Start unserer Schottland-Rundreise in Edinburgh

Unsere Rundreise beginnt in der Hauptstadt. Nach einem halben Arbeitstag machen wir uns nach einem Mittagessen an einem Dienstag auf den Weg zum Frankfurter Flughafen, wo um 16:15 Uhr unser Flug gehen soll. Mit ein paar Minuten Verspätung verlassen wir dann auch schon Frankfurt Richtung Norden und um 17:20 Uhr Ortszeit betreten wir das erste Mal schottischen Boden.

Wir haben uns vorher informiert wie wir am besten zu unserer ersten Unterkunft kommen und marschieren direkt zur Tram, die uns für 8,50 Pfund mit einem open return ticket in die Stadt bringt. Danach noch ein paar Stationen mit dem Bus und schon sind wir da, in unserem Airbnb für die nächsten 4 Nächte. Wir holen uns bei unserer Gastgeberin Lisa ein paar Tipps für die Stadt und beenden den Tag entspannt mit ein paar Tapas in der Leith Street.

Am nächsten Tag heißt es Edinburgh erkunden! Der Wecker klingelte um 8 und nach einem gemütlichen Frühstück brachen wir auch schon auf, zunächst einmal Richtung Calton Hill, von dem aus man einen wahnsinnig tollen Blick auf die Stadt hat. Nach ein paar Minuten Zeit, um den schönen Blick zu genießen, kommt dann auch schon der erste Schutt. Zum Glück sind wir gut vorbereitet und haben unsere Regenjacken sowieso schon an.

Ausblick vom Calton Hill
Ausblick vom Calton Hill

Anschließend geht es weiter in die Innenstadt, in die Old Town zum Castle und zur Royal Mile. Zwischendurch ändert sich das Wetter im Minutentakt – Regen, Sonne, grau und wieder zurück. „Wenn das den ganzen Urlaub so bleibt wird das ja ein riesen Spaß“ – denken wir uns und hoffen einfach, dass wir da eines besseren belehrt werden. Am Nachmittag stärken wir uns mit einem leckeren Stück Kuchen im Hula Café, bevor wir weiter ins (trockene) Nationalmuseum gehen. Das Museum ist schön gemacht, kostet keinen Eintritt und besonders für wettertechnisch suboptimale Tage auf jeden Fall eine große Empfehlung. Auch die Royal Mile und die Old Town haben uns aber super gefallen, der große Vorteil ist hier dass man bei Regen immer kurze Pause in einem der unzähligen Harry Potter Fanshops oder anderen Souvenirläden einlegen kann. Wenn man wieder rauskommt schien bei uns immer wieder Sonne – quasi echte Zauberei!
Außerdem machen wir auch noch einen Abstecher zum Greyfriars Kirkyard, an dem sich Joanne K. Rowling für diverse Namensgebungen in ihrem Büchern hat inspirieren lassen – für Harry Potter Fans natürlich auch ein Muss!
Abends essen wir noch im Restaurant „Pibloch“ und probieren die klassisch schottische Küche – Steak Pie für Marcus und für mich eine Tarte mit Ziegenkäse. Wir beeilen uns mit dem Essen etwas, weil wir unbedingt den Sonnenuntergang vom Calton Hill genießen wollen, was sich definitiv lohnt! Die Sonne taucht die Stadt in wunderschöne Farben, ein fantastischer Anblick.

  • Am Greyfriars Kirkyard
  • Der Grassmarket bei Regen
  • Sonnenuntergang auf dem Calton Hill

Den zweiten Tag in Edinburgh gehen wir dann etwas entspannter an. Nach dem Frühstück schlendern wir, bei deutlich besserem Wetter als am Vortag, nach Leith, das haut uns aber nicht sehr vom Hocker. Nach einem kurzen Rundgang gehen wir noch einmal kurz in unsere Unterkunft und brechen dann zum Arthur’s Seat auf. Der Anstieg beginnt direkt am Rande des Stadtzentrums, nur ein paar Gehminuten vom Ende der Royal Mile entfernt. Wir laufen ein ganzes Stück den Berg hinauf, mit vielen anderen Touristen. Anstrengend wird es vor allem durch den eisigen und sehr starken Wind. Oben angekommen wimmelt es nur so von Leuten, wir schießen ein paar Fotos und genießen den tollen Blick über die Stadt und machen uns auf den Weg auf die andere Seite des Berges, nach Duddingston. Der Weg ist gar nicht so einfach zu finden, zum Glück hilft uns Google Maps aber weiter. Auf der anderen Seite des Gipfels ist dann auch der Touristenansturm urplötzlich vorbei und wir treffen kaum einen Menschen mehr bis wir in Duddingston ankommen. Dort gibt es leckere Desserts und Kaffee im „Sheep Heid Inn“, in dem sogar die Queen schon gegessen hat! Frisch gestärkt geht es zurück in Richtung Edinburgh, wir laufen hierbei ein Stück um den Berg und dann auf den Klippen entlang zurück, die Anstrengungen werden immer wieder mit traumhaften Blicken über die schottische Hauptstadt belohnt.

  • Blick vom Arthur's Seat über Edinburgh
  • Ruine auf dem Weg auf den Arthur's Seat
  • Der Rückweg mit einem tollen Blick auf die Klippen
  • Blick auf Edinburgh, im Hintergrund das Castle
  • Blick auf den Holyrood Palace

Wieder unten angekommen, nehmen wir an der Tour „verborgene Geschichten“ von MercatTours teil. Der Guide Arwen macht das prima und erklärt uns die Mythen der Südbrücke. Geister sehen wir dort aber leider nicht. Zum Abschluss des Tages gibt es wahnsinnig leckere indische Tapas (für meinen Geschmack nur leider mit zu viel Koriander) im Mother India’s Café. Danach freuen wir uns mit unseren runden Bäuchen über den Verdauungsspaziergang zu unserer Unterkunft, wo wir nur noch totmüde ins Bett fallen.

Edinburgh bei Nacht
Edinburgh bei Nacht

An unserem letzten Tag in Edinburgh wollen wir die New Town erkunden. Wir schauen uns die kleine und beschauliche Rose Street an, die mir besonders gut gefällt. Anschließend schlendern wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Princes Street Gardens. Wir laufen weiter bis in West End und von dort über den Water of Leith Walkway, der uns eine andere, sehr schöne Seite Edinburghs zeigt und gar nicht so nach Großstadt aussieht. Zwischendurch gibt es eine Zimtschnecke für mich und einen Marzipanmuffin für Marcus in einem schwedischen Café (Zimtschnecken können sie halt einfach, die Schweden). Von dort geht es für uns in den botanischen Garten und anschließend wieder zu unserer Unterkunft.

  • Bummeln durch die schöne Rose Street in der New Town
  • Die Sonne in den Princes Street Gardens genießen
  • Edinburghs Botanischer Garten
  • Dean Village am Water of Leith Walkway

Dort machen wir uns fertig für unser erstes Rugbyspiel im Murrayfield Stadium. Wir haben einen Bärenhunger und stärken uns vor dem Stadion erstmal mit Hog Roast Rolls (die uns leider etwas enttäuschen), Pommes und zum Nachtisch Muffins, bevor es dann mit einem Bier in der Hand zum Spiel geht. Das ist ein wirklich tolles Erlebnis, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Unser Heimweg gestaltet sich dann leider etwas komplizierter als gedacht, da die Straße vor dem Stadion leider komplett gesperrt ist. Mit einem kleinen Umweg kommen wir aber dennoch gut an und fallen ins Bett.

  • Unser erstes Rugbyspiel - Schottland vs. Georgien
  • Der krönende Abschluss unserer Zeit in Edinburgh

Am nächsten Morgen müssen wir uns schon wieder von Edinburgh verabschieden. Alles in allem eine wirklich tolle Stadt, selbst für uns als Städte-Muffel. Trotzdem freuen wir uns jetzt auf die Highlands uns ganz besonders auf unsere nächste Station – den Cairngorms National Park. Wie der Weg dorthin und die Ankunft dort war erfährst du hier!

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