Heute geht es endlich los! Wir machen uns auf den Weg zum Königssee und halten noch kurz in Berchtesgaden, wo wir uns beide neue Wanderstöcke gönnen (Marcus‘ ist vor ein paar Tagen einfach durchgebrochen 🤯 und bei mir fehlt auch schon eine Spitze). Anschließend gibt es noch ein paar Nüsse, Gummibärchen und neue Masken für die Wanderung, dann geht es weiter zum Parkplatz der Jennerbahn. Nachdem wir dort ein Ticket gelöst haben (8€ pro Tag, ganz schön teuer), setzen wir die Rucksäcke auf und starten zur Bootsanlegestelle. Wir besorgen zwei Tickets nach St. Bartholomä, wo dann auch unsere Tour startet. Heute warten gut 10km mit 1.300 Höhenmetern auf uns. Zum Glück ist es nicht ganz so warm heute, die Gipfel rund um den Königssee hängen ganz schön in den Wolken. Nach knappen 4 Stunden Aufstieg kommen wir am Kärlingerhaus an, was super schön am Funtensee liegt. Nachdem wir angekommen sind und unser Lager bezogen haben (ein 7er-Zimmer, in dem mit uns aber nur zwei weitere Jungs schlafen), gibt es erstmal ein kühles Getränk auf der Terrasse, bevor es auch schon Abendessen gibt. Es gibt eine Nudelsuppe und danach Chili sin Carne, was beides super lecker schmeckt. Danach quatschen wir noch ein bisschen mit unseren Tischnachbarn, bevor wir um 10 ins Bett fallen.







Die Nacht ist eher semi-erholsam, es stürmt ziemlich und natürlich schnarcht einer unserer beiden Bettnachbarn. Um halb 8 klingelt dann auch schon der Wecker und wir stürmen zum Frühstück. Nach der Stärkung packen wir unsere Rucksäcke und laufen los zur Wasseralm. Es geht erstmal ein ganzes Stück bergauf ins steinerne Meer, was seinen Namen ziemlich berechtigt trägt. Dort geht es ein ganzes Stück durch welliges Gelände und schließlich wieder bergab. Gerade der Anfang des Abstiegs macht wahnsinnig viel Spaß, der Weg ist immer noch voller großer Felsen, über die wir springen, wandern und klettern. Die letzten Höhenmeter sind dann ziemlich anstrengend und wir sind froh, nach knappen sechs Stunden an der Wasseralm anzukommen. Ein paar Minuten bevor wir da sind fängt es, zum Namen passend, an zu regnen.






Wir warten kurz auf die Almwirte und beziehen unser heutiges Lager. Das ist mit 44 Betten etwas größer als gestern, das wird sicher eine spannende Nacht. Aber erstmal machen wir uns etwas frisch und genießen erstmal ein Stück Kuchen und einen Kaffee/ein Bier vor der Hütte. Anschließend schauen wir uns etwas um und lesen noch ein bisschen. Um 18 Uhr gibt es auch endlich Abendessen, einen leckeren Gemüseeintopf mit Brot. Danach sitzen wir noch etwas am Tisch und quatschen mit den Mitwanderern, bevor wir tatsächlich schon um 9 im Bett liegen.

Am nächsten Morgen sind wir schon um 7 auf den Beinen, genießen unser leckeres Müsli und starten um 20 nach 8 mit unserer heutigen Etappe. Dazu geht es zunächst in Richtung Gotzenalm, unserer heutigen Bleibe zum Übernachten. Bevor wir unser Lager beziehen, haben wir allerdings noch einen Gipfel vor uns, den Kahlersberg. Es geht noch einmal ein ganzes Stück bergauf, bevor die eigentliche Besteigung des Kahlersberg ansteht. Bevor der schwarz markierte Wanderweg beginnt, lassen wir den grossen Rucksack stehen, da wir sowieso wieder den gleichen Weg zurück laufen müssen. Der Anstieg hat es noch einmal in sich, wir müssen ganz schön klettern (ein Riesenspaß!). Nach einer schweißtreibenden Stunde sind wir angekommen und werden mit einer tollen Aussicht belohnt. Perfekt ist die leider nicht, da einige Wolken unterwegs sind und beispielsweise der Watzmann ziemlich in den Wolken hängt. Anschließend geht es wieder zurück, wir holen den zweiten Rucksack und steuern jetzt aber wirklich die Gotzenalm an. Bis dahin zieht es sich ganz schön, nach insgesamt 8 Stunden auf den Beinen haben wir es aber endlich geschafft. Hinter der Gotzenalm gibt es einen tollen Aussichtspunkt auf den Watzmann, den wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen können. Jetzt blockieren auch endlich mal keine Wolken die tolle Sicht, ganz schön beeindruckend. Auch die Gotzenalm liegt wunderschön, umgeben von saftigen, grünen Wiesen, dahinter unzählige Berge. Wenn das kein gebührender Abschluss für unsere Hüttentour ist! Danach wird es aber Zeit, etwas zu Essen. Nach Spinat- und Kaspressknödeln gönnen wir uns noch eine Portion Kaiserschmarrn. Da hab ich jetzt schließlich auch mehr als lang genug wieder drauf gewartet 😊! Der Hüttenwirt empfiehlt uns, den Sonnenuntergang vom Aussichtspunkt aus zu genießen, was wir natürlich auch machen. Also wieder ein paar Schritte mehr sammeln.














Der nächste Morgen startet wieder mit einem leckeren Hüttenfrühstück. Leider ist das Wetter nicht so gut wie erhofft, es regnet, später ist sogar noch ein Gewitter vorhergesagt. Eigentlich wollten wir über den Schneibstein zum Jenner und von dort mit der Bahn wieder nach Schönau fahren. Wahrscheinlich würde uns das Gewitter aber ziemlich genau um den Schneibstein treffen also planen wir um und laufen ein Stück im Tal. Auf dem Teil der Strecke müssen wir nach ein paar Schritten auch schon unsere Regenjacken auspacken. Der Weg ist teilweise ganz schön rutschig, vor allem auf den Stellen mit vielen Wurzeln. Das schaffen wir aber auch und machen uns auf den Weg zum Jenner. Im Laufe des Vormittags klart es auch wieder etwas auf, sodass wir nicht direkt den Jenner ansteuern, sondern am Stahlhaus noch eine kurze Pause machen und anschließend über den Pfaffenkegel zum Jenner laufen. Der Aufstieg auf den Pfaffenkegel macht nochmal richtig Spaß und belohnt uns mit ein paar Kletterpassagen. Als auch die letzten Höhenmeter zum Jenner geschafft sind, haben wir noch einen letzten tollen Blick auf den Königssee und den Watzmann, der allerdings mal wieder in den Wolken steckt. Anschließend geht es mit der Jennerbahn wieder zum Parkplatz, wo wir endlich die Wanderschuhe ausziehen können. Wir schwingen uns wieder ins Auto und fahren nach Nürnberg, leider schon dem letzten Ziel unserer Reise.












Sieht ja toll aus. Wir sind gerade auf 1500 m Höhe im Schnee. Mit Blick auf den Geiranger Fjord. Liebe Grüße Sylvia und Wolfgang
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