Der Weg zur Isle of Skye

Also eigentlich war gestern Freitag der 13., aber den holen wir heute irgendwie nach. Alles beginnt damit, das Marcus wegen eines tosenden Sturms nachts das Fenster schließen will, dabei aber leider abrutscht und mir den mehrere Kilo schweren Glasfisch auf den Kopf wirft. Da sind wir erstmal wach!
Nach ein paar weiteren Stunden Schlaf habe ich eine dicke, fette Beule und der Sturm tobt immer noch. Das ist wirklich schottisches Wetter, zusätzlich zu dem heulenden Wind schüttet es nämlich wie aus Eimern. Dafür ist das Frühstück wahnsinnig lecker, allein dafür hat sich der Besuch des Love Croft Guesthouse gelohnt! Nach dem Frühstück geht es dann auch schon los und wir freuen uns, das nach den langen Fahrtetappen der letzten Tage für heute nur ca. 3 Stunden Fahrt anstehen. Nach einem kurzen Zwischenstopp an einem schönen Strand in Gairloch, wobei ich auch noch umknicke und mir das Knie auffale, geht es weiter Richtung Isle of Skye.

  • Erster Stopp in Gairloch
  • Leider ohne Sonne, aber trotzdem schön - Gairloch Beach

Ein paar Meilen vor der Brücke auf die Insel steht dann auf einmal ein Schild, das besagt, dass die Straße zur Isle of Skye das komplette Wochenende gesperrt ist. Es ist auch eine Umleitung ausgeschildert, die geht allerdings über Inverness, was ungefähr 100 Meilen nordöstlich von uns liegt. Nach ein bisschen Recherche komme ich auch zu dem Schluss, dass es leider keinen anderen Weg auf die Isle of Skye gibt. Also fahren wir den ganzen Weg zurück und dann Richtung Inverness. Da ist das Wetter wenigstens etwas besser. Durch den Umweg sehen wir allerdings auch noch die Westseite des Loch Ness und sind superfroh, dass wir uns das letzte Mal für die Ostseite entschieden haben. Die ist wirklich viel schöner und entspannter. Nach einem Umweg von ungefähr 2,5 Stunden (soviel zu unserer kurzen Fahrt heute) sind wir dann endlich auf der Isle of Skye angekommen und natürlich – war ja zu erwarten – regnet es dort immer noch in Strömen. Nachdem dann auch noch das Café, in dem wir entspannt einen Kaffee trinken wollten, unplanmäßig geschlossen hat, kippt auch bei uns die Stimmung etwas. Schließlich finden wir aber zum Glück das Eilean Donan Café, teilen uns dort ein Sandwich und einen Scone und bekommen zum Glück auch leckeren Kaffee. Das verbessert die Stimmung erheblich und wir überlegen, was wir noch Sinnvolles anstellen können an diesem verregneten Tag, der durch die Fahrerei auch gar nicht mehr so lang ist. Die Wanderung, die wir eigentlich machen wollten, haken wir schnell ab und fahren stattdessen zu den Fairy Pools. Langsam wird der Regen auch etwas weniger, wir kramen unsere Regenausstattung vom Rücksitz und los geht’s. Um zu den Pools zu gelangen, muss man einen kleinen Bach im Tal überqueren und auf der anderen Seite ein Stück den Berg hoch laufen. Normalerweise. Aufgrund der starken Regenfälle führt der Bach im Tal leider so viel Wasser, dass es keine Möglichkeit gibt, auf die andere Seite und damit auch zu den Fairy Pools zu gelangen. Also legen wir auch diesen Plan wieder beiseite.

  • Eilean Donan Castle - natürlich im Regen
  • Der Bach, der uns den Weg zu den Fairypools versperrte
  • Unsere Aussicht über den ganzen Tag - vor allem Nebel

Wir fahren dann erstmal nach Portree in unserer Unterkunft und räumen das Auto aus. Einen Tisch haben wir zum Glück schon Mittags reserviert und für halb 10 (!) auch einen bekommen. Wenigstens das Essen ist lecker und als wir dann endlich im Bett liegen, fragen wir uns, was heute eigentlich los war. Bleibt uns nur noch zu hoffen, dass es morgen besser wird. Ob dem so war und was wir sonst so am Folgetag auf der Isle of Skye erlebt haben erfährst du hier.

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