Der Cairngorms National Park

Nach unserer ersten Nacht in unserem schönen Cottage geht es erst einmal zum Frühstück. Unser Gastgeber Ian frühstückt mit uns, beantwortet uns viele offene Fragen und gibt uns außerdem noch Tipps, was wir uns in der Gegend nicht entgehen lassen sollten. Frisch gestärkt brechen wir anschließend zu unserer ersten Wanderung im Glenmore Forest auf. Wir starten am Visitor Center, wo wir nach ca. 3,5 Stunden auf der Rundwanderung auch wieder ankommen. Zwischendurch passieren wir einen Berg mit unaussprechlichem schottischen Namen und „the green Lake“. Die Wanderung ist für den Einstieg perfekt, nicht zu anstrengend und mit tollen Ausblicken in den Nationalpark. Im Visitor Centre gibt es außerdem ein Café, in dem wir uns noch mit Scones und Kaffee stärken. Anschließend geht es weiter zum Loch an Eilean, den wir für 1 Pfund 50 pro Person umrunden können. Das dauert rund 1,5 Stunden und ist eine flache, aber trotzdem schöne Wanderung, ein kleines Highlight ist der Blick auf die Burgruine auf einer Insel mitten im See. Auf dem Rückweg geht es nach Aviemore, wo wir uns das Abendessen im „Highland Line“ nach der ganzen Lauferei auch redlich verdient haben!

  • Die erste Wanderung im Glenmore Forest Park
  • Traumhafte Blicke unterwegs
  • An Lochan Uaine - auf der ersten Wanderung
  • Zulauf des Loch an Eilean
  • Die Burgruine im Loch an Eilean

Am nächsten Tag ist leider sehr schlechtes Wetter gemeldet. Beim Frühstück überlegen wir zusammen mit Ian, was wir an diesem Tag unternehmen können. Unsere Entscheidung fällt zunächst auf das Highland Folk Museum, welches wir auch direkt nach dem Frühstück besuchen. Dort kann das frühere Leben der Schotten sehr gut nachfühlen und erfährt viele interessante Fakten über den Alltag in den früheren Jahrhunderten. Zumindest teilweise ist man in Häusern, weshalb sich das Museum als gute Entscheidung bei dem Wetter erweist. Besonders beeindruckt uns das alte Dorf aus dem 17. Jahrhundert, was auch als Set für „Outlander“ genutzt wurde. Wir fühlen uns wirklich wie in einer anderen Welt. Als wir das Gelände verlassen, ist es auch schon später als wir dachten und wir haben Hunger.

  • Natur im Newtonmore Highland Folk Museum
  • Der Outlander-Drehort im Highland Folk Museum

Als nächster Punkt steht Blair Castle auf dem Programm, was etwas weiter südlich liegt. Auf dem Weg dorthin halten wir also in einem kleinen Café in Laggan, wo wir unseren Hunger mit sehr leckerem Kuchen vorerst stillen. Danach sind wir bereit für das Castle, was wir dann auch direkt ansteuern. Der Eintritt ist mit 13 Pfund pro Person für das Castle und die Gärten zwar nicht gerade günstig, aber üblich im Vergleich zu anderen Schlössern. Da das Wetter gerade hält, schauen wir uns zuerst die Hercules Gardens an, die wirklich sehr schön sind. Danach wollen wir uns dann das Schloss anschauen – und sind zwei Minuten zu spät! Uns hat leider niemand gesagt dass die letzte Führung um 16:30 ist, als wir um 16:32 vor der Tür stehen, ist diese bereits zu und auch im Ticket Office ist keiner mehr anzutreffen. Soviel zu den 13 Pfund. Wir versuchen, trotzdem das Beste draus zu machen und fahren noch etwas weiter südlich zu den „Birks of Aberfeldy“. Dort wartet eine kurze Wanderung durch einen Birkenwald, entlang an einem Bach mit unzähligen Wasserfällen auf uns. Wir gehen östlich des Baches hoch und westlich des Baches wieder herunter, was uns auch so sehr gut gefällt, weil wir die schönsten Wasserfälle am Ende haben. Eine schöne Wanderung mit wahnsinnig vielen Wasserfällen, die wirklich einen Besuch wert sind. Zwischendurch ist es auch durch die Steigung kurz ziemlich anstrengend. Nach einer Stunde sind wir schon wieder zurück am Auto. Auf dem Heimweg lassen wir den Abend in Pitlochry ausklingen, wo wir in einem kleinen Pub zu Abend essen.

  • Die Hercules Gardens von Blair Castle
  • Blair Castle - von außen sehr schön
  • Die Wasserfälle an den "Birks of Aberfeldy"
  • Und noch mehr Wasserfälle :)

Am nächsten Tag steht auch schon unsere erste große Wanderung an. Da das Wetter viel besser vorhergesagt ist als die letzten Tage, wollen wir auf den Cairngorm Mountain wandern – der zweithöchste Berg Schottlands und damit auch ein Munro! Also Munro werden alle schottischen Berge bezeichnet, die eine Höhe von über 3.000 Fuß haben. Die Besteigung eines Munros müssen wir also natürlich mitnehmen! Nach dem Frühstück geht es mit dem Auto direkt zur Talstation der Mountain Railway und von dort zu Fuß direkt steil bergauf. 600 Höhenmeter später werden wir für den anstrengenden Aufstieg mit einem traumhaften Blick belohnt – Wahnsinn! Einmal über den Gipfel geht es auf der anderen Seite erstmal flach weiter. Wir halten dem starken und eisigen Wind stand und werden auch hier mit 1A-Fotomotiven belohnt. Anschließend geht es an den Abstieg, der zum Glück nicht ganz so steil ist wie der Aufstieg. Nach rund 4 Stunden wandern sind wir wieder an der Talstation angekommen und stärken uns dort erstmal im Café.

  • Der Ausblick beim Aufstieg auf den Cairngorm Mountain
  • Ganz schön windig auf dem Gipfel
  • Immer wieder haben wir wundervolle Panorama-Aussichten
  • Der Wanderweg auf dem Plateau
  • Von oben sieht man auch deutlich, dass man in den Highlands ist
  • Und überall ist "Regenbogengras"

Auf dem Rückweg nach Newtonmore halten wir im Reindeer Centre und können einige Tiere aus Schottlands einziger frei lebender Rentierherde bewundern und sogar streicheln! Eine wirklich tolle Erfahrung. Von dort fahren wir über die schmale B970 zum Loch Insh, der sehr pittoresk im Nationalpark liegt. Nach ein paar Fotos fahren wir weiter zu den Ruthven Barracks, einer Ruine alter Soldatenbarracken bei Kingussie, die sehr schön auf einer Anhöhe liegt. Nachdem wir auch hier ein paar Fotos geknipst haben essen wir im Silverfjord in Kingussie zu Abend, bevor es zum packen auch schon wieder nach Hause geht.

Am nächsten Morgen steht uns leider schon der Abschied von Ian & Jo bevor. Wir haben die Zeit hier sehr genossen und nicht bereut, dass wir so „lange“ hier waren. Definitiv die herzlichsten Gastgeber unserer Schottlandreise und wahnsinnig tolle Menschen. Mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck machen wir nach dem Frühstück auf den Weg nach Portmahomack. Was dieser Tag für uns bereithielt gibt es hier zu lesen.

Hinterlasse einen Kommentar