Kanada in Zahlen
Zeit für eine Zwischenbilanz nach 37 Tagen Kanada 😊: Die haben wir in 22 Unterkünften verbracht, teilweise ganz unterschiedlich, aber alle irgendwie auf ihre Weise toll. In unseren drei Autos haben wir dabei 7.404 Kilometer geschrubbt, 2,5 Kilo Nüsse gefuttert, keinen Elch, aber dafür einen Schwarzbär gesehen, genauso wie viele andere Tiere (Streifenhörnchen, Eichhörnchen, Waschbären, Stachelschweine, Wale, Füchse, Vögel, Schlangen, Alpakas, Rehe). Wir haben uns in drei Sprachen unterhalten und sind durch vier Provinzen gefahren. Die Gummibärchen und Reese’s, die wir in dieser Zeit vernichtet haben, wurden aus Selbstschutz nicht gezählt aber die waren lecker 😀!
Was uns überrascht hat
Als allererstes muss hier auf jeden Fall die Freundlichkeit der Kandier*innen stehen. In den 5,5 Wochen hatten wir so viele tolle Begegnungen, damit hätten wir niemals rechnen können. Es ist äußerst rätselhaft wie sie das anstellen, dass sie einem innerhalb von 2-3 Tagen so ans Herz wachsen, dass man eigentlich gar nicht gehen möchte. Wahrscheinlich kommt das auch daher, dass wir uns hier viel mehr Zeit dafür nehmen, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, als in einem „normalen“ Urlaub, es ist aber wahnsinnig toll. Auch, oder vor allem wegen der Menschen, hat uns Kanada wahnsinnig begeistert.
Was wir nicht auf dem Schirm hatten, sind die Steuern und das Trinkgeld. Im Gegensatz zu Deutschland werden die Preise üblicherweise ohne Steuern ausgewiesen. Außerdem ist ein Trinkgeld in Restaurants von 15-20% üblich, weshalb das ein oder andere Essen am Ende etwas teurer war als gedacht 😀. Zusätzlich zu den sowieso höheren Preisen wurde unser Reisebudget immer mal wieder strapaziert, da z. B. eine Packung Spinat im Supermarkt bereits 5C$ und ein Bier im Restaurant auch mal 9C$ kostet. Dafür lohnt es sich umso mehr, Airbnb zu nutzen, da man dort häufig günstigere Unterkünfte findet und außerdem immer wieder großartige Menschen kennenlernt (siehe oben).
Außerdem hat uns der Straßenverkehr überrascht. Rechts vor links gibt es nicht, dafür an jeder Ecke Stoppschilder, wo Der- oder Diejenige zuerst fahren darf, der zuerst da war. Manchmal ist die Beschilderung auch einfach merkwürdig, weshalb wir uns das ein- oder andere Mal verfahren haben. Am meisten hat mich eigentlich gestört, dass es ÖPNV wirklich nur in den Städten gibt. Außerhalb von Städten haben wir ein einziges Mal einen Bus gesehen, ohne Auto ist man hier also wirklich aufgeschmissen.
Was wir bis heute nicht so ganz verstanden haben, ist die Mülltrennung. Irgendwie macht das hier jeder anders. Ganz schräg sind auch die vielen Einwegsachen, zum Beispiel gibt es manchmal im Restaurant nur Pappbecher zum Kaffeetrinken und alles ist doppelt und dreifach (komplett unnötig) verpackt.
Besonders cool ist, dass es Fliegengitter vor eigentlich jedem Fenster gibt. Wohl auch notwendig, weil es im Sommer hier wirklich viele Moskitos gibt. Auf jeden Fall aber eine gute Sache!
Außerdem wussten wir nicht, dass Wasserkraft sehr stark als Energiequelle genutzt wird. Find ich super cool, wo man Kanada ja vor allem als Öllieferanten kennt.
Wirklich toll ist auch, dass es quasi überall Trinkwasserbrunnen gibt. In Städten, vielen öffentlichen Gebäuden, Parks etc. Finden wir auch super, daran können sich viele ein Beispiel nehmen 🙂
Was wir sonst noch gelernt haben
Außer den banaleren Dingen, dass wir irgendwann den Straßenverkehr verstanden haben und uns auch dementsprechend verhalten haben, gab es noch das ein oder andere, was wir noch mitnehmen konnten. Beispielsweise können wir jetzt Dosen öffnen mit dem Taschenmesser 😀. Außerdem auch F° in C° umrechnen, in Kanada Autoreifen aufpumpen (was uns anfangs vor einige Probleme gestellt hat).
