8. Etappe – Santiago

Unser letzter Ausflug mit dem Mietwagen geht in das Cajón del Maipo, das Naherholungsgebiet Santiagos. Eigentlich wollen wir dort eine kleine Wanderung aus dem Reiseführer machen, finden allerdings den Einstieg nicht und auch die ortsansässigen können uns nicht weiterhelfen. Also muss eine Planänderung her. Wir machen Halt in San José del Maipo, essen dort einen leckeren Kuchen und schlendern über den Markt, der zufälligerweise gerade stattfindet. Anschließend geht es wieder zum Flughafen, wir geben unseren Sparky zurück, der uns treue Dienst erwiesen hat und fahren vom Flughafen mit turbus zur Metrostation Pajaritos. Nachdem wir uns dort Tickets für Santiago gekauft haben, geht es mit der Metro zu unserer Unterkunft.

Nachdem wir von Francesca in unserem airbnb sehr nett empfangen wurden gibt es eine schnelle Dusche und dann stürzen wir uns in das Leben von Santiago. Unsere Unterkunft ist in einem schönen Künstlerviertel, dort umherzuschlendern ist schon ein füllendes Programm für den ersten Abend in der Hauptstadt. Wir essen typisch chilenische Gerichte in einer Cocinera: Cazuela (eine Suppe mit Fleisch und Gemüse) und Pastel del Choclo (Maisauflauf), was beides sehr gut ist. Zum Nachtisch gibt es noch ein leckeres Eis in einer Eisdiele und einen weiteren Spaziergang. Wir wundern uns etwas, da nach Einbruch der Dunkelheit viele junge Leute mit Kochlöffeln auf Töpfe schlagen und einen wahnsinnigen Lärm machen, nach kurzer Recherche ist das die Art der Chilenen zu demonstrieren, in diesem Fall gegen ein unfaires Bildungssystem, vor allem an Universitäten. Wieder etwas gelernt 🙂

Am nächsten Morgen geht unsere Erkundungstour weiter. Zu Fuß machen wir uns wieder auf den Weg zum Cerro San Cristóbal, einem Berg in der Stadt, von dem man einen tollen Blick über Santiago bis hin zu den Anden haben soll. Und das ist tatsächlich so, der lange und beschwerliche Aufstieg bei über 30° hat sich gelohnt! Wir essen oben noch ein Eis und wollen eigentlich mit der Funicular wieder runterfahren, die allerdings Montags wegen Wartungsarbeiten geschlossen hat. Also laufen wir auf der anderen Seite auch wieder den Berg hinab. Danach schlendern wir durch das Viertel Bellavista mit wunderschön bemalten Häusern. Von dort fahren wir mit der Metro zum riesigen Zentralfriedhof, um Honeckers Grab zu suchen, allerdings leider erfolglos. Danach geht es, wieder mit der Metro, weiter ins Zentrum der Stadt. Die Plaza de Armas ist beeindruckend, allerdings ist die Stadt sehr sehr voll, weshalb wir nur eine Kleinigkeit essen und uns auf den Weg zum Cerro Santa Lucia machen, einem etwas kleineren Berg mitten in der Stadt. Dort sind wir wirklich überrascht, wir befinden uns mitten in einem kleinen Paradies mit einem tollen Blick auf die Stadt und die Anden. Danach fahren wir wieder in „unser“ Viertel zurück, wo es uns wesentlich besser gefällt als im überfüllten Zentrum und essen dort leckere Burger. Aufgrund der Hitze schlafen wir nicht besonders gut und am nächsten Morgen geht es früh weiter, zurück in Richtung Flughafen!

  • Aufstieg zum Cerro San Cristóbal
  • Blick vom Cerro San Cristóbal
  • Straßenkunst im Barrio Bellavista
  • Am Fuß des Cerro Santa Lucía
  • Am Cerro Santa Lucía
  • Blick vom Cerro Santa Lucía
  • Leckere Burger im Sur Patagonia

Hinterlasse einen Kommentar