Um viertel nach 9 kommen wir in Telupid an und dort steht schon der Minibus nach Sandakan. Die fahren allerdings los, wenn sie voll sind und das ist leider erst um viertel nach 11, da hat sich das frühe Aufstehen ja schon wieder nicht gelohnt. Gegen viertel vor zwei kommen wir in Sandakan an und können dann aber glücklicherweise direkt im Hostel einchecken. Dort haben wir ein Doppelzimmer mit Meerblick, richtig schön. Der Hunger treibt uns dann erstmal ins #1 Café, wo es Cappuccini, Schokotorte und dann ein Telefonat gibt.


Dann schlendern wir ein wenig durch die Stadt, ich will mal nach einer längeren Hose schauen, da wir ja jetzt erstmal in muslimischen Ländern unterwegs sind. Ich finde nichts, dafür findet Marcus ein cooles Hemd 😀. Dann kaufen wir im Supermarkt noch ein paar Snacks, bevor wir zur Pizza zum Abendessen im Balin Roofgarden den Ausblick genießen.





Als es anfängt zu regnen, huschen wir schnell zurück ins Hostel, schauen noch eine Folge Black Mirror und schaffen es tatsächlich, mal früher zu schlafen.
Am nächsten Morgen können wir dann auch eeendlich mal wieder ausschlafen, herrlich! Es gibt sogar Frühstück im Hostel, zwar nur Toast mit Marmelade und Bananen, wir haben uns aber gestern noch Erdnussbutter besorgt 😎. Und in allen Unterkünften gibt es hier immer Wasser, Kaffee und Tee den ganzen Tag, das ist natürlich super. Also frühstücken wir (mit Meerblick!) im Hostel und entspannen dann noch etwas auf der Couch im Hostel. Gegen 1 gehen wir dann doch mal vor dir Tür, und zwar ins English Tea House. Das steht auf einem Hügel, daher geht es erst 100 Treppenstufen nach oben, ganz schön anstrengend in der Hitze, zum Glück ist es wenigstens bewölkt. Oben angekommen, genießen wir die Aussicht und bestellen ein Tea Set und einen Ananassaft. Das schmeckt super lecker, mein Highlight sind natürlich die Scones!





Nach der Stärkung laufen wir über den anderen Teil des Sandakan Heritage Trail zurück und schauen uns das Fußballfeld, die älteste gemauerte Kirche Borneos und den malaysischen Brunnen an. Dann schlendern wir noch durch ein paar Läden (wegen der langen Hose für mich) und laufen zurück ins Hostel.




Dort ruhen wir uns noch kurz aus, bevor es dann ein paar Meter weiter ins Bistro 88 zum Abendessen geht. Ich entscheide mich für Reis mit Kürbis, Bohnen und Tofu und Marcus für Reis mit Spinat und Pilzsoße. Das ist beides wieder super lecker und eine riesen Portion, aber wir haben ja Zeit und sitzen gemütlich am Wasser. Anschließend laufen wir noch schnell in den Supermarkt, holen uns Eis und Chips und machen es uns dann frisch geduscht mit Black Mirror im Bett gemütlich.
Am nächsten Morgen steht wieder mal mehr Programm an, es geht zu den Orang Utans! Nach dem Frühstück steigen wir direkt in den Bus, der vor der Tür abfährt. Der bringt uns direkt zum Orang Utan Rehabilitation Center in Sepilok. Dort kommen wir genau rechtzeitig an zur morgendlichen Fütterung. Das ist total cool, es kommen zwei Orang Utans und einige kleinere Affen, sogar einer mit Baby, total süß. Die Orang Utans aus der Nähe zu sehen ist toll, natürlich nicht ganz so echt wie im Deramakot Forest, aber dafür viel näher und man hat auch trotzdem nicht das Gefühl, man sei im Zoo, weil das eigentlich nur ein großer Wald ohne Zäune oder ähnliches ist.






Nach der Fütterung machen wir uns auf den Weg zur nächsten Station für heute, dem Proboscis Monkey Sanctuary in Labuk Bay. Dahin nehmen wir uns ein Grab, da hier leider kein Bus fährt. Wir fahren ewig durch Plantagen mit Ölpalmen, total erschreckend das hier wohl alles mal Dschungel war. Das ist auch der Grund dafür, warum es für die Nassenaffen eine Aufzuchtstation gibt, die wurden durch die ganzen Rodungen aus ihrem Lebensraum zurückgedrängt und finden jetzt nicht mehr genug Nahrung. Wir kommen um kurz nach 11 an und können vor der Fütterung um 11:30 Uhr schon einige Affen bewundern. Die sehen total witzig aus und vor allem die kleinen Babys sind einfach zu putzig, die könnte ich den ganzen Tag beobachten. Nach der Fütterung kommen sogar noch drei Hornbills angeflogen, die wir dann auch aus nächster Nähe beobachten können. Wenn das kein erfolgreicher Tag ist!







Dann geht es wieder zurück nach Sepilok, diesmal aber ins Sunbear Conservation Center. Dort gibt es Malaienbären zu sehen, die kleinste wilde Bärenart der Welt. Die sind auch wirklich zu putzig und werden gerade mal 1,50m groß. Fast alle Tiere hier wurden mal als Haustiere gehalten und können daher in der Wildnis nicht überleben, weshalb sie im Conservation Center wieder an das Leben im Regenwald gewöhnt werden. Nicht alle, aber doch einige können dann schließlich wieder in der Wildnis ausgesetzt werden. Die Tiere zu beobachten ist super cool und tatsächlich sehen wir auch einige der rund 20 Bärwohner*innen.






Danach geht es zurück zum Orang Utan Rehabilitation Center, unser Ticket von heute morgen gilt nämlich auch noch für die Nachmittagsfütterung. Vorher gibt es noch einen Snack, dann schauen wir uns den Inforaum an und lernen viel über die Tiere und die Arbeit der Auffangstation. Auf dem Weg zur zweiten Fütterung klettern direkt vor uns 3 Orang Utans vom Baum und laufen ein Stück vor uns, total verrückt! Im Anschluss schauen wir uns noch die Schule an, in der die Tiere auf ihre Auswilderung vorbereitet werden. Total lustig, wie sie raufen und spielen, genau wie auf dem Kinderspielplatz, nur mit mehr Obst 😀. Dann geht es wieder zur Fütterungsstelle, wo wir sogar eine Mutter mit Baby und wohl das Alphatier sehen. Als wir gehen wollen, kommt das Alphatier dann noch einmal wieder – und direkt auf die Aussichtsplattform zu! Scheinbar hat er seinen Spaß damit, die Touristen über die Plattform zu treiben 😀. Durch den entsprechenden Abstand passiert aber nichts und wir kommen wohlbehalten wieder am Ausgang an und steigen in den Bus, der uns zurück zum Hostel bringt.





Am nächsten Morgen können wir zum Glück wieder ausschlafen, wir werden nämlich erst um halb 11 zu unserer nächsten Tour abgeholt. Wir frühstücken daher entspannt, packen und werden pünktlich um halb 11 von der Bilit Adventure Lodge abgeholt. Dort haben wir wieder ein Paket mit zwei Übernachtungen gebucht am Kinabatangan River, wo man noch einmal super Chancen hat, Wildtiere zu sehen.



Erstmal fahren wir wieder nach Sepilok, wo es im Banana Café unser heutiges Mittagessen gibt. Es gibt sogar sechs vegetarische Gerichte zur Auswahl, ein Traum! Ich entscheide mich für ein vegetarisches Curry und für Marcus gibt es Nudeln mit Gemüse. Beides sehr lecker und es gibt dazu sogar noch eine Suppe, ein Getränk und Wassermelone. Mit uns unterwegs ist Leon aus Berlin, der das gleiche Paket gebucht hat wie wir. Nach der Mittagspause fahren wir noch zwei Stunden zum Kinabatangan River, wo uns ein Boot auf die andere Seite des Flusses zur Bilit Adventure Lodge bringt. In unserer Gruppe ist außerdem noch ein Paar aus Holland, das wird sicher witzig. Wir beziehen unser schönes Doppelzimmer und entspannen eine Weile, bis es dann um halb 4 Kaffee und einen Snack gibt. Direkt im Anschluss steht unsere erste Bootssafari an. Es geht auch direkt gut los, mit einer Nasenaffenfamilie! Das bleibt dann auch nicht die einzige, wir sehen noch super viele Nasenaffen entlang des Flusses. Dann sehen wir sogar noch Makaken, die sehen total toll aus und sind auch super nah. Perfekt zum fotografieren 😎. Kurz bevor wir umdrehen sehen wir noch einen schwarzen und einen weißen Hornbill und auf dem Rückweg wieder Makaken und Nasenaffen. Fast zurück an der Bilit Adventure Lodge sehen wir sogar noch zwei Orang Utans! So ein Glück, unfassbar!










Zurück an der Lodge gibt es dann auch direkt Abendessen, ein Buffet mit Reis, Pommes, verschiedenem Gemüse, Fleisch, Fisch und einer Obstplatte. Wir quatschen noch eine Weile mit den anderen, bevor wir dann auch schon ins Bett gehen.
Am nächsten Morgen klingelt der Wecker wieder um halb 6, um 6 steht nämlich bereits unsere morgendliche Flussfahrt an. Nach einem schnellen Kaffee geht es auch direkt los. Wir sehen wieder Nasenaffen und einen der beiden Orang Utans von gestern. Der versteckt sich zwar sehr kompetent zwischen den Blättern, man sieht ihn aber trotzdem. Ein paar Minuten später sehen wir sogar noch zwei Orang Utans! Dort ist eine Lodge, weshalb wir sogar an Land gehen können und einen super Blick auf die beiden haben, total cool, besser geht’s kaum. Wir sehen noch ein paar Hornbills und weitere Nasenaffen, bevor wir dann um 20 nach 7 zurück an der Bilit Adventure Lodge sind.






Wir kommen gerade rechtzeitig zum Frühstück mit Omelette, Toast, Baked Beans, Nudeln und Wassermelone, die perfekte Stärkung nach dem frühen aufstehen. Danach gibt es ein kurzes Päuschen und auf dem Weg zu unserem Zimmer sehen wir sogar noch ein paar Makaken. Die spielen anschließend auf dem Dach unseres Hauses und machen ganz schön Krawall, wir sind hier wirklich mitten im Dschungel. Um 9 steht mit dem Jungle Walk der nächste Programmpunkt an. Es geht eine Stunde in den Dschungel, wo man aber natürlich nicht sonderlich viele Tiere sieht. Dafür bekommen wir viele Infos über Bäume und Insekten. Leider sind auch super viele Moskitos unterwegs, die mich durch die lange Hose stechen, sowas blödes. Trotzdem ein interessanter Spaziergang. Um 10 sind wir zurück, duschen kurz und dann steht um halb 11 schon wieder der nächste Programmpunkt an. Wir üben uns in der hiesigen Kunst, dem Batikmalen. Dazu bekommen wir ein Stück Stoff mit den Motiven, deren Konturen mit Wachs markiert sind. Die werden dann mit den Batikfarben ausgemalt, eigentlich wie Window Color 😀. Das macht total Spaß, vor allem mit dem Blick auf den Fluss.










Danach schlendern wir noch den Bordwalk an der Lodge entlang, gehen kurz aufs Zimmer und um halb 1 gibt es schon wieder Mittagessen. Das ist sehr lecker und Gemüselastig, gut für uns 😀. Danach steht noch einmal Freizeit bis halb 4 an, die für ein paar Kartenspiele und einen Film (draußen ist es sowieso zu heiß um irgendetwas zu machen) genutzt wird. Um halb 4 gibt es wieder den Nachmittagssnack, heute frittierte Bananen. Dann brechen wir zu unserer letzten Bootstour auf. Wir sehen wieder Makaken und Nasenaffen, besonders lustig ist eine Jungstruppe, die gemeinsam nach Weibchen suchen. Die alle mit ihren riesen Nasen beim kabbeln und essen zu beobachten ist wirklich herrlich. Außerdem sehen wir die Mangrovenschlange wieder, heute sogar mit Kopf! Hornbills werden natürlich auch wieder gesichtet neben ein paar weiteren Vögeln, unter anderem einem Eisvogel und einem Seeadler. Zum Abschluss sehen wir sogar noch ein Krokodil! Der Fluss hat momentan ungewöhnlich viel Wasser, weshalb man nicht so viele Krokodile sieht wie sonst (die Matschbänke, wo sie sich sonnen, sind dann auch überschwemmt). Das was wir sehen, ist ziemlich klein und versteckt sich ganz schön gut, trotzdem mega cool, das hat uns in unserem Sichtungskatalog noch gefehlt.










Nach der Tour gibt es Abendessen, für uns wieder Reis mit Gemüse, Pommes und Obst. Heute nehmen wir dann auch am Nightwalk teil. Um 8 geht die Entdeckungstour los und wir sehen direkt ein paar schlafende Vögel. Die sind teilweise super bunt, total witzig wie sie da einfach sitzen und schlafen. Dann sehen wir sogar ein Civet und etwas später noch einen gestreiften! Außerdem einen weißen Hornbill, die sind wohl super selten, da waren wir ja wieder sehr erfolgreich. Anschließend springen wir unter die Dusche und fallen platt ins Bett.







Am nächsten Morgen gibt es keine River Cruise mehr, daher können wir sogar bis 7 schlafen. Dann packen wir schnell und gehen zum Frühstück, das wieder sehr lecker ist. Um halb 9 geht es zurück auf die andere Seite des Flusses, bis dahin haben wir Zähne geputzt und entspannt alles gepackt. Wir fahren noch ein Stück mit dem Auto und werden dann an der Hauptstraße rausgelassen, wo wir mit Leon auf den Bus nach Semporna warten.


Der kommt um kurz nach 10 und wir fahren gemütlich in die Küstenstadt, wo wir um 3 ankommen. Dort laufen wir ins Island Backpackers Hostel, wo wir erstmal einen Tee/Kaffee trinken. Dann gehen wir kurz bei Scuba Junkie vorbei, mit denen wir morgen tauchen! Dann besorgen wir uns ein Eis im Supermarkt, wobei meins mit Durian ist und absolut widerlich schmeckt. Die Stadt ist auch nicht sonderlich schön, es stinkt ziemlich, ist dreckig und einfach nicht einladend. Weil wir einfach irgendwo entspannt sitzen wollen, gehen wir schlussendlich zu Starbucks 😀. Dort teilen wir uns noch einen Schoko-Erdnussbutterkuchen und dazu gibt es riesige Kaffees, muss ja auch mal sein. Dabei duftet es nach Kaffeebohnen und wir schauen sogar aufs Meer, das geht ja wirklich schlechter. Wir bleiben eine Weile dort, besorgen dann noch neues Moskitospray und gehen bei Pizza Hut zu Abend essen 😀. Wir teilen uns eine große Gemüsepizza mit extra Käse auf dem Rand, sehr lecker und mal etwas Abwechslung nach dem vielen Reis in den letzten Tagen. Weil wir nicht im dunklen zurück laufen wollen, nehmen wir ein Grab, springen zurück im Hostel unter die Dusche und schauen noch eine Folge Black Mirror.


Die Nacht ist irgendwie nicht wirklich erholsam, wir wachen beide immer wieder auf und in den frühen Morgenstunden fängt es ordentlich an zu regnen, was ziemlich laut ist. Um 20 vor 7 stehen wir schließlich auf, packen unsere Sachen, frühstücken Toasts mit Erdnussbutter und fahren mit einem Grab zu Scuba Junkie, da es leider immer noch regnet.
