USA Abschluss in Vermont und New York State

Der Weg aus New York City klappt super, wir fahren kurz durch New Jersey zurück nach New York State, kommen um halb 10 in unserer nächsten Unterkunft in Ravena an und fallen platt ins Bett. Ganz schön anstrengend in so einer Großstadt, wir sind in den Tagen ca. 115.000 Schritte gelaufen und dazu kommt noch das ganze Stehen. Daher startet auch der nächste Morgen entspannt, wir schlafen bis 9 und müssen uns dann mit dem Frühstück beeilen da wir bis 10 schon wieder auschecken müssen. Heute geht es in die Green Mountains in Vermont, wo wir für zwei Nächte bleiben. Zuerst steuern wir aber wieder einen Walmart an, gehen einkaufen und fahren dann weiter nach Arlington zu Bonnie and Clyde’s Corner Market, wo wir in der Sonne Cappuccini trinken und eine Kleinigkeit essen. Es ist zwar nicht besonders warm, in der Sonne aber herrlich! Wir wollen heute sowieso nicht viel machen, daher bleiben wir dort eine ganze Weile sitzen, bevor wir zum Mount Equinox Skyline Drive aufbrechen. Auf den Berg würden wir normalerweise wandern, aber das ist uns heute auf jeden Fall zu anstrengend 😀. Bis zum Startpunkt ist es nur eine kurze Fahrt, es geht sogar mal wieder über eine Covered Bridge! Dann geht es direkt nach oben auf den Gipfel des Equinox. Wir laufen den kleinen Trail zum Lookout Rock und zurück und machen uns anschließend auf den Weg zu unserem heutigen Airbnb in Arlington.

Das Zimmer und das restliche Haus sind total süß, hier würde ich ja auch wieder direkt einziehen. Ich habe scheinbar eine große Schwäche für ältere Holzhäuser 😀.

Anschließend machen wir es uns gemütlich und genießen den ruhigen Abend ohne die vielen Menschen um uns rum und wir können sogar selbst kochen, heute gibt es wieder Gnocchi in einer Gorgonzola-Spinat Soße 😊. Beim Essen sitzen wir mit Leyla und John zusammen in der Küche und haben ein nettes Gespräch, bevor wir heute früh ins Bett gehen und noch etwas Serie schauen.

Am nächsten Morgen schlafen wir endlich mal wieder aus und wachen mit einem strahlend blauen Himmel auf. Nach dem entspannten, späten Frühstück machen wir uns auf den Weg zur heutigen Wanderung (endlich wieder!). Wir haben uns den Baker Peak Trail herausgesucht, mit 14km und 750 Höhenmetern mal wieder etwas anspruchsvoller, aber dafür haben wir ja auch gestern Pause gemacht. Es geht direkt los mit dem Aufstieg und nach ca. 1,5 Stunden sind wir oben, genießen den tollen Ausblick und machen eine kurze Snackpause. Man kann bis zu den Adirondacks schauen, wo wir morgen hinfahren werden.

Danach geht es ein Stück weiter zum Griffith Lake und wieder zurück zum Auto. Während unserer Zeit in New York haben die Bäume leider fast alle Blätter abgeworfen, weshalb es nicht mehr ganz so bunt ist. Durch das knisternde Laub zu laufen und die Sonne im Gesicht zu haben, ist aber auch toll 😊.

Gegen 17 Uhr sind wir wieder zurück am Auto und haben einen riesen Hunger. Daher fahren wir direkt zurück zum Airbnb, wo wir heute eine Bowl mit Salat, Quinoa, Zwiebeln, Champignons, Avocado, Radieschen, Tomaten und Tempeh zaubern. Super lecker und genau richtig nach der heutigen Wanderung. Danach gibt es noch eine entspannte Dusche, die neue Folge der „heute show“ und ein paar Folgen „blutige Anfänger“ im Bett.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 8, da wir heute wieder die Unterkunft wechseln werden und unterwegs noch eine Wanderung machen wollen. Wir verabschieden uns von Leyla und John und fahren noch ein kurzes Stück durch das schöne und beschauliche Vermont, bevor es wieder in den Staat New York geht. Dort fahren wir in die Adirondacks, zum Parkplatz des Rooster Comb. Angekommen geht es erst einmal ein ganzes Stück bergauf bis zum Gipfel. Danach wollen wir eigentlich noch zum Snow Mountain, den lassen wir aber doch aus und laufen den Rundweg ohne Gipfelschlenker zurück zum Auto. Heute ist es leider nicht so sonnig wie gestern und auch hier sind die meisten Blätter schon auf dem Boden, also wieder knisterndes Laub 😊.

Danach fahren wir nach Lake Placid und halten kurz an den olympischen Skisprungschanzen. Danach geht es weiter in das Stadtzentrum, wo wir uns Ben & Jerry’s und Cappuccini holen, zum Mirror Lake schlendern und dort unseren kleinen Snack genießen. Wir hatten noch auf ein bisschen Sonnenuntergang gehofft, dank der Wolken wird das aber heute nichts. Anschließend geht es zu unserer nächsten Unterkunft, der Osgood Cabin im White Pines Camp in Paul Smiths.

Das Camp, in dem wir eine Cabin für die nächsten zwei Nächte gemietet haben, ist super cool! Es ist über 100 Jahre alt (das meiste ist aus 1907/08). Unsere Behausung ist moderner, da das alte Gebäude 2020 bei einem Brand leider zerstört wurde. Wir schauen uns dann noch den alten Gemeinschaftsraum und die hauseigene Bowlinganlage an, die 1916 erbaut wurde. Total beeindruckend! Neben zwei Bahnen gibt es auch noch einen alten Billardtisch und ein paar Brettspiele. Wir spielen ein paar Runden Billard und Marcus wirft sogar noch zwei Spares. Das Aufstellgerät funktioniert leider nicht mehr, das müssen wir daher selbst machen. Find ich ja total cool 😀. Dann geht es in der Dunkelheit über den Steg zurück zu unserer Cabin, wo wir erstmal Bratkartoffeln mit Gemüse und Tofu zaubern. Nach dem Essen und Abwasch ist es dann auch schon ganz schön spät, deshalb geht es direkt ins Bett. Morgen schauen wir uns das Gelände und die vielen alten Gebäude auf jeden Fall bei Tageslicht an.

Der nächste Morgen beginnt sehr entspannt, wir schlafen bis 10, frühstücken ganz gemütlich und gehen noch ein paar Vorbereitungen für Nicaragua an. Heute ist den ganzen Tag Regen gemeldet und nach zwei Wandertagen in Folge kommt uns das auch gelegen. Gegen Mittag ziehen wir unsere Wanderschuhe an und erkunden das Camp im Tageslicht. Es gibt einen Flyer, auf dem eine große Karte abgebildet ist sowie die Beschreibung der einzelnen Gebäude. Wir gehen zuerst zum Tennisplatz mit dem süßen Tennis House. Danach geht es zu Hermit’s Hut, dem Eingangstor und den dortigen Gebäuden, bevor wir am Seeufer entlang zurück zum Hauptteil des Camps laufen.

Im Service Boat House auf halber Strecke gibt es neben vielen alten Zeitungsartikeln über das Camp auch eine Tischtennisplatte, wo wir uns ein Duell liefern. Danach geht es weiter zum Aussichtspunkt, der Bowling Alley und dem japanischen Teehaus. Wir können fast in alle Gebäude reingehen (ein paar sind natürlich auch vermietet) und meine Schwäche für alte Holzhäuser zeigt sich wieder von ihrer besten Seite. Allein der Geruch ist herrlich und erinnert an Opas Dachboden. Es gibt auch noch einige Teile vom alten Mobiliar, man kann sich wirklich 100 Jahre in die Vergangenheit versetzen, genau mein Ding! Nach dem Spaziergang geht es noch einmal in unsere Cabin, wo wir nach einem Telefonat mit meiner Schwester und ihrem Mann noch einen Kaffee trinken und (in Ermangelung von Kuchen oder Muffins) ein paar Nüsse, Cracker und Reese’s verputzen. Gestärkt geht es dann wieder in die Bowling Alley, wo wir noch ein paar Runden Billard spielen wollen.

Nach einigen knappen Duellen (von denen ich sogar zwei gewonnen habe 💪🏼) geht es wieder in unser Reich, wo es heute Nudeln mit einer scharfen veganen Bolognese gibt. Super lecker! Dazu genießen wir den Wein, den wir von Ruth und Norman bekommen hatten. Danach geht es auch schon ins Bett, morgen müssen wir das Camp leider wieder verlassen.

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück direkt los zu unserer ersten Wanderung. Dazu fahren wir ein paar Minuten zum Visitor Centre in Paul Smith’s und laufen dort erst den Heron Marsh und dann den Boreal Life Trail. Super schöne Wege und nach einer guten Stunde zeigt sich sogar die Sonne. Es ist himmlisch ruhig, nur einen Elch sehen wir leider wieder nicht. Danach geht es zurück zum Auto und in Richtung Syracuse, wo sich unsere letzte Unterkunft in den USA befindet.

Die ersten Meilen der Strecke sind super schön zu fahren, vorbei an Seen, in denen sich der blaue Himmel und die Wälder traumhaft spiegeln. Hier gibt es auch ganz witzige Ortsnamen, wir fahren zum Beispiel durch Stockholm und 10 Minuten später gibt es eine Kaffeepause im Old Market Coffee in Potsdam 😀. Nach den fabelhaften Zimtschnecken laufen wir noch kurz am Fluss entlang und genießen die Sonne.

Dann geht es direkt weiter zum nächsten Walmart, wo wir das vermutlich letzte Mal ein paar Lebensmittel besorgen. Unterwegs begegnen wir auch einigen Amish in Pferdekutschen, auch total verrückt 😀! Nach 3,5 Stunden Fahrt kommen wir in Syracuse an und halten noch an einem veganen Restaurant. Dort essen wir super leckere Burger mit Pommes, bevor es dann wirklich zum Airbnb geht. Dort werden wir von Jonathan begrüßt, wir richten uns ein und lassen den Abend entspannt ausklingen.

An unserem letzten Tag in den USA strahlt die Sonne wieder wie im Hochsommer und es sind sogar 22° heute Nachmittag gemeldet 😳. Wir müssen aber leider trotzdem mal wieder Wäsche waschen. Die wäscht dann vor sich hin, während wir frühstücken und uns für den heutigen Ausflug für den Watkins Glen State Park fertig machen. Das dauert dann natürlich alles doch etwas länger, um halb 12 sitzen wir aber dann im Auto und fahren gute 1,5 Stunden in den kleinen Ort. Dort gibt es natürlich erstmal eine Kaffee- und Kuchenpause, kleine Stärkung vor der Wanderung 😊. Danach holen wir den Rucksack aus dem Auto und machen uns auf den Weg zum State Park. Dort laufen wir erst oben an der Schlucht entlang und dann am Ende unten durch. Super schön! Zwar kommt hier vom heutigen Sonnenschein nicht wirklich etwas an, aber der menschenleere Weg durch die Klamm ist traumhaft schön! Immer wieder gibt es Brücken, Wasserfälle und sogar Tunnel durch die Felsen. Ein richtig schöner Weg 😊. Nach ca. 2,5 Stunden kommen wir wieder am Auto an und wärmen uns erstmal auf, ganz schön kalt durch das Wasser! Dann geht es auch schon wieder zurück nach Syracuse, wo wir heute mal wieder etwas kochen wollen.

Die Fahrt ist super schön, wir genießen die Abendsonne im Rücken und das tolle Licht über den Finger Lakes. Zurück in Syracuse wird gekocht, heute mal wieder Salat mit allerlei Rohkost, Champignons, Zwiebeln und Tempeh. Dazu gibt’s noch Avocado-Kartoffelstampf, natürlich wieder super lecker! Danach gönnt sich Marcus noch ein entspanntes Bad und ich höre mein Hörbuch weiter, bevor unsere letzte Nacht in den USA anbricht.

Am nächsten Morgen strahlt schon wieder die Sonne, ein toller Abschluss unserer Zeit in den USA. Nach dem Frühstück düsen wir direkt los zur kanadischen Grenze und den Niagara Fällen. Nach 2,5 Stunden Fahrt gibt es noch eine Waffel- und Kaffeepause und eine günstige Tankfüllung, bevor wir unser Auto auf der amerikanischen Seite der Fälle abstellen. Wir finden sogar einen kostenlosen Parkplatz und laufen zu Goat Island, wo wir uns zuerst die Horseshoe Falls anschauen und uns dann auf den Weg zu den American Falls machen. Ziemlich beeindruckend, allein hier rauschen 285.000 Liter Wasser pro Sekunde in die Tiefe! Wir genießen den Ausblick und machen ein paar Bilder, dann geht es zurück zum Auto und wir fahren über die Rainbow Bridge nach Kanada.

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