Ankunft im Norden
Den zweiten Teil unseres Lanzarote-Urlaubs verbrachten wir im Norden, genauer gesagt im schönen und beschaulichen Guatiza. Über Booking hatte ich dort ein Zimmer im Alma Libre B&B gebucht, eine traumhafte Unterkunft! Die beiden Gastgeber Martina und Domenica sind wahnsinnig nett und der Aufenthalt dort war super. Und mal ehrlich, der Name „freie Seele“ allein spricht wohl Bände.
Am Tag unserer Ankunft hatten wir leider etwas Pech mit dem Wetter. Als erstes gingen wir daher zu Fuß zum „Jardín de Cactus“, einem schön angelegten Garten mit Kakteen aus aller Welt. Gerade bei bewölktem Himmel auf jeden Fall zu empfehlen.

Cappucino im Jardín de Cactus 
Bunte Kakteen 
Regenbogenkaktus
Nach dem Besuch des Kaktusgartens wollten wir noch etwas unternehmen. Das Wetter war allerdings immer noch nicht besser (auf den Bildern gut zu erkennen), so fuhren wir zu den „Cuevas de los verdes“ etwas weiter im Norden der Insel. Bei Regen und Wolken natürlich sehr sinnvoll, in Höhlen ist es ja bekanntermaßen sowieso dunkel (und trocken). Nach der Führung durch die Lavahöhlen hatten wir dann auch wieder Hunger, fuhren zurück nach Guatiza und ließen den Abend in der örtlichen Pizzeria ausklingen.

Steinformationen auf dem Weg nach Guatiza 
Cueva de los verdes
Ausflug auf La Graciosa
Einer der Punkte, die wir im Norden auf jeden Fall auf unserer Liste hatten, war der Besuch der Insel „La Graciosa“. Martina hatte uns beim Frühstück versichert, dass man die Insel auf jeden Fall gesehen haben sollte und dazu das Wetter gut vorhergesagt ist, so machten wir uns frisch gestärkt auf den Weg nach Orzola, wo die Fähre abfährt. Hin- und Rückfahrt mit der Fähre kosten 20€ p.P., eine Investition die sich definitiv lohnt. Nach einer halben Stunde erreichen wir die Insel und schon jetzt sind wir begeistert. Da es auf der gesamten Insel keine asphaltierten Straßen gibt, leihen wir uns für den Tag Mountainbikes in der Nähe des Hafens für 15€ p.P. für den Tag. Alternativ kann man die Wege auch mit dem „Jeep-Taxi“ oder zu Fuß zurücklegen, da wir aber sehr gerne mountainbiken ist die Entscheidung für uns einfach. Zuerst geht es für uns zur Playa las Conches, die uns als schönster Strand der Insel angepriesen wird. Nach einer guten halben Stunde auf dem Rad kommen wir an – und werden nicht enttäuscht! Leider ist die See sehr rau, weshalb man dort nur an wenigen Tagen im Jahr schwimmen gehen kann. Trotzdem ein sehr schöner Strand, an dem wir ein wenig die Ruhe genießen. Direkt neben dem Strand ist ein kleiner Berg, von dem man einen wunderschönen Blick auf den Strand hat, hier geht es dann auch noch hoch. Anschließend geht es weiter, in östlicher Richtung um die Insel, zurück bis zum Ausgangsort.

Blick auf die Playa las Conches 
An der Playa Las Conches 
Auf dem Rad – La Graciosa
Von dort aus möchten wir uns einen weiteren Strand anschauen, die Playa La Francesa. Hier geht es durch sehr tiefen Sand, da macht es mit dem Rad nicht immer Spaß. Am Strand angekommen sind wir jedoch sofort entschädigt, auch dieser Strand gefällt uns sehr gut. Man blickt direkt auf die Steilküste Lanzarotes, mit türkisblauem Meer dazwischen – wenn das kein Urlaubsgefühl ist!
Der Ausflug auf die Insel ist wirklich traumhaft, wie auf den Fotos eindeutig zu erkennen ist haben wir heute auch Sonne satt. Um 17:30 Uhr geht es mit der letzten Fähre zurück nach Orzola, wo wir in einem netten Restaurant am Meer zu Abend essen und abends erschöpft ins Bett fallen. Was ein toller Tag!
Ausflug nach Teguise
Nachdem wir den Vormittag erneut im Süden bei einer Wanderung verbracht haben, schauen wir uns Teguise an. Die kleine Stadt liegt nur ca. 15 Minuten von Guatiza entfernt und ist vor allem für den sonntäglichen Markt bekannt. Aber auch jenseits des Marktes ist sie definitiv einen Besuch wert! Nachdem wir uns nach der Wanderung mit leckeren Crêpes gestärkt haben, bummelten wir durch die schöne Altstadt. Oberhalb von Teguise liegt eine Burg, die wir allerdings nicht besichtigen konnten, da wir kurz nach der Schließung am Eingang eintrafen. Stattdessen machten wir uns auf den Weg zur Playa de Famara, bei dem man auch einen wunderschönen Blick auf die Steilküste im Norden der Insel hat. Nach einem Bad (von Marcus, mir war es natürlich wieder zu kalt) fuhren wir zum Essen zurück nach Teguise. Dort hatten wir das beste und netteste Abendessen unseres Urlaubs, mit Livemusik und einer riesigen Tapasplatte im La Palmera.

Die Kirche von Teguise 
Playa de Famara 
Sonnenuntergang in Teguise
Wandern um Haría
Heute steht (leider) schon der letzte Tag an! Nach dem, wie immer, vorzüglichen Frühstück, starten wir in Richtung Haría. Dort findet jeden Samstag ein kleiner Kunsthandwerkermarkt statt, den uns auch Martina empfiehlt. Dieser ist wirklich sehr schön! Nicht zu groß, wir erstehen auch etwas Schmuck, bevor es wieder ans Auto geht zum Schuhe wechseln. Mit unseren Wanderschuhen ausgestattet starten wir die Tour Richtung Küste und sind schnell am ersten Aussichtspunkt. Das Highlight kommt jedoch am höchsten Punkt und etwa der Hälfte der Wanderung – ein atemberaubender Blick auf die Playa de Famara sowie La Graciosa! Nach einer kurzen Rast geht es wieder bergab und auf einem anderen Weg zurück nach Haría, wo wir uns als Belohnung für die etwa dreistündige Wanderung leckeren Cappucion und Kuchen gönnen.

Plaza de la Constitución in Haría 
Aussicht auf Lanzarote 
Steilküste im Norden mit Blick auf La Graciosa
Anschließend steht noch mehr auf dem Programm, bei der Cueva de los verdes haben wir uns direkt noch Tickets für den Mirador del Rio sowie die Jameos del agua besorgt (die Attraktionen sind im Paket günstiger, das gilt auch für den Jardín del Cactus und Timanfaya, das wussten wir dort aber noch nicht). Also geht es los zum Mirador del Rio, von dem aus man einen wunderbaren Blick auf La Graciosa hat. Besonders schön, da wir sehr viel von der Insel wiedererkennen konnten. Anschließend ging es noch zu den Jameos del agua, ebenfalls eine klassische Touristenattraktion, die sehenswert ist. Unser letztes Abendessen gibt es anschließend in Arrieta, was auf unserem Heimweg nach Guatiza liegt, direkt am Meer.

Blick auf La Graciosa vom Mirador del Rio 
Unterirdische Höhle in den Jameos del agua 
Außenanlage der Jameos del agua
Die Abreise
.. und so schnell ist die Woche vorbei! Mit viel Sonne und schönen Erlebnissen im Gepäck, genießen wir ein letztes Mal das Frühstück bei Martina und Domenico, bevor es wieder zurück geht. Wir hatten eine wirklich tolle Woche und waren positiv überrascht, wie viel Lanzarote bietet. Auch eine Woche als Reisedauer ist optimal, wir konnten alles sehen, was wir sehen wollten und hatten trotzdem genug Zeit um zu wandern und unsere Zeit an den schönen Stränden zu verbringen. Gracias!

Das beste Frühstück im Alma Libre


Ein Kommentar zu „Lanzarote (2/2) – Der Norden“