Nach einem leckeren Frühstück im Hotel Alatsee starten wir auch schon wieder zu einer Wanderung. Das Wetter soll heute erstklassig werden, 25° und pure Sonne. Wenn das kein Wanderwetter ist!
Wir fahren nach Hohenschwangau, wo wir zum Glück einen kostenfreien Parkplatz ergattern können (die anderen Parkplätze kosten nämlich satte 8€). Von dort starten wir bergauf in Richtung Marienbrücke. Nach einer knappen Stunde kommen wir am Fuß des Schlosses Neuschwanstein an, der Blick haut uns allerdings nicht um, von hier aus hätten wir das Schloss nichtmal erkannt. Dafür hat man ein paar Meter weiter einen schönen Blick auf das Schloss Hohenschwangau, was auch sehr schön ist. Im Anschluss geht es weiter zur Marienbrücke. Vor der ist aber eine riesen Schlange (es dürfen nur 30 Leute gleichzeitig auf die Brücke, das staut sich ganz schön) und wir haben keine Lust uns anzustellen, also geht es weiter bergauf. Schlagartig ist von der Menschenmenge nichts mehr zu spüren, so genießen wir die Ruhe auf dem Weg in Richtung des Säulings. Das geht ganz schön hoch, nach abwechselnd steileren und flacheren Passagen sind wir gegen 14:30 Uhr endlich am Gipfel des Säulings angekommen. Unterwegs überraschen uns tolle Blicke auf die beiden Schlösser, schöne Wanderwege durch den Wald und, besonders spaßig, zahlreiche Kletterpartien. Nach vielen tollen Bildern und einer kurzen Pause am Gipfel geht es in Richtung des Säulingerhauses, was sich ca. eine halbe Stunde bergab befindet. Auf dieser Seite gibt es ebenfalls zahlreiche Kletterpartien (sogar Schilder mit „Alpine Gefahr!“), so haben wir uns, an der Hütte angekommen, unseren Kaiserschmarrn auch redlich verdient! Wir genießen diesen mit einem Kaffee und sind für den restlichen Abstieg gut gestärkt. Gegen 19 Uhr kommen wir wieder am Auto an. Am Ende waren wir 20,7km mit 1.440 Höhenmetern unterwegs, eine ganz schön anstrengende, aber auch wahnsinnig tolle Wandertour.

Ein erster Blick auf Hohenschwangau 
Traumhafte Blicke auf Schloss Neuschwanstein wann immer wir uns umdrehen 
Marcus am zweiten Gipfelkreuz des Säulings 😊 
Der Gipfel des Säulings mit einem 1A Fernblick 
Am zweiten Gipfel waren wir natürlich auch 😍 
Sogar einen Steinbock haben wir gesehen 😊 
Der „Abstieg“ vom Säuling 
Traumhafter Blick auf Neuschwanstein 🏰
Vom Parkplatz fahren wir direkt zum Inder, dort gibt es unser liebstes indisches Essen, nämlich Okraschoten mit Reis 😊 nach dieser leckeren, riesigen Stärkung gönnen wir uns noch Möhren Halwa zum Nachtisch, was aus geraspelten Möhren und Nüssen besteht und auch überraschend gut schmeckt. Satt und zufrieden geht es zurück in unser Hotel, wo wir nach einer Dusche erschöpft, aber auch sehr zufrieden, ins Bett fallen.
Den nächsten Tag starten wir (nach dem Frühstück natürlich) mit einer kleinen Runde um den Alatsee bei schönstem Wetter. Nach dem Spaziergang geht es ins Outlet nach Füssen, wo es unter anderem Vaude und Schöffel zu ergattern gibt. Wir bummeln etwas, finden aber leider nichts. Im Anschluss fahren wir an den Hopfensee. Dort wollen wir uns SUP-Boards ausleihen, leider ist gerade Sturmwarnung, weshalb weder SUP-Boards noch Tretboot rip verliehen werden. Wir legen uns also erst einmal ans Seeufer und genießen die Sonne. Leider ist es tatsächlich ziemlich windig, außerdem bekommen wir bald Hunger, sodass wir nach einer halben Stunde zu einem Café laufen und uns erstmal ein Eis gönnen.

Schöner Spaziergang um den Alatsee 
Blick auf das traumhaft gelegene Hotel am Alatsee 
Der Alatsee mit Bergpanorama 😊 
Partnerlook im Outlet in Füssen
Gestärkt machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Etappenziel, der Alpsee Bergwelt. Dort gibt es den längsten Alpine Coaster Deutschlands, das können wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Wir fahren erstmal mit dem Sessellift nach oben, müssen dann allerdings geschlagene 100 Minuten anstehen, bis wir an der Reihe sind. Die Sonne ist mittlerweile auch von der Bildfläche verschwinden und es tröpfelt sogar ein bisschen, so sind wir auch froh als wir endlich im Coaster sitzen. Die Fahrt bergab ist super, fast 3km geht es den Berg wieder runter, natürlich vieeel schneller als es hoch ging. So viel Abenteurer macht natürlich hungrig und so geht es erst einmal was essen. Wir werden im „Schiff“ in Blaichach fündig, wo es für Marcus einen Salat mit Pfifferlingen und für mich leckere Steinpilz-Schlutzkrapfen gibt. Als Dessert gibt es ein warmes Schokoküchlein mit Vanilleeis, himmlisch! Satt fahren wir noch wenige Minuten nach Ofterschwang zu unserer Unterkunft für die nächsten vier Nächte.
Am nächsten Morgen regnet es leider in Strömen. Zusätzlich ist auch noch Sonntag, was unsere Ideen für schlechtes Wetter auch noch einmal deutlich einschränkt. Auch die in der Nähe gelegene Höhle ist geschlossen. Wir brainstormen mit unseren Gastgebern Moni und Hj und beschließen, in Kempten bouldern zu gehen. Schnell sind online die Tickets reserviert und wir düsen los. Nach zweieinhalb Stunden sind unsere Hände ziemlich durch. Wir essen im dazugehörigen Café noch leckeren Kuchen und überlegen, was wir jetzt mit dem Tag anstellen.

Kletteraffe at work! 🐒 
Ein bisschen abhängen 😊
So richtig entscheiden können wir uns nicht, nach einigen Ideen, von denen wir aber auch nicht zu 100% überzeugt sind. So fahren wir nach Durach und gehen dort eine Runde am Duracher Wasserweg spazieren.

Ein bisschen rumturnen auf der Hängebrücke 😊 
Und einen kleinen Wasserfall gibt es auch! 😊
Auf dem Rückweg holen wir uns dann zwei Pizzen ab und schauen mit Pizza im Bett Tatort. Morgen soll das Wetter zum Glück auch wieder etwas besser werden und dann steht noch Canyoning auf dem Programm, ich bin schon ganz gespannt! 😊
Am nächsten Morgen ist das Wetter wirklich besser. Zwar hängen noch einige Wolken über den Bergen, aber man sieht schon definitiv ein paar Gipfel mehr als am Vortag. Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung des Ofterschwanger Horns, ein Tipp vom unserem Host HJ. Es geht anfangs doch ganz schön berghoch. Nach einer Stunde kommen wir leider in dicken Nebel, der sich auch nicht verzieht, bis wir am Gipfel ankommen. Trotzdem irgendwie cool und wenigstens regnet es nicht. Nach 3 Stunden sind wir wieder an unserer Unterkunft angekommen, ziehen uns schnell um, futtern ein paar Nüsse und los geht es zum Canyoning.

Das war wirklich hoch! 😀 
Das Gipfelkreuz des Ofterschwanger Horns im Nebel 
Ein ziemlich durchwachsener Ausblick ins Tal 
Der Spaß darf natürlich auch bei schlechtem Wetter nicht fehlen!
Dort bekommen wir unsere Ausrüstung, schlüpfen hinein und fahren zum Einstieg in die Starzlachklamm. Diese wandern wir erst einmal hoch, ganz schön anstrengend im Neoprenanzug und nach unserer Wanderung! Dann geht es los, wir seilen uns durch Wasserfälle ab, springen von Felsen und rutschen auf natürlichen Bahnen durch die Klamm. Mega cool! Unser Guide Julian macht das auch echt super. Das Highlight ist eine 18 Meter lange Rutsche als Abschluss. So ein Spaß! 😊

Rein in die Neos und dann geht’s los! 
Abseilen in den Wasserfall 
Und noch einmal Abseilen 
Eine Rutsche jagt die Nächste 😊 
Natürlich haben wir Spaß 😀 
Vorbereitung auf den letzten Sprung 
Und runter geht’s (rechts übrigens die 18m lange Rutsche)
Nach der Tour sind wir total platt und fahren erst einmal zum Duschen in unsere Unterkunft. Anschließend geht es essen ins s’Handwerk. Super lecker und danach fühlen wir auch wieder fitter. Natürlich gibt es heute auch wieder einen Kaiserschmarrn als Nachtisch, diesmal mit Eis.
Am nächsten Morgen haben wir Lust auf eine wirklich anstrengende Tour. Beim Frühstück empfiehlt uns Moni, ins Kleinwalsertal zu fahren. Da das sowieso noch auf meiner Liste stand, machen wir das auch. Wir entscheiden uns für die Besteigung des hohen Ifen. Wir parken an der Talstation der Bergbahn und los geht’s. Ziemlich steil, fast 1000 Höhenmeter bergauf. So anstrengend ist es dann am Ende aber doch gar nicht. Man merkt hier außerdem, dass auch eine Bergbahn fährt, es ist viel mehr los als auf den Bergen, die wir bisher bestiegen haben. Der Blick vom Gipfel entschädigt das aber alles, so eine traumhafte Aussicht hatten wir tatsächlich im ganzen Urlaub nicht. Wir schauen hinunter in ein malerisches Tal und überall um uns herum sind Berge. Wahnsinn! Wir genießen den Ausblick und machen eine kurze Pause, dann geht es auch wieder herunter.

Der Aufstieg 😊 
Ein bisschen Klettern war auch dabei 😊 
Auf dem Weg zum hohen Ifen konnte ln wir auch ein bisschen klettern 😊 
Traumhafter Blick während des Aufstiegs 
Am Gipfelkreuz angekommen ✝️
Der Weg bergab ist viel flacher, aber daher auch ein gutes Stück länger. Deshalb dauert es ein paar Stunden, bis wir an der Schwarzwasserhütte ankommen, wo es heute leckeren Karottenkuchen gibt. Nach der Pause (auch hier wieder mit toller Aussicht) geht es an den restlichen Abstieg. Nach insgesamt 8 Stunden sind wir nach einer tollen Wanderung wieder am Auto, es war im Endeffekt etwas weniger anspruchsvoll als gedacht, aber dafür landschaftlich viel schöner. Nach dem langen Tag geht es dann wieder nach Deutschland, dort halten wir in Fischen, um etwas zu Abend zu essen. Für uns beide gibt es Bier und Kässpatzen, das muss man ja auchmal essen, wenn man schon mal im Allgäu ist 😊. Als Nachtisch holen wir uns heute noch ein kleines Eis und spazieren zum Auto zurück und freuen uns schon auf die Dusche, die wir uns heute auch wieder redlich verdient haben.

Atemberaubende Landschaften, soweit das Auge reicht 
Marcus war natürlich auch noch dabei 
Toller Blick auf den hohen Ifen vom Abstieg 
Leckere Kässpatzen in Fischen 
Ein letzter Blick zurück in Richtung Kleinwalsertal
Unseren letzten Tag im Allgäu starten wir natürlich erst einmal mit einem ausgedehnten Frühstück. Wir plaudern noch nett mit Moni und den anderen zwei Gästen (aus Marburg) und verabschieden uns dann allmählich. Zunächst steuern wir noch einmal die Alpsee Bergwelt mit dem Alpine Coaster an, nachdem wir die Schlange sehen, drehen wir aber schnell wieder um. Dafür geht es dann direkt nach Jungholz, wo wir eine schöne Wanderung rausgesucht haben. Diese ist mit 330 Höhenmetern relativ flach, dafür aber 15km lang. Bei strahlendem Sonnenschein geht es los, erst laufen wir an vielen Bergwiesen vorbei. Dann geht es einige Kilometer an der Vils entlang, einem kleinen Bergbach mit glasklaren Wasser. Nach der Hälfte der Strecke wollen wir eine Pause einlegen, allerdings gibt es im Restaurant nur Essen für Gäste des Hotels, und nur ein Kaffee ohne Kuchen taugt ja auch nichts. Wir kommen im Laufe der nächsten Zeit an einigen Restaurants und Cafés vorbei, diese haben jedoch alle geschlossen. Manche haben Ruhetag, andere wegen Corona nicht auf und der Rest ist einfach zu. Heute ist aber auch wirklich nicht viel los, da kommen wir ins fast vor wie im Film. Alleine durch die Natur und kleine Bergdörfer wandern, nur mit Kuhglocken und rauschenden Bächen im Ohr. Traumhaft. 1km vor dem Ende des Rundwegs kommen wir aber endlich an der Alpe Sorg I vorbei, wo wir endlich Kaffee UND Kuchen bekommen, und das für unschlagbare 8€. Satt und glücklich laufen wir die letzten Minuten zum Auto. Anschließend fahren wir in unsere heutige Unterkunft, die Pension Grüntensee. Nach dem einchecken laufen wir direkt zum See, wir uns kurz noch einmal in die Sonne legen und Marcus sogar noch zweimal in die Fluten springt. Danach haben wir natürlich wieder Hunger, machen wir uns auf den Weg zum Olivenbauern in Wertach. Dort gibt es nach dem Essen noch Panna Cotta und einen rieeesigen Kaiserschmarrn. Wir tollen dementsprechend zurück zum Auto und fallen pappsatt ins Bett.

Hunderte von Kühen sehen wir heute auch noch 
Der Wanderweg entlang der Vils 
Eine süße Kapelle in den Bergen 
Traumhafte Bergkulissen 
Marcus übt sich unterwegs auch noch etwas im slacken 
Die Alpe hat sogar Babyziegen! 😊 
Marcus planscht noch ordentlich im Grüntensee 
Blick auf den Grüntensee im Sonnenschein
