am Ortsrand von El Golfo und weiter an der Küste entlang. Leider ist die Route kein Rundweg, wenn man die Tour komplett laufen möchte muss man 12km hin- und die gleichen 12km auch wieder zurücklaufen. Vorteil ist natürlich, dass man jederzeit umdrehen kann 🙂
Es sind kaum Höhenmeter zurückzulegen, man läuft stetig auf einer Höhe mit kleinen Wellen, weshalb die Wanderung konditionell nicht anspruchsvoll ist. Allerdings ist das Gelände sehr steinig, gutes Schuhwerk ist hier auf jeden Fall sinnvoll.
Wir sind etwa die Hälfte der malerischen Strecke gelaufen, das hat uns für den Anfang gereicht und auch landschaftlich ist es dann auch nicht mehr so abwechslungsreich. Hier ein paar Impressionen:

Nach der Wanderung haben wir (speziell ich, wie immer) natürlich Hunger! Unsere Wahl fällt auf das Restaurant Mirador de las Salinas, von welchem man einen schönen Blick auf die Salinas de Janubio hat. Auf dem Weg dorthin halten wir an „Los Hervideros“, Lavahöhlen, die sehr schön am Atlantik liegen. Nach einer Dusche geht es dann weiter zum Abendessen in einem spanischen Restaurant.

Lanzarote bei Regen?
Am nächsten morgen sieht es sehr bewölkt und nach Regen aus, deshalb fahren wir nicht, wie geplant, in den Nationalpark Timanfaya. Stattdessen möchten wir gemütlich frühstücken und fahren wieder nach Puerto Calero. Leider suchen wir uns erstmal das falsche Café und trinken einen ziemlich schlechten Capuccino. Daraufhin wechseln wir zum Essen in das Café de la Plaza, viel besser! Dort gibt es leckere Toasts und Scones und auch endlich sehr guten Kaffee. Während wir frühstücken regnet es sehr ordentlich, das geht allerdings auch schnell wieder vorüber. Wir wandern danach noch etwas an der Küste entlang (auch hier sehr malerische Blicke aufs Meer) und beschließen dann in den Süden zu fahren, wo es nicht so sehr nach Wolken aussieht. Das war auch eine sehr gute Entscheidung! Dort ist das Wetter wirklich herrlich, während über der Inselmitte dunkle, schwarze Wolken hängen. Wir fahren ans östliche Ende von Playa Blanca, stellen dort das Auto ab, schlüpfen in unsere Wanderschuhe und wanden zum Playa Papagayo, mit dem schönsten Strand der Insel. Das Internet hat hier nicht zu viel versprochen, die Wanderung ist wirklich toll, nicht zu lang (knapp eine Stunde in eine Richtung) und auf dem Weg liegen bereits eine Reihe von superschön gelegenen Stränden. Zum Playa Papagayo kann man auch mit dem Auto fahren, allerdings soll die Straße nicht sonderlich gut sein (Schotterpiste), man zahlt 3€ fürs Parken und verpasst diese tolle Wanderung, meines Erachtens lohnt sich das auf jeden Fall!

Am Strand angekommen entspannen wir erstmal in der Sonne und Marcus springt in die Fluten. Mit Blick auf die Playa gibt es eine Bar und ein Restaurant, in dem wir noch einen Kaffee trinken und ein Dessert vertilgen, bevor es zurück zum Auto geht. Wir machen noch einen Stop im Supermarkt, besorgen Frühstück für den nächsten Tag und essen in Yaiza.

Timanfaya und der Weg in den Norden
Heute ist der letzte Tag im Süden, deshalb steht heute der Timanfaya-Park auf dem Programm. Wie die letzten Tage ist auch heute Vormittag bewölkt, also leider wieder keine optimalen Bedingungen für den Park, der im Sonnenlicht am schönsten aussehen soll. Wir schmieren unsere Brötchen und verlassen unsere Unterkunft und fahren direkt zum Park. Ein guter Plan, denn als wir diesen verlassen stehen bereits einige Autos in der Schlange, die auf unsere Ausfahrt warten. (Da es nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen gibt es zu den Hochzeiten sehr lange Wartezeiten, daher bietet sich der Besuch am Morgen oder am Nachmittag an.) Der Park selbst hat uns nicht so sehr beeindruckt, die Bustour (im Eintrittspreis enthalten) lohnt sich aber definitiv.

Auf dem Weg in den Norden halten wir im bekannten Weinbaugebiet „La Geria“, wo jeder Weinstock in einem kleinen Krater angepflanzt wird. Dort holen wir unseren Kaffee nach, der leider am Morgen aufgebraucht war.

Wie es dann mit unserer Tour durch Lanzarote weiterging, erfahrt ihr im nächsten Beitrag 🙂

Wanderung am größten Vulkankrater der Insel
Einmal waren wir jedoch noch im Süden (und damit meine ich nicht den Abflug), wir haben uns dazu entschieden noch einmal im Süden wandern zu gehen, da uns ein Freund dort eine Wanderung empfohlen hatte.
So fuhren wir zum Einstieg der Wanderung an den Caldera Blanca, den größten Vulkankrater der Insel, den man auf diesem Wanderweg einmal umrundet.
Leider ist es auch zum Zeitpunkt der Wanderung wieder bewölkt, was natürlich dazu führt dass der Krater nicht ganz so eindrucksvoll aussieht wie bei Sonne. Trotzdem ist es eine schöne Tour mit ein paar Höhenmetern und ein Erlebnis, einen Krater umrunden ist für uns beide das erste Mal.

Ein Kommentar zu „Lanzarote (1/2) – Der Süden

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