Nach einer knappen Stunde Fahrt kommen wir in unserem kleinen Häuschen am Waldrand an. Das ist wunderschön und bietet trotzdem alles, was man braucht. Nachdem wir uns kurz umgeschaut haben, suchen wir uns ein Restaurant. Was leider wieder nicht so einfach ist wie gedacht. Nach ein bisschen Suchen werden wir allerdings doch noch fündig und fahren ins Ristorante Il Bosco Delle Fate. Dort essen wir leckere Gnocchetti, Ravioli und Grillgemüse und trinken einen leckeren Wein. Als Nachtisch gibt es noch Panna Cotta für Marcus und frische Ananas für mich. So lässt es sich leben :).
Am nächsten Tag steht wieder ein Erholungstag an. Nach einem entspannten Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Comer See und suchen einen Strand. Irgendwie sind wir aber beide nicht wahnsinnig gut drauf und der Strand ist auch eher eine Liegewiese ohne Seezugang. Wir fahren noch ein Stück weiter nach Varenna, was im Netz als sehr schöne Stadt angepriesen wird. Irgendwie sind wir aber nicht ganz so begeistert, es gibt keine Postkarten zu kaufen (wo gibt’s denn sowas, sorry Mamas!) und auch sonst nicht wirklich viel, aber immerhin ein gutes Eis! 😊 Wir fahren wieder ein Stück am See zurück nach Bellano. Der Strand hier ist leider auch nicht wirklich besser, außerdem ist es ziemlich windig. Wir schlendern noch etwas durch die Fußgängerzone, wo es aber komischerweise wieder keine Postkarten gibt. Als wir dann auf die Schnellstraße fahren wollen, nehmen wir leider die falsche Auffahrt und müssen dann erst einmal 19km in die falsche Richtung fahren bis zur nächsten Ausfahrt 🤦♀️😀! Wenn es einmal läuft… Schließlich kommen wir aber doch am Supermarkt an und kaufen dort etwas zum Abendessen. Im Airbnb angekommen kochen wir leckere Pizzoccheri (Nudeln aus Buchweizenmehl) mit Zucchini, Zwiebeln, Brokkoli, Spinat und vieeel Gorgonzola. So hatte der Tag doch noch einen guten Abschluss.

Unser wunderschönes kleines Heim in San Cassiano 
Erkennt man mich noch ohne Wanderklamotten? 😀 
Der kleine Strand in Bellano 🌊
Nach einem entspannten Frühstück steht die letzte anspruchsvolle Wanderung für diesen Urlaub an (😣😩😵😫😒😔☹️). Wir fahren eine knappe Stunde nach Acquaseria am Comer See. Von dort geht es erstmal ca. 800 Höhenmeter nach oben. Dort legen wir mit einem traumhaften Blick auf den See eine Stärkungspause ein. Nach einem Stück Kuchen und etwas zu trinken geht es weiter nach oben, bis wir schließlich auf dem Monte Grona ankommen.

Ein erster toller Seeblick während des Aufstiegs 
Pause am Refugio Menaggio 
Vor dem letzten Aufstieg noch einmal ein toller Seeblick 
Die letzten Meter, fast schon oben 😊 
Endlich oben! 
Blick auf den Luganer See 
Der Monte Grona mit einem superschönen Gipfelkreuz
Dort hat man einen tollen Blick auf den Comer und den Luganer See. Leider ist es heute etwas diesig, weshalb man nicht so weit schauen kann. Anschließend geht es die 1.210 aufgestiegenen Höhenmeter wieder herunter, ganz schön anstrengend! Um halb 8 sind wir endlich wieder am Auto und fahren zurück nach San Cassiano, wo wir noch etwas zu Abend essen. Nach Caprese als Vorspeise gibt es für mich noch einmal Pizzoccheri und für Marcus eine Pizza Quattro Formaggi. Nach der heutigen Wanderung haben wir uns auch einen Nachtisch verdient, wir teilen uns noch ein Semifreddo al Pistachhio. Nach der leckeren Stärkung (die war auch bitter nötig) geht es zurück in unser Airbnb, unter die Dusche und packen.

Da gings schon wieder runter 
Wir haben heute auch tierische Gesellschaft
Am nächsten Morgen klingelt der Wecker schon um 8. Wir genießen unser letztes Frühstück in Italien, packen unsere sieben Sachen und verabschieden uns von unserem kleinen, süßen Häuschen. Für heute haben wir uns noch eine letzte Wanderung vorgenommen. Wir fahren ca. 20min zu den Cascate dell’Acquafraggia. Das sind wirklich beeindruckende Wasserfälle! Nach ein paar Bildern startet auch schon der Aufstieg.

Die Cascate dell’Acquafraggia 🌊 
Die Wasserfälle sogar mit Regenbogen
Der ist ganz schön knackig, zum Glück aber im Wald. Nach 530 Höhenmetern erreichen wir das kleine Bergdorf Savogno. Das ist wirklich wunderschön, mit ganz vielen alten Häuschen und schmalen Gassen.

Traumhafter Blick über Savogno 
Ob es hier tatsächlich frisch gezaptes Bier gibt?
Anschließend geht es noch ein paar Meter hoch nach Dasile, dem nächsten kleinen Bergdorf mit einem tollen Ausblick ins Tal.

Ein toller Blick auf Dasile 
Ausblick ins Chiavennatal 
Marcus schaut schon nach vorne zum Eis 😏
Dann haben wir alle Höhenmeter hoch geschafft, jetzt geht es die 570 Höhenmeter wieder runter. Zum Glück auch diesmal im Wald, da verirren wir uns kurz, finden aber nach einiger Zeit den Weg wieder. Nach gut 2,5 Stunden Wanderung kommen wir am Auto an und ich habe natürlich Hunger. Wir fahren ein kurzes Stück nach Chiavenna, wo wir uns Cappuccini und ein letztes Eis in Italien gönnen. Das Eis ist wirklich fabelhaft und auch das kleine, entspannte Städtchen gefällt uns sehr gut.

Noch ein italienisches Abschiedseis! 
Zum Abschied einen kleinen Stadtbummel durch Chiavenna
Wieder fit geht es zurück ins Auto, die Heimat ruft!
